Tragegefühl bestanden vs. Härtetest durchgefallen
VORTEILE
- langer Rückenprotektor
- 2L Trinkblase inkludiert
- Rucksackgröße erweiterbar
- Zusatzfächer für Gel am Hüftgurt
- perfekter Sitz/Tragekomfort
- Reflektoren
NACHTEILE
- Befestigung der Trinkblase
- Reißverschluss wurde "kaputt"
- Brustgurt ist nicht höhenverstellbar
- Schlaufen für Befestigungen etwas klein
BEWERTUNG
Diesmal freute ich mich besonders über mein Päkchen von Outsidestories! Nachdem ich erst seit kurzem eine Mountainbike-Enthuisiastin wurde, hatte ich noch keine Erfahrung mit einem Rückenprotektor, war allerdings schon am Informieren und Suchen für einen guten Bikerucksack.
1. Optikcheck:
- langer Rückenprotektor deckt Genick bis Lendenbereich ab
- Trinkblase inkludiert und gut befestigt
- mehrere kleine Fächer vorhanden
- 1 großes Fach vorhanden
- großes Fach ist durch Zusatz-Reißverschluss erweiterbar
- Brustgurt ist nicht nach oben oder unten verstellbar
hier erkennt man, die erweiterte Funktion ganz gut:

Rückenprotektor:

2. im Einsatz:
Den Rucksack habe ich wirklich mehr als "ausgeschunden", zu Beginn auf den Hometrails, dann zum Biken am Gardasee und letztendlich noch für Trainingseinheiten der Salzkammergut-Mountainbike-Trophy und für wilde Bergfahrten über Schneefelder/Bäche/Gestein etc. ---> leider hat er nicht ganz alles mit mir mitgemacht!!
Packen:
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für eine lange Tour (über 2000hm) in Trentino, testete ich gleich das Packvolumen aus:
- 2L Trinkblase befüllt (und seeeehr seeeehr schwer in den Rucksack reinbekommen - näheres dazu später)
- Outsidestories Bottle
- Regenjacke
- Ersatz TShirt kurz
- Ersatz TShirt lang
- Bikini
- Mikrofaserhandtuch groß
- Brille
- Apfel
- 2x Riegel
- Geld, Schlüssel (im kleinen Extrafach ganz oben mit Befestigungsmöglichkeit



Ich habe das Fach erweitert (2. Reissverschluss geöffnet) und stellte fest, dass das Außenmaterial extreeeeem elastisch ist. Trotzdem war ich gespannt, ob ich den Rucksack - mit voller Montur für eine lange Ausfahrt mit unbeständigem Bergwetter - zu bekomme. JAAAA alles hatte Platz! Und beim Umschnallen drückt nichts in den Rücken, da der Protektor dick genug ist.
Die Schnallen:
- Die Hüftschnalle: ist ein breiter Gummizug und sitzt total bequem und schnürt nicht ein!
- Die Brustschnalle: ist leider nicht Höhen- oder tiefenverstellbar. Dies ist für Männer vielleicht kein relevanter Punkt, für uns Damen aber auf alle Fälle! Ich hatte zwar das Gefühl, dass der Rucksack perfekt hält und sitzt, auf dauer schnürte er mich an der Brust allerdings ziemlich ein und ich musste improvisieren... entweder den oberen Gurt öffnen (was allerdings den Tragekomfort einschränkt) oder ich habe den Rucksack ziemlich weit nach oben gerutscht, dann habe ich den Rückenprotektor allerdings fast im Genick, oder ich habe versucht den Rucksack noch weiter nach unten zu ziehen, was für kurze Zeit funktionierte...

Die Trinkblase:
- Im Prinzip: Suuuuper, eine 2Liter Trinkblase hat Platz - ideal für mich, denn ich bin meistens durstiger als meine Freunde und kann somit, ohne die anderen aufzuhalten, zwischendurch Biken
- Die Blase ist im Rucksack sehr gut versaut, durch mehrere Gummifädel und einem eigenen Netz für die Blase. Sieht am ersten Blick gut aus. Man kriegt sie auch relativ gut aus der Befestigung (oben noch zusätzlich befestigt)
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ABER wenn man die Blase befüllt hat und mit dem Schieber geschlossen hat, kommt das erste Problem:
- sie passt mit vollem Volumen kaum durch das Gummizugnetz oder in das vorgesehene Fach hinein. Ich musste mich wirklich lange spielen, bis ich die Blase ins Fach bekam - geschüttelt etc. und habe bei den weiteren Benutzungen auf die Versauung im Netz verzichtet, da mich das zu viele Nerven kostete *grins* :-) Die Befestigungsmöglichkeiten sind zwar ned gemeint, aber mehr als unpraktisch!
- Beim Mundstück des Trinkschlauches muss man nur zubeißen und schon bekommt man das kalte frische Wasser.
Im Fahreinsatz:
- Der Rucksack sitzt angenehm eng am Rücken und verrutscht kein bisschen, ich fühle mich durch den Protektor irgendwie gleich sicherer und geschützter
- auch bei happigen, steinigen Trails sitzt der Rucksack - man spürt ihn kaum
- Gutes Klimaverhalten: auch bei heißen Tagen und schweißtreibenden Touren, war der Rucksack nicht unangenehm
- während der Fahrt gibt es tatsächlich nichts zu bemängeln

Der Reißverschluss:
- Bei einem steinigen, steilen Trail hatte ich den Rucksack wieder voll, da ich knappe 2000hm zu bewältigen hatte. Die Reißverschlüsse hatte ich davor für ca. 15 Touren verwendet, wobei ich die Fächer bei ca. 10 Touren erweitert und befüllt hatte.
- bei einer Pause fiel mir auf, dass sich der Reißverschluss für 2cm geöffnet hatte --> kurzer Check: sah alles ok aus - auf und zugemacht und scheint wieder zu passen.
- WÄHREND einer Trailpassage rollte plötzlich ein Apfel neben mir her! Kurz umgedreht, bemerkte ich, dass sich das große Fach aufgeklappt hat, weil sich der Reißverschluss geöffnet hat. Somit waren meine Utensilien am ganzen Weg versträut. Ich spielte mich wirklich lange, bis ich den Reißverschluss wieder gut zugebracht hatte....das Vertrauen, naja, war irgendwie weg!
- Beim weiteren Auf und Zumachen merke ich seither, dass es eine Stelle gibt, die sich ziemlich spießt, aber er macht den Anschein, dass er hält. Das Problem: für lange Touren habe ich ihn mir nicht mehr verwenden getraut. Wirklich schade!

FAZIT:
+ Tragekomfort und Protektor sind einsame klasse - fühlt sich wirklich toll an
+ und die erweiterbare Funktion finde ich ebenso genial und praktisch!
+ Materialstoff ist super dehnbar
+ und die Schulterträger sind gut gepolstert
- Brustgurt nicht verstellbar
- Reißerschluss öffnete sich während der Fahrt

Vielleicht hatte ich einfach nur Pech oder habe ihn zu "hart" getestet, ABER auch wenn ich viel in den Rucksack gegeben habe, dürfte er nicht beim ca. 15. Mal kaputt gehen....