Eine tolle Jacke, wenn die Empfindlichkeit des Außenmaterials nicht wäre...
VORTEILE
- Gewicht im Vergleich zur Wärmeleistung
- hoher Tragekomfort duch angenehmes Material
- Bluesign zertifiziert
- eng anliegende Kapuze und Armbündchen
- Gleichzeitiger Nässeschutz
- Bewegungsfreiheit
NACHTEILE
- Abnutzung des Außenmaterials in kürzester Zeit
- Kapuze nicht verstellbar
- Jacke lässt sich nicht in Innentasche verstauen
BEWERTUNG
Material: Der Marmot Featherless Hoodie überzeugt zunächst jeden Tierfreund, ist die Jacke doch komplett daunenfrei hergestellt. Laut Hersteller besteht das Außenmaterial aus Nylon und innen wämt eine neuartige synthetische Featherless Isolierung, was soviel bedeutet, dass die Jacke "federlos" daherkommt. Die Wärmeleistung soll ähnlich einer Daunenjacke, die mit ca. 700 cuin-Füllung sein. Mit cuin ist die Bauschkraft der Füllung gemeint. Die Bauschkraft gibt fabei an, inwiefern die Füllung, nachdem sie komprimiert wurde, ihren urpsrünglichen Zustand wieder einnimmt.
Vorteil dieser synthestischen Isolierung ist insbesondere, dass sie sehr umweltschonend ist und sogar bluesign- zertifiziert ist, ein strenger Nachhaltigkeitsstandard der Textilindustrie, der mittlerweile aber von vielen namhaften Marken eingehalten wird.Ein weiterer Vorteil des Materials ist zudem, dass die Kunstfaserjacke um einiges pflegeleichter als eine vergleichbare Daunenjacke ist. Selbst Regen kann dem Material nichts anhaben, so dass man sich nicht, wie bei einer Daunenjacke, bei einsetzenden Regen direkt Gedanken um die zukünftige Qualität seiner Jacke machen muss. Dennoch muss auch festgehalten werden, dass bei Kunstfaserjacken mit der Zeit die Bauschkraft nachlässt und sie somit an Wärmeleistung ein wenig verliert.
Im Praxistest beim allgemeinen Alltag in der Großstadt als auch bei einer einwöchigen Wanderung auf Korfu kann ich behaupten, dass die Jacke sehr sehr angenehm zu tragen ist. Das Material fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an, die Jacke ist zudem wirklich leicht. Handgewogen kam sie dabei mit 484 g sogar knapp unter die Angabe des Herstellers mit 495 g.

Man erreicht dieses geringe Gewicht dadurch, dass man bei den zusätzlichen Materialien ein wenig gespart hat. So verfügt die Kapuze nicht über einen weiteren Kordelzug oder Zipper, um diese fester zu zurren. Da die Kapuze aber bei mir auch schon so eng über dem Kopf abschließt, sehe ich dies nicht unbedingt als Problem an. Bei Personen, denen die Jacke nicht hundertprozentig passt, könnte jedoch ein unangenehmer Luftzug entstehen, der einem um die Ohren saust.


Der Jackenbund der Jacke ist über nur einen Kordelzug, der auf einer Seite befestigt ist, verstellbar Dies reicht vollkommen aus, um die Jacke bei Bedarf ein wenig fester zu zurren.
Die Ärmel schließen des weiteren mit einem elastischen Gummizug ab.

Mit 187 cm habe ich die Jacke in Größe M getragen, was mir absolut genügend Bewegungsfreiheit gewährte. Ich hätte sie mir sogar noch ein wenig körperbetonter gewünscht und dafür am Gesäß ein wenig länger.
Für das umweltfreundliche Material, das Gewicht und die Trageeigenschaften auf der Haut jedoch insgesamt einen fetten Daumen hoch.
Zur Isolationsleistung kann ich bisland nur sagen, dass ich die Jacke als angenehm warm empfand. Meistens trug ich nur ein T- Shirt unter der Jacke, bei Temperaturen zwischen 8 bis15 Grad.
Jetzt muss ich aber leider zu den negativen Aspekten der Jacke kommen, da man sich unbedingt vorher überlegen sollte, wozu man diese Jacke einsetzen möchte.
Ich habe die Jacke u.a. im Alltag mit einem ganz normalen kleinen Rucksack ala 20-25 Liter getragen, der vielleicht um die 5 Kilo wog. Nach mehrmaligen Tragen zeigte die Jacke bereits deutliche Abnutzungserscheinungen auf, wo der Rucksack am Rücken den Rucksack berührte. Ich habe daraufhin noch einmal äußerst genau den Rucksack auf Kanten etc. kontrolliert, wobei jedoch nichts auszumachen war. Zudem trage ich den gleichen Rucksack auch an meiner Mammut Daunenjacke, die sich bislang nichts zu schaden hat kommen lassen.
Die Abnutzung geht bereits soweit, dass einzelne weiße Fasern die Jacke an dieser Stelle verlassen.

Es muss daher dringend davon abgeraten werden, die Jacke mit einem Rucksack zu tragen. Stattdessen sollte man sie als wärmenden Midlayer unter einer weiteren Jacke verwenden oder aber man darf keine Rucksäcke tragen, was für mich nicht möglich ist.

Desweiteren wird vom Hersteller angegeben, dass die Jacke in der Innentasche verstaut werden kann. Ich bin mit diesem System bereits durch meine Mammut Daunenjacke vertraut, so dass ich dachte, ich wüsste, wie dies funktionieren soll. Meines Erachtens ist die Innentasche aber um einiges zu klein, als dass man die Jacke in dieser verstauen könnte. Zudem fehlt ein doppelseitiger Zipper, d.h. entweder ist dies eine Fehlinfo oder ich habe ein anderes Modell der Jacke.

Aufgrund des oben Genanntens würde ich den Einsatz der Jacke in dem Bereich sehen, dasss man sie in Pausen während sportlichen Aktivitäten überzieht, sie nach einem Wandertag sich überzieht oder aber als Midlayer unter einer Hardshell nutzt.
Ich würde die Jacke ohne diese Abnutzungserscheinungen mit 4,5 von 5 Zelten bewerten, so sind leider nicht mehr als zwei Zelte drin, zumal die Jacke nicht in die Innentasche zusammengepackt werden kann. Schade, ist die Jacke doch auch modisch durchaus sehenswert!!