Ein hochwertiger, optisch schöner und leichter Sportbuggy mit Schwächen in der Ergonomie und beim Platzangebot
VORTEILE
- Design
- Geringes Gewicht
- Klappmechanismus
- Fahrverhalten
- Verarbeitung
NACHTEILE
- Sitzposition
- Platzangebot
- Fehlende Fahrbremse
BEWERTUNG
Klappmechanismus: Der Urban Glide lässt sich schnell und bequem auf ein geringes Packmass zusammenklappen. Die Hinterräder sind abnehmbar, das Vorderrad klappt zur Seite. Der Kinderwagen kann sehr schnell einhändig zusammengeklappt werden.
Fahrverhalten: Aufgrund der Luftreifen und des geringen Gewichts rollt der Urban Glide sehr gut und absorbiert Unebenheiten problemlos über die gefederte Hinterachse. Waldwege und Kopfsteinpflaster sind gut fahrbar. Der Kinderwagen ist sehr wendig.
Gepäck: Das große und verschließbare Gepäckfach unter der Sitzfläche ist sehr durchdacht. Kleinigkeiten können im Netz hinter der Rückbank untergebracht werden.
Sporttauglichkeit: Ist gegeben, das Vorderrad ist feststellbar. Durch ein Justierrädchen kann man den Geradeauslauf ohne Werkzeug schnell einstellen. Dies ist aber auch hin und wieder nötig. Eine Fahrbremse fehlt jedoch.
Ergonomie: Die Sitzposition ist meiner Meinung nach zu flach. Eine aufrechte Sitzposition, bei der das Kind den Kopf entspannt an der Rückenlehne anlehnen und dabei nach vorne schauen kann, ist für unser Kind nicht möglich. Dazu muss das Kind deutlich den Kopf von der Rücklehne abheben und in dieser angespannten Position halten. Mit angelehnten Kopf geht der Blick immer über den Horizont. Was auf Dauer langweilig ist. Die Liegeposition ist jedoch tadellos. Die Versellung der Rücklehne funktioniert schnell und problemlos.
Platzangebot: Der Rahmen des Kinderwagens läuft nach vorne hin V-förmig, vom Schiebegriff zum Vorderrad hin, zu. Dies sieht toll aus, jedoch ist der Platz im Bereich der Hände schon gering. Unser Kind musste die Hände auf dem Alurahmen ablegen, da zwischen Körper und Rahmen kein Platz mehr war.
Der Sonnenschutz ist perfekt verstellbar, jedoch mit zu geringem Kopfabstand.
Unser Kind ist groß, der Kinderwagen war mit 2 1/4 Jahren zu klein. Insgesamt empfinde ich das Platzangebot, für diesen doch recht großen Kinderwagen zu klein.
Die Verarbeitung ist tadellos, die verwendete Materialien sind hochwertig.
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Kommentar zur Bewertung von danstan, vom 27.01.2016
1. Sitzposition
Wir wissen um die Thematik, dass die Sitzposition aufrechter sein könnte. Aus unserer Sicht ist dies ergonomisch jedoch nicht bedenklich. Zum Vergleich gibt es auch Mitbewerber, die aufrechtere Positionen anbieten als wir und dies ebenfalls nicht als ergonomisch bedenklich eingestuft ist. Es handelt sich hier mehr um eine Frage des Komforts, der sich je nach Alter, Größe und Proportionen des Kindes unterschiedlich darstellt.
2. Komfort/Platz
Hier sprechen wir über einen generellen Konflikt zwischen Gewicht/Aerodynamik/Design vs. Praktikabilität. Unser Jogger wiegt mit deutlich unter 10kg extrem wenig, gerade im Vergleich zu vielen Mitbewerbern. Er ist außerdem sehr schnell und einfach zu falten, und hat trotz der großen Laufräder ein sehr geringes Packmaß (für einen Sportbuggy seiner Art). Daher kommt es hier, wie bei allen anderen Mitbewerbern im Übrigen auch, auch immer individuell auf das einzelne Kind an. Es gibt größere Sitze am Markt, jedoch auch viele Kleinere.
Wir - bei Thule - sind uns klar darüber, dass unsere Antworten darauf nur bedingt befriedigend sind. Das Problem liegt aber einfach in der Sache selbst. Sowohl Ergonomie, als auch die Sitzgröße, werden von jedem Benutzer anders, individuell wahr genommen. Die Rückmeldung des Testers ist für uns dennoch sehr wichtig und das Produkt-Design in Schweden wird diese Meinung sehr ernst nehmen.
Kommentar von Thule, Produkt-Management Deutschland
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