Diese Stirnlampe ist eine helle Freude!
VORTEILE
- Macht super helles Licht
- Akku hält 10 bis 120 Stunden
- Lampe ist leicht und kompakt
- Intuitive Bedienung
NACHTEILE
- Empfindliche Farblinsen
- Weiche Transporttasche
BEWERTUNG
Ich habe das Produkt als ProduktScout von Outside Stories zur Verfügung gestellt bekommen.
Am Tag vor meiner Abreise nach Indonesien kam das Paket an. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir die Firma LEDlenser vorher unbekannt war. Um das schon mal vorauszunehmen, bin ich begeistert von dieser Stirnlampe. Erst so ist mir klar geworden, dass mein bisher benutztes Exemplar wohl doch in die Jahre gekommen war. Die LED-Technik hat inzwischen einen Sprung nach vorne gemacht. Dem direkten Vergleich konnte meine alte nicht standhalten. Während der LEDlenser strahlt wie ein Leuchtturm, schien mir das andere Licht nun wie eine Funzel. Ich habe also schnell umgepackt und mich im Urlaub komplett auf den LEDlenser MH10 verlassen. Und ich bin nicht enttäuscht worden!

Verpackung und Inhalt
Die Verpackung ist eines hochwertigen Qualitätsprodukts würdig. Gut durchdacht und schön gestaltet, inklusive Magnetverschluss. Darin enthalten die Stirnlampe, ein kleine Stofftasche, ein Akku, ein USB-Ladekabel, ein Aufsatz mit zwei farbigen Glasscheiben sowie die Bedienungsanleitung und Garantie. Letztere ist übrigens für 7 Jahre, was mir die Hoffnung gibt, dass ich noch lange Freude an diesem Produkt haben werde.
Die Gürteltasche habe ich übrigens nicht verwendet. Gerade wenn ich Sachen in eine vollgepackte Tasche quetschen muss, ist es mir lieber empfindlichere Geräte mit einem Hardcase zu schützen.

Die Bedienungsanleitung ist in Bildern gehalten und leicht verständlich. Nur das Pluszeichen, das markiert in welcher Richtung der Akku eingelegt werden muss, ist sehr dezent gehalten. Trotz einiger Fehlversuche war der doch irgendwann drin und es hieß: Es werde Licht. Übrigens geht beim Einschalten des Lichts automatisch auch eine rote Rückleuchte an.

Einstellungen und Bedienung
Das Gummiband lässt sich mit einer Hand ganz einfach am Kopf justieren. Sowohl das Festzurren wie das Lockern gehen ganz einfach. Das Band muss auch gar nicht so fest gezogen werden, dass man nachher die Abdrücke der Lampe auf der Stirn sieht. Denn dadurch dass der Akku das Band nach unten zieht und es auf natürliche Weise von den Ohren vom Rutschen gestoppt wird, muss das Band lediglich die Lampe locker in Position halten.
Das Gesamtgewicht Lampe mit Band und Akku beträgt ca. 165 Gramm (selbst gewogen). Zuerst habe ich befürchtet, dass mir der Akku auf Dauer etwas schwer am Kopf wird. Das war aber nicht der Fall. Dadurch dass er mittig gegenüber von der Stirnlampe im Nacken sitzt, spürt man ihn fast nicht.
Ebenso einfach wie das Einstellen des Stirnbands - oder eigentlich noch einfacher - kann man den Einstrahlwinkel verändern. Über ein Gelenk bringt man einfach das Lampenelement in Position. Allerdings geht das nur von geradeaus nach unten, wobei das anatomisch gesehen vollkommen ausreicht. Denn wenn ich etwas oberhalb des Blickfelds ausleuchten will, muss ich ja ohnehin den Kopf heben, um es sehen zu können.
Das Licht an und aus macht man über einen Knopf, der mit einer Gummischicht überzogen ist. Ich nehme an, um ihn vor Spritzwasser zu schützen. Die Lampe hat die IPX Klasse 4, das heißt, sie ist gegen Spritzwasser geschützt, sie sollte also einen Regenschauer überstehen. Das habe ich aber nicht getestet.
Wenn man die Bedienungsanleitung richtig interpretiert, kommt man drauf, dass es verschiedene Einstellungen gibt, was die Reihenfolge der Lichtintensität angeht. Entweder von ganz hell zu weniger hell oder umgekehrt. Umschalten kann man, indem man den Einschaltknopf der Lampe 10 Sekunden hält, bis sie einmal blinkt oder 13 Sekunden, bis sie zweimal blinkt. In jedem Fall gibt es 4 Lichteinstellungen. Ganz hell, weniger hell, noch weniger hell und aus. Ganz hell ist übrigens 600 Lumen. Das bei einer Leuchtweite von 150 Meter. Ich habe das mal verglichen mit dem Strahler, den unser Hotel aufs Meer gerichtet hat, wobei der fest installiert war und nicht "nur" eine Stirnlampe. Trotzdem musste sich die LEDlenser kein bisschen verstecken!

Wenn man den Einschaltknopf noch länger hält, nämlich 16 Sekunden, bis er 3x blinkt, hat man das Licht gesperrt. Das ist praktisch für den Transport in der weichen Tasche. Denn sollte im Gepäck etwas blöd an die Lampe kommen, könnte sie ungewollt eingeschaltet werden und der Akku wäre gleich schon leer, bevor man sie noch einsetzen konnte. Die Sperre löst sich übrigens nach 5 Sekunden Drücken und einem Blinken.
Es gibt dann noch die Möglichkeit, farbige Scheiben (rot und grün) vor den Lichtkegel einzufügen, um das Licht etwas abzudämpfen. Ich habe diese Funktion allerdings noch nicht getestet. Ich persönlich finde es auch etwas umständlich die mitgelieferten Farblinsen anzubringen. Die sind in Pergamentpapier gehüllt und müssen in einen Adapter eingesetzt werden, der dann vor die Linse kommt. Da überlegt man schon zweimal, ob man das grade wirklich braucht. Mir ist außerdem aufgefallen, dass die Glasscheiben recht empfindlich sind. Obwohl ich sie nur einmal zum Test eingesetzt hatte, machen sie jetzt schon einen recht benutzen Eindruck.

Akku laden
In meinem realen Testfeld habe ich die Lampe nur für maximal eine halbe Stunde am Stück genutzt. Der Akku war also nie in Gefahr auszugehen, selbst bei höchster Stufe. Laut Verpackung schafft der Akku selbst bei höchster Lichtstufe 10 Stunden Einsatz. Also genügend für eine ganze Nacht. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass bei Dauerbrennen die Lampe etwas heiß wird. Bei der geringsten Stufe soll der Akku sogar bis zu 120 Stunden halten. Das wäre praktisch ein ganzer Urlaub ohne nachzuladen. Laut Bedienungsanleitung blinkt die Lampe dreimal, wenn nur noch 10% Akku übrig sind.
Das Nachladen geht übrigens nur über ein USB-Kabel. Für unterwegs hatten wir eine Solarzelle mit Powerbank dabei, von der er gespeist wurde. Das hat ganz prima geklappt. Wer eine gesamte Elektronikausrüstung dabei hat, kann zum Beispiel an einem Laptop laden. Oder man müsste ein Netzteil dabei haben, in das man das Kabel stecken kann. In Indonesien gibt es die gleichen Steckdosen wie wir sie aus Europa kennen. In anderen Ländern wäre ggf. noch ein Adapter notwendig. In jedem Fall geht das Laden über USB 3 super schnell und ich finde das Ladekonzept sehr praktisch und gelungen.
In das Gehäuse einsetzbar ist ein Li-ion Akku mit der Bezeichnung 18650 3400mAh 3.7V 12.58Wh. Wer zur Sicherheit einen Ersatzakku mitnehmen will, müsste speziell diesen kaufen, denn an die Stelle lassen sich keine Standardbatterien oder Akkus einsetzen.
Achtung: Lithium-Ionen-Akku dürfen bei Flügen NICHT in den Koffer gepackt werden, sondern müssen im Handgepäck reisen. Also vorher Akku aus der Lampe ausbauen, sonst müsst Ihr beim Check-In danach suchen. Denn dort werdet ihr explizit danach gefragt, ob im Gepäck, das Ihr aufgebt, ein solcher Akku enthalten ist. Lithium-Ionen-Akkus stehen nämlich in Verdacht bei Unterdruck in Brand zu geraten. Und Ihr wollt ja nicht den Absturz Eures Flugzeugs verursachen.
Schöne Erlebnisse inklusive
Indonesien liegt nahe am Äquator. Entsprechend geht die Sonne dort jeden Tag schon um 18 Uhr unter. Und je nachdem wie ländlich die Gegend ist, kann es dort auch recht stockfinster werden. Daher war mein Ledlenser immer mit dabei. Besonders schön war ein Erlebnis am Strand auf Jawa. Dort gab es kleine Krabben, die man durch Licht aus ihren Löchern locken konnte. Gut, dass ich dafür meine Stirnlampe hatte, denn beide Hände brauchte ich ja, um Fotos zu machen.

Ich habe sie auch mal ausprobiert, um von der Pier ins Wasser zu leuchten. So konnte ich sehr schön die kleinen Fischchen im klaren Wasser des Hotelriffs beobachten.

Fazit
Ich bin vom LEDlenser MH10 ganz begeistert. Die Lampe hat super Power und ist trotzdem klein genug, um immer dabei zu sein. Sie sitzt bequem auf dem Kopf. Der Akku hält ausreichend lange und lässt sich einfach laden. Ich habe das Produkt als Tester kostenlos erhalten, finde aber den Marktpreis von unter 90 Euro sehr annehmbar. Sie ist kompakt, solide und macht einen wirklich guten Eindruck. Ich hoffe also, noch lange mit ihr meine helle Freude zu haben!