Ein Buch, das Lust auf Abenteuer macht.
VORTEILE
- Hochwertiger Druck
- Kurzweilig geschrieben
- Zahlreiche Fotos
- Infoteile zum Bikeraften
NACHTEILE
BEWERTUNG
Ich habe das Buch: „Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt: Mit Bike und Boot durch den wilden Kaukasus. Eine Radreise durch Aserbaidschan, Georgien und Armenien“ aus dem Tyrolio-Verlag als Rezensionsexemplar erhalten.
Es ist ein kurzweiliger und abwechslungsreicher Reisebericht, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ich hatte das Buch an einem Tag durchgelesen – nicht zuletzt, weil die Reise so lebendig und unterhaltsam erzählt wird, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht.


Die Fakten:
- 224 Seiten
- Erschienen im August 2026
- Hochwertiges Softcover 16 x 22 cm
- Preis: 28 €
Wer selbst schon einmal länger unterwegs war, weiß: Eine Reise beginnt nicht erst dort, wo der erste Kilometer zurückgelegt wird. Sie beginnt mit der Entscheidung, sich auf etwas Ungewisses einzulassen. Mit dem Packen, dem Losfahren – und mit der Bereitschaft, den eigenen Plan immer wieder über den Haufen zu werfen. Genau dieses Gefühl hat das Buch bei mir geweckt.
Als leidenschaftliche Wanderreiterin und Reiseabenteurerin habe ich beim Lesen viele Situationen wiedererkannt, die man nur versteht, wenn man selbst schon einmal länger und abseits der üblichen touristischen Wege unterwegs war: die Faszination einer fremden Landschaft, die Begegnungen mit Menschen, das Improvisieren, wenn etwas anders läuft als geplant – und natürlich auch die kleinen Momente, in denen man sich fragt: Warum mache ich das eigentlich?
Der Reisebericht nimmt mich mit auf eine außergewöhnliche Reise zweier Frauen durch Aserbaidschan, Georgien und Armenien. Mit Fahrrädern, Zelt und Boot geht es durch den wilden Kaukasus. Das Besondere dabei ist für mich, dass nicht allein die Landschaft und die touristischen Höhepunkte im Mittelpunkt stehen. Das Buch erzählt auch von dem, was auf einer gemeinsamen Reise mindestens genauso wichtig ist: vom Miteinander.
Denn wer über längere Zeit mit einem Reisepartner unterwegs ist, weiß, dass Abenteuer nicht nur aus spektakulären Landschaften bestehen. Müdigkeit, unterschiedliche Bedürfnisse, unerwartete Schwierigkeiten und die ständige Nähe können eine Reise ebenso prägen. Die Autorinnen lassen den Leser an dieser zwischenmenschlichen Seite teilhaben. Das macht die Geschichte für mich besonders authentisch und sympathisch.

Spannend fand ich außerdem das Thema Bikeraften – also die Kombination aus Radfahren und Paddeln. Das Buch vermittelt einen guten Eindruck davon, wie diese ungewöhnliche Art des Reisens funktioniert, und hält dabei auch praktische und nützliche Tipps für alle bereit, die selbst einmal mit Fahrrad und Boot unterwegs sein möchten. Obwohl die im Boot zurückgelegten Strecken kurz sind, machen sie doch einen wesentlichen Inhalt des Buches aus.

Und dann sind da noch die vielen Fotos. Ich glaube, der Bildanteil ist höher als der Textanteil. Sie illustrieren die Reise nicht nur, sondern geben einen guten Eindruck von Landschaften, Orten und Begegnungen. Das Buch liest sich ausgesprochen kurzweilig und flüssig. Ich hatte es tatsächlich innerhalb eines Tages durchgelesen.
Mein Fazit
„Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt“ ist ein authentischer, informativer und gleichzeitig sehr unterhaltsamer Reisebericht für alle, die nicht nur verreisen, sondern unterwegs wirklich etwas erleben wollen.
Für mich als Wanderreiterin war es besonders schön, eine andere Form des langsamen, intensiven Reisens kennenzulernen. Denn ob man nun auf dem Pferderücken, auf dem Fahrrad oder im Boot unterwegs ist – vieles verbindet diese Arten des Reisens: Man ist nah an der Landschaft, begegnet Menschen unmittelbarer, muss improvisieren und erlebt die Welt mit allen Sinnen.
