Wer regelmäßig auf Skitour unterwegs ist, kennt das Problem: Kaum hat man beim Aufstieg „Betriebstemperatur“ erreicht, wird die Jacke zu warm. Doch spätestens am Gipfel pfeift dann der Wind. Bei der Abfahrt sorgen Geschwindigkeit und Wetterwechsel für völlig andere Anforderungen als noch eine Stunde zuvor.
► Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Welche Jacke ist die wärmste? Sondern: Welche Bekleidung funktioniert über den gesamten Tourentag hinweg am besten?
OUTSIDEstories ist der Frage nach der idealen Skitourenbekleidung nachgegangen.
Die besonderen Anforderungen an Skitourenbekleidung
Skitourengehen verlangt von der Bekleidung einen permanenten Spagat. Während des Aufstiegs läuft der innere Motor auf Hochtouren, unsere Muskeln wandeln die Energie in Wärme um. Gleichzeitig können Wetter und Schneebedingungen innerhalb kurzer Zeit umschlagen. Bei der Abfahrt kommen Windchill, Geschwindigkeit und häufig deutlich niedrigere Temperaturen hinzu.
Deshalb beurteilen erfahrene Tourengeher ihr Outfit vor allem nach drei Eigenschaften:
- zuverlässiger Wetterschutz (Wind, Schneefall oder Regen)
- hohe Atmungsaktivität
- uneingeschränkte Bewegungsfreiheit
- sinnvolle Features wie Unterarmzipper etc.
Wer hier Kompromisse eingeht, merkt die Folgen meist schnell. Entweder staut sich Feuchtigkeit im Inneren der Kleidung oder Wind und Schnee finden ihren Weg von außen nach innen. Komfort wird so schnell zum limitierenden Faktor.
Wenn Wetterschutz und Atmungsaktivität zusammenkommen
Genau für diesen Einsatzbereich wurde das Squall-Kit vom italienischen Hersteller und Skitourenspezialist Karpos entwickelt. Jacke und Hose richten sich an ambitionierte Skitourengeher, die regelmäßig bei anspruchsvollen Bedingungen unterwegs sind.
Beide Teile setzen auf ein dreilagiges, robustes Nylon-Ripstop-Material, das hohen Wetterschutz mit einer ausgeprägten Atmungsaktivität kombiniert. Vollständig versiegelte Nähte verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit zuverlässig. Bei der eingesetzten DWR-Ausrüstung (Durable Water Resistant) des Obermaterials gegen das Eindringen von Nässe wird zudem bewusst auf den Einsatz von PFAS verzichtet – ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz.
Die technischen Werte der Squall sind dabei kein Selbstzweck. Entscheidend ist ihr Nutzen in der Praxis. Während Schnee, Wind und Feuchtigkeit zuverlässig draußen bleiben, kann überschüssige Körperwärme entweichen. Genau diese Balance entscheidet oft darüber, ob man den ganzen Tag komfortabel unterwegs ist oder ständig zwischen Überhitzen und Auskühlen pendelt.
Die Skitourenjacke: Schutzschild für lange Tage im Schnee
Umfassender Wetterschutz
Die Squall Jacket wurde konsequent aus Sicht des Skitourengehers entwickelt. Auffällig ist dabei nicht nur der Wetterschutz, sondern vor allem die alpine Passform. Die Jacke sitzt körpernah genug, um bei Wind und schnellen Abfahrten nicht zu flattern, bietet dabei aber ausreichend Bewegungsfreiheit für Stockeinsatz, Spitzkehren und technische Anstiege.
Volle Bewegungsfreiheit
Die ergonomische Schnittführung unterstützt die natürlichen Bewegungsabläufe und sorgt dafür, dass die Jacke selbst bei langen Tourentagen angenehm zu tragen bleibt. Gerade beim Skitourengehen, wo jede Bewegung tausendfach wiederholt wird, macht sich ein durchdachter Schnitt schnell bemerkbar.
Clevere Features
Auch bei der Ausstattung zeigt sich die klare Ausrichtung auf den Toureneinsatz. Die helmkompatible Kapuze schützt zuverlässig bei Wind und Schneefall. Großzügige Fronttaschen bleiben auch mit Rucksack oder Klettergurt gut erreichbar. Hinzu kommt eine praktische Ärmeltasche für kleinere Gegenstände, die schnell griffbereit sein müssen.
Temperaturmanagement:
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Temperaturmanagement. Über großzügige Unterarmbelüftungen lässt sich überschüssige Wärme gezielt ableiten, ohne dass eine Bekleidungsschicht ausgezogen werden muss. Vor allem bei langen Aufstiegen oder sonnigen Frühjahrsbedingungen ist das ein entscheidender Komfortgewinn.
Bullet Points Squall Jacket:
- Softshelljacke
- 100 % wasserdicht, 30.000 Millimeter Wassersäule
- Durchgehender Frontreißverschluss mit innenliegender, windabweisender Patte
- Zwei Blasebalg-Taschen vorne mit Reißverschluss, weitere Taschen
- Helmkompatible Kapuze mit verstellbarem Kordelzug
- Wasserdichte YKK-Reißverschlüsse
- Vollständig getapte Nähte
- DWR-Behandlung ohne bewusst zugesetzte PFAS (mehr zu PFAS hier)
Die Hose: Bewegungsfreiheit als Leistungsfaktor
Volle Bewegungsfreiheit
Während die Aufmerksamkeit oft auf der Jacke liegt, spielt die Hose auf Skitouren eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Schließlich entscheidet sie darüber, wie frei und natürlich sich Bewegungen beim Aufstieg anfühlen.
Sportlicher Schnitt
Die Squall Pants wurde für genau diese Anforderungen entwickelt. Der sportliche Schnitt ermöglicht große Bewegungsradien bei Spitzkehren, Steilstufen und Querungen, ohne überschüssiges Material mitzuführen. So bleibt die Hose präzise und komfortabel zugleich.
Praxisnahe Detailausstattung
Besonders praxisnah sind die großflächigen seitlichen Belüftungsreißverschlüsse. Sie erlauben eine schnelle Klimaregulierung bei steigender Belastung und helfen dabei, die Körpertemperatur auch während intensiver Aufstiege im optimalen Bereich zu halten.
Dazu kommen zahlreiche Details, die speziell auf den Skitoureneinsatz zugeschnitten sind. Integrierte Gamaschen verhindern das Eindringen von Schnee, während robuste Cordura-Verstärkungen an den Beinabschlüssen zuverlässig vor Beschädigungen durch scharfe Skikanten schützen. Spezielle Schlaufen ermöglichen zudem die Verwendung von Hosenträgern, was insbesondere auf langen Touren zusätzlichen Tragekomfort bieten kann.
Es sind genau diese Details, die man auf den ersten Blick oft übersieht, die sich aber nach vielen Tagen im Winter als besonders wertvoll erweisen.
Bullet Points Squall Hose:
- 100 % wasserdicht, 30.000 Millimeter Wassersäule
- Zwei offene Schubtaschen auf der Vorderseite
- Verstellbarer Reißverschluss am Beinabschluss
- Seitliche Belüftungsöffnungen mit Reißverschluss
- Robuster Cordura-Schutz am Beinabschluss
- DWR-Behandlung ohne bewusst zugesetzte PFAS
„Ist diese Jacke nutzlos?“ Denn: Gute Ausrüstung ersetzt keine Entscheidung
Und damit werfen wir einen Blick auf die aktuelle Kampagne von Karpos mit dem Slogan: „Diese Jacke ist nutzlos.“ Das ist wunderbar zweimal um die Ecke gedacht und auf den Punkt gebracht. Denn so ausgefeilt Materialien, Schnitte und Ausstattungsdetails auch sein mögen: Ihren eigentlichen Wert entfalten sie erst draußen am Berg.
Nicht beim Kauf einer Jacke beginnt eine Skitour. Sondern mit der Entscheidung, früh aufzustehen, die Felle aufzuziehen und den ersten Schritt in Richtung Gipfel zu machen.

Genau dort zeigt sich, was gute Bekleidung leisten kann. Sie sorgt nicht für mehr Höhenmeter. Sie ersetzt keine Erfahrung. Aber sie schafft die Voraussetzungen dafür, sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können: die Spur im Schnee, den Rhythmus des Aufstiegs und die Vorfreude auf die Abfahrt.
Denn am Ende ist die Jacke tatsächlich nutzlos.
Bis der Winter beginnt.
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