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Ratgeber Schneeschuhe - Zum Winterwandern oder Hochalpin

29.02.2024

Ratgeber Schneeschuhe. Querfeldein zu Fuß in ein unberührtes Schneefeld zu laufen, geht wohl kaum besser als mit Schneeschuhen. Die sportlichen Helferlein machen Winterwandern abseits der befestigten Wege möglich und unterstützen ambitionierte Alpinisten bei ihrem Weg zum Gipfel.

Wenn die Schneehöhen ein Durchkommen mit normalen Wanderschuhen unmöglich machen, kommen die Schneeschuhe zum Einsatz und verhindern ein anstrengendes und meist gefährliches Einsinken im tiefen Schnee. Klingt sehr vielversprechend, aber worauf kommt es bei Schneeschuhen letztendlich an? Und welche Schneeschuhe eignen sich optimal für deinen Einsatzzweck?

Welche Eigenschaften von Schneeschuhen sind grundlegend wichtig?

Ratgeber Schneeschuhe
Durch traumhafte Winterlandschaften stöbern. Doch wie die richtigen Schneeschuhe finden. Foto: Bernd Ritschel.

Ratgeber Schneeschuhe: Wie funktionieren sie eigentlich?

Tiefer Schnee, Wanderschuhe an den Füßen und noch ein ganzes Stück zum Gipfel. Eine ungünstige Kombination, die meist ein unangenehmes und kräftezehrendes Einsinken bis zur Hüfte mit sich bringt und nicht selten gefährlich werden kann. Der Grund des Einsinkens ist ein zu hohes Gewicht auf den kleinen Querschnitt der Fußfläche. So kommt eine zu hohe Belastung auf die Schneedecke und sie gibt nach.

Schneeschuhe schaffen eine größere Auflagefläche und verteilen das Körpergewicht großflächig auf dem Untergrund. So wird ein Einsinken verhindert und du gehst komfortabel auf der Oberfläche der Schneedecke bis zum Gipfel.

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Die große Auflagefläche der Schneeschuhe verhindert das Einsinken im tiefen Schnee. Foto: Maria Knoll

Eisige Passagen, oder verwinkelte und rutschige Stellen im bewaldeten Gebiet sind auch bei verdichtetem Schnee unangenehm. Hier punkten Schneeschuhe zusätzlich zu den Wanderschuhen mit Steigeisen auf der Unterseite. Diese krallen sich in Eis und Schnee und sorgen für eine perfekte Traktion. Wenn es steil bergauf geht, ist der Winkel zwischen den Füßen und der Wadenmuskulatur meist sehr steil.

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Gut zu sehen: Die Zacken, mit denen sich der Schneeschuh auch festen und eisigen Untergrund beißt.

Ein sehr unangenehmes und anstrengendes Gehverhalten auf den Zehenspitzen ist die natürliche Folge. Schneeschuhe lösen dieses Problem mit sogenannten Steighilfen. Sie befinden sich unter dem Fersenbereich der Bindung und lassen sich bei Bedarf nach oben klappen. So stehst du auch an steilen Anstiegen waagerecht in den Schuhen und kannst dir bequem deinen Weg nach oben bahnen.

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Die Steighilfen. Im Prinzip nur ein Bügel, der hochgeklappt wird und der Schuh so steiler steht. Foto: Maria Knoll

Wer den Berg hinaufgeht, muss auch wieder runterkommen. Eine einfache Regel, die auch bei der Schneeschuhentwicklung berücksichtigt wurde. Durch ein flexibles Heck am hinteren Ende der Schneeschuhe, kommt vor allem beim Bergabgehen ein deutlich höherer Gehkomfort zustande.

Ratgeber Schneeschuhe: Wie finde ich die richtige Größe für mich? 

Schneeschuh-Modelle unterscheiden sich in der Größe enorm. Von kleinen, sehr wendigen Modellen, bis hin zu großflächigen Schuhen für tiefe Schneedecken ist das Angebot breit gefächert.

Dein (Gesamt-)Gewicht wiegt schwer

Wichtig bei der Größenauswahl ist zunächst das Gewicht, das die Schuhe tragen müssen. Hierbei ist das Körpergewicht inklusive der Ausrüstung zu berechnen, denn schließlich müssen die Schuhe auch den Rucksack mit über die Schneedecke befördern.

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Die Größe der Schneeschuhe wird bestimmt durch das Gewicht des Trägers plus seiner Ausrüstung. Foto: Maria Knoll

Durch den Wald oder auf den Gipfel? Der Einsatzbereich

  • Zudem kommt es auf den Einsatzbereich an. Verspielte Touren mit bewaldeten Gebieten, abwechslungsreichem Gelände und kurzen Steilpassagen fordern eher kleine und wendige Schneeschuhe. Auch eisige Stellen sind mit kleineren Schneeschuhen besser zu überwinden, da mehr Gewicht auf eine geringe Fläche trifft und der Halt auf verdichtetem Untergrund somit besser ist.
     
  • Warten lange Schneefelder, ausgedehnte Winterwanderungen und tiefer Schnee, sind großflächige Schneeschuhe die richtige Wahl. Je größer die Schneeschuhe, desto größer die Auflagefläche und desto komfortabler ist das Vorankommen im - oder besser gesagt auf tiefem Schnee. Stehen Traversen auf windgepresstem Schnee an, bieten sich schmale Schneeschuhe an. Sie können nicht so stark zur Seite hin abkippen und bleiben zuverlässig in der Spur.

Das Gewicht bestimmt die Größe. Faustregel für die Auswahl

  • Größe 22 für bis zu 70 Kilogramm Gesamtgewicht
     
  • Größe 25 für 70 bis 100 Kilogramm Gesamtgewicht
     
  • Größe 30 für über 100 Kilogramm Gesamtgewicht

Ratgeber Schneeschuhe: Die Bauweise bestimmt den Einsatzbereich

Schneeschuhe unterscheiden sich außerdem in der Bauweise entscheidend. Auch hier kommt es auf den Einsatzbereich an, um sich bei den verschiedenen Materialien und Bauarten die passende aussuchen zu können.

Generell kann zwischen Aluminium- und Kunststoff-Schneeschuhen unterschieden werden.

Aluminium-Schneeschuhe - Die "Classics"

Die Basisvariante im Schneeschuh-Universum. Ein leichter Rohr-Rahmen aus Aluminium bildet die äußere Begrenzung der Schneeschuhe. Die Innenfläche des Rahmens ist mit einem robusten Kunststoff bespannt. So entsteht eine verlässliche Auflagefläche, und die Schneeschuhe bieten einen sicheren Halt auf tiefen Schneedecken.

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Klassische Alurahmen-Konstruktion. Im Rahmen eingespannt ist eine Kunststoffschicht, die das Einsinken verhindert.

Sie punkten mit geringem Gewicht und eignen sich am besten für flaches Gelände mit tiefem Schnee und ausgedehnten Winterwanderungen. Diese Art von Schneeschuhen wird auch „Classics“ genannt. Da unter der Kunststoff-Schicht nur schlecht Steigeisen und Zacken angebracht werden können sind diese Modelle für steile, eisige und alpine Unternehmungen eher ungeeignet.

Innerhalb der Aluminium-Kategorie wird zudem noch zwischen einem Aluminium-Rohrrahmen und einem Aluminium-Flachrahmen, aus legiertem und gehärtetem Aluminium unterschieden. Der oben beschriebene Rohrrahmen mit Kunststoffbezug ist der Klassiker, während der Flachrahmen aus Aluminium auf der Unterseite zusätzlich mit Steigeisen und Zacken bestückt werden kann und sich so mehr für alpine Einsätze eignet.

Kunststoff-Schneeschuhe - Für den härteren Einsatz

Die meisten Schneeschuhe sind mit einer Konstruktion aus Kunststoff gefertigt. Dieser ist kälteunempfindlich und bietet den Vorteil, dass überall auf der Unterseite der Schneeschuhe Steigeisen, Krallen oder Zacken angebracht werden können, um ein Rutschen auf eisigem Untergrund und steilen Passagen zu verhindern.

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Kunststoff-Rahmen bieten neben dem geringeren Gewicht vor allem besseren Seitenhalt und hohe Tragfähigkeit.

Kunststoff-Schneeschuhe bieten viele Vorteile, „weil diese auf kompaktem Schnee und vor allem beim Queren von Hängen wesentlich besseren Halt bieten“, weiß Werner Koch, Geschäftsführer der Koch Alpin GmbH und damit Experte in Sachen Schneeschuhen. „Die größere Auflagefläche klassischer Alurahmen hat nur bei Tiefschnee im weiten offenen Gelände einen deutlichen Vorteil. Kunststoff-Modelle mit gezacktem Profilrahmen sind leichter, bieten aber trotz ihres geringen Gewichts guten seitlichen Halt und auch eine hohe Tragfähigkeit“, fügt er hinzu.

Ratgeber Schneeschuhe: Die Bindung, das Herzstück

Die Bindung ist die Schnittstelle, zwischen dem Sportler und den Schneeschuhen - enorm wichtig und das Herzstück der Schneeschuhe. Sie befindet sich meist mittig auf dem Grundkörper der Schneeschuhe und ist in der Regel beweglich. Die freischwingende Achse macht die Drehbewegung über den Fußballen möglich.

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Hier gut zu sehen: Die Bindung, das Herzstück eines jeden Schneeschuhs, ist mittig und beweglich angebracht. 

So lässt sich beim Fortbewegen ein natürlicher Gang fortführen, indem die Bindung auf den Schneeschuhen nach oben klappt. Wird das Gelände dauerhaft steiler, lässt sich im hinteren Bereich unter der Bindung eine Steighilfe befestigen. Sie sorgt dafür, dass die Füße in der Bindung im steilen Gelände eine waagerechte Position einnehmen.

Ratgeber Schneeschuhe: Zwei Arten von Bindungen lassen sich unterscheiden:

Die klassische Riemen-Bindung

Für die leichte Bedienung der Bindung ist es wichtig, dass die Hebel und Verstell-Mechanismen angenehm groß gestaltet sind, um diese auch beim Tragen von Handschuhen schnell und einfach bedienen zu können. Zudem bietet die Bindung Stabilität beim Gehen und ist damit Grundvoraussetzung für sicheres und komfortables Vorankommen mit Schneeschuhen.

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Klassische Bindung mit Einstellriemen. Foto: Maria Knoll

„Qualitativ hochwertige Schneeschuhe verfügen über ein bequemes Bindungssystem. Sie sollten mit einem Bindungssystem ausgestattet sein, das die Durchblutung des Fußes nicht einschränkt. Sonst gibt es schnell kalte Zehen.“, erklärt Andi Ried, Salesmanager von Koch Alpin.

Die passgenaue, sehr flexible Boa-Bindung

Innerhalb der Bindungen wird zwischen normalen Ratschen-Bindungen, wie sie vom Snowboard bekannt sind, und Bindungen mit dem Boa-System unterschieden. Sogenannte Boa-Bindungen sind mit einem Drehrad versehen, das mit einem einzigen Handgriff die Bindung um den gesamten Fuß enger, oder lockerer stellen lässt. Das Boa-Bindungssystem macht das Ein- und Aussteigen noch komfortabler und sorgt in kürzester Zeit für perfekte Passform am gesamten Fuß.

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Die BOA-Dreheinstellung ist schnell, sehr präzise und damit auch für häufiges An- und Ausziehen ideal. Foto: Maria Knoll

Boa-Bindungen bieten vor allem dann Vorteile, wenn sich die Bedingungen unterwegs häufig verändern. Bei alpinen Einsätzen, wo sich steile und flache Passagen, eisige Hänge und Tiefschneefelder vermischen, kann es sehr wertvoll sein, die Bindung mit nur einem Handgriff einstellen zu können. Auch wenn die Schneeschuhe häufig aus- und wieder angezogen werden müssen, ist die Boa-Bindung eine echter Komfort-Garant.

Ratgeber Schneeschuhe: Einsatz Winterwandern oder Hochalpin?

1. Winterwandern - Spaziergang im tiefen Schnee

Wer gemütlich den Winter genießen möchte und auf flachen Spaziergängen und leichten Wanderungen im Gebirge voll auf seine Kosten kommt, für den eignen sich die „Classics“ am besten.

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Bei Wanderungen durch Wälder sowie bei einfacheren, flachen Touren sind die Alu-"Classics" die beste Wahl. Foto: Maria Knoll

Schneeschuhe mit einem Aluminiumrahmen, großer Auflagefläche und einer komfortablen und festen Bindung. „Der klassische Alurahmen mit Soft-Deck, ist perfekt für weites, teils hügeliges Gelände mit viel Schnee gedacht“, empfiehlt Andreas Ried. Bei den winterlichen Spaziergängen und Wanderungen liegt der Schwerpunkt der Belastung durch das Körpergewicht eher in der Mitte der Schneeschuhe. Zudem ist das Gelände meist flacher, wodurch Harscheisen und Steigeisen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Fokus liegt auf der großen Auflagefläche und einem komfortablen Fortbewegen auf langen Strecken im Schnee.

Wenn die Wahl auf großflächige Schneeschuhe mit Aluminiumrahmen fällt, kommt ein weiterer Vorteil zum Tragen. Durch die weiche Kunststoffbespannung zwischen den Alurohren entsteht beim Gehen eine angenehme Dämpfung. So kann die Wanderung durch die Winterwelt beliebig ausgedehnt werden und das Vorankommen macht richtig Spaß.
 

Das Angebot des Schneeschuhherstellers Tubbs ist recht breit gefächert und spricht die Kernzielgruppe der Schneeschuhgeher an. Der Schwerpunkt des Schneeschuh-Angebots liegt bei den Genuss-Wanderern. Geringes Gewicht und strapazierfähige Materialien vereinen sich bei den Schneeschuhen von Tubbs zu verlässlichen Begleitern beim Schneeschuhwandern und leichten Bergabenteuern.

2. Hochalpiner Einsatz und Expeditionen

Ambitionierte alpine Unternehmungen, Expeditionen und steile Gipfelanstiege. Hier werden die Schneeschuhe bis ans Limit getestet. Verlässliche Materialien und eine ausgefeilte Technik der Schuhe sind hier Grundlage, um sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren zu können.

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Im hochalpinen Einsatz haben sich Kunststoff-Schneeschuhe mit gutem Seitengrip bewährt. Foto: Bernd Ritschel

Aggressive Krallen und Steigeisen sind bei alpinen Einsätzen unverzichtbar. Gerade wenn steile und vereiste Stellen warten, sind die Schneeschuhe mit rutschfestem Untergrund ein wichtiger Unterstützer auf dem Weg zum Gipfel. Hier kommen die Kunststoff-Schneeschuhe, oder Flachrahmenkonstruktionen aus Aluminium zum Einsatz. Robustes Material und geringes Gewicht spielen zusammen und bieten dir den perfekten Halt beim Auf- und Abstieg. Für Querungen ist es zudem wichtig, dass die Seitschienen der Schuhe zusätzlich mit Krallen und Steigeisen ausgestattet sind und bei geringer Auflagefläche im Gelände Halt finden.

Bei alpinen Touren in steilem Gelände verlagert sich der Schwerpunkt der Belastung auf den Schneeschuhen in den vorderen Bereich. Auch hier befinden sich bei den Modellen für ambitioniertere Einsätze Krallen und Zacken. Diese Modelle sind wie oben beschrieben meist kleiner, leichter und wendiger und bieten eine geringere Auflagefläche als die Wander-Schneeschuhe.

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Geringes Gewicht, Steighilfen und aggressive Krallen sind für den Einsatz im alpinen Bereich unabdingbar. Foto: Maria Knoll

Gerade wenn es steil bergauf geht, sind Steighilfen unabdingbar. Sie sorgen bei extremen Bergabenteuern dafür, dass du dauerhaft in einer angenehmen Fußposition bergauf laufen kannst. Meist ist die Steighilfe ein kleines klappbares Teil unter der Bindung, das mit einem Handgriff aufgestellt werden kann und den Fuß, wie eine Art Absatz unterstützt.
 

Der Schneeschuhhersteller Atlas spezialisiert sich mehr auf Highend-Schneeschuhe. Das Sortiment ist im Vergleich zu den Kollegen von Tubbs mehr auf Spezialeinsätze wie Hochalpin-Touren oder Expeditionen zugeschnitten. Im Vordergrund steht das geringe Gewicht der Schneeschuhe. Ein echter Vorteil, wenn lange und kräftezehrende Ausflüge auf der Tagesordnung stehen.


Perfekter Grip auf unterschiedlichsten Schneearten steht bei diesen Schneeschuh-Modellen im Vordergrund. Abgerundet werden die hochwertigen Schneeschuhe für anspruchsvolle Touren meist mit einer Boa-Bindung. Sie bietet höchsten Komfort und ein zeitsparendes Handling, auch mit Handschuhen.
 

Lauftechnik mit Schneeschuhen

3. Spezialeinsätze von Schneeschuhen: Kinder, Winterrunner

Neben den klassischen Einsatzbereichen von Schneeschuhen, wie dem Winterwandern, oder alpinen Einsätzen gibt es zudem besondere Schneeschuh-Modelle für Kinder und Läufer.

Bei den Kindermodellen ist die Größe an das Gewicht der Kleinen angepasst und das Handling an der Bindung vereinfacht. So kann auch der Nachwuchs mit in den Schnee. Coole Grafiken und sogar blinkende LEDs auf den Schneeschuhen motivieren die Kleinen zusätzlich.

Winterrunning: Spezielle Schneeschuhe mit hervorragendem Abrollverhalten sind für den Einsatz beim Laufen entwickelt worden. Bei diesen Modellen kann beispielsweise die Federung durch die Flexibilität der Kunststoff-Bespannung eingestellt werden. Die Bindung ist abnehmbar und kann so direkt am gewünschten Schuhwerk angebracht werden.

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Spezialeinsätze wie Wintertrailruns oder für Kinder erfordern einige spezielle Lösungen. Foto: Sandro Zangrando

Die Form dieser Schuhe und das geringe Gewicht unterscheiden sich zudem von den normalen Modellen. So kann die Joggingrunde in den tiefen Schnee verlegt werden und der Trainingsreiz wird verändert.

Ratgeber Schneeschuhe: Zusätzliche Ausrüstung

Mit den Schneeschuhen unter den Füßen ist die Grundlage für spaßige Winter-Erlebnisse geschaffen. Zusätzlich gibt es jedoch eine ganze Bandbreite an hilfreichen Unterstützern, die das Bergerlebnis noch komfortabler machen. Hier die zwei wichtigsten Ausrüstungsgegenstände.

Kein Schneeschuh-Abenteuer ohne Stöcke

Um das Gleichgewicht zu halten und sich im tiefen Schnee auf den Beinen wohlzufühlen sind Stöcke unabdingbar. Ein großer Teller mit einer voluminösen Auflagefläche bietet sich an, wenn tiefe Schneefelder durchquert werden sollen. So kann der Stock nicht einsinken und bietet verlässlichen Halt.

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Keine Schneeschuhwanderung ohne Stöcke. Am wichtigsten ist ein großer Teller, damit der Stock nicht im tiefen Schnee einsinkt. Foto: Bernd Ritschel

Eine Höhenverstellung, sowie ein langgezogener Griff sind zudem empfehlenswert, dass bei Querungen die Länge und die Griff-Position schnell und einfach verändert werden können. Für den einfachen Transport sind Teleskopstöcke, oder faltbare Modelle die beste Wahl. Sie lassen sich einfach im Rucksack verstauen und sind bei Bedarf schnell griffbereit.

Keine Diskussion: Ohne robuste, isolierte Schuhe kein Winterspaß

Für einen sicheren Halt beim Schneeschuh-Wandern ist das richtige Schuhwerk essenziell. Ausreichend isolierte Schuhe mit wasserdichten Eigenschaften sorgen für warme und trockene Füße bei niedrigen Temperaturen. Der dauerhafte Kontakt mit Schnee sorgt für Kontakt mit Feuchtigkeit. Eine Gore-Tex-Membran hält Wasser aus dem Innern der Schuhe fern und sorgt durch atmungsaktive Eigenschaften für trockene Bedingungen im Innern der Schuhe.

Ratgeber Schneeschuhe
Die Anforderungen an deine Schuhe: Warm, wasserdicht und einen guter Halt.

Hochwertige Bergschuhe und Trekkingstiefel sind für den Einsatz beim Schneeschuh-Gehen am besten geeignet. Eine Sohle mit ausreichender Steifigkeit, sowie festes Obermaterial sind Grundlage, um sicher in den Schneeschuhen unterwegs zu sein.

Ratgeber Schneeschuhe: Die wichtigsten Auswahlkriterien auf einen Blick

  1. Dein Einsatzgebiet (Winterwandern oder Hochalpin)
     
  2. Die richtige Größe bzw. Länge resultierend aus deinem Gesamtgewicht
     
  3. Die passenden Materialien (Alu oder Kunststoff)
     
  4. Die richtige Bindung (klassisch oder BOA)
     
  5. Das richtige Zubehör
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Die Auswahl an Schneeschuhen ist groß. Doch wenn du deinen Einsatzzweck und deine persönlichen Voraussetzungen kennst, ergibt sich rasch der für dich geeignetste Schneeschuh. Foto: Maria Knoll

Für eine letztendliche Kaufentscheidung kann zusätzlich auch das Ausprobieren in der Natur helfen. Wir empfehlen die vielen Angebote an Schneeschuh-Verleihstellen auszuprobieren und hier zu entscheiden, welche Features der Schneeschuhe für den persönlichen Einsatzbereich wichtig sind. 

Was kosten Schneeschuhe von Atlas oder Tubbs?

  • Die "Classic"-Modelle für den Hochalpin- und Expeditionseinsatz von Atlas mit Alurahmen schlagen - je nach Ausstattung und Bindungsvariante - mit rund 150 bis knapp 275 Euro zu Buche. 
  • Für Tubbs-Schneeschuhe zum vornehmlich Winterwandern musst du - ebenfalls abhängig von der Ausstattung und den Bindungsvarianten - auch rund 150 bis knapp 275 Euro anlegen. 

Wo kann ich diese Schneeschuhe kaufen?

Hier einige ausgewählte Händler, bei denen die Atlas- und Tubbs-Schneeschuhe online oder im Laden bekommst:

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Spaß macht's, wenn du die richtigen Schneeschuhe für dich und deine Tour gefunden hast. Foto: Maria Knoll

 

 

 

 

 

Sponsored Post: Dieser Blog-Post wurde mit freundlicher Unterstützung von koch alpin erstellt. Siehe auch unser Blog-Verhaltens-Kodex.