Der aktuell beste Führer auf dem Markt für den hohen Norden
VORTEILE
- handliches Format
- Tages- und Mehrtagestouren
- GPS- Daten
- Detaillierte Beschreibung
- Top-Touren
- robustes Material
NACHTEILE
- nur positiver Höhenunterschied wird benannt
BEWERTUNG
Die Bewertung
Rother Wanderführer: Lappland- Schweden, Norwegen und Finnland
Der Rother Wanderführer von Peter Mertz verspricht 60 ausgewählte Tages- und Mehrtagestouren Touren in Schwedisch-, Norwegisch- und Finnisch-Lappland mit den Nationalparks wie Rago, Abisko, Padjelanta, Pyhätunturi und Oulanka..Die Touren bewegen sich zumeist alle bis auf wenige Ausnahmen entlang von gut ausgebauten Wanderwegen und Weitwanderwegen oder befinden sich im guten Wegenetz der Nationalparks. Dazu wartet der Führer mit 125 Farbfotos und 50 farbigen Höhenprofil. sowie 54 farbigen Karten-Skizzen auf. Des Weiteren ist die 5. aktuelle Auflage gerade in diesem Jahr 2020 herausgekommen und ist somit der aktuellste Wanderführer über Lappland, den es zur Zeit gibt. Vortrefflich finde ich es auch, das nicht nur Tagestouren beschrieben werden, sondern auch 5 Mehrtagestouren ins Programm aufgenommen worden sind.


Zunächst zum Autor und zum Vorwort:
Peter Mertz, Jahrgang 1972, bereist seit fast 25 Jahren als Wanderer und Bergsteiger die Alpen. Der Profi-Bergbuchautor veröffentlichte bislang rund 50 Bildbände und Tourenführer. Im Sinne einer gesunden Koexistenz von Tourismus und Naturschutz liegt ihm das Projekt „Bergsteigerdörfer“ besonders am Herzen. Auch hatte ich bereits den Korsika Reiseführer von hm in Gebrauch, welches mich auch überzeugen konnte.
Format und Gewicht:
Der Wanderführer kommt in handlichem 16,5 X 11,6 X 1, cm Format daher, was den gängigen Rother-Wanderführern entspricht. Das Werk kann mit seinen Maßen und seinem Gewicht von 208 g ohne weitere Probleme entspannt in der Hosentasche transportiert werden.
Material:
Zweiter sehr wichtiger Punkt. Der Führer muss robust sein und auch mal Regen und Kälte und Verknickungen aushalten können:
Das Papier, so der Hinweis im Buch, ist ein Papier aus verantwortungsvollen Quellen. Mehr ist leider nicht zu erfahren. Auch über den Kleber in den Bindungen konnte ich nichts ausfindig machen. Der Umschlag wird äußerst robust, auch wenn Knicke sicherlich unvermeidbar sind.
Aufmachung:
Der Führer zeigt auf der Buchrückseite eine grobe Überblickskarte, welche einen ersten Eindruck über die Auswahl der Touren macht.

Diese Überblickskarte wird auf Seite 3 und 4 des Werks dann noch ein wenig größer abgebildet, so dass auch schon einmal erkannt werden kann, wie man zu diesen Wandertouren kommen kann und wo sie in etwa liegen. Hier sind die Routen auch direkt farblich markiert, so dass man weiß, welcher Schwierigkeitsgrad den Wanderer erwartet.

An dieser Stelle fehlt mir leider eine Übersichtstabelle mit einer Auflistung aller Touren welche direkt anzeigt, wie lang die Strecke ist, welche Höhenmeter man zu erwarten hat und wie lang die Tour in etwa dauern könnte. Dies hätte noch einmal zur besseren Übersicht beigetragen.

Allgemeine Infos:
Auf 22 Seiten werden allgemeine Infos, wie z.B. Reise-und Wanderzeit, Karten, Orientierung, Unterkünfte aber auch speziellere Themen wie Hinweise für Weitwanderer kurzweilig dargeboten.

Auch ein kurzes Wandervokabular fehlt bei diesen Infos nicht.

Von Vorteil ist auch eine Vorstellung der von Mertz ausgewählten Top-Touren.

Dazu werden noch Infos zu den GPS Daten gegeben, welche sich auf der Rother- Seite mit Hilfe eines Passworts runterladen lassen und sich problemlos auf Handy oder GPS Gerät übertragen lassen. Ich habe diese als Beispiel einmal bei Oruxmaps hochgeladen, wo man den vorgegeben Touren einfach folgen kann.


Dann folgt auch schon das Wichtigste: die
Beschreibung der Touren:
Die Touren insgesamt sind in folgende Gebiete aufgeteilt worden:
-
Schwedisch-Norwegisch Lappland südlich des Polarkreises
-
Schwedisch-Norwegisch-Lappland nördlich des Polarkreise
-
Nordfinnland- Im Land der tausend Seen.
Bei diesen Begrifflichkeiten wie Land der tausend Seen oder Polarkreis will das Entdeckerherz am liebsten direkt loswandern.

Nach einer allgemeinen kurzen Beschreibung der Tour (um überhaupt einen ersten Eindruck von der Tour zu gewinnen) werden Informationen zum Ausgangspunkt und Endpunkt gegeben und wie man diese erreicht bzw. von diesen wegkommt. Auf eine Beschreibung von öffentlichen Verkehrsmittel wurde hier wohlweißlich verzichtet., es wird jedoch gekennzeichnet , sofern dies möglich ist. Auch Einkehrmöglichkeiten werden, sofern vorhanden, bei den Touren genannt.

Schade fand ich, dass beim Höhenunterschied nur bergauf aufgelistet wurden. Des Weiteren hätte ich mir die Höhenmeterzahl auch direkt in der Überschrift bei der Zeitangabe gewünscht.

Danach geht es in die detaillierte Beschreibung der Tour weiter. Gute Orientierungspunkte sind dabei nummeriert und sind auf einer kleinen aber recht guten Karte gekennzeichnet. Man erhält so immer wieder eine gute Orientierung, an welcher Stelle der Tour man sich gerade befindet.

Ebenso sind diese Punkte auf einem Höhenprofil markiert.Auch weitere Wanderwege sind in dieser kleinen Karte mit eingezeichnet. usätzlich motivierend sind die vielen kleinen Bilder, die die Beschreibung der Tour abrunden.
Ebenfalls nach bewährtem Rother Prinzip werden die Touren, je nach Schwierigkeitsgrad, mit blau (leicht), rot (mittelschwer) und schwarz (schwer) gekennzeichnet. Dies hängt je nach Wegbeschaffenheit, Ausgesetztheit oder Länge einer Etappe ab.
Ein einfacher Index schließt den Wanderführer ab.

Fazit:
Ein Wanderführer, der definitiv Lust macht den hohen Norden zu besuchen. Sofern es Corona endlich wieder zulässt, wird es mein nächstes Reise-Wanderziel sein. Der Rother wird dabei, wie so häufig, seinen Platz bei der Erkundung Skandinaviens finden und zuverlässig seine Dienste verrichten. Ein aktuelleres und besseres Werk ist momentan definitiv nicht auf dem Markt. Klare Empfehlung!



















