Toller Begleiter für wunderschöne Schneeschuhwanderungen
VORTEILE
- Übersichtlich
- Nachvollziehbar
- Ausführliche Tourenbeschreibung
- Alle wichtigen Informationen gebündelt
- Wichtige Sicherheitshinweise vorhanden
- GPX Dateien verfügbar
NACHTEILE
BEWERTUNG
Im Test: Der Rother Schneeschuhführer Allgäu – Alpenvorland und Allgäuer Alpen



Schnee? Was war das noch einmal? Ach das, was genau jetzt endlich wieder in den Alpen vom Himmel fällt. Leider war während des Testzeitraumes die Möglichkeit konkrete Touren aus dem Schneeschuhführer arg begrenzt. Dennoch versuche ich euch den Führer bestmöglich vorzustellen:
Allgemein:
Der Rother Schneeschuhführer Allgäu bietet 65 ausgewählte Touren für Schneeschuhgeher zwischen Alpenvorland und Allgäuer Hochalpen. Dabei sind die Touren in 5 verschiedene Gebiete aufgeteilt: Alpenvorland/ Östliche Voralpen und Tannheimer Tal/ Allgäuer Hochalpen/ Kleinwalsertal/ Westliche Voralpen. Es wird somit schon eine recht große Region in dem Führer vorgestellt und schließlich immer auch so, dass immer mdst. an die 10 Touren in den jeweiligen Gebieten liegen.
Format und Gewicht:
Der Schneewanderführer kommt in handlichem 16,5 X 11,5 cm Format daher, was den gängigen Rother-Wanderführern entspricht. Das Werk kann mit seinen Maßen und seinem Gewicht von 199 g ohne weitere Probleme entspannt in der Hosentasche während der Wanderungen transportiert werden.
Material:
Zweiter sehr wichtiger Punkt. Der Führer muss robust sein und auch mal Regen und Kälte und Verknickungen aushalten können: Daher ist er kartoniert mit Polytex-Laminierung. Über den Kleber in den Bindungen konnte ich nichts ausfindig machen. Der Umschlag wirkt äußerst robust, auch wenn Knicke sicherlich unvermeidbar bei intensiver Nutzung sind.
Aufmachung und Aufbau:
Der Führer zeigt auf der Buchrückseite eine grobe Überblickskarte, welche einen ersten Eindruck über die Auswahl der Touren in der doch recht großen Region gibt. Die größeren Städte der Region sind mit Sonthofen und Oberstdorf leicht zu erkennen und bieten einen ersten Anhaltspunkt.
Erkennen lassen sich die Nummern der Touren und ihr entsprechender Schwierigkeitsgrad von blau (leicht) bis schwarz (schwierig). Eine größere Karte erhält man dann im Buchinneren direkt auf S. 6 und 7, welches praktisch direkt dem Inhaltsverzeichnis folgt. Ebenso werden auf Seite 10 die Top-Touren der Region genannt, so dass man direkt zu Beginn mit großer Vorfreude an das Planen herangeht.
Allgemeine Hinweise für unterwegs:
Hier werden die Schwierigkeitskategorien, Symbole, GPS Tracks und vor allem auch die SAC-Schneeschuhskala vorgestellt. Der Führer ist erst im Herbst 22 fertig gestellt worden und somit als topaktuell zu bezeichnen.
Die GPS Daten lassen sich mit Hilfe eines Codes problemlos von der Rother-Homepage runterladen und in verschiedenste Wander-Apps einpflegen. Zu empfehlen ist hierbei u.a. auch die eigene Rother-Wanderapp, mit welcher sich problemlos navigieren lässt.
Da es sich bei Schneeschuhwandern natürlich um eine Outdoor-Aktivität handelt, welche mit gewissen Risiken verbunden ist, widmen sich die Autoren auch der Sicherheit beim Wandern und geben sinnvolle Sicherheitstipps zum Schneeschuhwandern sowie das Einschätzen vom Lawinenrisiko.
Dann startet auch schon die Beschreibung der jeweiligen Schneeschuhwanderrouten.
Nach einer allgemeinen kurzen Beschreibung der Tour (um überhaupt einen ersten Eindruck von der Tour zu gewinnen) werden Informationen zum Ausgangspunkt und Endpunkt gegeben. Auch ÖPNV Möglichkeiten werden ebenso wie Varianten benannt. Fehlen darf hier, wie bereits oben erwähnt, die wichtige Hangrichtung sowie eine Einschätzung zur Lawinengefährdung nicht und tun dies auch nicht.
Signifikant ist die Anzeige von höchstem Punkt und Höhenmetern als auch die zeitliche Dauer, die man für die Tour einplanen sollte.
Eine detaillierte Karte(1:50.000 oder 1:75.0000) plus Höhenprofil sowie einige Vorfreude vermittelnde Bilder runden die Beschreibung ab.


Im Einsatz:
In der Praxis zeigte sich der Rother Wanderführer in bewährter Qualität, die GPS Daten waren schnell geladen, die jeweiligen für den eigenen Geschmack passenden Touren ausgewählt. Mit dem bereits oben genannten Nachteil, dass leider kein Schnee in dem Maße lag, als dass man eine Schneeschuhtour daraus hätte machen können.
Ich werde jedoch im März noch einmal ins Kleinwalsertal reisen und werde dann noch einmal einen zweiten Anlauf versuchen. Sehr gut finde ich, dass die meisten Touren auch als Rundtouren beschrieben sind. Dies vereinfacht die Planung hinsichtlich der Hin- und Abreise. Die Mischung zwischen blauen und roten Touren stimmt, nur schwarze Touren gibt es recht wenig, nämlich nur 3. Die meisten Touren dauern zwischen 3 und 6 Stunden. Gerade bzgl. der dunklen und kurzen Jahreszeit finde ich dies sehr passend.
Die Touren sind dabei gewohnt zuverlässig beschrieben. Auf weit ausufernde Exkurse wurde angenehmer Weise verzichtet, so dass der Führer auch das ist, was er sein sollte, nämlich ein (Schneeschuh-)Wanderführer. Ansprechend fand ich auch die 196 Fotos eingesetzt, die allesamt von den Autoren persönlich kommen. Sie wissen also, wovon sie schreiben.
Fazit:
Für mich ein neues Gebiet, um im Winter Schneeschuhwanderungen zu gehen. Mit diesem Rother Führer fühlt man sich für die bevorstehenden Touren auf jeden Fall hervorragend vorbereitet. Ich kann diesen Führer uneingeschränkt weiterempfehlen.







