Visier-Skihelm mit Skibrille für jedes Wetter
VORTEILE
- Skibrille passt sich an Lichtverhältnisse an
- Skibrille macht guten Kontrast
- Skibrille optimal mit Helm verbunden
- Verstellbar genau nach Größentabelle
- Lüftungsschlitze offen oder geschlossen
- Schutzhülle mit dabei
NACHTEILE
- Passform für runde Köpfe
- Kinnriemen schwer einstellbar
BEWERTUNG
Beim Skifahren auf der Piste bin ich nie ohne Helm unterwegs. In letzer Zeit habe ich immer mehr Leute mit Visierhelm gesehen, sodass ich sehr gespannt war, den Diezz Major France Skihelm auszuprobieren.

Passform
Den Helm gibt es in unterschiedlichen Größen, von XS bis XL. Um herauszufinden, welche Größe die richtige ist, muss man seinen Kopfumfang messen. Wie das geht, ist auf der Webseite beschrieben. Je nach Umfang erhält man dann die Größe. Da ich es etwas umständlich fand, die richtigen Werte auf der Webseite zu finden, schreibe ich sie hier mit dazu:
- XS: 48-52
- S : 53-55
- M : 56-58
- L : 59-61
- XL: 61-64
Mit einem Umfang von 54cm war es bei mir damit Größe S. Die Größe stimmt auch perfekt. Wenn ich den Helm anziehe, muss ich etwas am Einstellrad drehen, aber es ist auch noch Luft nach unten. Auf die Größe kann man sich also verlassen. Das einzige Problem, was sich bei mir gezeigt hat, ist die Passform.
Der Diezz Major France ist eher für rundere Kopfformen gemacht. Bei mir drückt es leicht vorne an der Stirn, wenn ich den Helm so aufsetze, dass die Brille abschließt. Ich habe festgestellt, dass es deutlcih besser ist, wenn ich keinen Zopf hinten mache, sondern zwei Zöpfe links und rechts. Damit kann ich den Helm auch den ganzen Tag tragen, mein vorheriger Skihelm hat für meine scheinbar ovalere Kopfform aber besser gepasst. Mit der eingebauten Skibrille war ich zunächst etwas skeptisch. Wichtig ist dabei, dass sie vor allem unten gut abschließt, damit die Atemluft nicht in die Brille gelangt und von innen gefriert.
Das ist bei mir nicht der Fall, die Brille schließt super ab. Nur wenn ich den Helm etwas verrutscht habe, um zu testen ob er in einer anderen Position etwas weniger an die Stirn drückt, habe ich eine beschlagene Brille gehabt. Wenn man ihn aber so trägt wie er gedacht ist, hat die Brille für mich gut gepasst. Der Helm muss aber definitiv genug weit in die Stirn gezogen werden, sonst sitzt die Brille zu hoch und man hat ein eingeschränkteres Sichtfeld. Die Ohrenpartie sitzt bei mir relativ locker, vermutlich ist das auch optimaler, wenn man einen runderen Kopf hat. Trotzdem hält der Helm aber super warm und ich hatte keinerlei Probleme mit Luftzug an den Ohren.


Verschluss
Für mich war der Verschluss des Helms anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Man hat eine Art Schieber, die man über eine Noppe schieben muss, damit der Helm schließt. Es scheint aber magnetisch zu sein, wenn man es nur halb in die richtige Position bewegt, schnappt es von alleine zu. Der Kinnriemen war mir deutlich zu eng, als ich den Helm bekommen habe, den musste ich ein gutes Stück enger machen.
Das war ein ziemliches Gefummel, da sich erst mal nichts bewegen wollte. Man sollte den Helm also vor der ersten Benutzung in Ruhe zu Hause einstellen, da es unterwegs dann schnell eiskalte Finger gibt, wenn man 5min braucht, um den Kinnriemen zu verstellen. Beim Ziehen, um den Riemen zu verstellen, ist mir aufgefallen, dass die Bänder, die den Kinnriemen am Helm festmachen, nur mit einem Klebestreifen an den Ohrpads festgehalten werden. Sie müssen zwar nicht zwingend daran fest sein, es wäre aber angenehmer, wenn man doch mal etwas am Riemen anzieht. So muss man es jedes mal wieder festkleben und ich vermute, dass der Kleber nur eine begrenzte Lebensdauer hat.


Technologien
Der Helm ist mit einem speziellen Lüftungssystem ausgestattet. Da ich nicht viel schwitze beim Skifahren (zumindest nicht am Kopf), kann ich das schlecht beurteilen, es war jedoch auf jeden Fall nicht unangenehm. Gewundert hat mich, dass man beim schnellen fahren einen deutlichen Luftzug an der Stirn spürt, obwohl mit dem Visier dort ja eigentlich komplett abgeschlossen wird. Die Lüftungsschlitze am Helm kann man auf jeden Fall öffnen und schließen, das ist praktisch.
Außerdem hat der Diezz Major France eine Multi-Nippel-Architektur im oberen Bereich des Kopfs. Sie soll dazu dienen, die Struktur bei einem Sturz weicher zu machen, dass die Energie in die dafür vorgesehenen Rillen abgeleitet werden kann. Diese Innovation trägt laut Hersteller dazu bei, Gehirnerschütterungen bei einem Aufprall zu begrenzen. Ich wollte jetzt nicht mit Absicht stürzen, um das zu testen, aber es klingt nach einer tollen Sache.
Skibrille
Die Skibrille gibt es in unterschiedlichen Varianten auszuwählen. Einmal ist die Farbe verschieden, und außerdem die Kategorie der Brille und ob sie zusätzlich noch polarisiert ist. Ich habe die Variante mit Kategorie 1-3 in Farbe blau. 1-3 bedeutet, dass die Brille sich an die Umgebungshelligkeit anpasst. Wenn es hell ist, wird die Brille so dunkel, dass sie einer Sonnenbrille der Kategorie 3 entspricht, wenn es jedoch bewölkt und dunkel ist, bleibt sie etwas lichtdurchlässiger. Bei einer Skibrille finde ich diese Anpassung wirklich perfekt. Ich gehe sowohl bei strahlendem Sonnenschein als auch bei Wolken zum Skifahren.
Wenn die Sonne scheint, reflektiert der Schnee sehr stark und dann ist es wichtig, dass die Brille vor der Helligkeit schützt. Bei diffusem Licht ist es aber ebenfalls wichtig, dass man noch etwas sieht und dass die Brille den Kontrast verstärkt, damit man weiß, wo man hin fährt. Beides kann die integrierte Skibrille an meinem Skihelm. Gerade von der Kontrastverstärkung bin ich begeistert, das ist deutlich besser als bei meiner bisherigen Skibrille.
Außerdem ist die variable Skibrille sehr vorteilhaft, wenn man aus der Sonne in den Schatten fährt oder umgekehrt. Es dauert zwar kurz, bis sie sich angepasst hat, aber mit dieser Brille fällt es mir deutlich leichter, mich an die neuen Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Laut Kennzeichnung hat die Skibrille außerdem eine Beschichtung, die das Beschlagen verhindern soll. Ich hatte keine Probleme mit einer beschlagenen Brille, aber das hatte ich auch noch nie.

Visierhelm
Ich hatte bisher noch keinen Visierhelm und war gespannt, ob ich es praktisch finden werde. Grundsätzlich fand ich es schon praktisch, die Brille schnell hoch und runter klappen zu können, auch mit einer Hand. Für eine normale Skibrille braucht man beide Hände. Unpraktisch finde ich jedoch, dass Brille und Helm verbaut sind, wenn man einen neuen Helm möchte.
Skibrillen kann man auf der Webseite nachkaufen, die Frage ist jedoch auch, wie lange dieses Angebot gilt und ob die Halterung irgendwann ausgetauscht wird und man dann keine Ersatzteile mehr erhält. Einen Helm ohne Visier kann man jedoch nicht kaufen. Außerdem ist der Helm voluminöser, wenn man ihn transportiert, was mich auf Skitour etwas gestört hat, da mein Skitourenrucksack relativ klein ist.
Sehr praktisch ist ein Visier jedoch für Brillenträger, da man eine "normale" Brille unter dem Visier tragen kann, was bei "normalen" Skibrillen nicht so gut geht. Ich bin jedoch kein Brillenträger, deshalb gilt dieser Vorteil nicht für mich. Ein Vorteil ist jedoch noch, dass die Brille und der Helm perfekt aufeinander abgestimmt sind, es gibt also kaum einen Spalt an der Stirn und am Rand, wodurch nur sehr wenig Luftzug spürbar ist.
Ich persönlich finde den Visierhelm nicht praktischer als eine normale Kombination aus Skibrille und Helm, besonders viel unpraktischer finde ich es auch nicht. Dabei hatte ich ihn auf Skitour, auf der Piste und beim Rodeln. Praktisch finde ich auch, dass eine Schutzhülle mit dabei ist, gerade für die Verwendung auf Skitour oder beim Rodeln, wo man den Helm im Rucksack mit sich rum trägt.

Außerdem wird der Helm laut Hersteller zu 100% in Frankreich produziert, es gibt also keine langen Transportwege. Das ganze hat aber auch einen stolzen Preis. Ich persönlich finde es etwas irreführend, da die Preisangaben auf der Webseite sagen, den Helm gibt es ab 299,99 €, mit den verfügbaren Brillen liegt man aber bei mindestens 319,99 €. Zusätzlich ist aktuell auf der Webseite von Diezz fast keine Größe verfügbar, eventuell ist gerade viel ausverkauft. Die deutsche Version der Webseite enthält außerdem viele Fehler, da ist definitiv noch Verbesserungspotential.
























