Toller Führer zur Tourenfindung und Vorbereitung!
VORTEILE
- Gute Struktur
- Wichtigste Punkte der Tour sind zusammengefasst zu finden
- Erklärung der Schwierigkeitsgrade
- Top 10 Klettersteige
- 90 Tourenbeschreibungen
- Super zur Vorbereitung
NACHTEILE
- Leider keine Topos der Routen
BEWERTUNG


Griast eich!
Seitdem ich 2019 mit CAMP in Italien zum Klettersteig gehen war, mache ich das regelmäßig auch bei uns in den Alpen. Da es oftmals jedoch gar nicht so leicht ist, die passenden Touren mit detaillierten Beschreibungen im Internet zu finden, kam der Klettersteigführer von Rother genau zum passenden Zeitpunkt. Dies ist mein erster Führer von Rother, da ich generell meine Routen (egal ob Wandern, Trekking oder Klettersteig) online suche, dann selbst auf Komoot Plane und am Ende auf meine Garmin Fenix 5 Plus lade. Somit sind die Touren/Karten immer am Arm mit dabei. Umso mehr habe ich mich auf den Klettersteigführer von Rother gefreut. Dieser schließt Klettersteige in Bayern, Vorarlberg, Tirol und Salzburg ein, also perfekt für mich, da alles sehr gut von München aus erreichbar ist.


Schlägt man den Führer auf, sieht man gleich ein nach Gebirgsketten strukturiertes Inhaltsverzeichnis. Hat man also schon eine Region ins Auge gefasst, kann man direkt hier hinspringen. Ist das nicht der Fall, kann man auch nach Dauer der Tour oder nach dem Schwierigkeitsgrad im Inhaltsverzeichnis suchen. Finde ich auch super. Vor allem, dass die Dauer gleich dort steht. Will man zum Beispiel nach der Arbeit noch eine Tour machen und hat nicht so lange Zeit kann man hier gezielt suchen. Die Schwierigkeitsgrade sind in 3 Stufen in dem Wanderführer eingeteilt. Leicht, Mittel und Schwer.


Blättert man weiter sieht man die Karten der Regionen, in denen dann die einzelnen Routen eingezeichnet sind. Dient super zur Orientierung, falls man eine Tour in einem bestimmten Gebiet sucht.


Dann gibt es noch eine Seite mit der Top 10 Auswahl von den 90 Klettersteig, mit einer Kurzbeschreibung. Und noch ein Kapitel zur Sicherheit beim Klettersteiggehen. Finde ich gut, dass die Themen wie Ausrüstung, Wetter und Sicherheitstipps angesprochen werden. Jedoch ist es nicht ausreichend mit den Informationen des Führers, Klettersteige als Neuling zu gehen. Ein Kurs oder eine Einführung ist unerlässlich.


Aufbau der Tourenbeschreibung:
Die erste Tour aus dem Klettersteigführer, für welche ich mich entschieden habe ist der Achenseer Fünf-Gipfel-Klettersteig. Das schöne hier ist, dass 5 Klettersteige ganz nah aneinander liegen und an einem Tag gemacht werden können. Ich habe mich jedoch dafür entschieden, nur 2 der 5 Klettersteige zu machen. Dies ist auch möglich, da man den restlichen Weg auch normal über Wanderwege gehen kann.


Die Überschrift ist aussagekräftig und bei dieser Tour essentiell. „Fünf eigenständige Klettersteigabschnitte, die je nach Können und Belieben kombinierbar sind“ Genau so habe ich es ja auch gemacht Schlussendlich. Danach gibt es einen kurzen Einstieg mit Hintergrundinformationen zu der Tour. Was ich sehr gut finde ist die darauf folgende Übersicht, aus der man sich alle benötigten Informationen kurz heraussuchen kann.
- Wo geht’s los also der Ausgangspunkt. In diesem Fall in Maurach, man fährt mit der Rofanseilbahn zur Bergstation. Ich habe auch überlegt, ob ich zur Bergstation wandern soll, aber das kostet zu viel Zeit, sonst hätte man nicht genügend Zeit für die Klettersteige. Also genau die richtige Angabe im Führer, dass man die Seilbahn benutzen soll.
- Gehzeiten der 5 Klettersteige. Hier wird knapp beschrieben, wie lange der Zustieg von der Bergstation zum Klettersteig ist und wie lange man selbst im Klettersteig circa braucht, sowie der darauffolgende Abstieg. Hier kann ich die angegebenen Zeiten bestätigen.
- Schwierigkeitsgrade der Klettersteige. Hier werden deutlich und in Fett die Schwierigkeitsgrade angegeben. Hier fällt gleich das Augenmerk drauf. Man weiß ja in etwa an welchen Schwierigkeitsgrad man sich herantraut.
- Die Höhenmeter im Klettersteig werden angegeben. Auch sehr wichtig beim Klettersteig gehen, da es im Endeffekt ja nur in die Höhe geht. So kann man auch leichter beurteilen, ob der Klettersteig geeignet ist.
- Dann gibt es noch Hinweise zur Aufstiegshilfe und zu dem nächstgelegenen Stützpunkt, also Hütte.
- Und der letzte Punkt in der Übersicht ist noch ein Hinweis, falls erforderlich. Bei diesem Klettersteig wird darauf hingewiesen, dass sobald die Rofanseilbahn im Winter nicht mehr fährt die Klettersteige geschlossen sind. Ganz nützlich!


Der letzte Teil der Tourenbeschreibung ist auch der größte Teil. Nämlich tatsächlich die Exakte Beschreibung der Tour. Von Zustieg über in diesem Fall die 5 Klettersteige zum Abstieg. Hier wird relativ genau erklärt, wo der Einstieg ist und wie die Route verläuft. Man kann sich also auf jeden Fall schon gut etwas vorstellen bevor man die Tour gegangen ist. Finde ich hilfreich, weil man einfach weiß, was einen erwartet.

Was mir leider fehlt in dem Wanderführer und was ich richtig cool gefunden hätte, wenn Sie die Topos der jeweiligen Touren noch abgedruckt hätten. Diese schaue ich mir vor jeder Tour an, so weiß ich noch genauer was mich erwartet und wo die schwersten Kletterstellen auf der Route verlaufen.
Ich bin froh, dass ich den Klettersteigführer habe, er ist eine Inspiration für Touren und hilft super bei der Vorbereitung. Mit den 90 Routen habe ich auch noch einiges vor mir!
Pfiats eich!
