Allsportwaffe mit Platz für den Tagesbedarf an Wasser
VORTEILE
- robuste Materialien
- große Einfüllöffnung
- abnehmbarer Schlauch
- einfach zu reinigen
- Mundstückkappe enthalten
NACHTEILE
- keine Fixierung des Verschlusses
- je nach Rucksack schwierig zu befestigen
BEWERTUNG
Die Source Widepac 3l Trinkblase begleitet mich bereits seit über 6 Jahren beim Wandern, Radfahren, Inlineskaten und Skifahren. Als Inhalt kommt immer reines Leitungswasser zum Einsatz. Brausetabletten, Süßgetränke, Tee oder ähnliches habe ich noch nie in die Trinkblase gefüllt.
Die Source Widepac Trinkblasen bestehen im Grunde aus 3 Teilen. Das sind die Blase (LxB=40x20cm) an sich mit großer obenliegender Öffnung (d=8cm) und untenliegendem Schnellverschluss für den Schlauch (L=88cm zw. Anschlüssen). Zudem der grüne Verschluss, der die obere Öffnung mittels Schiebeschiene verschließt und zuletzt der Schlauch mit angesetztem Anschlussstück für den Schnellverschluss und Mundstück mit Schutzkappe.

Der Verschluss ist simpel aber effizient. Die obere weite Öffnung wird über die Kunststoffschiene geklappt und der grüne Schlitten wird darüber geschoben. Leider gibt es keine Fixierungsmöglichkeit für den Schlitten. Dieser hat zwar mittig eine Öse, an der man die Blase gut im Rucksack aufhängen kann. Dies hat jedoch bereits bei mir dazu geführt, dass die Blase aufgrund ihres Gewichts aus dem grünen "Schlitten" gerutscht ist und sich am Rücken entleert hat. Seitdem hänge ich die Blase möglichst anders auf. Zwar ist einseitig kein kleines Loch im "Schlitten", sowie im halbdurchsichtigen Kunststoffteil an der Blase, sodass man ein sehr dünnes Band zur Fixierung hindurchführen kann; leider hält das blasenseitige Loch dies jedoch nicht lange aus und reißt aus. So ist es mir passiert.

Positiv empfinde ich die große Öffnung der Trinkblase. Nicht nur das Befüllen fällt dadurch sehr leicht, sondern auch die Reinigung nach dem Sport. Zum Trocknen stopfe ich zum Schluss einfach ein Trockentuch in die Blase und hänge diese kopfüber auf. Mittels der beiden großen Löcher lässt sich die Blase wie im Bild gezeigt sehr gut offen halten, was das Befüllen sehr einfach gestaltet. Innen ist die Blase lt. Source mit einer glasähnlichen Beschichtung versehen, welche eine Keimbildung verhindert und das Reinigen erleichtern soll.

Der Schnellverschluss am unteren Ende der Blase führt Schlauch und Blase zusammen. Dieser Verschluss war bei mir bisher immer dicht und sitzt stramm. Gerade das Einziehen des Schlauches wird durch den Schnellverschluss erleichtert. Außerdem kann man den Schlauch so auch im Rucksack belassen, während man die Blase befüllt. Gerade bei schweren bepackten Tourenrucksäcken ist das eine große Erleichterung. Bei dem Schlauch handelt es sich um einen einfachen halbwegs durchsichtigen flexiblen Wasserschlauch. Da der Schlauch keine Ummantelung hat, sollte man für den Wintersport entweder einen Rucksack mit isolierter Schlauchführung haben oder den isolierten Zubehörschlauch anschaffen. Mein Haglöfs PowderPoetry hat eine isolierte Schlauchführung, die bisher immer funktioniert hat.

Das Mundstück ist auch nach meiner langen Nutzung noch immer das selbe und weist bisher keine Abnutzungsspuren auf. Auch hier sind keine Undichtigkeiten festzustellen. Zum Lieferumfang gehört die schwarze Kappe, die gerade beim Mountainbiken sehr sinnvoll ist, da das Mundstück so nicht direkt verdreckt. Sollte das Mundstück einmal doch defekt sein, lässt es sich in einer Zwischenposition einfach herausnehmen und austauschen. Auch die Dichtung könnte man so einzeln tauschen. Hier wurde bei Source ganze Arbeit geleistet, sehr durchdacht!


Sofern man keinen Rucksack besitzt, der extra für Source Blasen ausgelegt ist, kann das schonmal schwieriger mit der Aufhängung des Systems werden, weswegen ich einen Punkt abziehen muss. Eine Aufhängung der Blase ist sinnvoll, da sie ansonsten nach unten zusammensackt und eventuell bereits nach kurzer Zeit kein Wasser mehr am Mundstück ankommt. Bei meinem Haglöfs Rucksack muss ich leider auch immer etwas tricksen.
Fazit: Wer eine Trinkblase sucht, die auch noch nach langen Jahren der Nutzung wie am ersten Tag funktioniert, sich gut befüllen lässt und mit verschiedenen Zubehör und Ersatzteilen erweitert und gewartet werden kann, dem sei das Widepac 3l empfohlen. Je nach Rucksack muss man sich etwas für die Aufhängung ausdenken und immer darauf achten, dass die Blase nicht am Verschluss hängt.