Zuverlässiger, bequemer Schuh für ein breites Einsatzgebiet
VORTEILE
- Bequem
- Strapazierfähig
- Guter Grip
- Leicht
- Guter Fersenhalt
- Angenehme Dämpfung
NACHTEILE
- Preis
- Eine (persönliche) Druckstelle
BEWERTUNG
Im Test: der Adidas Terrex Freehiker Wanderschuh


Mit dem neuen Terrex Freehiker Model verspricht Adidas die perfekte Kombination: Einen hohen Tragekomfort bei optimaler Funktionalität.
Entwickelt wurde ein leichter Schuh für überragenden Komfort auf langen Hiking-Touren. Er wurde speziell für ultimativen Komfort auf langen Touren konstruiert und produziert. Sein sockenähnliches adidas Primeknit Obermaterial umschließt den Fuß passgenau für einen bequemen, sicheren Sitz bei jedem Schritt. Die Continental Gummisohle gewährleistet überragenden Grip, der auch bei Nässe die nötige Sicherheit bietet. Außerdem ermöglicht der Torsion Bar eine optimierte Bewegungsfreiheit von Rück- zu Vorfuß.
Der Schuh auf einen Blick:
- Reguläre Passform
- 2-fache Schnürsenkelausstattung
- Wasserabweisendes adidas Primeknit Obermaterial mit abriebfesten, aufgeschweißten Verstärkungen
- Außensohle aus Continental Gummi für überragenden Grip, auch bei Nässe
- Reaktionsfreudige Boost Zwischensohle
- Sockenähnliche Konstruktion für einen optimalen Sitz; leichtes Tragegefühl
- Gewicht: 340,2 g (Größe 42 2/3))
- Sprengung: 10 mm (Rückfußhöhe 33 mm / Vorfußhöhe 23 mm)
- Vorgeformte Zehen- und Fersenkappe aus TPU
- Stabilisierende Fersenkappe
- Farbe: Light Brown / Carbon / Ash Grey
- Artikelnummer: G28416







Fakten:
Den Freehiker gibt’s in den verschiedensten (bunten oder schlichten) Farbenvariationen, den Schuhgrößen von 36 bis 50 sowohl mit als auch ohne Gore Tex Membran und als Besonderheit aus, in Kooperation mit Parley (der malidivischen Organisation, die Plastik aus den Meeren fischt und wieder nutzbar macht), hergestelltem recyceltem Material. Preislich liegen die verschiedenen Modelle, seit der Mehrwertsteuersenkung, laut UVP zwischen 194,91 EUR (ohne GTX) und 214,41 EUR (mit GTX). Einzelne Farbvarianten sind jedoch bereits deutlich günstiger zu haben (selbst über die original Adidas Website).
Adidas nennt vier herausragende Eigenschaften des Schuhes auf: den optimalen Grip, eine energierückführende Dämpfung, eine hohe Strapazierfähigkeit und maximalen Komfort.
Die Kombination aus der reaktionsfreudigen Zwischensohle und der Außensohle aus Continental Gummi garantiert optimale Traktion auf schwierigem Gelände. Die bereits aus anderen Modellen bekannte Boost Dämpfung zeichnet sich insbesondere durch ihre Reaktionsfreudigkeit aus, denn je man selbst gibt, umso mehr Energie wird durch die Sohle zurückgegeben. Die für (lange) Wanderungen erforderliche hohe Strapazierfähigkeit wird durch die abriebfesten, aufgeschweißten Verstärkungen und die vorgeformte Zehenkappe gewährleistet. Diese schützen die Füße zudem bei jedem Schritt. Der hohe Tragekomfort wird durch die sockenförmige Konstruktion und das Primeknit Obermaterial erreicht. Das Material ist leicht, atmungsaktiv und sorgt dafür, dass der Schuh auch bei langen Touren immer bequem sitzt.
Der Test
Ich habe dieses Terrex Modell durch Zufall entdeckt und angesichts meiner empfindlichen Füße musste ich es einfach testen. Nun begleiten mich die Freehiker inzwischen seit rund 250 Kilometern, sowohl auf leichten Spaziergängen als auch im alpinen Gelände und ich bin an sich wirklich sehr zufrieden mit ihnen. So zufrieden, dass ich zusätzlich noch das GTX Modell gekauft habe (was allerdings noch nicht richtig zum Einsatz gekommen ist - zu trockener Sommer eben).

Kaufgrund war hauptsächlich, dass mir viele (Wander-)Schuhe im Zehnballenbereich zu eng sind und ich deshalb schnell schmerzhafte Druckstellen bekomme. Außerdem laufe ich mir schnell Blasen, finde harte Sohlen unkomfortabel und ziehe leichte Modelle den schwereren (stabileren) vor. Also man kann schon sagen, dass ich - was Schuhe angeht - schnell zum jammern neige und dass die Werbeversprechen zum Freehiker genau mein Anforderungsprofil erfüllen. Ich wollte einen leichten, bequemen Schuh mit einer griffigen Sohle der sich komfortabel tragen lässt aber gleichzeitig genügend Halt gibt und auch im alpinen Gelände eingesetzt werden kann. Und den habe ich meines Erachtens nach erhalten (happy me!).
Passform:
Die Passform wird als regulär angegeben. Ich würde dem zustimmen. Aufgrund des flexibelen Obermaterials und der individuellen Einstellungsmöglichkeit durch die Schnürsenkel passt sich der Schuh glaube ich den meisten Fußformen wirklich gut an. Ob das auch für sehr schmale Füße gilt kann ich leider nicht sagen. Die sockenartige Konstruktion sorgt für einen bequemen Sitz und verhindert zudem ein Eindringen von kleinen Steinchen, was ich als sehr positiv empfunden habe. Gleichzeitig gibt der Schuh aber genügend Halt, was ich gerade im Bereich des Knöchels als hilfreich empfunden haben. Der Schuh hebt sich diesbezüglich von Trail Running Schuhen ab und punktet diesbezüglich. Leider habe ich am linken Knöchel eine Druckstelle entwickelt, die ich mir nicht erklären kann. An allen anderen Seiten besteht nichts vergleichbares. Ich habe die Schnürsenkel daher auf der einen Seite nicht bis oben zugebunden. Damit habe ich jetzt keine Probleme. Ich glaube das ist ein persönliches Problem und ich möchte es dem Schuh nicht negativ anlasten!
Sohle:
Auch die Sohle empfinde ich als wirklich sehr gelungen. Die (schwarze) Continental Untersohle hält was sie verspricht: Einen hervorragenden Grip. Ob auf rutschigen, nassen Steinen, Wurzeln, Felsen oder Kies/Sand, ich konnte mich stets auf die Trittfestigkeit des Schuhs verlassen und kann mich an keine Situation erinnern wo ich ungeplant gerutscht bin. Selbst auf Schneefeldern haben sich die Schuhe bewähren können. Dazu beigetragen hat sicher auch das tiefe Profil, was einem auch auf lehmigen Böden sehr zugute kommt. Auch der Aufbau der Sohle ist überzeugend. Die klassische Boost Sohle kannte ich schon von meinen Laufschuhen und auch dort überzeugte sie mich schon. Durch die verarbeitete Torsion Bar wurde ihr zusätzliche Stabilität gegeben. Ob man nun tatsächlich beim Wandern einen Rebound Effekt spürt weiß ich nicht genau, aber ich habe das Gehen stets als sehr angenehm und leichtfüßig empfunden, vielleicht definiert sich so der Rebound Effekt - dann hält das Produkt auch diesbezüglich was es verspricht!
Wasserresistenz:
Der gewöhnliche Schuh ist wasserabweisend. Dem kann ich auf jeden Fall vollständig zustimmen. Trotz leichtem (Schnee-)Regen, Pfützen, Schlamm und Schneefeldern hatte ich nie nasse Füße. Also auch das gewöhnliche Modell leistet diesbezüglich schon sehr gute Dienste. Von dem GTX Modell habe ich bislang auch nur Postives gehört und habe da auch noch einmal zugeschlagen. Den diesbezüglichen Testbericht reiche ich nach, versprochen! Auch dem GTX Modell soll hinsichtlich der Wasserdichte die sockenförmige Konstruktion zugute kommen, die auch ein Eindringen des Wassers von oben verhindert. Ich bleibe diesbezüglich sehr gespannt.
Atmungsaktivität:
Der dünne Strickstoff ermöglicht sorgt - neben der angenehmen Passform und der Gewichtseinsparung - für ein angenehmes Klima im Schuh. Schweiß und Wärme werden gut nach außen abtransportiert und stinkenden Füßen wird im Kern entgegengewirkt.
Tragekomfort:
Der Tragekomfort ist wirklich optimal. Das geringe Gewicht ermöglicht ein schnelles Aufsteigen und die angenehm gedämpfte aber gleichzeitig stabile Sohle ermöglicht ein sicheres und federleichtes Absteigen. Dank des weichen und anpassungsfähigen Materials hatte ich auch bei langen Tagestouren nicht eine einzige Blase und auch meine typischen Druckstellen an den Fußballen blieben aus. Für mich geht damit eine unglaubliche Wander- und Lebensqualität mit ein her und ich mag die Schuhe wirklich gar nicht mehr hergeben. Dies habe ich besonders im Vergleich mit richtigen alpinen Wanderstiefel und meinen etwas wackligeren aber gleichzeitig unbequemeren Trail Running Schuhen gemerkt. Also fünf Sterne für den Komfort
Funktionalität und Einsatzbereich:
Konstruiert wurde der Freehiker eigentlich für (Ultra) Langwanderungen, namentlich für den Pacific Crest Trail von México bis nach Kanada. Diese Strecke ist im wesentlichen lang und durch Wälder geprägt, aber zum Teil geht sie auch durch alpines Gelände (der Höchste Punkt liegt bei 4009 hm). Kernaugenmerk bei der Entwicklung lag daher bei Komfort, Langlebigkeit und Vielseitigkeit. Ich muss sagen, dies ist wirklich fantastisch gelungen. Zum Komfort und zur Sohle habe ich mich ja bereits häufig ausgelassen, aber die Vielseitigkeit sei noch mal hervorgehoben. Ich habe mich mit den Schuhen auch im Geröll super aufgehoben gefühlt. Natürlich kommen die Schuhe an ihre Grenzen, sobald es hoch technisch wird und insbesondere die Anbringung von Steigeisen ist undenkbar. Aber für alle „normalen“ blau bis schwarzen Touren ist man wirklich gut gewappnet. Daher ist auch dieser Punkt meines Erachtens optimal umgesetzt worden!
Verschleiß:
Bislang sehen meine Schuhe praktisch aus wie neu und es ist wirklich überhaupt keine Verschleißerscheinung aufgetreten. Zwar ist der Schuh mit seinen 250 km natürlich auch noch recht neu, er wurde während der Zeit aber schon deutlich strapaziert. Positiv hat mich insbesondere das Knit Material überrascht, das selbst trotz einiger „Stein-Hängenbleiber“ keine einzige Laufmasche oder irgendeinen anderen schaden abbekommen hat. Auch die weiche Boost Sohle ist, trotz häufigem Kontakt mit spitzen Steinen vollkommen unbeschädigt. Als ich mich (vor dem Kauf) mit den Schuhen näher beschäftigt hatte habe ich den Bericht von einer Wanderin auf dem PCT gelesen, deren Freehiker auch nach den über 4.000 km noch ganz ordentlich aussahen. Ich bin also sehr optimistisch, dass ich noch lange Freude an dem Model haben werde!

Fazit:
Mit dem Adidas Terrex Freehiker kann man - für mein empfinden - wirklich überhaupt nichts falsch machen. Man erhält einen vielseitig einsetzbaren super stabilen und langlebigen Schuh der einem optimalen Komfort bietet. Wer also auch auf der Suche nach einer Wohltat für seine Füße ist und dabei nicht an Funktionalität einbüßen möchte, kommt am Freehiker nicht vorbei!