Wanderführer für den Schwarzwald mit schönen Beispieletouren
VORTEILE
- viele (32) Touren
- nützliche Zusatzinformationen
- genaue Beschreibung der Tour
- handliches Format
- GPS-Tracks zum Download
NACHTEILE
- kleine Karten
BEWERTUNG
32 Touren im Schwarzwald beschreibt dieser Wanderführer


Form und Aufbau:
Der Wanderführer „Schwarzwald“ (Nr. 383) des Conrad Stein Verlags kommt mit einem handlichen Format daher und passt in jede Hosentasche. Klein und leicht, optimal für Unterwegs.
Eine Karte zum ausklappen bietet direkt den ersten Überblick und zeigt grob, wo sich die Touren befinden. Außerdem sieht man auf den ersten Blick die Schwierigkeit des Tracks und auf welcher Seite sich weitere Informationen befinden. Komplettiert wird der Überblick durch das Inhaltsverzeichnis, welches sich zwei Seiten weiter hinten befindet. Das Inhaltsverzeichnis hält außerdem folgende Informationen für den Nutzer bereit:
- Tournummer
- Schwierigkeitsstufe
- Rundweg, One Way/Streckentour oder Hin- und zurück selber Weg
- Wegstrecke in km
- Eignung für Familien
- Eignung für Hunde
- Eignung für Kinderbuggy
- Seite auf welcher die Tour zu finden ist
Außerdem enthält der Wanderführer auf den ersten Seiten nützliche Informationen zum Reiseland bzw. -gebiet (Reise-Infos, Anreise, Unterkünfte; (Warn-)Hinweise usw.).
Der Guide an sich ist sinnvoll in verschiedene Unterkapitel (hier: Ortenau, Nationalpark Schwarzwald, Mittlerer Schwarzwald, Hochschwarzwald und Schwarzwald-Alb) unterteilt.
Auf der ausklappbaren Seite des hinteren Endes verbergen sich Informationen zu Symbolen, ein Register und Informationen zum Autor.

Auf den ersten Blick wirkte das Inhaltsverzeichnis etwas unaufgeräumt in meinen Augen. Man muss sich kurz mit der Vielzahl der Informationen und Symbole beschäftigen, um wirklich auf den ersten Blick erkennen zu können, was vermittelt wird. Das ist aber wahrscheinlich Gewöhnungssache (ich benutze ansonsten Wanderführer eines anderen Verlages und bin vermutlich zu sehr daran gewöhnt).
Inhalt:
Der Wanderführer für den Schwarzwald enthält Vorschläge für 32 verschiedene Touren und damit eine recht ordentliche Anzahl (natürlich kann man all diese Möglichkeiten nicht in einem Wanderführer darstellen). Zudem sei gesagt, dass ausschließlich Halbtages-/Tagestouren enthalten sind, keine Mehrtagestouren. Je nachdem, was man vorhat und welche Informationen man Offline dabeihaben möchte, sollte man vorher genau das Inhaltsverzeichnis studieren.
Die ausgewählten Touren wirken abwechslungsreich und gut recherchiert. Zu jeder Tour gibt es eine Minikarte im Maßstab 1:25.000 bzw. 1:50.000 und ein Höhenprofil (siehe Beispielfoto). Einige Bilder runden das Ganze ab.
Am Beginn jeder Tour weisen Symbole im Stichpunktformat auf die wichtigsten Rahmenbedingungen hin. Auch hier musste ich mich zunächst an die Aufteilung/Darstellung gewöhnen und des Öfteren nachsehen, was das gerade gesehene Symbol denn nun bedeutet. Die Auszählung wirkt auf mich übersichtlich und nützlich.
Die Touren sind gut und ausführlich beschrieben. Alle wichtigen Eckpunkte sind im Text und auf der Karte hervorgehoben. Außerdem finden sich im Text nicht selten nützliche Zusatzinformationen, Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Touren oder lohnenswerte Abstecher.
Für meinen Geschmack liegt der Fokus zu sehr auf Familientouren bzw. Touren mit Hunden. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man den Wanderführer kauft (siehe Inhaltsverzeichnis).
Ebenfalls nützlich ist, dass GPS-Tracks enthalten sind, die man sich auf ein GPS-fähiges Gerät (zum Beispiel auf meine Fenix 5 Plus) laden kann. So verliert man Unterwegs nicht den Pfad.
Fazit:
Meiner Meinung nach ein guter und ausführlicher Wanderführer. Für meinen Geschmack jedoch zu sehr auf einfache bzw. Familientouren/Touren mit Hund ausgelegt. Alles in Allem aber übersichtlich und kompakt gestaltet.
Die Karten sind für eine wirkliche Orientierung natürlich zu klein. Dieses Problem stellt sich aber bei jedem handlichen Wanderführer. Die Orientierung anhand der ausführlichen Beschreibung und wichtiger „Eckpunkte“ sollte allerdings kein Problem darstellen. Eine echte Wanderkarte sollte dennoch nicht fehlen, wenn man wirklich „Offroad“ unterwegs sein möchte.