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361°	Women's Lynx 2

Der Test: 361° Women's Lynx 2 - Trailrunningschuh, Damen:

Trailrunning-DNA für sportliche Wanderungen.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Stabiler Sitz
  • Hoher Tragekomfort durch westenähnliche Schultergurte
  • Geringes Eigengewicht von rund 720 Gramm
  • Viele gut erreichbare Taschen am Tragesystem
  • Durchdachte Ausstattung inklusive integriertem Raincover
  • Hochwertige Verarbeitung und recycelte Materialien

NACHTEILE

  • Rückenbelüftung geringer als bei Netzrückensystemen
  • Innenorganisation fällt eher minimalistisch aus
  • Fest integriertes Raincover nicht austauschbar

BEWERTUNG

Ich habe den BLACK DIAMOND Pursuit 25 von OUTSIDEstories im Sommer 2026 zum Testen erhalten. Die Bewertung erfolgt vollständig unabhängig. Es gab weder eine Bezahlung noch Vorgaben durch den Hersteller. Über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen hatte ich die Möglichkeit, den Rucksack ausführlich im Alltag sowie bei verschiedenen Outdoor-Aktivitäten kennenzulernen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25


Rucksäcke gehören für mich seit vielen Jahren zur Standardausrüstung bei unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten. Entsprechend haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Modelle für die verschiedensten Einsatzbereiche angesammelt, vom minimalistischen Trinkrucksack bis hin zum größeren Tourenrucksack. 

Dazu gehören unter anderem der Deuter Futura 26, Evoc FR Tour 30, Camelbak K.U.D.U. 18, Thule Uptake Bike 12, Osprey Escapist 20 und einige mehr. Nicht wenige davon habe ich hier auf OUTSIDEstories bewertet. Welcher Rucksack letztendlich zum Einsatz kommt, hängt bei mir immer von der geplanten Tour, der Sportart und der Ausrüstung ab. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei neuen Rucksäcken interessiert mich vor allem die Frage, ob das Gesamtkonzept in der Praxis funktioniert. Entscheidend sind für mich dabei eine passende Größe, ein angenehmes Tragegefühl und eine Konstruktion, die zum vorgesehenen Einsatzbereich passt.


BLACK DIAMOND verbinde ich bisher vor allem mit dem Kletter- und alpinen Bergsport. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der Marke weniger auf klassischen Freizeitprodukten, sondern vielmehr auf funktioneller Ausrüstung für den Bergsport. Bei einem Rucksack dieser Kategorie sind für mich vor allem drei Punkte entscheidend. Sitzt er auch nach mehreren Stunden noch angenehm? Bleibt er bei Bewegung stabil, ohne unnötig zu stören? Und bietet die Ausstattung tatsächlich einen Mehrwert? Genau diese Punkte stehen im Mittelpunkt dieser Bewertung.


Was bietet der Pursuit 25?


Der Pursuit 25 ist ein sportlich ausgelegter Tagesrucksack für Wanderungen, Speed Hiking und alpine Tagestouren. Mit einem Volumen von 25 Litern bietet er ausreichend Platz für die typische Ausrüstung einer Tagestour. Der Fokus liegt auf einem niedrigen Gewicht, einem körpernahen Sitz und möglichst uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mit rund 720 Gramm gehört er zu den leichteren Tagesrucksäcken seiner Klasse.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei der Konstruktion orientiert sich Black Diamond an den Erfahrungen aus dem Trailrunning. Während die meisten klassischen Wanderrucksäcke auf ein eher steifes Tragesystem setzen, kommt beim Pursuit 25 das sogenannte BD Continuous Fit Harness System zum Einsatz. Dabei bilden Rückenpanel, Schultergurte und Hüftbereich eine nahezu durchgehende Einheit, die sich eng an den Oberkörper anpasst. Dies soll bei schnellen Bewegungsabläufen ein störendes Verrutschen oder Pendeln der Last reduzieren.
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
Auffällig sind außerdem die vergleichsweise breiten, westenähnlich geformten Schultergurte. Sie verteilen die Last auf eine größere Auflagefläche. Gleichzeitig dienen sie nicht nur dem Tragekomfort, sondern übernehmen mit Stretchfächern und einem Reißverschlussfach auch einen Teil der Gepäckorganisation. Dieses vom Trailrunning inspirierte Konzept ist bei klassischen Wanderrucksäcken noch eher selten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Sämtliche Hauptgewebe des Pursuit 25 bestehen aus recycelten Materialien. Das Außenmaterial setzt sich aus recyceltem Nylon und Polyester zusammen, das Innenfutter besteht vollständig aus recyceltem Polyester. Damit setzt Black Diamond auf einen ressourcenschonenderen Materialeinsatz. 

Für die notwendige Formstabilität sorgt eine dünne HDPE-Rückenplatte, die dem Rucksack ausreichend Struktur verleiht, ohne die für das Konzept wichtige Flexibilität wesentlich einzuschränken. Ergänzt wird die Konstruktion durch ein atmungsaktives Rückenpanel, das den Feuchtigkeitstransport unterstützt und die Luftzirkulation am Rücken verbessert.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Auch bei der Ausstattung folgt der Rucksack einem klaren Ansatz. Neben dem Hauptfach, das den Großteil der Ausrüstung aufnimmt, stehen zahlreiche schnell erreichbare Staumöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören zwei elastische Seitentaschen für Trinkflaschen oder andere häufig benötigte Ausrüstungsgegenstände sowie eine großflächige Stretch-Tasche auf der Vorderseite, in der sich beispielsweise Regenjacke, Handschuhe oder zusätzliche Bekleidung verstauen lassen. 

Auch die bereits erwähnten Schultergurttaschen sorgen dafür, dass häufig benötigte Ausrüstung jederzeit griffbereit bleibt. Im Hauptfach befindet sich außerdem ein Reißverschlussfach mit integriertem Schlüsselclip zur sicheren Aufbewahrung von Wertsachen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Für den alpinen Einsatz verfügt der Pursuit 25 über eine integrierte Halterung für Z-Pole-Trekkingstöcke, mit der sich kompatible Stöcke auch während der Tour schnell befestigen oder wieder entnehmen lassen. Zusätzlich ist ein separates Fach für ein Trinksystem mit Schlauchführung vorhanden. Eine Trinkblase gehört jedoch nicht zum Lieferumfang.


Zum Schutz vor Feuchtigkeit ist das Hauptfach mit einem wasserabweisenden Reißverschluss ausgestattet, der den Inhalt bei kurzen Regenschauern oder Spritzwasser schützt. Für anhaltenden Regen befindet sich zusätzlich eine im Bodenfach integrierte Regenhülle am Rucksack.
Neben dem getesteten Pursuit 25 umfasst die Pursuit-Serie auch Modelle mit 6 und 15 Litern Volumen. Dadurch deckt die Baureihe unterschiedliche Einsatzbereiche vom minimalistischen Trinkrucksack bis zum klassischen Tagesrucksack ab.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Features
  • sportlich ausgelegter Tagesrucksack
  • körpernahes Tragekonzept mit hoher Bewegungsfreiheit
  • großes Hauptfach mit wasserabweisendem Reißverschluss
  • großflächige Stretch-Fronttasche
  • zwei elastische Seitentaschen
  • Stretchfächer an den Schultergurten
  • separates Trinksystemfach mit Schlauchführung
  • Reißverschluss-Innenfach mit Schlüsselclip
  • Z-Pole-Trekkingstockhalterung
  • Quick Pull Compression System
  • atmungsaktives Rückenpanel
  • Hauptmaterialien aus recycelten Geweben

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Technische Daten
  • Kategorie: Tagesrucksack / Hiking / Speed Hiking / Trailrunning / Bergsport
  • Volumen: 25 Liter
  • Gewicht: ca. 720 g
  • Größen: S/M (Torso 41–47 cm | Hüfte 66–114 cm), M/L (Torso 47–53 cm | Hüfte 82–131 cm)
  • Tragesystem: BD Continuous Fit Harness System
  • Rückenplatte: HDPE
  • Außenmaterial: 96 % recyceltes Nylon, 4 % recyceltes Polyester
  • Innenfutter: 100 % recyceltes Polyester
  • Trinksystem: separates Trinkblasenfach mit Reservoir-Clip und Schlauchführung (Trinkblase nicht enthalten)

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Technologien
  • BD Continuous Fit Harness System: Beim Pursuit 25 setzt Black Diamond auf ein vom Trailrunning inspiriertes Tragesystem. Rückenpanel, Schultergurte und Hüftbereich bilden eine flexible Einheit, die sich eng an die Körperform anpasst. Dadurch wird das typische Pendeln eines Rucksacks bei schnellen Bewegungen reduziert.
  • Quick Pull Compression System: Das Quick Pull Compression System ermöglicht eine schnelle Anpassung des Rucksackvolumens. Über die zentrale Kompressionslösung lässt sich der Inhalt verdichten und näher am Rücken positionieren.
  • Z-Pole-Trekkingstockhalterung: Die integrierte Z-Pole-Halterung ermöglicht es, kompatible Trekkingstöcke während der Bewegung am Rucksack zu befestigen oder wieder aufzunehmen.
  • HDPE-Rückenplatte: HDPE (High Density Polyethylen) ist ein besonders formstabiler, leichter und widerstandsfähiger Kunststoff. Als Rückenplatte verleiht er dem Rucksack die notwendige Stabilität und unterstützt eine gleichmäßige Lastverteilung, ohne das Gesamtgewicht unnötig zu erhöhen.
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25


Wie macht sich der Rucksack im Einsatz?


Mit seinen 25 Litern trifft der Pursuit 25 genau die Größe, die ich bei einem Tagesrucksack bevorzuge. Für meine üblichen Touren bietet er ausreichend Platz, ohne unnötig groß zu wirken. Trinkblase, Regenjacke, Wechselkleidung, Verpflegung und kleinere Ausrüstungsgegenstände lassen sich problemlos verstauen. Gleichzeitig bleibt das Packmaß angenehm kompakt.

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Was im Einsatz sofort auffällt, ist der sehr angenehme Sitz. Der Rucksack liegt eng am Rücken an und folgt den Bewegungen des Trägers unmittelbar. Gerade auf schmalen Wegen, bei schnellen Richtungswechseln oder in anspruchsvollerem Gelände macht sich diese Konstruktion positiv bemerkbar. Es gibt kaum störende Bewegungen, und nach kurzer Eingewöhnung nimmt man ihn beim Gehen kaum noch bewusst wahr.
Diese Bauweise setzt allerdings andere Prioritäten als ein stärker belüftetes Rückensystem. Durch den direkten Kontakt zum Rücken fällt die Belüftung konstruktionsbedingt geringer aus, wodurch sich bei hohen Temperaturen mehr Wärme stauen kann.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Ein Detail, das sich im Alltag schnell bewährt hat, sind die Taschen an den Schultergurten. Anfangs war ich gegenüber dieser Lösung etwas zurückhaltend, nach den ersten Einsätzen wollte ich sie jedoch nicht mehr missen. Energieriegel, Sonnenbrille und andere kleinere Gegenstände sind jederzeit erreichbar, ohne den Rucksack absetzen zu müssen. 

Auch die große Stretch-Tasche auf der Front ist praktisch, wenn beispielsweise eine Regenjacke oder zusätzliche Bekleidung schnell verstaut werden soll. Die Innenaufteilung ist einfach gehalten. Wer seine Ausrüstung gerne feinsortiert verstaut, könnte hier zusätzliche Unterteilungen vermissen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Die breiten, westenähnlichen Schultergurte verteilen das Gewicht angenehm über eine große Fläche. Selbst nach mehreren Stunden entstanden bei mir keine unangenehmen Druckstellen. Gerade in Verbindung mit dem Tragesystem ergibt sich dadurch ein sehr angenehmes Tragegefühl.
Auch beim Mountainbike hat sich der Rucksack gut geschlagen. Die schmale Form trägt kaum auf und die Bewegungsfreiheit bleibt erhalten. Gerade bei technischeren Passagen ist es angenehm, dass nichts unnötig pendelt oder verrutscht. Ein vollwertiger Bike-Rucksack mit Werkzeugfach, Helmhalterung oder Protektor wird dadurch nicht ersetzt, für spontane Touren oder kürzere Ausfahrten funktioniert das Konzept aber sehr gut.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei leichterem Regen zeigte sich der wasserabweisende Reißverschluss als durchaus hilfreich. Kurze Schauer stellen für den Inhalt kein Problem dar. Hält der Regen länger an, sorgt die im Bodenfach integrierte Regenhülle für zusätzlichen Schutz. Weniger gut gefällt mir allerdings, dass sie fest mit dem Rucksack verbunden ist. Dadurch lässt sie sich weder separat zum Trocknen aufhängen noch bei einer Beschädigung einfach austauschen. Viele andere Hersteller setzen hier auf herausnehmbare Regenhüllen, was ich im Alltag als die praktischere Lösung empfinde.


Was steckt hinter der Marke Black Diamond?


Black Diamond gehört heute zu den bekanntesten Herstellern technischer Ausrüstung für den Bergsport. Die Wurzeln der Marke reichen bis in die 1960er Jahre zurück, als der amerikanische Kletterer Yvon Chouinard begann, Kletterhaken und Ausrüstung in Handarbeit zu fertigen. Aus seinem Unternehmen Chouinard Equipment entstand 1989 nach der Übernahme durch ehemalige Mitarbeiter schließlich Black Diamond Equipment. Bis heute versteht sich die Marke als Unternehmen von Bergsportlern für Bergsportler. 


Der Firmensitz befindet sich heute am Fuß der Wasatch Mountains in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Die unmittelbare Nähe zu Fels, Eis und Hochgebirge ist dabei kein Zufall. Black Diamond entwickelt seine Produkte dort, wo sie später auch eingesetzt werden. Viele Mitarbeiter sind selbst aktive Kletterer, Skibergsteiger, Trailrunner oder Alpinisten und testen neue Entwicklungen direkt unter realen Bedingungen. Dieses enge Zusammenspiel aus Entwicklung und Praxiseinsatz prägt die Philosophie der Marke bis heute. 


Bekannt wurde Black Diamond ursprünglich vor allem durch Kletterausrüstung. Karabiner, Klemmgeräte, Eisgeräte und Steigeisen genießen seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf. Gleichzeitig zählt Black Diamond zu den Unternehmen, die den Bergsport mit zahlreichen Entwicklungen nachhaltig geprägt haben. Ein bekanntes Beispiel ist das sogenannte Clean Climbing. Bereits Anfang der 1970er Jahre setzte sich Chouinard Equipment für mobile Sicherungsmittel ein, die den Fels möglichst nicht beschädigen. Dieser Gedanke eines möglichst naturverträglichen Bergsports gehört bis heute zur DNA der Marke. 


Im Laufe der Jahre wurde das Sortiment kontinuierlich erweitert. Neben Kletterausrüstung gehören heute auch Trekkingstöcke, Stirnlampen, Ski- und Lawinenausrüstung, Bekleidung sowie Rucksäcke zum Programm. Dabei verfolgt Black Diamond einen klaren Schwerpunkt: Im Mittelpunkt stehen keine klassischen Freizeitprodukte, sondern möglichst funktionelle Ausrüstung für anspruchsvolle Aktivitäten in den Bergen. Das gilt auch für die Rucksackkollektion, die sich deutlich an sportlich orientierte Wanderer, Trailrunner und Alpinisten richtet. 


Auch beim Thema Nachhaltigkeit hat Black Diamond in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Das Unternehmen setzt zunehmend auf recycelte Materialien, arbeitet an der Reduzierung seines CO₂-Fußabdrucks und verwendet bei immer mehr Produkten recyceltes Aluminium oder Recyclingfasern. Gleichzeitig steht weiterhin eine möglichst lange Nutzungsdauer der Produkte im Vordergrund, was gerade im technischen Bergsport ein wichtiger Aspekt ist. 


Hard Facts

  • Gründung der Wurzeln: 1965 als Chouinard Equipment
  • Black Diamond Equipment seit: 1989
  • Hauptsitz: Salt Lake City, Utah (USA)
  • Europäische Niederlassung: Innsbruck, Österreich
  • Produktsortiment: Kletterausrüstung, Trekkingstöcke, Rucksäcke, Stirnlampen, Helme, Bekleidung, Ski- und Lawinenausrüstung
  • Philosophie: Entwicklung technischer Bergsportausrüstung durch aktive Bergsportler für den Praxiseinsatz
  • Bekannt für: Camalot-Klemmgeräte, Wiregate-Karabiner, Distance-Serie, Trailrunning- und Alpinrucksäcke sowie Stirnlampen
  • Nachhaltigkeit: zunehmender Einsatz recycelter Materialien und Aluminium, Fokus auf langlebige Produkte und Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks 


Fazit


Der Pursuit 25 hat mich im Laufe des knapp sechswöchigen Testzeitraums positiv überrascht. Statt auf maximale Belüftung, zahlreiche Organisationsfächer oder möglichst hohe Zuladung setzt er konsequent auf geringes Gewicht, einen körpernahen Sitz und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Genau dieses Konzept funktioniert in der Praxis erstaunlich gut.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Die drei Fragen, die ich mir zu Beginn des Tests gestellt habe, kann ich am Ende klar beantworten: Ja, der Pursuit 25 sitzt auch nach mehreren Stunden noch ausgesprochen angenehm. Ja, er bleibt selbst bei schnellen Bewegungen oder anspruchsvollerem Gelände stabil am Körper, ohne störend zu pendeln. Und ja, die Ausstattung bietet einen echten Mehrwert, weil die gut erreichbaren Taschen und das durchdachte Tragekonzept den Alltag auf Tour tatsächlich erleichtern.

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Besonders überzeugt haben mich der ruhige, körpernahe Sitz, das geringe Eigengewicht und die hervorragend gelungenen Schultergurte. Ihre westenähnliche Konstruktion trägt spürbar zum hohen Tragekomfort bei und erleichtert durch die integrierten Taschen gleichzeitig den schnellen Zugriff auf häufig benötigte Ausrüstung. Auch das Platzangebot empfand ich für klassische Tagestouren als vollkommen ausreichend.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Natürlich ist der Rucksack nicht frei von Kompromissen. Durch den körpernahen Sitz fällt die Rückenbelüftung geringer aus als bei einem klassischen Netzrückensystem, wie ich es von anderen Wanderrucksäcken kenne. Wer häufig bei hohen Temperaturen unterwegs ist oder besonderen Wert auf maximale Luftzirkulation legt, wird mit einem solchen Konzept vermutlich glücklicher. Ebenso richtet sich der Pursuit eher an Nutzer, die mit einer übersichtlichen Fächeraufteilung auskommen und keinen Rucksack mit möglichst vielen Organisationsmöglichkeiten suchen.


„Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen, sondern uns selbst.“ – Edmund Hillary #wirsehenunsdraussen

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Der Traum vom ultimativen Carbon-Antrieb!
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Made in Germany
  • Vollcarbon
  • Gewicht unter 300 Gramm
  • Enorm hohe Steifigkeit und wahnsinns Gewicht zu Steifigkeitswert
  • High End Set-up (Kurbel, Tretlager und Kettenblätter)
  • Langlebig

NACHTEILE


BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Griasts eich!

Wenn ihr meine Bewertungen fleißig lest, bekommt ihr ja mit, dass ich mein Canyon Endurace komplett auf Leichtbau und maximale Performance umbaue. Neue Keramiktretlager und Oversized Pulley Wheels mit Keramiklagern waren hier der Anfang. Für mein neuestes Antriebs-Projekt wollte ich diese Grenze deutlich nach oben verschieben, da die Standard-Kurbelgarnituren von Shimano – selbst auf Dura-Ace-Niveau – einmal an ihre Grenzen stoßen. Das Ziel: Ein maßgeschneiderter High-End-Carbon-Antrieb, der minimales Gewicht, extreme Steifigkeit und perfekte 12-fach-Schaltperformance vereint.

Das Herzstück dieses Upgrades bildet die legendäre (und wer sich damit auskennt, weiß, legendär ist hier nicht zu hoch gepokert) THM Clavicula SE Kurbel in 172,5 mm, kombiniert mit den Carbon-Ti 12s X-CarboRing EVO Kettenblättern in der bergtauglichen 50/34-Kompaktübersetzung. Da dieser Wechsel jedoch einen massiven Eingriff in das Tretlager-Ökosystem bedeutet (Wechsel von 24 mm auf 30 mm Achsmaß), kam zusätzlich das THM Shimano Pressfit Bearings ROAD Tretlager von THM zum Einsatz.

Ich möchte mit euch über den Einbau des Tretlagers, der Kettenblätter an die Clavicula SE und natürlich auch über das Anbringen der Kurbel reden. Aber auch auf Technik, denn wir sprechen hier von reinen Carbonkomponenten, 

Also schauen wir mal, wie sich das Set-up in der Werkstatt und auf der Straße schlägt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Kettenblätter: Carbon-Ti 12s X-CarboRing EVO (50/34)

Bei einer Vollcarbonkurbel braucht man entsprechend auch besondere Kettenblätter. Ich kann ja nicht an der Kurbel Gewicht sparen, indem ich eine Highend-Kurbel nutze, und die Kettenblätter sind dann aus Alu. Deswegen fiel die Wahl der Kettenblätter auf die X-CarboRing EVO der Marke Carbon Ti.

Marke: Carbon Ti ist eine italienische Marke, die auch in Italien produziert, also Made in Italy. Bereits 2005 hat die Marke ihr erstes Kettenblatt aus Carbon präsentiert und inzwischen hat sie sich einen solchen Namen gemacht, dass kein Geringerer als Tadej Pogacar und das ganze UAE-Team die Komponenten von Carbon Ti fahren.

Materialmix: Diese Kettenblätter bestehen aus einem tragenden Ring aus strukturellem Kohlefaser-Verbundstoff. Die eigentlichen Zähne bestehen aus Titan, das mit dem Carbon vernietet ist. Die Schalthilfen (Steighilfen und Pins) sind aus Aluminium gefertigt.

Kompakt-Setup (50–34): Für lange, steile Alpenpässe oder anspruchsvolle Profile ist die 50/34er-Kombination ideal. Man hat am Berg eine hohe Trittfrequenz-Reserve, ohne in der Abfahrt zu schnell ins Leere zu treten. Das war tatsächlich auch eine Umstellung für mich, denn ich bin zuvor Semikompakt (52–36) gefahren, fühle mich aber mit dem Kompakt-Set-up viel wohler, da ich höhere Trittfrequenzen fahren kann und man am Berg wirklich nur bei sehr steilen Passagen in den höchsten Gang schalten muss.

12-Speed Kompatibilität: Die „EVO“-Generation ist explizit auf die neuesten 12-fach-Antriebsstränge optimiert. Die Toleranzen sind hier extrem eng, um die schmale 12-fach-Kette sauber und ohne Abwürfe von Blatt zu Blatt zu transportieren. Das funktioniert mit meiner elektronischen Ultegra-Schaltung genauso, wie mit mechanischen Schaltungen.

Und jetzt würde ich sagen, bauen wir auch gleich die Montage der Kettenblätter an der Clavicula SE hier ein, da das wirklich das Erste war was ich direkt gemacht habe, nachdem ich den Karton geöffnet hatte.

Hier ganz wichtig! Ihr benötigt einen Torx und einen Gegenhalter. Dieser Gegenhalter ist ein separates Werkzeug, extra für die Kettenblattschrauben. Das kostet circa 5 Euro und holt euch das bitte. Mit einem Schlitzschraubendreher macht ihr die Schrauben schnell kaputt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Clavicula SE ist für zwei Kettenblätter ausgelegt. Das kleine Kettenblatt wird mit den passenden Kettenblattmuttern von THM (aus Aluminium) an der Innenseite montiert. Heißt über den abnehmbaren Kurbelarm gelegt. Das große Kettenblatt wird von der Außenseite aufgesetzt. 

Die Kettenblattschrauben müssen vor dem Eindrehen leicht gefettet werden. Gegenhalter aufsetzen und von der anderen Seite mit dem Inbus leicht festziehen. Ich ziehe dann immer die gegenüberliegende Seite als Nächstes fest. So wird ein Verkanten verhindert, die Spannung verteilt sich gleichmäßig und trotz der wahnsinnig hochpräzisen Verarbeitung zentrieren wir die Kettenblätter genau. Um die Carbonstruktur der Kurbelaufnahmen nicht zu beschädigen, sollen die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel auf genau 6 Newtonmeter angezogen werden.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Kettenblätter sind drauf, jetzt schauen wir uns die Kurbel doch mal genauer an!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Kurbel: THM Clavicula SE (172,5 mm)

Das Kürzel „SE“ steht bei der deutschen Carbonschmiede THM für Sine Exceptione – ohne Ausnahme. Und genau so präsentiert sich diese Kurbel.

Marke: THM wurde 1996 in Norddeutschland gegründet und produziert seitdem in Deutschland, also Made in Germany. Als Vorreiter bei der technischen Umsetzung von Fahrradkomponenten aus Carbon hat sich THM bereits früh einen Namen in der Industrie gemacht, als das Deutsche Telekom Pro Team um Jan Ullrich deren Komponenten fuhr. Seitdem hat sich natürlich viel getan, an Technik und Gewicht, aber auch an der Designsprache.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Technik & Konstruktion: Die Kurbel ist ein Meisterstück der Faserverbund-Technologie. Was die Clavicula so besonders macht, ist die vollständig aus Carbon gefertigte 30-mm-Welle. Bei den meisten anderen Herstellern wird eine Aluminium- oder Stahlwelle mit Carbon-Kurbelarmen verklebt. THM laminiert alles aus einem Guss. Wie sie dies schaffen, ist aber ihr USP und den verraten sie nicht.

Gewicht & Steifigkeit: Mit einem Gewicht von knapp unter 300 Gramm (ohne Kettenblätter!) ist sie fast schon beängstigend leicht. Wenn man sie hochhebt, erwartet man einfach was ganz anderes. Eine solche Kurbel hat ja schon eine gewisse Größe, und da passt das geringe Gewicht einfach nicht dazu, weil man es nicht gewohnt ist. Dennoch ist die Steifigkeit überragend. Sie ist genauso steif wie eine Ultegra oder Dura-Ace-Kurbel, nur das Verblüffende daran ist, dass sie nur etwa die Hälfte davon wiegt. Das Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht (STW-Wert) ist also hier der nächste USP. 

Und in der Praxis hat diese Steifigkeit natürlich auch Auswirkungen: Je steifer die Kurbel, desto weniger Energie verpufft durch Verbiegen des Materials. Es wird also sichergestellt, dass die gesamte Leistung auch verlustfrei als Vortrieb an der Kette ankommt. Aber die Steifigkeit hat auch einen Einfluss aufs Schaltverhalten des Umwerfers. Ihr könnt euch vorstellen, was für Kräfte auf die Kurbel wirken, wenn hoch- und runtergeschaltet wird. Hier ist es dann auch noch wichtig, dass hochwertige, steife Kettenblätter verwendet werden und auch hochwertige Kettenblattschrauben. Aber mit den Carbon-TI-Kettenblättern und THM-Schrauben haben wir die Anforderung ja mehr als erfüllt.

Optik: Ich muss sagen, die Clavicula sieht einfach geil aus. Das matte Sichtcarbon macht einfach was her und ist designtechnisch ein Wahnsinns-Upgrade für jedes Rennrad. Und auch echt faszinierend, wie oft man doch darauf angesprochen wird bei Ausfahrten. Ist einfach ein Hingucker!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Jetzt schauen wir uns noch das THM Tretlager an und dann erkläre und zeige ich euch wie man beides einbaut.

Das Tretlager: THM Shimano Pressfit Bearing ROAD

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Clavicula SE ist mit den eigens dafür hergestellten  Tretlagern von THM zu benutzen. Das liegt zum einen an der 30 Millimeter dicken Carbonachse. Denn das zuvor verbaute Shimano-Tretlager und auch die Shimano Ultegra haben einen Achsdurchmesser von 24 Millimetern, und da passt die Clavicula nun mal nicht durch. 

Da der Canyon-Rahmen, wie die meisten Rennräder, einen Gehäusedurchmesser von 41 Millimetern hat und die Kurbel davon schon 30 Millimeter einnimmt, benötigen wir ein Tretlager, das eigens dafür hergestellt wurde, da hier wirklich extrem wenig Platz für die Kugellager und Lagerschalen bleibt. Nämlich auf jeder Seite genau 5,5 Millimeter. Und natürlich spielt das der Marke THM in die Karten. Da sie so präzise fertigen können, wird der Platz millimetergenau ausgenutzt und ist auf die Clavicula SE genauestens angepasst. 

Was hier auch noch wichtig zu sagen ist: Hierbei handelt es sich um ein Stahl-Tretlager, und das hat auch einen einfachen Grund: Aluminium wäre bei den nur 11 Millimeter dicken Kugellagern schlichtweg zu weich. Gleiches gilt für Keramikkugeln im Lager. Deswegen sind diese auch aus Stahl.

Nun aber zum Einbau des Tretlagers und der Kurbel. Hier möchte ich zu Beginn gleich sagen, dass man hier auch das richtige Werkzeug benötigt, um alles selbst aus- und einbauen zu können. Außerdem liefert THM eine sehr detaillierte Anleitung mit, an die man sich zu 100 Prozent halten soll, denn der Einbau dieses High-End-Set-ups unterscheidet sich massiv von der Montage einer Standard-Kurbel. Da die Carbon-Achse und die speziellen THM-Lager extrem geringe Toleranzen aufweisen, ist absolutes Präzisionsarbeiten nach Anleitung gefordert.

Als Spezialwerkzeug empfehle ich einen Drehmomentschlüssel und ein hochwertiges Ausschlag. Und Einpresswerkzeug für die Tretlager.

1. Vorbereitung und Demontage der alten Komponenten

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Ich benutze immer gerne einen Montageständer, würde ich für ein stressfreies Arbeiten auf jeden Fall empfehlen. In diesen wird das Rennrad immer schonend an der Sattelstütze eingespannt. Und schon können wir damit starten, die Shimano-Ultegra-Kurbel auszubauen. 

Das ist relativ einfach: Die beiden Schrauben am linken Kurbelarm lösen, den Sicherheitspin hochklappen und den linken Arm abziehen. Wir lösen die Kette (am besten über den Quicklink) und ziehen nun die Kurbel samt Kettenblättern heraus. Da es sich hierbei um ein Pressfit-Tretlager handelt, muss dieses herausgeschlagen werden. 

Hierfür führt man das oben empfohlene Ausschlagwerkzeug durch das Lager, bis es einrastet, und treibt es mit ein paar vorsichtigen, stetigen Hammerschlägen heraus. Anschließend muss das Tretlagergehäuse mit einem Rennradreiniger gründlich gesäubert werden. Die Kanten des Gehäuses müssen exakt plan, parallel und gratfrei sein. 

Da das THM-Tretlager keine Hülse besitzt, die die Achse der Clavicula umgibt und die beiden Tretlager miteinander verbindet, habe ich das Kabel zur Di2-Batterie und die Brems­hydraulik­leitung an den Rahmen geklebt und vorsichtshalber nochmal mit Tape umwickelt. So sind sie vor Reibung durch die Achse geschützt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

2. THM-Tretlager einpressen

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Nun bringen wir Montagefett (ich benutze ein Grease von Dynamic Bikecare) sowohl am Rahmen als auch am Tretlagergehäuse an, damit das Lager perfekt eingepresst werden kann, später nicht knackt und sich bei Bedarf wieder ausschlagen lässt. Mit einem geeigneten Einpresswerkzeug (ich benutze das von Parktool) werden dann beide Lagerschalen gleichzeitig und gleichmäßig, wie bei einem Schraubstock, bis zum Anschlag in das Innenlagergehäuse gepresst.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
 
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

3. Kurbel-Hochzeit und Spieleinstellung

Bei dem hier vorliegenden Shimano-Pressfit-Standard (86,5 mm Gehäusebreite) fordert THM eine asymmetrische Spacer-Konfiguration: Auf der Nicht-Antriebsseite (links) werden ein 1-Millimeter-Spacer sowie die spezielle Konushülse platziert, auf der Antriebsseite (rechts) kommt ein 2-Millimeter-Spacer zum Einsatz. Das ist alles ganz einfach der Anleitung zu entnehmen, dafür gibt es eine eigene Seite und eine Vorgabe, je nachdem, was für ein Tretlager verbaut ist.

Wir stecken den 1-Millimeter-Spacer auf die Konushülse und drücken diese in die linke Lagerschale. Der 2-Millimeter-Spacer wird direkt auf die Kurbelachse geschoben. Die Lagersitze auf der Achse müssen leicht gefettet werden, bevor die Kurbel bis zum Anschlag durch das Innenlager gesteckt wird. 
Wichtig: Die Wellenverzahnung und der linke Kurbelarm müssen gründlich entfettet sein, da dürfen wirklich keine Fettreste sein. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Bevor wir den linken Kurbelarm aufstecken, stellen wir sicher, dass die Klemmschraube des Kurbelarms gelöst ist, und dann drücken wir die Kurbel fest zusammen. Danach wird die Stellschraube gegen den Uhrzeigersinn eingeschraubt (die Stellschraube ist die Platte vorne an der Achse, die den linken Kurbelarm anzieht). Festgezogen wird mit 5 bis 10 Newtonmetern, bis die Konushülse am Lager anliegt. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Wichtig: Jetzt müssen wir überprüfen, dass der Abstand der Kurbeln zu den Kettenstreben (diese gehen vom Tretlager zum Freilauf) mindestens 3 Millimeter beträgt. Danach kommt die Stellschraube wieder raus, wir ziehen den linken Kurbelarm leicht ab und überprüfen, ob die Konushülse ordentlich eingepresst wurden und bündig mit dem Ende der Wellenverzahnung abschließen. Die Konushülse darf nicht in die Verzahnung reichen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Spieleinstellung erfolgt wieder über die Stellschraube. Auf diese tragen wir mittelfestes Loctite auf und drehen sie gegen den Uhrzeigersinn ein. So lange, bis das Innenlager kein Spiel mehr aufweist, sich aber leicht drehen lässt. Das ist schon bei sehr geringen Newtonmetern von 0,3 bis 1 erreicht. Zum Schluss kommt noch Loctite auf die Klemmschraube und wird mit 10 Newtonmetern eingeschraubt. Jetzt wo die Klemmschraube sitzt, ziehen wir noch die Stellschraube mit 8 Newtonmetern fest. Die Kurbel sitzt!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

4. Kette auflegen und Umwerfer einstellen

Am Schluss wird die Kette wieder aufgelegt. Da wir auf ein komplett neues Kettenblatt-Design gewechselt sind (von Semikompakt auf Kompakt), müssen Position und Einstellung des Umwerfers sowie die Kettenlinie zwingend angepasst werden. Dazu wird der Umwerfer gelockert und die richtige Höhe eingestellt (Abstand von 1 bis 3 Millimeter zwischen den längsten Zähnen des Kettenblatts und des Umwerfer-Leitblechs). Danach wird über die kleine Stützschraube das Kettenleitblech genau parallel zum Kettenblatt ausgerichtet. Das ist wirklich wichtig, damit präzise geschaltet werden kann.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Unterwegs in den Alpen und darüber hinaus

Um wirklich zu beurteilen, was die Clavicula in Verbindung mit dem THM-Tretlager und den Carbon-TI-Kettenblättern kann, musste sie sich dieses Jahr auf unterschiedlichstem Terrain beweisen – von den schnellen heimischen Runden rund um München über steile Pässe in Österreich und Südtirol bis zu langen Bergetappen im Süden Frankreichs. Dabei kamen in kürzester Zeit deutlich über 15.000 Höhenmeter zusammen und gut 2000 Kilometer.

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Gewicht vs. Steifigkeit: Wir haben vorher schon kurz darüber geredet. Wenn man beim Umbau die alte Shimano-Ultegra-Kurbel in der einen und die THM Clavicula SE in der anderen Hand hält, ist der Kontrast geradezu absurd: Die THM wiegt im direkten Vergleich gefühlt fast gar nichts. Man fragt sich unweigerlich, wie so wenig Material den massiven Kräften am Berg standhalten soll. Doch die Praxis belehrt einen sofort eines Besseren. Die Steifigkeit der Carbonachse sorgt dafür, dass im Antritt absolut nichts nachgibt. Jedes Watt fließt direkt in den Vortrieb.

Schaltverhalten & Verschleiß: Auch die Carbon-Ti-Kettenblätter sind der absolute Wahnsinn und haben diesen Härtetest mit Bravour bestanden. Nach nunmehr circa 2000 Kilometern intensiver Fahrzeit und unzähligen Schaltvorgängen unter Last zeigen die Titanzähne absolut keinerlei Abnutzungserscheinungen. Die Kette klettert zudem dank der Steighilfen blitzschnell und präzise.

Geräuschentwicklung: Das System läuft extrem ruhig. Kein Knarzen aus dem Pressfit-Lager und kein Schleifen. Die gewachste Kette spielt super zusammen mit den Kettenblättern. 

Fazit

Das Upgrade auf die THM Clavicula SE mit Carbon-Ti-Kettenblättern und dem maßgeschneiderten THM-Pressfit-Lager ist eine schon elitäre, konsequente Materialwahl für Technik-Liebhaber. Wer den extremen Gewichtsunterschied zu einer Ultegra einmal in den Händen gehalten und diese unglaubliche Steifigkeit am Berg gespürt hat, versteht den Reiz dieses Systems. Dass die edlen Carbon-Ti-Blätter nach 2000 Kilometern und 15.000 Höhenmetern zudem keinerlei Verschleiß aufweisen, unterstreicht die Langlebigkeit dieses Set-ups. Eine atemberaubende Ingenieurskunst auf höchstem Niveau.

Noch ein kleiner Kommentar zum Preis, da dieser natürlich heraussticht. Die Clavicula SE kostet fast das zehnfache einer Ultegra Kurbel. Hier muss man aber ganz klar unterscheiden. THM fertigt High-End-Komponenten in Kleinserie in Deutschland. Ein großer Teil des Preises ist den Werkzeugen, und der Fertigungstechnik, aber auch dem Namen und der Exklusivität im absoluten Leichtbau-Segment geschuldet.

Pfiats eich!

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Kai Schmid
Kai Schmid

Tolle, liebevoll nerdige Bewertung. Und danke auch für die ausführliche Einbauanleitung.

2 Monate 3 Wochen her


IM TEST

Test: SOURCE Solo Superlight - Barefoot Sandals, Barfuß-Sandalen


SOURCE Superlight Sandale

Der Test: SOURCE Solo Superlight - Barefoot Sandals, Barfuß-Sandalen:

IM TEST

Test: THM Clavicula SE - Carbonkurbel


THM Clavicula SE Carbonkurbel

Der Test: THM Clavicula SE - Carbonkurbel:

Gut sitzende Veste mit 2 Flaschen, top für Stockläufe.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Gute, sehr anpassungsfähige Passform
  • Stauraum/Taschen in den richtigen Größen und an den richtigen Positionen (groß genug für 6,7" Smartphones)
  • Sehr durchdachte Z-Pole Stockhalterung (auch für längere Stöcke geeignet)
  • 2x 500 ml Softflaschen direkt im Lieferumfang
  • Extrem robustes Ripstop-Material

NACHTEILE

  • Softflasks fühlen sich haptisch etwas dünner an als Premium-Modelle von Camelbak/Osprey
  • Nicht ganz günstig, einige Produkte der Konkurrenten sind teilweise deutlich günstiger erhältlich

BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

 

 

TESTFACTS

Testzeitraum: ca. 3 Wochen

Hersteller: Black DiamondBlack Diamond

Modell: Distance 6 Vest

Kategorie: Laufrucksack, Laufweste, Trinkweste

Technologien: Z-Pole (Stockhalterung), Ripstop-Material, Diamond Mesh

Extras: 2x 500 ml Softflasche im Lieferumfang enthalten (auch einzeln erhältlich für ca. 15€/Stück)

Volumen: 6 Liter 

Taschen: oberes Rückenfach mit Reißverschluss, großes Rückennetz, 2x Tasche für Softflaschen, Reißverschlusstasche mit Schlüsselschlaufe, 2 x kleine Meshtasche vor den Flaschen, Fach für Trinkblase (bis 2 Liter)

Farbe: gelb (soft ochre) / schwarz

Material: Material 1: 92 % Nylon, 8 % Elasthan; Material 2: 100 % Polyester

Gewicht: 268g (Größe M)

Preis: UVP 150€

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

Infografik mithilfe von KI erstellt

HERSTELLERBESCHREIBUNG

Die Distance 6L Trinkweste hat die perfekte Größe für ausgedehnte Läufe, lange Wettkampfstrecken oder Bergrennen. Sie bietet genügend Stauraum für zusätzliche Schichten oder die obligatorische Ausrüstung und liegt dabei eng am Körper an.

Die leichte Distance 6L Laufweste ist die perfekte Lösung für lange Strecken, die etwas mehr Ausrüstung und Proviant erfordern. Das rückseitige Fach der Weste bietet ausreichend Platz, um eine leichte Shell, zusätzliche Snacks und eine Stirnlampe zu verstauen. Die Randeinfassung und Diamond Mesh-Konstruktion der Distance 6L fühlt sich angenehm weich auf der Haut an. 

Der Mesh-Rückenbereich ist extrem atmungsaktiv und besteht aus einem weichen Material, das Scheuerstellen verhindert. Durchdachte Taschen und ein innovatives Aufbewahrungssystem für Softflasks bieten Sicherheit für die wichtigsten Dinge unterwegs und verbessern die Effizienz beim Nachfüllen von Wasser. Die Weste hat zwei Frontfächer für zwei Softflasks mit je 500 ml (im Lieferumfang enthalten).

Black Diamond Distance 6 Vest yellow
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
Black Diamond Distance 6 Vest silver

Black Diamond Distance 6 Vest yellow
Black Diamond Distance 6 Vest
Black Diamond Distance 6 Vest

 

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

Bilderquelle: Black Diamond

 

👀 OPTIK/HAPTIK

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters und sollte bei funktionellen Produkten nicht unbedingt ein Kaufkriterium sein. Nichtsdestotrotz isst das Auge ja bekanntlich mit und eine coole Optik ist auf jeden Fall ein nettes Extra ;-) .

Vom Design her macht die Distance 6 Vest ordentlich was her. Die Linienführung ist sportlich, modern und wirkt wie aus einem Guss. Die Farbe wäre nach den anderen beiden verfügbaren Farben (schwarz und schwarz-silber) zwar meine letzte Wahl gewesen, das ist aber nur mein persönlicher Geschmack – also keine Kritik und für den Test auch komplett irrelevant. Optisch und funktional ist die Weste aber unabhängig von der Farbe ein echter Hingucker, wobei die meisten Laufwesten abgesehen von der Farbgebung auf den ersten Blick relativ ähnlich aussehen.

Die Verarbeitungsqualität ist auf einem absolut hervorragenden Niveau. Black Diamond nutzt hier ein sehr robustes Ripstop-Material, das man sonst eher von Kletterrucksäcken kennt. Das macht die Weste extrem widerstandsfähig gegen Risse und Abrieb, wenn man doch mal an einem Ast oder Fels hängenbleibt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

LAUFEN MIT DER DISTANCE 6 VEST

Beim Thema Tragekomfort gibt es absolut nichts zu meckern. Die Passform der Weste ist einwandfrei, sie lässt sich hervorragend an meinen Oberkörper anpassen und liegt dann überall schön dicht an. Da scheuert nichts, und selbst im vollgepackten Zustand wackelt beim Laufen nichts störend hin und her.

Die flexiblen Brustriemen lassen sich auf einem Schienensystem in der Höhe völlig frei verstellen – ein System, das inzwischen die meisten Hersteller benutzen, weil es einfach funktioniert. 

Black Diamond setzt hier auf 2 Riemen. Obwohl es auf den ersten Blick zwar so aussieht, als wären die beiden Riemen als Y ausgeführt, also 1 Haltepunkt einerseits zu 2 Haltepunkten andererseits (ein System, das es auch recht häufig gibt), gibt es jeweils einen Haltepunkt pro Seite. Der 2. Punkt hält den Riemen zwar nicht fest auf Zug, sorgt aber dafür, dass der übrigbleibende Riemen nicht herumflattert, sondern ordentlich an seinem Platz bleibt. 

Besonders für Läufer, die ihre Weste eher enger ziehen und dementsprechend viel Riemen übrig haben, ist das ein nettes Detail, denn ansonsten fängt man an, die Riemen zu verknoten, oder wickelt ihn so oft um die anderen, dass ein Knäuel entsteht, das an der Brust drückt oder scheuert.

Die meisten Laufwesten verhalten sich beim Anziehen oder lockeren Jogging ziemlich ähnlich und bereiten eigentlich nie Probleme, die feinen Unterschiede bemerkt man spätestens, wenn man die Westen entweder oben ohne oder nur mit einem hauchdünnen ärmellosen Shirt (wie z.B. dem Kossman Ultra Light Speed Singlet) nutzt, die Taschen vollstopft und ordentlich schwitzt. Hier habe ich gleich mehrere Westen, die ich eigentlich ganz gerne nutze, die in genau solchen Situationen, aber immer schön im Schrank bleiben.

Die Black Diamond Distance 6 Vest gehört hier zu den besseren Modellen, hat aber dennoch ein paar Einschränkungen. Während die Form der Weste, der Schultergurte und der Armausschnitte ziemlich optimal zu meinem Körper passt und keinerlei Probleme macht, kann das Innenmaterial direkt auf der Haut schnell zu Scheuerstellen oder Reizungen führen. Das ist aber offen gesagt auch ein typisches und nachvollziehbares Problem, denn die Westen sollen robust sein und definitiv auch scheuerbeständiger als das Gegenüber, egal ob Shirt oder Haut.

Abgesehen davon teste ich nur, wie sich die Westen auf der Haut anfühlen. Der oben ohne Läufer bin ich aber nicht und selbst ärmellose Shirts besitze ich nicht einmal eine Handvoll.

 

STAURAUM/TASCHEN/HALTER – DAS PASST ALLES REIN IN DIE DISTANCE 6 VEST

6 Liter Volumen haben die Stauräume der Distance 6 Vest insgesamt, eine Größe, die sehr verbreitet ist und die die meisten Hersteller in ihrem Portfolio haben. Ich finde diese Größe auch sehr praktisch, groß genug, um alles Wichtige mitzunehmen, ohne dabei das Lauferlebnis zu stören.
6 Liter sind aber nicht gleich 6 Liter, also theoretisch schon, aber in der Praxis absolut nicht :-).

Auch wenn inzwischen viele Hersteller die Taschen sehr ähnlich verteilen und man denken könnte, dass die Unterschiede nichts ausmachen, macht es durchaus Sinn, einmal unterschiedliche Westen anzuziehen und auszuprobieren, welche Gegenstände man wohin stecken würde, wie oft man die Taschen nutzt und ob man während des Laufens problemlos an seine Sachen drankommt.

Selbst die Position der Flaschen, ist nicht immer gleich auf dem Schultergurt. Bei manchen Westen sitzen die Flaschen zu hoch oder zu tief, um direkt daraus trinken zu können (einige Läufer machen das sowieso nicht, ich aber schon), oder die Taschen sind dafür ausgelegt, Flaschen mit Verlängerung zu nutzen. Bei einigen Vesten ist es auch nicht gedacht, dass man eine volle Flasche und sein Handy gemeinsam transportieren sollte.

Das ganze Taschenthema ist also nicht so unwichtig, wie man vielleicht denkt. Ich habe Westen, bei denen ich die Hälfte der Taschen effektiv nicht für meine Gegenstände nutzen kann: Die Handytasche ist zu klein, die Kopfhörertasche bei voller Flasche zu eng, Schlüsseltasche zu unsicher oder offen und, und, und.
Die Aufteilung der Taschen bei der Distance 6 Vest ist durchdacht und für mich praxisnah gelöst. Alles ist dort, wo ich es intuitiv erwarte, es leicht erreiche und keine Angst haben muss, etwas zu verlieren. 

Besonders wichtig für mich: die Reißverschlusstasche auf der Brust. Viele Hersteller patzen hier und dimensionieren diese Taschen so knapp, dass moderne Smartphones kaum hineinpassen, oder vergessen, dass man vielleicht das Handy und die Flasche mitnehmen möchte. 

Black Diamond hat hier mitgedacht. Mein Xiaomi mit seinem stattlichen 6,7-Zoll-Display passt selbst mit einer dicken, robusten Schutzhülle problemlos hinein und lässt sich sicher verstauen, ohne dass man beim Schließen des Reißverschlusses Angst um das Material haben muss. Auch kann man das Handy gefahrlos in die Tasche stecken, wenn man eine volle Softflasche auf der gleichen Seite trägt. Es gibt keine Platzprobleme und man hat auch nicht das Gefühl, dass das Handy so stramm auf der Flasche sitzt, dass es jeden Moment durchbricht.
Die anderen Taschen und Netze machen ebenfalls alle Sinn und sind auch in der Praxis sehr gut nutzbar und gut erreichbar.

DIE FLASCHEN

Im Lieferumfang enthalten sind zwei superleichte Soft Flasks mit jeweils 500 ml Kapazität. Die Flaschen tun auf dem Trail genau das, was sie sollen, transportieren Flüssigkeit, ohne zu sehr zu wackeln, sind gut mit dem Mund erreichbar, und fallen durch ihr minimales Gewicht von gerade einmal 24g (pro Stück) im leeren Zustand kaum auf.

Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass sie sich haptisch etwas billig anfühlen (besonders vor dem ersten Befüllen). Sie kommen vom Materialgefühl her nicht an die hochwertigen, robusteren Flaschen von Camelbak oder Osprey heran, die ich sonst gerne nutze. Ob die teureren Flaschen aber wirklich haltbarer sind oder weniger Schadstoffe enthalten, kann ich nicht sagen.

Auf der anderen Seite relativiert sich das Ganze schnell, wenn man auf den Preis schaut: Als Ersatzteil kosten die originalen Flasks von Black Diamond im Einzelkauf gerade einmal rund 15 Euro pro Stück. Das ist etwa die Hälfte von dem, was die namhafte Konkurrenz verlangt. 

Ein fairer Deal also, auch wenn das Material etwas dünner wirkt. Einen unangenehmen Geruch oder Geschmack konnte ich übrigens nicht feststellen, was also nicht unbedingt auf die Nutzung eines sehr günstigen Kunststoffs hindeutet. Befüllen, Benutzung und Reinigung unterscheiden sich aber nicht von den teureren Modellen, es gibt eine große Öffnung, die Flaschen sind absolut dicht und das Mundstück funktioniert einwandfrei. 
 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

 

DIE STOCKHALTERUNG (Z-POLE)

Ein besonderes Feature der Weste ist die Stockhalterung mit dem Namen Z-Pole. Natürlich gehört eine Stockhalterung eigentlich zu jedem Trailrucksack und die meisten Hersteller haben auch daran gedacht und irgendwelche Schlaufen oder Gummis verbaut, die zwar Stöcke irgendwie halten können. Oft muss man den Rucksack aber erst ausziehen, um die Stöcke hineinzubekommen oder wieder herauszuholen.

Bei der Distance 6 Vest ist das anders: Hier merkt man sofort, dass Black Diamond seit Jahren zu den führenden Herstellern von Trailrunning-Stöcken gehört und genau weiß, worauf es in der Praxis ankommt. Die Z-Pole-Stockhalterung ist extrem durchdacht. Das System ermöglicht es, die Stöcke während des Laufens hinten an der Weste zu verstauen und sie bei Bedarf auch wieder hervorzuholen – und zwar ohne, dass man die Weste dafür ausziehen oder sich die Schultern auskugeln muss.

Das Ganze erfordert beim ersten Mal vielleicht minimale Koordination, geht danach aber erstaunlich flott, sogar für so ungelenkige Menschen wie mich. Die Stöcke sitzen schön fest und wackeln recht wenig herum. Dazu muss man auch sagen, dass fast alle Stockhalterungen bei den dreiteiligen Faltstöcken recht gut funktionieren. Meine Komperdell Stöcke sind aber nicht faltbar und mit 57 Zentimeter Packmaß fast 20 Zentimeter länger als die meisten Faltstöcke – tatsächlich kann nicht jede Stockhalterung oder jeder Rucksack mit diesen Stöcken umgehen. Die Distance 6 zeigt sich hier aber absolut souverän! Für Läufer, die regelmäßig mit Stöcken unterwegs sind, könnte das Black-Diamond-System ein echtes Kaufkriterium sein.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
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Black Diamond Distance 6 Vest

Black Diamond Distance 6 Vest
 

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest
 

FAZIT ZUR BLACK DIAMOND DISTANCE 6 VEST

Black Diamond liefert mit der Distance 6 Vest eine durchdachte Laufweste, die eigentlich alles richtig macht.

Die Weste ist extrem leicht und sitzt superkomfortabel. Der Tragekomfort ist hervorragend – selbst bei voller Beladung wackelt nichts. Besonders beeindruckt hat mich die durchdachte Z-Pole-Stockhalterung, die das Verstauen und Herausnehmen der Stöcke während des Laufens ermöglicht, selbst bei längeren, nicht-faltbaren Stöcken. Ein echtes Highlight für alle, die regelmäßig mit Stöcken unterwegs sind.

Die Taschenaufteilung ist praxisnah gelöst: Die große Reißverschlusstasche vorne bietet selbst meinem 6,7-Zoll-Smartphone mit dicker Hülle problemlos Platz. Die enthaltenen Softflasks mit je 500 ml sind leicht und funktionell, auch wenn sie sich haptisch etwas günstiger anfühlen als die Konkurrenz von Camelbak oder Osprey. Dafür kosten Ersatzflaschen mit rund 15€ pro Stück nur etwa die Hälfte.

Mit einem Gewicht von gerade einmal 268 Gramm in Größe M ist die Weste ein echtes Leichtgewicht. Das robuste Ripstop-Material verspricht zudem eine lange Lebensdauer. Die UVP von 150€ ist für eine 6-Liter-Laufweste mit durchdachten Features und inklusive Softflasks absolut fair. Die Verarbeitungsqualität und das durchdachte Design rechtfertigen zwar den Preis, dennoch gibt es viele Alternativen oft deutlich günstiger.

Insgesamt eine klare Kaufempfehlung für Läufer, die eine leichte, gut durchdachte Laufweste für lange Trainingseinheiten, Bergtouren und Wettkämpfe suchen und nicht auf jeden Euro schauen müssen.

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
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Black Diamond Distance 6 Vest

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Kompromisslose Aerodynamik trifft auf wahnsinnigen Komfort!
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Aerodynamik
  • Komfort
  • Durchlüftung
  • Highbar System
  • MIPS Air Node
  • Optik

NACHTEILE


BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Griasts eich!

Ich habe mich die letzten Wochen wieder im High-End-Segment der Rennradprodukte bewegt. Das finde ich immer extrem spannend, wenn man Produkte mit neuen Technologien testen kann. Ist einfach trotz der vielen Produkttests, die man schon gemacht hat, immer wieder spannend. Wir reden hier heute über Rennradhelme, und bei diesen muss man dann doch oftmals einen Kompromiss eingehen: Entweder maximale Aerodynamik oder optimale Belüftung. 

Der Canyon Stingr CFR kann beides, und schließt genau diese Lücke. Canyon ist bestimmt vielen von euch ein Begriff, da die Räder des Herstellers aus Koblenz auch von UCI-World-Tour-Teams gefahren werden. Also gleich die Tour de France einschalten, dann wisst ihr, wovon ich spreche. Die CFR-Linie steht bei Canyon für Canyon Factory Racing und ist deren High-End-Linie. 

In dem Fall des Stingr hat der Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno bei der Entwicklung unterstützt und getestet, aber er wurde auch von Carolin Schiff beim Traka-200-Gravelrennen getragen. Finde ich dann super spannend zu sehen, was der Helm kann, wenn er den Anforderungen der Profis entspricht.

Auf der Jagd nach weiteren Watteinsparungen, habe ich mir den Aero-Helm  dann mal genauer angesehen. Die Wahl fiel bewusst auf die weiße Ausführung – nicht nur aus einem Faible für einen cleanen Look zu den weißen Schuhen, sondern auch als funktionales Hitzeschild für lange, intensive Ausfahrten.

Wir starten direkt mit den beiden Punkten, die beim Stingr keinen Kompromiss erfordern.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse

Die Aerodynamik
Wer den Helm anschaut, sieht gleich: Die Form ist einfach auf Speed ausgelegt. Auf temporeichen Flachpassagen mit rund 48 km/h und bei rasanten Abfahrten in Südtirol und Frankreich, wo der Fahrradcomputer Geschwindigkeiten von über 85 km/h anzeigte, spielte der Helm seine Stärken voll aus. 

Wenn man im Unterlenker liegt, integriert sich der Helm nahtlos in die aerodynamische Silhouette. Was mich dabei auch besonders beeindruckt hat, ist, dass Windgeräusche durch das aerodynamisch optimierte Design des Helms so gut wie nicht vorhanden sind. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe auf dem Rad, sondern ist auch ein klares Indiz für einen extrem sauberen Luftstrom ohne störende Verwirbelungen. 

So können laut Canyon ab 50 km/h 7 Watt eingespart werden. Klar, das ist für mich jetzt schwierig zu messen. Aber ich habe an meinem Rennrad und in meinem Set-up ja auch etwas upgegradet und somit überall ein paar Watteinsparungen. Und ich denke, das summiert sich dann schon auch auf.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Belüftung und Klimamanagement

Ich würde mal behaupten, klassische Aero-Helme neigen dazu, an langen Anstiegen zum sprichwörtlichen Backofen zu werden. Canyon hat hier mit tiefen internen Luftkanälen hervorragend gearbeitet, was der Helm bei gnadenlosen Extremtemperaturen von 45 Grad in Frankreich eindrucksvoll unter Beweis stellte. 

Die einströmende Luft wird gezielt über den Kopf geleitet und zieht die Hitze effizient nach hinten aus den markanten Auslassöffnungen ab. In Kombination mit der reflektierenden weißen Farbe bleibt der Kopf selbst bei solchen Extrembedingungen erstaunlich kühl. Hier war ich wirklich beeindruckt, da er viel weniger Lüftungsschlitze hat als zum Beispiel mein POC Ventrail Air. 

Aber man merkt hier keinen Unterschied, er belüftet super und es brennt einem auch nicht die Sonne auf die Haare. Durch meine längeren Haare hatte ich bei dem POC-Helm auch immer das Problem, dass sich lauter Insekten darin verfangen haben. Das ist beim Stingr noch kein einziges Mal passiert.

Sicherheit dank MIPS Air Node

Im Hinblick auf den Schutz kommt das MIPS-Air-Node-System zum Einsatz. Für alle, die sich fragen, wie das funktioniert: MIPS (Multi-Directional Impact Protection System) wurde entwickelt, um das Gehirn bei einem Sturz vor gefährlichen Rotationskräften zu schützen. 

Wenn der Kopf bei einem Unfall in einem schrägen Winkel aufschlägt, erlaubt eine spezielle, reibungsarme Schicht im Helm eine minimale Gleitbewegung (etwa 10 bis 15 Millimeter) in alle Richtungen. Dadurch wird die Rotationsenergie abgebaut, bevor sie auf das Gehirn übertragen wird. Der Clou beim Stingr CFR: Im Gegensatz zu älteren, oft dickeren MIPS-Generationen ist diese reibungsmindernde Schicht beim Air Node direkt in die weiche Polsterung integriert. Das spart spürbar Gewicht, erhält die exzellente Belüftung aufrecht und sorgt für ein unglaublich angenehmes Tragegefühl.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Wahnsinnig gute Passform dank High-Bar-System

Beim ersten Aufsetzen fällt sofort das High-Bar-System auf. Diese Alternative zur Gurtkonstruktion ist anfangs etwas ungewohnt, da es sich hierbei um einen Bügel handelt, den man zum Aufsetzen an die Stirn klappt, und wenn man den Helm aufhat, unter das Kinn klappt und festzieht, mit dem gleichen Drehverschluss, wie man ihn vom Hinterkopf gewöhnt ist. 

In der Praxis erweist sich diese neue Technologie als genialer Gamechanger, da sie extrem komfortabel und jederzeit während der Ausfahrt anpassbar. Ein entscheidendes Detail ist auch, dass die Bügel der Rennradbrille hier nicht wie sonst üblich über dem Gurtsystem verlaufen, sondern unter dem High-Bar-System. Das sorgt für einen absolut wackelfreien, perfekten Sitz der Brille, ohne unangenehme Druckstellen an den Schläfen. 

Abgerundet wird die exzellente Passform durch das Drehverschlusssystem am Hinterkopf, das den Helm sehr genau am Kopf fixieren lässt. Tatsächlich habe ich letztens einmal vergessen, das High-Bar-System unters Kinn zu klappen. Hat sich schon irgendwie ungewohnt angefühlt, weil das ja dann an der Stirn ist, aber irgendwie ist es mir nicht direkt aufgefallen. Vermutlich, weil der Helm einfach bombenfest auf dem Kopf saß. Aber natürlich ist es total wichtig, den High-Bar runterzuklappen, bei einem Sturz würde man den Helm auf jeden Fall verlieren.

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Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse

Die Optik

Ja, wie bereits angesprochen, habe ich mich für die weiße Variante in der Größe L entschieden. Der Helm ist stromlinienförmig mit Lufteinlässen vorne und Luftauslässen hinten. In die vorderen seitlichen Lufteinlässe passt hervorragend die Rennradbrille rein, sitzt bombenfest. Mir gefällt der Helm persönlich sehr gut. Ich würde sogar so weit gehen, dass es der schönste Aerohelm ist. Die Form sieht einfach getragen super aus! Und klar, das High-Bar-System fällt natürlich auch direkt auf und sticht ins Auge. Zur Verarbeitung kann ich nur sagen, dass diese einwandfrei ist, nichts zu bemängeln. Die EPS-Schale ist sogar an den Kanten überall verblendet.

Fazit

Der Canyon Stingr CFR ist ein echtes Statement. Er richtet sich an ambitionierte Fahrer, die bei der Aerodynamik keine Kompromisse eingehen wollen, aber dennoch einen Helm suchen, der bei hohen Temperaturen und  eben auch hohen Geschwindigkeiten und schnellem Abfahren zeigt, was er kann. Die Watteinsparung bei hohen Geschwindigkeiten ist auch für Hobbyfahrer ein Plus. Das innovative High Bar System und das unsichtbar integrierte MIPS-Air-Node-Polster heben den Tragekomfort auf ein neues Level. Eine klare Empfehlung für alle, die ihr Set-up wie ich immer weiter optimieren möchten.

Pfiats eich!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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