Bequemer Rückenprotektor mit Staufach fürs Nötigste
VORTEILE
- Gute Passform
- Staufach fürs Nötigste
- Waschbar (Handwäsche)
- Anschmiegsamer Rückenprotektor
NACHTEILE
- Reißverschlüsse teils sehr klein
- fummeliges Innenleben
- lausiges Trinksystem
BEWERTUNG
Pass auf deinen Rücken auf! Das gilt nicht nur für Profi-Mountainbike, sondern insbesondere auch für die Hobby-Freerider. Da gehört der Rückenprotektor bereits zur Standard-Ausrüstung. Unbequem wird es allerdings, wenn man zusätzlich zum Rückenprotektor noch einen Rucksack aufziehen will. Hier kommt der Komperdell Tourpack ins Spiel. Der ist eine Mischung aus beidem: Rucksack und Rückenprotektor.
Passform:
Der Komperdell Tourpack ist sehr angenehm zu Tragen. Das flexible Protektormaterial (gepresster Schaumstoff) passt sich gut an den Rücken an, auch die Träger sind gut gepolstert. Der Hüftgurt besteht aus elastischem Material, auch der Brustgurt hat einen kurzen Gummizug (nicht verstellbar!). Dadurch liegt der Protektor gut am Rücken an, so soll es ja auch sein. Den Tourpack gibt es in unterschiedlichen Größen, abhängig von der Rückenlänge des Benutzers. Ich habe bei einer Körpergröße von 170 cm das Modell in Größe S (Hüft-Schulterabstand: 35-37 cm).



Staufächer:
Der Rucksack-Anteil des Protektors besteht aus einem erweiterbaren Hauptfach, einem flauschigen Fach für die Sonnenbrille, einem kleinen Tool-Fach sowie 2 kleine Reißverschluss-Täschchen am Hüftgurt. Zum Hauptfach: Groß ist es nicht, reicht aber für das nötigste.Das Hauptfach ist durch einen weit umlaufenden 2-Wege-Reißverschluss leicht zugänglich. Im Inneren des Hauptfachs ist ein "Dry-Bag" also ein wasser-resistenter Zusatzbeutel eingehängt. Das Einhängen des Dry-Bags ist allerdings eine ziemliche Fummelei, wenn es einmal eingehängt ist, hat man keine große Lust, das wieder auszubauen. Des weiteren sind im Hauptfach im oberen und unteren Bereich 2 Gummi-Spannbänder verarbeitet, um daran Dinge einspannen zu können. Außerdem befindet sich im Hauptfach auch ein durch Netz abgetrennter Bereich für die Trinkblase. Ja...die Trinkblase...beim Komperdell Tourpack absolut nicht gelungen. Zum einen muss man die Trinkblase äußerst aufwendig in das recht kleine Hauptfach einfummeln, dazu sollte der Rucksack idealerweise komplett leer sein. Dann ist die Trinkblase mal im Hauptfach verstaut, kann aber nicht ordentlich aufgehängt werden. Irgendwie habe ich den Eindruck, da fehlt ein Teil der Aufhängung. Ich habe es beim besten Willen nicht geschafft, die Trinkblase in der Halteschlaufe einzuhängen. Das war aber noch nicht das Ende der Trinkblasen-Odyssee: Der Trinkschlauch wird beim Tourpack im unteren Bereich aus dem Rucksack rausgeführt. Auch diese Schlauchdurchführung ist ein weiteres mal eine ordentliche Fummelei, zudem muss auch sehr darauf geachtet werden, dass der Schlauch nicht abknickt. Dieses Problem hat man nicht, wenn der Schlauch oben aus dem Rucksack ausgeführt wird. Ich habe die Trinkblase nur einmal im Tourpack verwendet, schon bei der zweiten Ausfahrt hatte ich keine Lust mehr, die Zeit für das Trinksystem zu investieren.






Fazit:
Wie so oft gibt es die eierlegende Wollmilch-Sau einfach nicht. Ich würde mir den Komperdell Tourpack hauptsächlich als Rückenprotektor kaufen und die Rucksack-Komponenten lediglich als Erweiterung für Jacke, Luftpumpe, Geldbeutel und Mobiltelefon sehen. Als Trinksystem wie erwähnt nicht zu empfehlen. Evtl. ist der Tourpack auch fürs Skifahren unter der Jacke gut geeignet, das werde ich im Winter mal testen.