Praktischer, schnelltrocknender Poncho zum Umziehen.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Saugstark und schnelltrocknend
  • Großzügiger Schnitt zum Umziehen
  • Angenehmes Material
  • Schnelltrocknend

NACHTEILE

  • Großes Packmaß
  • Etwas dickes Material

BEWERTUNG

Der PackTowl Changing Poncho ist Handtuch und mobile Umkleidekabine in einem und super praktisch bei verschiedenen Outdooraktivitäten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: PackTowl Changing Poncho

Material

Der Poncho besteht aus einem Materialmix aus 85 % recyceltem Polyester und 15 % Nylon. Das Material fühlt sich angenehm weich auf der Haut an und erinnert eher an ein hochwertiges Mikrofaserhandtuch als an einen klassischen Bademantel.

Ich hatte anfangs erwartet, dass das Material ähnlich dünn ist wie die Mikrofaser-Handtücher von PackTowel, aber es ist deutlich dicker. Das fand ich etwas schade, da der Poncho dadurch auch ein deutlich größeres Packmaß hat. Und gerade beim Camping o.ä. versucht man ja schon, möglichst sparsam zu sein.

Besonders gut gefällt mir die hohe Saugfähigkeit. Der Poncho nimmt laut Hersteller das Dreifache seines Eigengewichts an Wasser auf und trocknet anschließend deutlich schneller als ein vergleichbarer Baumwollponcho. Dadurch muss man nach dem Schwimmen oder Duschen nicht lange mit einem nassen Poncho herumlaufen.

Außerdem ist das Material mit einer antimikrobiellen Microban-Ausrüstung versehen. Dadurch bleibt der Poncho laut Hersteller auch nach mehreren Einsätzen angenehm frisch und nimmt Gerüche deutlich langsamer an als viele andere Mikrofaserprodukte. Ich hatte bei der Nutzung auch das Gefühl, dass der Poncho keinen leicht muffigen Geruch entwickelt hat, wie ich das oft von Mikrofaserhandtüchern kenne.
 

Passform

Der Poncho ist sehr großzügig geschnitten. Dadurch hat man beim Umziehen ausreichend Platz und kann problemlos darunter die Kleidung wechseln, ohne dass etwas verrutscht oder man ständig aufpassen muss. 

Die Kapuze sitzt angenehm und spendet nach dem Schwimmen oder Duschen zusätzliche Wärme. Ich halte die Größe für sehr praktisch, dadurch rutscht sie nicht so leicht runter.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: PackTowl Changing Poncho

Auch die Länge des Ponchos finde ich gut. Es ist lang genug, dass man sich gut darunter umziehen kann, aber auch kurz genug, um beim Tragen nicht zu stören.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: PackTowl Changing Poncho

Features

Ein schönes Detail ist die große Kängurutasche auf der Vorderseite. Darin lassen sich kalte Hände aufwärmen oder Kleidungsstücke verstauen, solange man sich umzieht und keine Ablagemöglichkeit hat.

Zum Trocknen besitzt der Poncho zusätzlich eine stabile Aufhängeschlaufe, sodass man ihn einfach an einen Ast, Haken oder die Heckklappe des Autos hängen kann.

Im Test

Ich habe den Poncho beim Baden und beim Zelten getestet. Ich finde ihn zum einen total praktisch zum Überziehen, wenn es nach dem Baden kalt wird. Man muss sich nicht kompliziert versuchen, ein Handtuch über die Schultern zu wickeln, sondern kann einfach den Poncho darüberziehen. Dann kann man auch direkt die nassen Badesachen ausziehen unter dem Poncho, und schon wird einem schnell wieder warm.

Außerdem ist er natürlich super praktisch, um sich darunter nach oder vor dem Baden umzuziehen. Man hat beim Baden direkt Handtuch und Umkleidekabine zusammen dabei. Und wenn man ihn danach aufhängt, ist er auch super schnell wieder trocken.

Auch auf dem Zeltplatz war der Poncho super praktisch zum umziehen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: PackTowl Changing Poncho

 

 



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All-in-one-System - So macht Hängematte Spaß.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr schnelle All-in-one-Lösung
  • Deutlich mehr Innenraum als bei einfachen Moskitonetz-Hängematten
  • Abspannleinen in den Tarp-Ecken verstaut
  • Isomattenfach

NACHTEILE

  • Nur einseitiger Einstieg

BEWERTUNG

 

Hängematten und ich, das ist so eine Sache.

Ich verstehe den Sinn. Ich mag die Idee. Aber ich bin keiner, der grundsätzlich lieber in der Hängematte schläft als am Boden. Ich bewege mich viel im Schlaf, drehe mich, suche meine Position und brauche ein System, das mir dabei nicht ständig im Weg ist.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Hängematte nicht nur nett, sondern die einzige wirklich brauchbare Lösung ist. Steiler Waldhang. Nasser Boden. Kein ebener Platz. Dort hilft mir das schönste Bodensetup wenig.

Was mich an Hängematten bisher oft genervt hat, war weniger das Liegen selbst, sondern der ganze Aufbau rundherum. Aufhängung, Ridgeline, separates Tarp, Moskitonetz, Abspannpunkte, Schnüre, Knoten, Nachspannen. Viel Zeug. Viel Leine. Viel Verheddern. Und wenn man müde ankommt oder es schon dämmert, wird genau das schnell lästig.

Das AMAZONAS Traveller Camp Forest setzt genau dort an. Es soll nicht einfach nur eine Hängematte sein, sondern ein fertiges kleines Waldlager: Hängematte, Moskitonetz, Tarp und Ridgeline als ein System.

Für mich war deshalb die entscheidende Frage:

Macht dieses Ding Hängematten-Camping endlich einfach genug, dass ich es nicht nur verwende, wenn ich muss – sondern gerne?

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das AMAZONAS Traveller Camp Forest

Technische Daten

Laut Hersteller ist das Traveller Camp Forest ein All-in-one-System aus Hängematte, integriertem Tarp und Moskitonetz. Die Liegefläche beträgt ca. 275 x 140 cm, das Gewicht liegt bei ca. 1,6 kg. Die maximale Belastbarkeit wird mit 200 kg angegeben. Das Tarp hat laut Hersteller eine Wassersäule von ca. 3.000 mm.

Zum Lieferumfang gehören laut Hersteller die Hängematte mit integriertem Tarp und Moskitonetz, verstellbare Aufhängestraps ohne Baumgurte, eine verstellbare Ridgeline, Heringe und Abspannseile sowie ein Packsack mit Komprimierseilen und Netzboden.

Wichtig: Ich habe das System im Test zusätzlich mit den T-Straps von AMAZONAS verwendet. Die T-Straps habe ich in einem anderen Testbericht bereits behandelt. Für mich sind sie die komfortabelste und eleganteste Lösung, um eine Hängematte am Baum zu befestigen. Sie sind aber als Zubehör zu sehen und nicht einfach als fixer Bestandteil dieses Sets zu bewerten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das AMAZONAS Traveller Camp Forest

Erster Eindruck

Das Traveller Camp Forest kommt in einem eigenen Packsack im Forest-Tarnmotiv. Unten ist ein Netzbereich eingearbeitet, damit das Material nicht komplett luftdicht im Sack verschwindet. Auch die Heringe kommen in einem eigenen kleinen Tarn-Packsack. Vier Stück sind dabei. Für den Grundaufbau reicht das.

Der Packsack wirkt zuerst relativ groß. Beim Einpacken merkt man aber schnell, warum das angenehm ist. Man muss das System nicht wieder millimetergenau in den perfekten Werkszustand zurückfalten. Auch wenn Tarp, Netz und Hängematte nicht komplett sauber komprimiert sind, bekommt man alles wieder gut hinein.

Wer schon einmal ein nasses oder leicht verdrecktes Campingsystem in einen zu knapp bemessenen Packsack stopfen wollte, weiß, wie nervig so etwas werden kann. Hier ist Luft. Und diese Luft ist sinnvoll.

Auch sonst wirkt das Set-up sehr aufgeräumt. Keine losen Einzelteile, bei denen man erst herausfinden muss, was wohin gehört. Das Tarnmuster ist Geschmackssache, passt aber natürlich zum Waldthema. Viel wichtiger war für mich: Alles wirkt so, als wäre es als Gesamtsystem gedacht. Nicht einfach mehrere Komponenten in einem Set zusammengeworfen.

Montage mit T-Straps

Der erste Aufbau

Den ersten Aufbau habe ich zu Hause unter den Bäumen gemacht. Und da war ziemlich schnell klar: Das ist nicht einfach nur eine Hängematte mit Moskitonetz und Tarp darüber. Das ist wirklich eine durchdachte Gesamtlösung.

Die Ridgeline ist integriert. Das Moskitonetz ist mit dem Tarp verbunden. Die Abspannleinen liegen sauber in kleinen Taschen direkt an den Tarp-Ecken. Man zieht sie heraus, steckt die Heringe, spannt ab, fertig. Kein Schnur-Wirrwarr. Keine Mini-Stangen, die man noch irgendwo einfädeln muss. Kein separates Herumbasteln, bis Netz, Tarp und Hängematte irgendwie zusammenpassen.

Ich war ehrlich gesagt ziemlich begeistert, wie schnell das funktioniert hat.

Gerade bei Hängematten kann der Lageraufbau schnell zeitintensiv werden. Baum suchen, Aufhängung setzen, Hängematte einhängen, Ridgeline spannen, Tarp darüber, alles nachspannen. Hier fällt sehr viel davon weg.

Mit den T-Straps geht der Aufbau besonders einfach: Straps um den Baum, System einhängen, Tarp abspannen, fertig. Genauso habe ich das Traveller Camp Forest getestet. 

Die eigentliche Herausforderung ist nicht der Aufbau selbst. Die eigentliche Herausforderung ist, zwei passende Bäume im richtigen Abstand zu finden, sodass man mit den Straps noch sinnvoll arbeiten kann. Wenn das erledigt ist, ist der Rest wirklich ein Kinderspiel.

Auch in der Dämmerung und in der Dunkelheit.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das AMAZONAS Traveller Camp Forest
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das AMAZONAS Traveller Camp Forest

 

Im Einsatz

Der erste richtige Einsatz war eine Radtour mit Übernachtung unter dicken Fichten. Wir kamen erst spät am Lagerplatz an, es war schon dunkel, und der Aufbau lief mit Stirnlampe. Hier konnte das System gleich zeigen ob es liefert oder nervt.

Die eigentliche Herausforderung war nicht das Traveller Camp Forest selbst, sondern der Platz. Bei einer der dicken Fichten waren die T-Straps für den Stammdurchmesser zu kurz. Also habe ich die Hängematte auf dieser Seite nicht am Stamm befestigt, sondern an einem starken Ast. Auf der anderen Seite ging es an einem kleineren Baum. Das hat wunderbar funktioniert.

Sobald diese beiden Punkte gefunden waren, war der Aufbau wirklich einfach. Hängematte einhängen, Tarp abspannen, fertig. Kein eigenes Tarp suchen, keine separate Ridgeline spannen, kein Moskitonetz irgendwie in Form bringen. Die Abspannleinen sitzen sauber in kleinen Taschen an den Tarp-Ecken, man zieht sie heraus, setzt die Heringe und das Lager steht. Gerade im Dunkeln macht das einen großen Unterschied.

Was mir sofort gefallen hat: Der Innenraum fühlt sich viel größer an als bei einer reinen Moskitonetz-Hängematte. Das liegt daran, dass das Moskitonetz mit dem Tarp verbunden ist und dadurch nicht so eng über einem hängt. Man braucht auch keine kleinen Zeltstangen im Inneren, um das Netz irgendwie auf Abstand zu halten. Es ist einfach mehr Raum da. Mehr Luft. Weniger Gefühl von Enge.

Das macht die Nacht deutlich angenehmer. Kleine Dinge wie Stirnlampe, Handy oder Packsäcke konnte ich seitlich im Netzbereich ablegen. 

Gerade an diesem Abend war das Moskitonetz Gold wert. Rundherum waren Gelsen, und in so einem Moment ist die Hängematte wirklich eine Wohltat. Man kriecht hinein, macht zu, und draußen bleibt draußen. Der einseitige Einstieg mit Doppelreißverschluss war für mich dabei kein Nachteil. Man weiß, wo rein und raus ist, findet den Reißverschluss auch mit Stirnlampe gut, und fertig. 

Ohne Isomatte wurde es in der Nacht von unten etwas kühl. Mit Isomatte hat das System auf weiteren Nächtigungen später ebenfalls gut funktioniert; meine Therm-a-Rest Xtherm passte in das Einschubfach. Auch für mich als unruhigen Schläfer war das deutlich angenehmer, als ich erwartet hätte.

Insgesamt war das Traveller Camp Forest fünf Nächte im Einsatz: einmal bei dieser Radübernachtung, einmal im Garten, zweimal bei einer Flusswanderung und einmal als Bodenversuch. Der Bodenaufbau funktioniert grundsätzlich auch, ist aber klar nicht die Hauptdisziplin. Da wird alles etwas schlappriger und weniger definiert. Zwei Bäume braucht man dennoch, wenn man nicht mit Stöcken und Schnüren zum Basteln anfangen will. Die Stärke dieses Systems ist eindeutig der schnelle Aufbau zwischen zwei passenden Bäumen als Hängematte.

Und genau dort hat es mich überzeugt: Wenn der Platz passt, steht das Traveller Camp Forest extrem schnell, fühlt sich innen überraschend geräumig an und nimmt sehr viel von dem Gefummel weg, das mich an Hängematten sonst oft nervt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das AMAZONAS Traveller Camp Forest

 

Fazit

Für mich ist das AMAZONAS Traveller Camp Forest die beste Hängematten-Komplettlösung, die ich bisher verwendet habe.

Der große Unterschied zu klassischen Hängematten-Setups liegt nicht in einem einzelnen Detail, sondern im Zusammenspiel. Eine Hängematte allein ist schnell aufgehängt. Aber ein echtes Schlaflager daraus zu machen, wird oft fummelig. Genau dort nimmt das Traveller Camp Forest sehr viel Arbeit ab.

Das Tarp ist eingebunden, die Ridgeline ist da, das Moskitonetz bietet überraschend viel Raum, die Abspannleinen haben ihren Platz, und der Packsack verzeiht auch ein nicht perfekt sauberes Einpacken. Mit einer passenden Aufhängung steht das System extrem schnell.

Natürlich macht das aus einer Hängematte kein Zelt. Man braucht passende Bäume, bei kühleren Bedingungen Isolation von unten, und der Bodenmodus ist eher eine brauchbare Zusatzmöglichkeit als der eigentliche Grund, dieses System zu kaufen.

Aber als schnelles, einfaches und gut durchdachtes Hängematten-Schlafsystem ist das Traveller Camp Forest richtig beeindruckend. Besonders dort, wo ein Bodensystem an seine Grenzen kommt: steiler Wald, feuchter Boden, viele Insekten, wenig ebene Fläche. Genau dort glänzt die Hängematte.

Für alle, die in die Hängemattenwelt einsteigen wollen, ohne sich zuerst durch Ridgelines, Tarpwinkel, Netzlösungen und Schnurtechnik zu kämpfen, ist das Traveller Camp Forest ein perfekter Einstieg.

Aufhängen, abspannen, fertig.

So macht Hängematte Spaß.

 



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