Kompakter Allrounder fürs Schwimmtraining.
VORTEILE
- Handlich
- Leicht
- Multifunktional
- Stabil
NACHTEILE
- Weniger auflagefähig
BEWERTUNG
Arena Pull Kick – das Trainingsgerät, das Pullbuoy und Kickboard kombiniert
Ich schwimme seit mehreren Jahren regelmäßig und habe den Arena Pull Kick über mehrere Wochen in meinem Training eingesetzt. Das Gerät kam sowohl bei Technikserien als auch bei längeren Ausdauerblöcken zum Einsatz und wurde in jeder Einheit mehrfach zwischen Pullbuoy- und Kickboard-Funktion verwendet. Vor dem Test habe ich mit einem klassischen Pullbuoy und einem separaten Kickboard trainiert, sodass ich einen guten direkten Vergleich ziehen konnte.
Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Pull Kick wirkt kompakt und leicht, gleichzeitig aber erstaunlich stabil. Das Material besteht aus festem Schaumstoff, nimmt kein Wasser auf und fühlt sich auch bei längeren Einheiten angenehm an. Die Kanten sind sauber verarbeitet, und selbst nach vielen Trainingsstunden sind kaum Druckstellen oder Abrieb zu erkennen. Das Gerät lässt sich problemlos in jeder Schwimmtasche transportieren und nimmt deutlich weniger Platz ein als ein normales Kickboard.
Als Pullbuoy
Zwischen den Oberschenkeln sitzt der Pull Kick sicher und verrutscht nur selten. Besonders bei längeren Pull-Serien konnte ich mich gut auf Wasserlage und Armzug konzentrieren, ohne ständig nachkorrigieren zu müssen. Der Auftrieb reicht für die meisten Schwimmer vollkommen aus und sorgt dafür, dass Hüfte und Beine spürbar höher im Wasser liegen.
Im Vergleich zu einem klassischen Pullbuoy bietet der Pull Kick etwas weniger maximalen Auftrieb, dafür sitzt er bei mir stabiler und fühlt sich insgesamt natürlicher an. Für Techniktraining mit Paddles oder für Serien, bei denen der Fokus auf dem Armzug liegt, hat er mich vollständig überzeugt.
Als Kickboard
Als Kickboard funktioniert der Pull Kick überraschend gut. Durch die kompakte Form entstehen weniger Widerstand und eine angenehmere Schulterposition als bei vielen großen Schwimmbrettern. Verschiedene Griffmöglichkeiten ermöglichen es, die Wasserlage leicht zu variieren, was besonders bei Technikübungen sinnvoll ist.
Bei lockeren und mittleren Beinschlagserien hat der Pull Kick seine Aufgabe problemlos erfüllt. Erst bei sehr intensiven Sprintserien merkt man, dass ein großes Kickboard etwas mehr Stabilität und Auflagefläche bietet. Für den normalen Trainingsalltag war dieser Unterschied jedoch gering.
Der größte Vorteil im Training
Der eigentliche Gewinn liegt darin, dass Pullbuoy und Kickboard in einem Gerät kombiniert sind. In meinem Training wechseln Pull- und Kick-Serien häufig direkt aufeinander. Früher bedeutete das: Gerät tauschen, am Beckenrand ablegen, neues aufnehmen. Mit dem Pull Kick entfällt dieser Schritt komplett.
Gerade bei Intervalltraining oder Vereinsserien spart das überraschend viel Zeit und hält den Trainingsrhythmus aufrecht. Nach einigen Wochen habe ich mein separates Kickboard fast gar nicht mehr verwendet.
Vergleich zu klassischen Alternativen
Gegenüber einem separaten Pullbuoy
- stabilerer Sitz zwischen den Beinen
- etwas weniger maximaler Auftrieb
- vielseitiger einsetzbar
Gegenüber einem klassischen Kickboard
- kompakter und leichter zu transportieren
- mehrere Griffpositionen
- etwas weniger Auflagefläche bei sehr intensiven Beinschlagserien
Haltbarkeit
Nach mehreren Wochen regelmäßiger Nutzung zeigt der Pull Kick kaum Verschleiß. Das Material bleibt formstabil, saugt sich nicht mit Wasser voll und wirkt insgesamt sehr langlebig. Auch häufiges Einklemmen zwischen den Beinen oder das Abstützen am Beckenrand haben keine sichtbaren Schäden verursacht.
Für wen eignet sich der Arena Pull Kick?
Besonders empfehlenswert ist er für:
- Vereinsschwimmer
- Triathleten
- Techniktraining
- Fitnessschwimmer
- alle, die mit möglichst wenig Ausrüstung trainieren möchten
Weniger geeignet ist er für Schwimmer, die ausschließlich mit einem großen Kickboard Sprintserien absolvieren oder den maximalen Auftrieb eines speziellen Wettkampf-Pullbuoys benötigen.
Fazit
Der Arena Pull Kick ist eines der sinnvollsten Trainingsgeräte, die ich in den letzten Jahren benutzt habe. Er ersetzt Pullbuoy und Kickboard in den meisten Trainingssituationen zuverlässig und spart gleichzeitig Platz in der Schwimmtasche sowie Zeit während der Einheit. Als Pullbuoy überzeugt er durch den stabilen Sitz und die gute Wasserlage, als Kickboard durch die kompakte Form und die flexiblen Griffmöglichkeiten.
Für Vereinsschwimmer, Triathleten und ambitionierte Freizeitschwimmer ist der Pull Kick eine klare Empfehlung und hat sich in meinem Training als echter Allrounder bewährt.
Bewertung: 4,8 von 5 Sternen
Plus: zwei Geräte in einem, stabiler Sitz als Pullbuoy, kompakt, leicht, langlebiges Material, ideal für abwechslungsreiches Training.
Minus: etwas weniger Auflagefläche als ein großes Kickboard und etwas weniger Auftrieb als ein spezieller Wettkampf-Pullbuoy.