Extrem leicht, extrem agil, für Bestzeiten im Wettkampf.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Unglaubliche geringes Gewicht (ca. 140 Gramm)
  • Gute Passform
  • Extrem agil und direkt
  • Sehr atmungsaktives Obermaterial
  • Geringe Sprengung passt sehr gut zum Schuh

NACHTEILE

  • Recht teuer
  • Geringe Sprengung erfordert gewöhnung und belastet die Waden stärker

BEWERTUNG

TESTFACTS

  
Testzeitraum: ca. 3 Wochen
Hersteller:Mizuno
Modell:Hyperwarp Pure
Veröffentlicht:Frühling/Sommer 2026
Kategorie:Dämpfung, Straße, Training, Wettkampf
Technologien:Mizuno Enerzy XP, Smooth Speed Assist-Carbonplatte, G3 Außensohle
Farbe:01 – White/Lightning Yellow/Hyper Blue
Material:

Oberes Material: Textil (82 %), Synthetik (18 %)

Unteres Material: Gummi (45 %) EVA (40 %) Plastik (15 %)

Mehr als 90% recyceltes Material

Sprengung:3,5mm (34mm/30,5mm)
Gewicht:ca. 137g (Größe DE 42)
Preis:UVP 300€ (ca. 220€ in Japan ; ca. 390€ den USA)


 

Bilderquelle teilweise: Mizuno.
Einige Abbildungen wurden mit Hilfe generativer KI erstellt
 

 

HERSTELLERBESCHREIBUNG

 

Die Mizuno Hyperwarp-Kollektion ist der Nachfolger der Wave Rebellion-Serie.

Dieser ultraleichte Laufschuh, der für Eliteläufer entworfen wurde, die ihre persönliche Bestzeit erreichen, verfügt über MIZUNO ENERZY XP, Mizunos leichteste Zwischensohlematerial, das außergewöhnliche Dämpfung, Energierückgewinnung und Geschwindigkeit bietet. Die SMOOTH SPEED PLATE (SSP), eine 3D-Carbonplatte, sorgt für Mizunos idealen Schritt von Anfang bis Ende, während die G3-Außensohle hervorragenden Grip für Hochgeschwindigkeitsleistung bietet. Mit einem monofilamentgebundenen Oberteil, das eine sichere und dennoch atmungsaktive Passform bietet, ist dieser Schuh einzigartig dafür entwickelt, Läufer auf höchstem Niveau zu unterstützen.

Vorteil:
1) SMOOTH SPEED PLATE (SSP)
Die 3D-Carbonplattenstruktur bietet hohe Stabilität und Biegesteifigkeit und unterstützt den idealen, geschmeidigen Schritt, den Mizuno von Anfang bis Ende in einem Rennen vorstellt.

2) MIZUNO ENERZY XP
Das leichteste, hochleistungsfähige Material von Mizuno wird in der gesamten Zwischensohle verwendet, um Speedrunning mit seiner erstklassigen Balance aus Weichheit, Energierückgewinn und Leichtigkeit zu unterstützen.

3) G3-Sohle
Die leichte, hochgripige Außensohle unterstützt Speedrunning.

4) MONOFILAMENTGEWEBTES Obermaterial
Speziell für dieses Modell entwickelt, verwenden die Oberteile leichtes, atmungsaktives und flexibles Material, um eine sichere und hochwertige Passform zu gewährleisten.

Ausstattung:
Das leichteste Modell. Hilft dabei, deine persönliche Bestform zu erreichen.
Bietet ein reibungsloses (effizientes) Betriebserlebnis.
Obwohl dieser Schuh zu den leichtesten auf dem Markt gehört, bietet er hervorragende Dämpfung, Energierückgewinnung und Stabilität.
Ein außergewöhnlich geringes Gewicht wurde erreicht, indem MIZUNO ENERZY XP, unser leichtestes Material überhaupt, sowohl oben als auch unten an der Zwischensohle verwendet wurde.
Mizunos einzigartige 3D-förmige Carbonplatte (SSP) im Mittelfußbereich unterstützt effizientes Laufen.
Verfolgt Grip mit G3.

Wen Sie mögen:
・Für Top-Eliteläufer, die komplette Marathons in 2–3 Stunden
absolvieren ・Für Eliteläufer, die am Hakone Ekiden teilnehmen

Nachhaltigkeit:
Mehr als 90 % recycelten Anteil an Oberkörperfuttertextilien.

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Enerzy XP
Enerzy XP
Upper
upper
Speed Plate
Speed Plate

 

 

OPTIK/HAPTIK

 

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters :-), deshalb sind die folgenden Zeilen dieses Abschnitts auch lediglich meine subjektive Meinung.

Das erste kleine Wow-Erlebnis beschert Mizuno einem schon vor dem Auspacken, denn der Karton des Hyperwarp Pure strahlt einen komplett in glänzendem Silber an und man muss zweimal hinschauen, um die metallisch spiegelnde Box als „herkömmlichen“ Karton zu identifizieren.
Der edle Karton hat Mizuno wahrscheinlich nur einige Cent mehr gekostet, aber der Anblick des Kartons und die Verstärkung des Eindrucks, dass man sein Geld hier für etwas wirklich Hochwertiges investiert hat, bringen Käufern ein positives Mikroerlebnis und ein gutes Gefühl.
Nach dem Öffnen des Kartons zeigt sich der Hyperwarp Pure in Weiß mit gelben und blauen Akzenten („White / Lightning Yellow“) und wirkt extrem modern und clean. Der Schuh mit seiner üppigen Mittelsohle scheint stolz auf seine Herkunft zu sein, denn das Mizuno-Logo trägt er nicht gerade dezent zur Schau.
Abgesehen von den farbigen Akzenten in blau und gelb grün versucht der Schuh aber nicht, mit irgendwelchen nutzlosen Designelementen oder sinnlosen Features zu beeindrucken, sondern macht direkt klar, worum es hier geht, nämlich Performance.

Als ich den Schuh das erste Mal aus dem Karton nehme, war ich mindestens überrascht, beinahe schockiert, und zwar vom Gewicht – oder besser gesagt, vom Nichtvorhandensein von Gewicht. Der Pure ist ein Hauch von nichts und wiegt mit rund 140 Gramm ungefähr so viel wie meine wasserdichten Sealskinz Strümpfe.
Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass Mizuno bei diesem Schuh jede Komponente bis zum Äußersten auf Leichtigkeit optimiert hat. Das Obermaterial ist hauchdünn, fast transparent und wirkt extrem technisch. Optisch hätte man fast Angst, es könnte reißen. Das Material könnte schon beim Anfassen reißen, aber bei genauerer Betrachtung und ein paar Mal daran ziehen wirkt das gewebte Material („Woven Upper“) doch erstaunlich robust. Die Schnürsenkel wurden ebenfalls optimiert und sind, genau wie die Zunge, höchstens halb so dick, wie man es gewohnt ist. Die obligatorische herausnehmbare Einlegesohle hat Mizuno sogar auf 0 Gramm reduziert, also weggelassen :-). Im Einstiegs-/ und Fersenbereich hätte Mizuno evtl. sogar noch das ein oder andere Gramm einsparen können, der Pure bietet hier zwar keine üppige Polsterung, aber man muss auch nicht komplett darauf verzichten.
Dass Mizuno diesem Schuh natürlich auch wieder zusätzliche obere Löcher für eine Fersenhalt-/Marathonschnürung spendiert hat, ist natürlich klar, denn Löcher wiegen weniger als jedes Material.
Etwas Mizuno-untypisch ist die Auswahl der Farbvarianten, es gibt nämlich keine. Die 3 Modelle der Hyperwarp-Serie gibt es nur in einer Farbvariante und da die Modelle unisex sind, gilt das für alle Geschlechter.
Während der Testzeit hat Mizuno mit dem „Origami Pack“ eine neue Kollektion präsentiert, deren Design sich am traditionellen chinesischen Origami orientiert. Zu dieser Kollektion gehören auch die 3 Hyperwarp-Modelle Pro, Elite und Pure, die sich je in einer Farbkombination aus Weiß, Schwarz und Gold zeigen. Mizuno erhöht die Preise dieser „Sondermodelle“ allerdings auch noch einmal um je 10€.
Es ist aber möglich, dass Mizuno noch weitere Farbvarianten zeitnah nachliefert, wenn die Schuhe gut angenommen werden.

Die Verarbeitung ist Mizuno-typisch tadellos, wirkt wie aus einem Guss und auch bei genauer Untersuchung sind keinerlei Kleberückstände oder unsaubere Nähte zu finden. Bei einem Schuh in dieser Preisklasse wäre das allerdings auch nicht akzeptabel.

 
 

 Die Hyperwarp Serie 

Hyperwarp Pro (250€)

 
Mizuno Hyperwarp Pro
 
Mizuno Hyperwarp Pro Tech

Hyperwarp Elite (270€)

 
Mizuno Hyperwarp Elite
 
Mizuno Hyperwarp Elite Tech

Hyperwarp Pure (300€)

 
Mizuno Hyperwarp Pure
 
Mizuno Hyperwarp Pure Tech
 

Bei der Namensgebung der Modelle hätte ich wahrscheinlich genau die umgekehrte Richtung gewählt und das günstigste Modell Pure genannt, das mittlere Pro und das teuerste Elite, aber vielleicht ist das auch nur meine Logik :-).

 

 Hyperwarp Origami Pack 

Hyperwarp Pro (260€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Pro Unisex SH J1GC267401 00 UVP 260 EUR
 

Hyperwarp Elite (280€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Elite Unisex SH J1GC267301 00 UVP 280 EUR
 

Hyperwarp Pure (310€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Pure Unisex SH J1GC267501 00 UVP 310 EUR
 

„Mizuno präsentiert mit dem Origami Pack sechs aktuelle Topmodelle und dazu passende Laufoutfits mit speziellen Designs, die an die japanische Kunst des Origami erinnern“

 

 Weitere Origami Pack Modelle 

 

Neo Vista 2 (190€)

 
Mizuno S26 Neo Vista 2 Unisex SH J1GC263401 00 UVP 190 EUR
 

Neo Zen 2 (160€)

 
Mizuno S26 Neo Zen 2 Unisex SH J1GC268201 00 UVP 160 EUR
 

Wave Rider 29 (170€)

 
Mizuno S26 Wave Rider 29 Unisex SH J1GC266301 00 UVP 170 EUR
 
 


 

 

 

 

LAUFEN MIT DEM HYPERWARP PURE

 

Die Passform ist – wie bei einem Racer zu erwarten – eher sportlich und eng anliegend („Race Fit“). Wer sehr breite Füße hat, könnte hier Probleme bekommen, für meine eher schmalen Füße ist der Sitz aber perfekt. Das Schnürsystem mit den ultradünnen Schnürsenkeln fixiert den Fuß dank ausreichend Zugpunkten an den richtigen Stellen sicher im Schuh und zieht das minimalistische Obermaterial passgenau dicht an den Fuß. Der Druck auf den Spann wird gut verteilt und trotz der extrem dünnen Zunge spürt man keine Druck-Hotspots.
Der Fersenbereich bietet im Gegensatz zum restlichen Schuh etwas mehr Halt und Festigkeit und der Komfort bzw. die Polsterung an Ferse-/ und Knöchelbereich sind absolut ausreichend.

Schon auf den ersten Metern merkt man, dass der Schuh nicht unbedingt ein Freund von gemütlichen Joggingausflügen ist, sondern vorwärtsdrängt.
Das liegt unter anderem auch an der eher ungewöhnlichen Sprengung von nur 3,5 mm, die einen förmlich auf den Mittel- und Vorfuß zwingt.
Das Laufgefühl ist nicht unbedingt das, was man bei so einer üppigen Mittelsohle erwarten würde.
Man hat nicht das „schaukelnde“ Gefühl mancher Max-Cushion-Racer, sondern einen sehr direkten, super agilen, reaktiven Schuh.
 

Mizuno Hyperwarp Pure Beim Laufen2
Mizuno Hyperwarp Pure beim Laufen2

Der Hyperwarp Pure rollt zwar neutral ab und bietet dem Fuß kaum Stabilität, dennoch ist die Sohle alles andere als flexibel. Die SpeedPlate Carbonplatte ist extrem steif und führt einen ziemlich schnell zum optimalen Bewegungsablauf, der dann mit ordentlich Energierückgewinnung belohnt wird.
Das sorgt nicht nur dafür, dass keine Energie beim Aufkommen sinnlos verschwendet wird, sondern spart den Fußmuskeln auch viel Arbeit und hält den Laufstil auch bei Ermüdung länger sauber und bügelt kleinere Fehler aus.
Bei schnellen Intervallen, Sprints oder im 5-km-Wettkampftempo spielt der Hyperwarp Pure seine Stärken voll aus. Der Fußabdruck ist super präzise und die Reaktionszeit minimal.

Für langsame Erholungsläufe ist der Schuh ebenso ungeeignet wie für Fersenläufer.
Der Pure ist kein Allrounder, der versucht, es jedem recht zu machen und alles so ein bisschen richtig zu machen, er ist ein Spezialist in seinem Einsatzbereich mit klaren Schwächen in anderen Bereichen. Er ist bei niedrigem Tempo ein komplett anderer Schuh und fühlt sich irgendwie komisch an, wahrscheinlich wie ein Supersportwagen im engen Stadtverkehr. Selbst bei gemäßigtem Tempo auf dem Mittelfuß spürt man, dass der Schuh sich nicht richtig wohl fühlt, er wirkt ziemlich hart und steif und rollt unnatürlich ab.
Rückt der Abdruckpunkt weiter nach vorne und das Tempo wird erhöht, fühlt es sich irgendwann so an, als würde man einen Schalter umlegen und die Laufhilfe starten. Ab diesem Punkt ist man deutlich schneller unterwegs und verbraucht merkbar weniger Energie. Ich persönlich habe das Gefühl, bei ca. 4:20 min/km diesen Punkt zu erreichen und dann genauso viel Energie zu verbrauchen wie etwa bei 4:40 min/km und viel mehr im Flow zu sein.

 

 

DÄMPFUNG

 

Die erste Enerzy Erfahrung habe ich vor mehr als 4 Jahren mit dem Rider Neo 2 gemacht und war direkt begeistert.
Da beim Hyperwarp Pure Enerzy XP zum Einsatz kommt und davon auch gar nicht mal so wenig, erwartete ich ordentlich Komfort und Agilität.
Ich dachte allerdings, Enerzy XP ist eine Weiterentwicklung von Enerzy, aber das ist es nicht. Enerzy XP ist ein komplett anderes Material und kein modifizierter EVA-Schaum wie Enerzy.
Enerzy XP ist ein PEBA-basierter „Superfoam“, der deutlich mehr Energierückgabe und Agilität bietet als Enerzy.

Trotz der Mittelsohlenhöhe von ca. 34mm an der Ferse fühlt sich der Schuh nicht nur nicht „sofa-weich“ an, sondern auch deutlich weniger weich und komfortabel als die Enerzy-Dämpfung. Die Dämpfung des Pure ist straff abgestimmt, was natürlich in Kombination mit der steifen Smooth Speed Plate für katapultartigen Abdruck-Effekt sorgt. Man sinkt kaum spürbar in das Material ein und wird nach dem Aufkommen direkt wieder nach vorne geworfen.

Das ist genial für kurze, schnelle Distanzen bis 10km oder vielleicht einen Halbmarathon für gut trainierte Läufer. Für einen vollen Marathon würde mir persönlich wahrscheinlich etwas der „Komfort-Puffer“ fehlen, den andere Supershoes bieten.
Der Hyperwarp Pure hat allerdings auch nicht den Anspruch, seinen Träger in Watte zu betten, sondern ihn zu Topleistungen zu pushen.
Das bedeutet nicht, dass die Dämpfung des Schuhs nicht funktioniert, denn das tut sie. Harte Schläge werden selbst bei schnellen Bergabpassagen so weit gedämpft, dass sie im Bewegungsapparat keinen Schaden verursachen. Da der Dämpfungsweg natürlich deutlich kürzer als bei EVA-Schaum ist, ist der Dämpfungsvorgang entsprechend kürzer und überträgt mehr Kräfte an den Läufer, was allerdings auch die wichtige Rückmeldung vom Untergrund erhöht. 

 

EVA

(Ethylen‑Vinyl‑Acetat)

  • Klassischer Schaum für Laufschuhe seit Jahrzehnten
  • Geschlossenzellig, relativ einfach herzustellen
  • Härte und Dämpfung gut steuerbar
  • Rückfederung solide, aber begrenzt
  • Typisch: 60–70 % Energierückgabe
  • Ermüdet schneller bei Kälte und langen Läufen
  • Mittleres Gewicht
  • Je nach Dichte deutlich schwerer als PEBA

 

Quick Info

PEBA

(Polyether‑Block‑Amid)

  • Hochleistungs-TPE
  • Sehr elastisch, extrem leicht
  • Wird oft als „Superfoam“ bezeichnet
  • Extrem hohe Rückfederung
  • Typisch: 80–90 %+ Energierückgabe
  • Bleibt auch bei Kälte elastisch
  • Sehr leicht, eines der leichtesten Schaum-Materialien überhaupt

 

Quick Info
 
Mizuno Enerzy EVA Peba

GRIP/AUSSENSOHLE

 

Mizuno nutzt die G3-Gummimischung für die Außensohle der Hyperwarp-Modelle, wobei die Außensohle eigentlich nicht wirklich eine richtige Außensohle ist, sondern nur Elemente, die direkt auf den Schaum aufgebracht sind, um Gewicht zu sparen.
Im Gegensatz zu Mizunos X10 Karbongummimischung, von der ich immer ein Fan war, sind meine Erfahrungen mit der G3 Außensohle nicht ganz so gut.
Wenig überraschend kann mich auch der Hyperwarp Pure nicht unbedingt mit seinem Super-Grip begeistern. Mizuno setzt G3 auch nicht ein, weil es besser oder haltbarer als X10 ist, sondern weil es deutlich leichter ist als der schwere, robuste X10-Gummi.
Man könnte es jetzt aber auch „Jammern auf hohem Niveau“ nennen, denn dadurch, dass ich schon super viele extrem gute Sohlen gelaufen bin, könnte ich ein wenig verwöhnt sein.
Der Pure hat sich während der Testzeit keine groben Patzer geleistet, es gab keine Ausrutscher und auch Kurven auf nassen glatten Belägen sind gut lautbar.
Bedenken muss man natürlich, dass man den Schuh in der Regel nur auf dem Vorfuß läuft und man damit nur halb so viel Kontaktfläche zum Untergrund hat wie bei anderen Schuhen.
Der Grip ist OK und bereitet keine Probleme, dennoch gehört der Pure nicht zu den Schuhen, denen ich blind vertraue, und auch der Grenzbereich ist relativ schmal.
Verklemmte Steinchen oder mit Matsch zugesetzte Rillen sind bei der wenig profilierten Sohle übrigens kein Thema.

Die Haltbarkeit von G3 liegt deutlich unter der von X10, besonders auch, da die Außensohlenschicht hier extrem dünn ist. Während ich man bei allen X10-Sohlen locker mit über 1000km rechnen kann, erwarte ich beim Pure eher 800 km–900 km (natürlich immer abhängig von Laufstil und Gewicht des Läufers).

 
Mizuno G3 X10 Grip
Mizuno G3 X10 Grip
Mizuno Hyperwarp Pure (28)
Mizuno Hyperwarp Pure (28)

 

 

OBERMATERIAL

 

Wenn man beim Hyperwarp Pure von „Obermaterial“ spricht, ist das fast schon eine Übertreibung – es ist eher ein Hauch von High-Tech-Gewebe. Mizuno setzt hier auf ein extrem dünnes Woven Upper (gewebtes Material), das so transparent ist, dass die Sockenwahl plötzlich zur Design-Entscheidung wird.

In der Hand wirkt das Material fast wie Papier, am Fuß zeigt sich aber die Ingenieurskunst: Es ist absolut unnachgiebig an den Stellen, wo der Fuß Halt braucht, bietet aber maximale Atmungsaktivität. Hitzestau? Unmöglich. Wasseraufnahme bei Regen? Praktisch null, da es kaum Stoff gibt, der sich vollsaugen könnte.

Das Material ist allerdings auch deutlich steifer und weniger weich als viele andere Mesh Materialien. Das erhöht die Gefahr evtl. dauerhafte Knickfalten zu bilden, die zu Problemen wie Scheuerstellen führen könnten. Bei meinem Gewicht flext der Schuh aber so wenig, dass sich gar keine Falte bildet.
Auch würde ich den Schuh nicht unbedingt ohne Strümpfe laufen (was ich zwar sowieso fast nie mache), da das Material direkt auf der zarten Haut der Zehen (zumindest bei mir sehr zart :-) ) mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wunden Stellen oder Blasen führt.

Mizuno Hyperwarp Pure (36)
Mizuno Hyperwarp Pure (36)
Mizuno Hyperwarp Pure (34)
Mizuno Hyperwarp Pure (34)
Mizuno Hyperwarp Pure Woven Upper
Mizuno Hyperwarp Pure Woven Upper

 

FAZI

 
 
 

Der Mizuno Hyperwarp Pure ist wahrscheinlich der erste Mizuno Laufschuh den ich so gar nicht als Allrounder bezeichnen kann. Während man mit Rider und Co. oder auch den Trailmodellen wie dem Daichi, eigentlich nie falsch ausgestattet ist, ist der Einsatzbereich beim Pure deutlich schmaler. Der Pure ist ein Spezialist auf einem klar definierten Gebiet, und zwar Tempo ohne Kompromisse.
Der erste Blick auf den Schuh mit der üppigen Mittelsohle ist trügerisch, denn man könnte den Pure durchaus für einen mittelschweren weichen Komfortschuh halten.
Tatsächlich ist der Pure aber extrem weit von den Eigenschaften „mittelschwer“ und „weich“ entfernt. Die Enerzy XP Mittelsohle ist neu, besteht aus PEBA und ist erstaunlich straff und reaktionsfreudig. Zusammen mit der verbauten Carbonplatte verschwendet der Schuh keinerlei Energie beim Bodenkontakt, die Sohle läßt sich extrem schwer flexen und baut dementsprechend viel Rückstellenergie auf, die beim Abdruck explosionsartig wieder abgegeben wird.
Das Gewicht hat Mizuno bei diesem Schuh an jeder Stelle auf ein absolutes Minimum reduziert, das Obermaterial ist beinahe durchsichtig, die Schnürsenkel sind kaum mehr als Fäden, die Zunge kaum mehr als ein Läppchen, die Einlegesohle nicht vorhanden und der Schaftbereich kaum gepolstert. Dadurch drückt Mizuno das Gewicht auf ca. 140 Gramm womit der Pure in einer eigenen Liga der Leichtigkeit spielt.
Umso erstaunlicher das der Schuh sich dennoch „vollwertig“ anfühlt, das hauchdünne Obermaterial ist robust, die minimalistische Schnürung hält den Fuß fest im Schuh und verteilt den Druck sehr gut, die fehlende Einlegesohle vermisst man nicht und die Polsterung im Schaftbereich ist bequemer als man denkt.

Mizuno Hyperwarp Pure Fazit2
Mizuno Hyperwarp Pure Fazit2
 
 
 

Die Kombination aus der niedrigen Sprengung (3,5 mm), dem direkten Enerzy XP Schaum und der Carbonplatte macht ihn zur perfekten Wahl für Vorfußläufer die schnell unterwegs sind, denn langsam will der Pure nicht bewegt werden.

Der Preis von 300€ ist natürlich eine Ansage und bewegt sich im absoluten High-End-Bereich. Mizuno bietet dafür aber auch einen innovativen kompromisslosen Wettkampfschuh mit dem geringsten Gewicht in seiner Klasse. Wer einen komfortablen Cruiser oder einen Begleiter für das tägliche Training sucht, sollte den Hyperwarp Pure besser nicht in die engere Auswahl nehmen und Fersenläufer erst recht nicht.

 

FAQs – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

 

Für welche Distanzen ist der Mizuno Hyperwarp Pure geeignet?

Der Schuh ist primär für kurze, schnelle Straßenrennen konzipiert. Sein „Sweetspot“ liegt bei 5 km bis 10 km. Sehr gut trainierte Läufer können ihn auch für den Halbmarathon nutzen. Für den Marathon fehlt den meisten Läufern hier wahrscheinlich etwas Dämpfungskomfort im Vergleich zu anderen Superschuhen.

 

Wie lange hält der Schuh?

Da es sich um einen radikalen Wettkampfschuh („Race Day Only“) handelt, ist die Haltbarkeit geringer als bei einem Trainingsschuh. Die G3-Außensohle und der leichte Enerzy-XP-Schaum sind auf maximale Performance ausgelegt, nicht auf Langlebigkeit. Man sollte ihn wirklich für die schnellen Tage aufsparen.

 

Benötige ich eine Eingewöhnungszeit?

Definitiv. Die extrem niedrige Sprengung von nur 3,5 mm beansprucht die Wadenmuskulatur und die Achillessehne deutlich stärker als herkömmliche Laufschuhe (die oft 8–10 mm Sprengung haben). Taste dich langsam heran, um Verletzungen zu vermeiden.

 

Wie fällt der Hyperwarp Pure aus?

Der Schuh hat eine klassische Racing-Passform: eng anliegend im Mittelfuß und an der Ferse, um bei hohen Geschwindigkeiten maximalen Halt zu bieten. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst oder gerne dicke Socken trägst, greif lieber zur größeren Nummer.

 

Ist der Schuh für Fersenläufer geeignet?

Eher weniger. Durch die niedrige Sprengung und die Geometrie der Smooth Speed Plate forciert der Schuh einen Laufstil über den Mittel- oder Vorfuß. Fersenläufer könnten den Schuh als instabil oder hart empfinden.

 

Wie unterscheidet sich der Hyperwarp Pure von Pro und Elite?

  • Pure: radikalster Leichtbau, niedrigste Sprengung, maximal direkter Abdruck
  • Elite: etwas mehr Dämpfung, breiterer Einsatzbereich

Pro: alltagstauglicher, stabiler, weniger aggressiv. Der Pure ist das kompromisslose Modell der Serie und klar auf Speed ausgelegt.

 

Kann man den Hyperwarp Pure auch im Training nutzen?

Nur sehr eingeschränkt. Der Schuh ist ein klassischer „Race Day Only“-Schuh. Für lockere Läufe, Dauerläufe oder Recovery ist er zu hart, zu steif und zu aggressiv abgestimmt. Für kurze Tempoeinheiten kann er funktionieren, aber er nutzt sich dann schneller ab.

 

Wie stabil ist der Schuh?

Der Pure bietet kaum Stabilität. Die Kombination aus niedriger Sprengung, schmaler Auflagefläche und steifer Carbonplatte richtet sich klar an technisch saubere Mittel‑/Vorfußläufer. Wer zu Instabilität neigt, sollte eher zu einem anderen Modell greifen.

 

Wie verhält sich der Schuh bei Nässe?

Die G3-Außensohle liefert ordentlichen, aber nicht überragenden Grip. Auf nassen, glatten Belägen ist er laufbar, aber nicht so vertrauenerweckend wie Modelle mit aggressiverer Gummimischung. Der Grenzbereich ist relativ schmal.

Wie ist die Atmungsaktivität?

Extrem hoch. Das Woven Upper ist so dünn und luftig, dass es praktisch keinen Wärmestau gibt. Es nimmt kaum Wasser auf und trocknet sehr schnell. Sockenwahl wird allerdings sichtbar.

 

 

GALERIE

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

     

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure

 

     

 

 

     

 

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

Mizuno Hyperwarp Pure
   
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Test: Hyperwarp Pure


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Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite - Balanceboard mit Gamification-Ansatz


SENSOSPORTS Sensoboard Lite - Balanceboard mit Gamification-Ansatz

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Leichter Schneeschuh mit eingeschränktem Wirkungsbereich
Bewertung Ø: 3 Sterne

VORTEILE

  • Leicht
  • Schmal
  • Vorteile im ebenen Gelände
  • Gute Bewegungskoordination

NACHTEILE

  • Nur Pins, keine Harscheisen
  • Magnet kann sich bei Widerstand lösen
  • Fidlock kann vereisen
  • Viel Kunststoff

BEWERTUNG

EVVO Nordée Compact Schneeschuh

Der EVVO Nordée Compact ist ein Schneeschuh, der sich besonders durch seine Leichtigkeit und Flexibilität hervorhebt. Im Vergleich zu anderen Modellen, die häufig mit einem robusteren und schwereren Design aufwarten, bietet der Nordée Compact eine Kombination aus Tragekomfort und praktischer Anwendung, vor allem für einfache bis mittelgradige Schneetouren, jedoch eher nciht im alpinen steilen Gelände, auch wenn der Hersteller jegliches Terrain in Aussicht stellt.

Größenangaben und Gewicht

Der EVVO Nordée Compact ist in zwei Größen erhältlich, M und L, wobei die Abmessungen wie folgt sind:

  • Breite: 195 mm für die Größen M und L
  • Länge (min): 538 mm (für bis Schuhgröße 36)
  • Länge (max): 655 mm (für bis Schuhgröße 48)
  • Gewicht:
    • 487 g (Größe M)
    • 497 g (Größe L)

Das Gewicht des Schuhs macht ihn zu einem der leichteren Schneeschuhe, was den Transport und die Handhabung insbesondere auf flachen Strecken oder bei nicht anspruchsvollen Wanderungen vereinfacht.

Materialien und Verarbeitung

Der EVVO Nordée Compact wirkt beim ersten Auspacken als wirklich sehr leicht. Er setzt nämlich auf eine Mischung aus leichten, kunsttoffartigen Materialien. Der Rahmen ist aus Aluminium gefertigt, was den Schneeschuh besonders leicht macht. 

In Verbindung mit einer robusten Kunststoffbeschichtung ist der Schuh für den Einsatz in nicht extremen Schneebedingungen gut geeignet. Die Schnürung lsst sich durch ein Fidlock-System regulieren,  einem Magnetverschluss, der für eine einfache Handhabung sorgen soll, aber in kaltem, eisigem Wetter oder bei starker Belastung durchaus seine Schwächen zeigt.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact
OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Einsatzbereich

Der Nordée Compact ist m.E.  primär für den Einsatz in ebenem Gelände und weichem, nicht zu tiefen Schnee gedacht. Auf flachen bis leicht hügeligen Strecken zeigt der Schuh seine Stärken und lässt sich problemlos mitnehmen, da er in einer praktischen Tasche verstaut und am Rucksack befestigt werden kann. F

ür Wanderungen in leichteren Schneelandschaften eignet sich der Schuh gut, da er recht schnell angezogen werden kann und einen angenehmen Tragekomfort bietet. Dies kommt vor allen Dingen daher, dass der Schneeschuh recht schmal geschnitten ist und man sich nicht unnatürlich fortbewegen muss, wie es bei manch breitem Schneeschuh der Fall ist.

Der Schuh ist jedoch nicht für extrem steile Anstiege oder eisige Bedingungen geeignet. Das Fehlen von Harscheisen oder Krallen bedeutet, dass auf gefrorenem oder steilem Terrain der Halt fehlt und der Schuh schnell ins Rutschen gerät. Besonders bei härteren Schneebedingungen oder starkem Gefälle ist der Schuh ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Steigeisen kaum zu gebrauchen. Im Test in leichtem steilem Hang hatte ich bei frostigem Schnee kaum bis keinen Halt.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact
OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Benutzung und Handhabung

Die Benutzung des Nordée Compact gestaltet sich größtenteils unkompliziert. Das Anziehen läuft problemlos, und die Bindungen lassen sich mit den Füßen schnell in Position bringen. Dazu gibt es eine kleine Anleitung in Form eines kleines Blattes oder aber man schaut sich ein youtube Video per QR Code. 

Das erste Zusammenschieben des Schneeschuhs auf die Länge zeigt sich aber tataäshlich in keinem der beiden Fälle. Daher dachte ich, dass man die grauen Öffnungen wohl öffnen müsste, um es zu verschieben. Es geht aber auch ohne.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Also Fidlock System weit öffnen, Fußspitze vorn rein, dann den Schneeschuh leicht zusammenschieben, sodass auch die Ferse Halt findet und schließlich über das Fidlock-System schließen. Wichtig ist, dass man nach kurzer Distanz mit dem Fidlock-System noch einmal nachschnüren sollte. 

Ein  Problem zeigte aber in der Praxis das innovative Fidlock-System. Obwohl es grundsätzlich eine schnelle Handhabung verspricht, kann es in verschneiten oder vereisten Bedingungen problematisch werden. Wenn Schnee oder Eis in den Magnetverschluss eindringt, kann sich dieser lösen, was bei steilen Anstiegen oder unwegsamem Gelände ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. 

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Ein Vorfall, bei dem sich das Fidlock während eines Asthangens geöffnet hatte, zeigt, dass der Magnetverschluss unter Umständen nicht die nötige Haltbarkeit bietet.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Eine praktische Tasche macht den Transport des Schneeschuhs einfach und komfortabel. Sie kann am Rucksack befestigt werden, sodass man sich beim Wandern keine Gedanken über den Stauraum machen muss.

Schwächen und Verbesserungspotential

Wie bereits erwähnt, stellt der Nordée Compact vor allem auf hartem, eisigem Untergrund ein Problem dar. Ohne Krallen oder Harscheisen bietet der Schuh wenig Halt auf gefrorenem Boden, was zu gefährlichen Rutschpartien führen kann.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

Dies schränkt die Einsatzmöglichkeiten des Schuhs auf exponierten Touren deutlich ein. Auf weichem Schnee im flachen Gelände ist der Schuh jedoch durchaus fein zu handeln und lässt sich bequem tragen. Der Bewegungsrhythmus lädt auch zu langen Touren ein. Das gefällt mir außerordentlich.

Die Konstruktion des Schuhs könnte durch die Integration von zusätzlichem Grip oder Krallen an den Vorder- oder Hinterkanten verbessert werden, um den Halt auf schwierigen Oberflächen zu erhöhen. Ein robusterer Verschlussmechanismus, der auch bei extremen Bedingungen zuverlässig arbeitet, wäre ebenfalls ein nützlicher Verbesserungsbereich.

OUTSIDEstories Test: EVVO Nordée Compact

 

Fazit

Der EVVO Nordée Compact Schneeschuh ist ein leichter, flexibler Begleiter für einfache bis mittlere Schneewanderungen. Für flache bis leicht hügelige Gebirgstouren in weichem Schnee ist er eine gute Wahl. Die Handhabung ist einfach, und der Schuh lässt sich gut verstauen und transportieren. 

Die Bindungen und der Fidlock-Verschluss bieten jedoch Schwächen, vor allem bei extremen Temperaturen oder in anspruchsvolleren Bedingungen. Für steile oder eisige Geländeabschnitte ist der Schuh jedoch ungeeignet. Wer auf der Suche nach einem Schneeschuh für anspruchsvolle Touren ist, sollte auf ein Modell mit besseren Traktionssystemen und robusteren Materialien setzen.

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Der Järv ist ein echter Trail-"Vielfraß"
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Mega bequem
  • Ssuper fester Fersensitz
  • Cooles Aussehen
  • Traumhafte Dämpfung
  • Polyvalent

NACHTEILE

  • Nicht gerade leicht
  • Defizite in der Robustheit

BEWERTUNG

Erfahrungsbericht: Icebug Järv RB9X

Ich habe den Icebug Järv RB9X über mehrere Wochen intensiv genutzt – vor allem auf knorrigem Waldboden, durch matschige Feldpassagen und bei schnellen Wanderungen über wechselnde Untergründe. Genau für diese Mischbedingungen hatte ich noch einen Schuh gesucht, der Grip, Komfort und Alltagstauglichkeit vereint – und der Järv hat meine Erwartungen insgesamt deutlich übertroffen. Ein Trailrunning-Schuh braucht für mich zudem nicht wasserdicht sein und darf gerne auf Gore-Tex-Membran verzichten.

Erster Kontakt: 

Schon beim ersten Reinschlüpfen fällt die für meinen Fuß sehr angenehme Passform auf. Der Fuß sitzt fest, ohne eingeengt zu sein. Die Ferse wird sicher gehalten, der Mittelfuß gut umschlossen, während der Vorfuß genug Luft hat, um auch auf langen Strecken entspannt zu bleiben. Druckstellen oder Reibung hatte ich in keiner Phase – weder bei längeren Läufen noch bei mehrstündigen Wanderungen. 

Der Schuh fühlte sich von Anfang an vertraut an, eine echte Einlaufzeit brauchte er überhaupt nicht. Hinzugefügt werden muss der überragende Kundenservice von Ice-Bug. Da ich bereits ein älteres Ice-Bug Modell hatte, hatte ich mich an ungefähr ähnlicher Größe orientiert, sodass ich 46,5 wählte. Dies war aber dann doch viel zu groß. Nach kurzer Anfrage hat sich Icebug direkt bereit erklärt, die Schuhe noch einmal zu tauschen, sodass ich jetzt mit 45,5 die perfekt Größe gefunden habe. Vielen Dank dafür! Zunächst ein paar

Technische Daten 

Vorkommen: Den Järv gibt es in zwei verschiedenen attraktiven Farbvariationen: 

pesto/lavendel und dark cherry/yellow

 

 

Außensohle

  • Gummisohle vom Typ RB9X Traktionsgummi (ohne Spikes). Diese Außensohle ist aggressiv profiliert und dafür konzipiert, guten Grip und sicheren Halt zu bieten – vor allem auf unebenem, nassem oder matschigem Untergrund.
  • Aufgrund der tiefen, kantigen Profilstollen und der Gummimischung ist die Sohle robust und bietet sicheren Grip auf Erde, Waldboden, Wurzeln, nassem Untergrund und losem Geröll.

Obermaterial / Oberschuh

  • Obermaterial besteht aus gewebtem Material: etwa 50 % RePET-Polyester, 17 % PET und 33 % eTPU. Damit kombiniert der Schuh recycelte synthetische Fasern mit elastischem TPU-Material für gute Flexibilität und Stabilität.
  • Zusätzlich besitzt der Schuh einen laminierten TPU-Mudguard – also einen schützenden Überzug im unteren Bereich des Obermaterials, der vor Spritzwasser, Schmutz und Matsch schützt und zugleich die Haltbarkeit erhöht.
  • Innenfutter: Ocean RePET Polyester, 100 % recycelt, bluesign und OBP-zertifiziert – also umweltfreundlich und gemäß Nachhaltigkeitsstandards produziert.

Dämpfung & Zwischensohle 

  • Der Schuh ist so konstruiert, dass er ein komfortables, aber nicht übermäßig weiches Dämpfungsverhalten bietet. Die moderate Dämpfung sorgt dafür, dass Erschütterungen auf steinigen oder wurzeligen Böden abgefedert werden – ohne das Laufgefühl komplett zu „polstern“. Damit erreicht der Järv eine Balance zwischen Schutz und Bodengefühl.
  • Durch die Sprengung und das Design ergibt sich ein eher natürliches Abrollverhalten – ideal für wandelnde oder laufende Einsätze auf wechselndem Terrain.

Leisten und Passform

  • Der Leisten ist „normal“ geschnitten: also weder besonders breit noch sehr schmal – mit Fokus auf Alltags- und Trail-Tauglichkeit.
  • Die Ferse sitzt sicher, der Mittelfuß wird gut umschlossen, der Vorfuß bietet ausreichend Raum, ohne dass der Schuh „klobig“ wirkt. Damit ist der Schuh komfortabel für längere Touren, aber zugleich stabil genug, um auch auf unebenen Böden sicheren Halt zu geben.

Gewicht

  • Ca. 340 Gramm pro Schuh (je nach Größe). Damit liegt der Järv im mittleren Bereich für Trail-/Wanderschuhe: nicht ultraleicht wie spezialisierte Racer, aber deutlich leichter und wendiger als klassische Bergstiefel. Die Kombination aus Gewicht und Materialwahl fühlt sich in der Praxis oft leichter an, als es die Zahl vermuten lässt.

Besonderheiten & Nachhaltigkeit

  • Verwendung von recyceltem Polyester (RePET) und eTPU im Obermaterial – ressourcenschonender und nachhaltiger Ansatz.
  • Futtermaterial ebenfalls recycelt und blau-sign/OBP-zertifiziert. Damit ist der Schuh nicht nur auf Performance ausgelegt, sondern auch auf Umweltbewusstsein.
  • Die Konstruktion mit TPU-Mudguard erhöht die Langlebigkeit und schützt vor Schmutz und Nässe – wichtig bei häufigem Einsatz auf matschigem Terrain oder bei feuchtem Wetter.
OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

In der Praxis:

Auf knorrigem Waldboden mit Wurzeln und losem Untergrund spielt der Järv direkt seine Stärken aus. Die RB9X-Sohle vermittelt enormen Halt. Man merkt sofort, wie der Schuh sich regelrecht in den Boden „krallt“. Auch auf nassen Wurzeln, Laub oder feuchter Erde blieb der Tritt sicher, sodass ich mich voll auf Tempo und Rhythmus konzentrieren konnte, statt permanent auf den Untergrund achten zu müssen. Das gibt Selbstvertrauen – gerade, wenn sich die Lauf- oder Wandergeschwindigkeit erhöht.

Besonders beeindruckt hat mich das Verhalten in matschigen Bereichen. Selbst dort, wo andere Schuhe schnell an ihre Grenzen kommen und wegrutschen, blieb der Järv stabil. Das Profil greift sauber, ohne sich mit Schlamm zuzusetzen, und vermittelt das Gefühl, jederzeit Kontrolle unter den Füßen zu haben. Bei schnellen Wanderungen über weiche Böden oder durchnässte Wiesen konnte ich ohne Zögern durchziehen – genau das, was ich mir von einem echten Trail-Allrounder wünsche. Auf Geröll oder Felsen kommt die Sohle bei nassen Bedingungen aber definitiv an ihre Grenzen. Hier ist bei schnellen Passagen definitiv Obacht geboten.

OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren
OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Auf festeren Wegen und Asphalt überrascht der Schuh jedoch positiv. Er läuft angenehm ruhig, die Stollen klappern nicht, und die Dämpfung ist komfortabel genug, um auch längere Verbindungsstücke entspannt zurückzulegen. Hier zeigt sich, dass der Järv kein reiner Spezialschuh ist, sondern wirklich vielseitig einsetzbar bleibt – von Wald- und Feldwegen bis zum kurzen Stadtabschnitt.

Sprengung: 

Die 4-mm-Sprengung vermittelt ein sehr natürliches Laufgefühl. Man steht angenehm bodennah, fühlt sich stabil und kontrolliert, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Die Dämpfung ist genau richtig gewählt: spürbar unterstützend, aber nicht schwammig. Unebenheiten werden sauber abgefedert, gleichzeitig bleibt genügend Bodengefühl erhalten, um den Untergrund bewusst wahrzunehmen.

OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren
OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Mit etwa 375 Gramm pro Schuh in Größe 45,5 ist der Järv auf dem Papier kein Leichtgewicht – im Einsatz fühlt er sich allerdings deutlich leichter an, als man erwarten würde. Durch den guten Sitz und das ausgewogene Laufgefühl tritt das Gewicht kaum in Erscheinung. Gerade bei schnellen Wanderungen hatte ich nie das Gefühl, „schwere Schuhe“ an den Füßen zu tragen. Vielmehr vermittelt er ein stabiles, sicheres, aber trotzdem dynamisches Gefühl. Auch die Ventilation empfand ich als sehr gelungen.

OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Optik:

Ein weiterer Pluspunkt: die Optik. Der Schuh sieht einfach richtig gut aus – modern, sportlich und nicht übertrieben technisch. Dadurch trägt man ihn gern auch abseits von Trail und Waldweg. Genau diese Kombination aus Performance und Alltagstauglichkeit macht für mich seinen besonderen Reiz aus.

Haltbarkeit:

Nach nun 6 Wochen intensiven Nutzens (auch im gerölligen Gelände der Tramuntana) löst sich am linken Schuh leider schon der Kleber des Geröllschutzes. 

 

OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren
OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Da Icebug mit dem “Fokus auf Langlebigkeit” wirbt, muss ich hier dann doch einen Stern in der Bewertung abziehen. Vielleicht nur ein unglücklicher Zufall, aber letztlich muss ich das bewerten, was ich bei Test erlebt habe.

OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren
OUTSIDEstories Test ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Mein Fazit

Der Icebug Järv RB9X ist für mich ein nahezu perfekter Begleiter für alles zwischen Trailrunning und schnellen Wanderungen – besonders auf nassem, matschigem und anspruchsvollem Untergrund. Die überragende Passform, der hohe Tragekomfort und der enorme Grip geben ein großes Gefühl von Sicherheit, ohne dass der Schuh träge oder schwer wirkt. Trotz seiner robusten Bauweise fühlt sich der Järv überraschend leicht an und lädt dazu ein, Tempo zu machen.

ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren
ICEBUG Järv RB9X - Trailrunningschuhe, Herren

Er ist kein ultraleichter Rennschuh für Bestzeiten – sondern ein verlässlicher Allrounder. Bei der Langlebigkeit muss ich ein Fragezeichen setzen.

 

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Toller, verstaubarer Radhelm für Pendler im Alltag mit MIPS.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Faltbarkeit ist echter Mehrwert
  • Hohe Alltagstauglichkeit

NACHTEILE

  • Small-Variante fehlt

BEWERTUNG

Newlane Faltbarer Fahrradhelm
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Frisch ausgepackt2

Frisch ausgepackt

Als Produktscout bei Outside-Stories habe ich den Newlane Foldable Mips Bike Helmet zum Testen erhalten. Der Test basiert wie immer auf meinen eigenen Erfahrungen.

Getestet wurde beim täglichen Fahrradfahren zur Arbeit, zur Kita, zum Einkaufen usw.  im urbanen Raum. Für mich lagen dabei die praktische Handhabung, Passform und Funktion im Vordergrund. Ziel war es, den Helm unter realistischen Bedingungen zu nutzen und seine Eigenschaften im täglichen Gebrauch zu prüfen und zu schauen, wie praktisch die Faltfunktion ist.

Ich hatte bereits schon, bevor ich wusste, dass ich den Helm zum Testen bekomme, in einem deutschen Mountainbike-Forum über den Helm gelesen und war über die vielen Kommentare überrascht, in denen kein Verständnis für ein solches Produkt gezeigt wurde und der Sinn in Frage gestellt wurde. Daher freue ich mich besonders, den Helm testen zu dürfen.

Der folgende Bericht ist wie folgt aufgebaut:

  • Über Newlane
  • Features
  • Erster Eindruck und Passform
  • Warum ein faltbarer Helm?
  • Im Einsatz
  • Fazit

Über Newlane

Newlane ist ein 2018 gegründetes Unternehmen aus London. Die Marke entwickelt und vertreibt Fahrradzubehör mit Schwerpunkt auf Helmen für den urbanen Radverkehr. Das Sortiment umfasst vor allem faltbare Fahrradhelme sowie ergänzende Accessoires für Pendler und Alltagsradfahrer.

Der Vertrieb erfolgt überwiegend über Online-Kanäle. Newlane positioniert sich im mittleren Marktsegment und richtet sich an Nutzer, die funktionale Lösungen für den täglichen Einsatz im Stadtverkehr suchen.

Im Bereich Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen unter anderem auf eine Konstruktion ohne Klebstoff, um das Recycling zu erleichtern. Zudem besteht die Möglichkeit, gebrauchte Helme an den Hersteller zurückzusenden, damit Materialien weiterverwendet werden können.

Newlane faltbarer Fahrradhelm Stadt

Features

  • Faltbare Helmkonstruktion
  • Mips System
  • FidLock Magnetverschluss
  • Anpassung an den Kopfumfang möglich
  • Reflektor auf der Rückseite

Reflektor
Fidlock Verschluss

Erster Eindruck und Passform

Auf dem Kopf

Der Helm wirkt sehr sauber verarbeitet und die Materialien machen einen soliden Eindruck.

Das Gewicht ist okay und ist beim ersten Handling unauffällig. Der FidLock-Verschluss lässt sich leicht bedienen und rastet sauber ein. Die Einstellung des Kopfumfangs funktioniert über das vorhandene Anpassungssystem und ermöglicht eine individuelle Anpassung innerhalb des vorgesehenen Größenbereichs.

Die Y‑Clips sind verstellbar, wirken jedoch nicht besonders straff fixiert. Insgesamt ergibt sich ein funktionaler Ersteindruck ohne auffällige Schwächen in der Verarbeitung.

Die Passform ist soweit ok. Ich teste den Helm in der Größe Medium (56–60 cm), er ist auch noch in Large (61–63 cm) erhältlich. Ich merke, dass ich mit meinem Kopfumfang von 57 Zentimeter am unteren Ende bin. Im Winter habe ich immer eine dünne Mütze oder ein dünnes Stirnband daruntergetragen, dadurch saß der Helm wesentlich besser. Als es wärmer wurde und ich Mütze/das Stirnband wegließ, war ich überrascht, dass ich den Helm fast nicht mehr enger stellen kann. Wäre mein Kopf nur minimal kleiner, dann würde der Helm nicht mehr passen. Bei sonnigem Wetter fahre ich immer mit Cap unter dem Helm, daher passt er umso besser.

Auf dem Kopf fühlt sich der Helm soweit ok an. Ich habe aber das Gefühl, dass ich mit der Schädeldecke nur wenig oben an den Helm stoße und der Helm eher wie ein Ring um meinen Kopf liegt. Bei meinen anderen Helmen habe ich einfach überall Kontakt und der Kopf ist regelrecht umschlossen. Ich gehe davon aus, dass meine Kopfform nicht so gut zu dem Helm passt. Druckpunkte oder ähnliche Probleme habe ich aber gar nicht. Zwecks der Passform habe ich auch meine Kollegen den Helm aufsetzen lassen und sie konnten mein Gefühl nicht bestätigen und für sie war alles normal und der Helm saß gut.

Mit Cap

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Faltsystem ist in das Gesamtdesign gut integriert, wie es für einen Falthelm halt möglich ist. Man sieht, dass der Helm „anders“ ist. Die Faltfunktion ist nicht selbsterklärend, daher ist es sehr ratsam, sich vorher online zu informieren bzw. das Erklärvideo von Newlane zu schauen.

Warum ein faltbarer Helm?

Ich möchte auf die Haupteigenschaft der Faltfunktion gesondert eingehen und kurz klären, warum ein Falthelm sinnvoll ist, in welchen Situationen und warum ich den Helm nur ungern am Fahrrad lasse oder außen an den Rucksack hänge.

Die Faltfunktion von Newlane mag vielleicht auf den ersten Blick nicht selbsterklärend sein, aber dank der beiliegenden und einfach zu verstehenden Anleitung, der Anleitung auf der Homepage und dank eines Videos auf der Homepage von Newlane weiß man schnell, wie das Ganze zu behandeln ist. Hat man das Ganze dann ein paar Mal gemacht, dann ist es kinderleicht und der Helm ist in Sekundenschnelle schmaler und passt wunderbar in einen Rucksack.

Hebel auf
Faltmechanismus
Faltmechanismus 2
zusammengefaltet

Man muss lediglich an der Rückseite den Hebel lösen, den oberen Teil des Helmes leicht anheben, um 180 Grad rotieren, wieder ineinanderstecken und den Hebel wieder schließen. Hier ein kleiner Tipp, falls  man den Helm in der Reichweite von Kindern liegen hat: Man sollte vor dem Radeln einmal prüfen, ob nicht zufällig jemand den Hebel entriegelt hat ;) .

Natürlich falte ich den Helm nicht jedes Mal zusammen, wenn ich vom Rad steige und z.B. ins Büro oder nach Hause gehe, aber es gibt genügend Situationen, in denen ich den Helm gerne im Rucksack verstaue, und das funktioniert mit dem Newlane super.

Klar, man könnte den Helm auch mit am Rad anschließen, um ihn nicht mitnehmen zu müssen, aber gerade in einer Stadt, in der viele Räder gestohlen oder beschädigt werden, mache ich das nur ungern. Auch möchte ich nicht, dass ich, wenn es regnet, ich einen nassen Helm aufsetzen muss. „Man kann einen Helm auch hinten am Rucksack befestigen!" Ja, das kann man, und das habe ich in der Vergangenheit schon oft gemacht, aber es ist jedes Mal das Gleiche: Der Helm stößt irgendwo gegen oder gegen jemanden, man setzt den Rucksack auf dem Boden ab und der Helm knallt auf den Boden usw. keine ideale Lösung, wenn man mich fragt.

Helm im RUcksack

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier mal ein paar Beispiele, wann ich den Helm gefaltet und im Rucksack verstaut habe:

Arztbesuch im Krankenhaus mit Kind im Winter: Ich habe meinen Helm und den vom Kind dabei plus die ganzen Winterklamotten. Es fallen mehrere Untersuchungen in mehreren Räumen an und es gibt keine Garderobe. Also falte ich meinen  Helm, verstaue ihn im Rucksack zusammen mit der Winterkleidung und habe nur noch den Kinderhelm in der Hand. Nichts baumelt am Rucksack und ich habe eine Hand frei.

Bahnfahren mit Fahrrad: Ich möchte nicht die ganze Zeit den Helm auf dem Kopf haben, am Fahrrad mag ich ihn auch nicht lassen, da immer wieder Räder dazu gestellt werden und viel passiert, wobei er beschädigt werden könnte. Zudem ist der Zug voll, ich will den Helm also nicht in der Hand oder hinten am Rucksack haben. Im Rucksack ist er gut gestaut und da er gefaltet ist, ist auch noch für meine Jacke Platz, TOP!

Das sind nun nur zwei Beispiele, aber ich denke, jeder Fahrradpendler oder regelmäßig Rad fahrende Mensch kennt genügend Situationen, in denen diese Funktion sehr hilfreich ist.

 

Im Einsatz

Im Schnee
Im Schnee2
Beim Radeln

Im Alltag mit dem Fahrrad zeigt sich der Helm als nicht besonders „aufregend“. Am Ende funktioniert er wie jeder andere Helm und fühlt sich auch so an (wenn denn die Kopfform gut zum Helm passt, siehe Erläuterung im Teil „Erster Eindruck und Passform“).

Das MIPS-System ist unauffällig integriert und beeinflusst die Nutzung nicht negativ. Der Helm sitzt bei passendem Kopfumfang stabil. Die Einstellung des Kopfumfangs erlaubt eine Anpassung, sodass sich der Sitz während der Fahrt nicht verändert.

Der Fidlock-Verschluss erleichtert das Schließen und Öffnen im täglichen Gebrauch. Besonders beim schnellen Aufsetzen und Abnehmen im Pendelalltag ist die Bedienung unkompliziert.

Der hintere Reflektor erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr bei schlechten Lichtverhältnissen. Wenn man allerdings immer Jacken mit Kapuze trägt, ist dieser vermutlich meistens verdeckt.

Im praktischen Einsatz zeigte sich jedoch, dass der Helm nicht für kleinere Köpfe geeignet ist. Selbst bei maximaler Anpassung bleibt die Passform für kleinere Kopfumfänge unzureichend. Zudem können sich die Y‑Clips schnell beim Transport im Rucksack oder beim Aufhängen am Gurt verstellen. Ich musste mehrfach den Gurt neu einstellen.

Im Gesamtbild erfüllt der Helm im Pendelalltag seine grundlegenden Funktionen zuverlässig.

 

Fazit

Der Newlane Foldable Mips Bike Helmet richtet sich klar an urbane Pendler und Alltagsradfahrer, für die die Faltfunktion einen echten praktischen Mehrwert darstellt. Immer dann, wenn der Helm im Rucksack verschwinden soll, spielt dieses Konzept seine Stärke aus. Gerade in Situationen wie Bahnfahrten, Arztbesuchen oder längeren Aufenthalten in Innenräumen ist das kompakte Verstauen ein nachvollziehbarer Vorteil.

In Bezug auf die Passform ist eine genaue Prüfung der Größe wichtig. Eine Small-Variante fehlt im Sortiment. Mit einem Kopfumfang von 57 Zentimetern bewege ich mich im unteren Bereich der Größe „Medium“ und merke bereits die Grenzen der Einstellmöglichkeiten. Für kleinere Köpfe ist der Helm daher nicht geeignet. Auch die Y‑Clips können sich beim Transport verstellen und erfordern gelegentliches Nachjustieren.

Wer mit der Passform zurechtkommt und einen sicheren Helm mit MIPS-System sucht, den man situativ kompakt verstauen kann, erhält ein alltagstaugliches Modell mit durchdachtem Faltmechanismus für den Stadtverkehr. Aufgrund der fehlenden Größe und der nicht so gut gewählten Y‑Clips vergebe ich 4 Sterne.

 

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