Top-Handling, Venting & Aktivkohle: Upgrade überzeugt.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Sehr schneller Durchfluss
  • Venting = kein Flaschen-Kollaps
  • Robuste, griffige Flasche
  • Extrem leicht & kompakt

NACHTEILE

  • Sedimentanfällig
  • "Shake to clean“ limitiert
  • Kein integrierter Vorfilter

BEWERTUNG

Einleitung

In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit Gewässern im Alpenvorland und im Salzkammergut beschäftigt. Im Zuge der Recherche zu meinem aktuellen Buchprojekt über die Seenlandschaft der Region war ich an knapp hundert Gewässern unterwegs – von glasklaren Quellen bis zu moorigen Lacken habe ich der EZ-Membran von Katadyn über viele Jahre hinweg jede Variante von Gewässer im Salzkammergut gezeigt.

Ich kenne das System seit seinen Anfängen und damit auch seine Stärken und seine Grenzen unter realen Bedingungen. 

Die BeFree AC Bottle 0,7 L habe ich zum Testen bekommen und seitdem auf rund 20 Touren im Alpenvorland und in den österreichischen Alpen dabei gehabt. Was man hier bekommt, ist kein neues Prinzip – sondern eine Weiterentwicklung eines bewährten Systems. Und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

KATADYN GROUP BeFree AC Bottle
KATADYN GROUP BeFree AC Bottle

Technische Daten

  • Volumen: 0,7 Liter
  • Filtration: 2-stufig (EZ-Clean Hohlfaser + Aktivkohle)
  • Porengröße Hohlfaser: 0,1 µm
  • Durchfluss: bis zu 2 Liter pro Minute
  • Gewicht: ca. 93 g
  • Maße: 95 × 75 × 236 mm

 


Erster Eindruck

Beim Auspacken merkt man klar: Das Design ist erwachsener geworden.

Die 0,7-Liter-AC-Version wirkt sofort robuster als die klassische Softflask. Sie ist griffiger, weniger wabbelig, liegt ruhiger im Rucksack und fühlt sich insgesamt wertiger an. Der Filter hat noch einen Befestigungspunkt bekommen, was ich sofort sehr zu schätzen weiß und viele der bisherigen 3D-Druck Montage System für den herkömmlichen Befree obsolet macht. Durch die stabilere Form kann der Befree jetzt auch in eine Flaschenhalterung oder auf der Seite in den Rucksack rein. 

Er ist eine echte Trinkflasche geworden.

Oben gibt es noch eine Neuheit. Das Venting System. Also Luft kommt wieder in die Trinkflasche wenn man ansaugt. 

Und dann das Herzstück der neuen Variante. Die zusätzliche Akitvkohle Filterstufe. Diese befindet sich nach der Hohlfaser und wird ganz einfach eingesetzt. Durch das alltagstauglichere Design und diese zusätzliche Filterstufe eröffnen sich neue Einsatzbereiche in denen Chlor, Pestizide und andere Stoffe eine noch größere Rolle spielen.

KATADYN GROUP BeFree AC Bottle

Im Einsatz

Getestet wurde ausschließlich im Alpenvorland und in den österreichischen Alpen.

Im Gebirgsbach ist der BeFree in seinem Element. Starker Durchfluss, angenehmes Handling, direkt trinken funktioniert hervorragend.

Im Vergleich zur Vorgängervariante konnte ich keine Einbußen bei der Durchflussgeschwindigkeit durch den neuen Aktivkohle Filter feststellen. Eine Änderung im Geschmack lässt sich aber definitiv feststellen im Vergleich zur Standard Variante. Je nach gefiltertem Wasser hatte die AC Variante deutlich weniger erdige oder muffige Note. Auch Quellwasser oder klare Bäche enthalten oft feine gelöste Stoffe – Huminsäuren, organische Reste oder ganz leichte Einträge von außen. Das merkt man manchmal gar nicht sofort, aber im direkten Vergleich ist das Wasser mit Aktivkohle einfach „runder“ und neutraler.

Die Kohle filtert genau diese gelösten Stoffe heraus, die die Hohlfaser nicht erwischt. Das ist kein Muss im alpinen Gelände, aber ein spürbarer Unterschied – vor allem bei stehenden Gewässern, Schneeschmelzwasser oder Quellen mit Oberflächeneinfluss. 

Damit wird der BeFree mehr als nur ein Sicherheitsfilter gegen Keime. Er deckt jetzt auch die „feinen“ Sachen ab, die man früher einfach mitgetrunken hat. Der Befree wird dadurch zu einem vollwertigeren System.

Unterm Strich: Die Aktivkohle eine sinnvolle Erweiterung. Sie macht aus dem BeFree kein anderes Produkt – aber ein deutlich besser abgestimmtes.

Die Hohlfaser selbst ist technisch überzeugend. In klarem Wasser läuft ein Element über lange Zeit stabil – oft über mehrere Saisonen. Das Ende kommt nicht durch Keime, sondern durch Widerstand.

Und dieser Widerstand entsteht fast immer durch Sediment.

Gerade in moorigen Gewässern oder bei hohem Anteil an Schwebstoffen zeigt sich die Grenze des Systems sehr deutlich. Dann wird aus „Flow“ sehr schnell „Krafttraining“.

„Shake to clean“ hilft – aber nur begrenzt.

Das ist kein Qualitätsproblem der Membran. 
Aber ohne Vorfilter bekommt sie den Dreck direkt auf die Poren gedrückt.

Ich war mit meinem ersten Befree damals eine Wochen autark im Gebirge unterwegs. Am ersten Tag beim ersten Einsatz hat sich der Filter in der Karstlacke leider zugesetzt und ich durfte eine Woche Krafttraining betreiben. Dadurch lernte ich schnell auf was man beim Befree achten muss. 

Sediment

 

Meine provisierte Lösung seit damals: Vorfilter beim Befüllen.
Ein einfacher Baumwoll-Teebeutel als Sedimentfänger verhindert, dass sich die Membran bei problematischem Wasser schnell zusetzt. Das ist ein Notbehelf aber keine saubere Lösung.

Ich möchte hier ganz klar erwähnen, dass dies ein systemimmanentes Problem aller Hohlfaser-Filter ist und kein spezifisches BeFree Problem. 

 

KATADYN GROUP BeFree AC Bottle

Handling unterwegs

Direkt trinken funktioniert angenehm. Ja – man muss etwas stärker drücken, weil das Material stabiler ist. Aber der Wasserfluss bleibt konstant und sauber. Durch die neue Form ist auch das trocknen der Flasche endlich kein Problem mehr. Die Softflasks kleben ja immer gerne aneinander und sind dann der ideale Nährboden für Keime. Das Thema ist mit der neuen Variante endlich Geschichte. 

Im Vergleich zu Pumpfiltern oder Rückspülsystemen ist der BeFree für mich das intuitivste und praktischste System. Füllen. Drücken. Trinken.

Das Nachfüllen im vollen Rucksack ist in der Praxis umständlich.
Viele – mich eingeschlossen – greifen hier zu eigenen Lösungen.

Ich habe mir einen Adapter gebaut, um über den Trinkschlauch zu befüllen, ohne den Rucksack auszuräumen.

Das funktioniert, aber es ist alles andere als optimal. 3D-Prints sind zum Teil wahre Bakterienfallen, genauso wie feuchte Baumwollbeutel beim Vorfilter..

Hier liegt aus meiner Sicht ein großes, noch ungenutztes Potenzial:

Ein standardisierter, sauberer Anschluss und ein nachrüstbarer Vorfilter  – kein Workaround, sondern Teil des Systems.

Das Venting ist für mich in der aktuellen Version in punkto Handling der eigentliche Gamechanger:
kein Zusammenziehen mehr, kein Widerstand im System, kein „Arbeiten gegen die Flasche“. Vorallem gab es während dem Testzeitraum dadruch nie Wasseraustritt.

Man merkt klar es geht in eine, wie ich finde sehr gute Richtung. Man geht weg davon den Befree jedes Gramm abzuringen und inkludiert wieder etwas mehr Funktionalität, was ich sehr begrüße.  

Fazit

Die BeFree AC Bottle 0,7 L erfindet das System nicht neu – aber sie bringt es spürbar weiter.

Flasche und Venting zusammen mit AC sind ein echter Gamechanger für mich. Das Handling ist durch das Ende des „Vakuum-Effekts“ so viel besser, dass diese 0,7-AC-Version für mich ab sofort die erste Wahl im Katadyn-Sortiment ist – einfach, weil sie sich im Alltag und am Berg am stimmigsten anfühlt.

Die größte Baustelle ist und bleibt das Sedimentmanagement. Die Hohlfaser ist für unsere Wasserqualität technisch überlegen, scheitert in der Praxis aber nicht an Keimen, sondern schlicht an Schwebstoffen. Wenn sich der Filter im Gletscher-, Karst- oder Moorwasser „zubetoniert“, wird aus einem Weltklasse-Werkzeug ein Problem.

Draußen zählt nur die binäre Realität: Kommt Wasser oder nicht?

Unterm Strich ist die neue Variante des Befree ein hervorragend weiterentwickeltes Werkzeug mit einem spürbaren Upgrade.

Was jetzt noch fehlt, ist der Mut zu einer Art „Pro-Variante“ oder ein „Mission Kit“ mit Vorfilter und einem sauberen Anschluss zur Befüllung von Trinksystemen.

Und ja – ich und viele andere wären bereit, dafür mehr Gewicht und einen höheren Preis in Kauf zu nehmen.

Eine Version für den Einsatz unter widrigen Bedingungen – „For the mission“

KATADYN GROUP BeFree AC Bottle


Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Sehr gute, leichte, selbsttönende Sportbrille zum Sparpreis.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Coole Optik und sehr leicht
  • Gute Selbsttönung und sehr gute Belüftung
  • Gute Aufbewahrungsbox und Säckchen im Lieferumfang
  • Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Verzerrungsfrei bis zu den äußersten Rändern

NACHTEILE


BEWERTUNG

 

Cimalp Vision One Sport
  • Testzeitraum: ca. 3 Wochen
  • Hersteller: CIMALP
  • Modell: Matteo Eydallin LTD Photochrom
    (Teil der nachhaltigen Kollektion „PINK MATTEO“, inspiriert von Matteo Eydallins Weltmeistertitel 2021)
  • Kategorie: Sportbrillen, Sonnenbrillen, Laufbrillen, Radbrillen, selbsttönende Brillen
  • Merkmale: Photochrome Scheibe (selbsttönend), verstellbare Bügel und Nasenpolster, Belüftung mit 6 Öffnungen, inkl. Hardcase und Softcover
  • Schutzstufen: Kategorie 1–3, verkehrstauglich
  • Passform/Größe: Unisex/Einheitsgröße
  • Farben: grün, weiß
  • Abmessungen: Brillenbreite 142 mm; Bügellänge 130 mm
  • Material: Fassung aus GRILAMID TR90 – leicht, flexibel, witterungsbeständig
  • Glas: bruchfestes Polycarbonat der Kategorie 3 mit 92–95 % Lichtfilterung und UV400-Schutz
  • Zertifizierung: ISO 12312‑1‑A‑2015
  • Gewicht: ca. 26 g
  • Preis: ca. 95 €

Optik und Haptik

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters :-). Deshalb sind die folgenden Zeilen dieses Abschnitts auch lediglich meine subjektive Meinung.
Während man bei den meisten Produkten noch sagen könnte: „Hauptsache, die Funktion stimmt“, ist es bei Brillen, die prominent mitten im Gesicht platziert sind, leider kaum möglich, die Optik außen vorzulassen.
Zusätzlich gibt es hier auch noch das Problem, dass z.B. Schuhe optisch nicht unbedingt mit der Form von Fuß, Knöchel oder Wade harmonieren müssen, Brillen aber schon.

Schon beim Auspacken fällt auf: Cimalp hat hier kein 08/15-Produkt abgeliefert. Die Farbkombination aus Weiß und einem frischen Grün wirkt sportlich-modern und hebt sich wohltuend vom Einheitsbrei ab. Das Design ist eine gelungene Mischung aus der angesagten Shield-Optik und funktionaler Aerodynamik.

Ich sage immer: „Ich habe kein Brillengesicht.“ Irgendwie passte bisher noch nie eine Brille so richtig zu meinem Gesicht, zumindest aus meiner Sicht. Oft ist es auch so, dass ich die Brille und die Sicht aus der Ego-Perspektive super finde, bis ich in den Spiegel schaue :-).

Was mich jedoch bei der Cimalp-Brille sofort begeistert hat, ist die ästhetische Wirkung im Gesicht. Sportbrillen wirken oft klobig oder deplatziert – die Vision One hingegen integriert sich harmonisch in mein Gesicht und passt irgendwie zu meiner Gesichtsform. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich bei einer Sportbrille sage: „Die steht mir wirklich gut.“ Ein Faktor, der bei aller Technik nicht zu unterschätzen ist.

Geliefert wird die Brille inklusive einer stylischen Hardcover-Box und einem Softcover-Täschchen. Die Verarbeitung macht einen einwandfreien Eindruck, trotz des extrem geringen Gewichts wirkt die Brille nicht zerbrechlich und die Materialien wirken allesamt recht hochwertig. Natürlich sind knapp unter 100 € auch nicht supergünstig, aber nach dem ersten Hands-on hätte ich die Brille teurer eingeschätzt, vor allem da viele Konkurrenzprodukte namhafter Hersteller auch das Doppelte kosten.

Cimalp Vision One Sport
Cimalp Vision One Sport

Photochrome Gläser

SPIELEREI ODER SUPERPOWER?

Die SPECTRA-Scheibe

Das Herzstück der Cimalp Vision One ist zweifelsohne die photochrome SPECTRA-Scheibe. Diese selbsttönende Technologie deckt die Kategorien 1 bis 3 ab, was sie zu einem echten Allrounder für wechselnde Lichtverhältnisse macht.

Ein kritischer Punkt bei photochromen Brillen ist oft die Farbwiedergabe. Viele Scheiben neigen zu einem unnatürlichen Grau- oder Blaustich, sobald sie abdunkeln. Hier liefert Cimalp jedoch erstklassig ab: Die Farben wirken extrem echt und unverfälscht. Die Kontraste werden sauber herausgearbeitet, ohne die Welt künstlich einzufärben.
Ein weiterer Punkt, bei dem es riesige Unterschiede gibt, ist die Reaktionszeit, also die Zeit, die Gläser benötigen, um abzudunkeln und aufzuhellen. Früher dachte ich, es dauert bei jeder Brille gleich lang, ungefähr so wie ein Sonnenaufgang und Sonnenuntergang halt so lange dauern wie sie dauern, und daran kann man nicht ändern, aber tatsächlich ist es deutlich anders.

Manche Brillen sind schneller als andere, manche dunkeln besonders schnell ab, andere hellen besonders schnell auf und einige funktionieren nicht im Auto oder im Zug, da sie nur auf UV Strahlen reagieren und diese bereits von der Scheibe gefiltert werden.

Was alle selbsttönenden Brillen gemeinsam haben: Bei Kälte dauert der Vorgang länger, da die Moleküle im Material langsamer sind, und Abdunkeln geht deutlich schneller als Aufhellen.

Außerdem dachte ich früher nicht nur, es dauert immer gleich lange, sondern ich dachte auch, es geht viel schneller, also sekundenschnell. In der Realität ist es aber so, dass alle Gläser ca. 20–60 Sekunden zum Abdunkeln und bis zu 5 Minuten zum kompletten Aufhellen benötigen.
Obwohl also eigentlich alle photochromen Gläser das gleiche physikalische Prinzip nutzen, gibt es riesige Unterschiede.
Auf plötzliche Änderungen reagieren photochrome Gläser überhaupt nicht, auch wenn die Werbung das oft suggeriert.

Cimalp Vision One Sport

 

Belüftung

Ein Punkt, der oft erst dann unterschätzt wird, wenn man keuchend am Gipfel steht oder bei einer roten Ampel zum Stehen kommt: das Beschlagen der Gläser. Nichts ist nerviger, als wenn die Sicht im entscheidenden Moment durch eine graue Nebelwand getrübt wird und man gezwungen ist, die Brille während der Fahrt abzunehmen.

Cimalp setzt bei der Vision One auf ein ausgeklügeltes Belüftungssystem, das aus insgesamt sechs strategisch platzierten Lüftungsschlitzen besteht. Diese befinden sich dezent am oberen und unteren Rand der Scheibe sowie an den Seiten. Das Ziel: Eine konstante Luftzirkulation zu gewährleisten, ohne dass es unangenehm an den Augen zieht.

In der Praxis funktioniert das System hervorragend und ist beinahe auf Augenhöhe mit einer deutlich teureren Alpina Turbo Pro. Bei schweißtreibenden Uphill-Passagen im Wald, blieb die Scheibe bei mir meistens klar und frei von Beschlag, bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit an einem kühlen regnerischen Tag kann aber jede Scheibe mal beschlagen, so auch die Cimalp. Sobald man sich aber etwas zügiger bewegt, sorgt der Luftstrom dafür, dass entstehende Feuchtigkeit sofort abtransportiert wird und die Scheibe vor dem nächsten Ausatmen wieder frei ist. Ein echter Clou ist dabei die Balance: Die Belüftung ist effektiv genug, um Beschlag bei Gegenwind zuverlässig zu verhindern, aber so dezent platziert, dass man auch bei hohen Geschwindigkeiten in der Abfahrt keine tränenden Augen bekommt.
 

Sitz und Passform

Wie eine zweite Haut

Was nützt die beste Optik, wenn die Brille nach einer Stunde auf dem Rad Kopfschmerzen verursacht? Hier punktet die Vision One durch ihre durchdachte Ergonomie. Das Gestell aus Grilamid TR90 ist nicht nur extrem robust, sondern auch federleicht.

Dank der verstellbaren Nasenpads und der flexiblen Bügelenden lässt sich die Brille individuell anpassen. Bei mir saß sie von der ersten Sekunde an bombenfest, ohne unangenehme Druckpunkte zu hinterlassen. Selbst bei intensiven Einheiten und Schweißbildung verrutscht nichts. Besonders hervorzuheben ist die Belüftung: Durch die strategisch platzierten Öffnungen zwischen Scheibe und Rahmen wird ein Beschlagen effektiv verhindert – ein riesiger Pluspunkt bei langsamen, steilen Uphill-Passagen.

Cimalp Vision One Sport

Erfahrungen beim Laufen und Biken

Ein Begleiter für alle Fälle

Auf dem Trail zeigt die Cimalp Vision One ihre wahre Stärke. Das Sichtfeld ist durch das rahmenlose Design im unteren Bereich extrem weiträumig, was besonders bei technischen Abfahrten für Sicherheit sorgt, da man Hindernisse im Bodenbereich früher wahrnimmt.

Die Selbsttönung hat mich im Test vollends überzeugt. Der Übergang von einer hellen Cat. 1 (beinahe transparent) bis hin zur dunklen Cat. 3 (für strahlenden Sonnenschein) funktioniert zuverlässig. Man vergisst schlichtweg, dass man eine Brille trägt, da sich die Sicht immer optimal an die Umgebung anpasst.

Gerade wenn man zwischen Waldpassagen, offenen Feldern und schattigen Trails wechselt, zeigt sich, wie gut eine Brille wirklich ist. Die Vision One spielt hier ihre Stärke voll aus: Die selbsttönende Scheibe reagiert zuverlässig und sorgt dafür, dass man nie das Gefühl hat, plötzlich „ins Dunkle“ zu laufen oder geblendet zu werden. Besonders angenehm ist, dass die Farbwiedergabe natürlich bleibt – nichts wirkt künstlich eingefärbt oder überbetont. Man vergisst schlichtweg, dass die Lichtverhältnisse wechseln, weil die Brille das unauffällig für einen regelt.

Eine Brille kann technisch noch so stark sein – wenn sie drückt oder rutscht, landet sie im Schrank. Die Vision One sitzt dagegen wie eine zweite Haut. Das extrem leichte TR90-Gestell und die verstellbaren Nasenpads sorgen dafür, dass sie auch nach langen Einheiten nicht unangenehm wird. Selbst bei schweißtreibenden Uphill-Passagen bleibt sie stabil, ohne zu verrutschen. Die Belüftungsschlitze leisten hier ganze Arbeit: Schweiß wird nicht unter die Scheibe gedrückt, und selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit bleibt die Sicht überraschend klar.

Schutz vor Wind und äußeren Einflüssen
Gerade auf schnellen Downhills oder beim Radfahren merkt man, wie gut die Brille vor Zugluft schützt. Die Vision One schafft hier eine beeindruckende Balance: genug Belüftung, um Beschlag zu verhindern, aber nicht so viel, dass die Augen anfangen zu tränen. Auch seitlich bietet die große Panorama-Scheibe einen soliden Schutz – egal ob Wind, Staub oder kleine Insekten. Das gibt ein spürbares Sicherheitsgefühl, besonders auf technischen Trails, wo man sich voll auf den Boden konzentrieren muss.

Fazit

Eine Brille, die mehr liefert, als sie verspricht

Die CIMALP Vision One hat mich im Test ehrlich überrascht. Während viele Modelle großer Marken vor allem mit ihrem Namen glänzen, punktet diese Brille dort, wo es wirklich zählt: in der Praxis. Die Kombination aus extrem natürlicher Farbwiedergabe, zuverlässiger Selbsttönung und einem Sichtfeld, das gerade auf technischen Trails enorm Sicherheit gibt, macht sie zu einem echten Allrounder. Dazu kommen der hervorragende Tragekomfort – leicht, stabil, ohne Druckpunkte – und eine Belüftung, die selbst bei feuchten Bedingungen erstaunlich gut funktioniert.

Unterm Strich liefert CIMALP hier eine Sportbrille ab, die technisch in der Oberklasse spielt, preislich aber angenehm bodenständig bleibt. Für mich ist sie aktuell der neue Maßstab in meinem Gear‑Schrank: eine Brille, die man aufsetzt und sofort vergisst – im besten Sinne. Wer eine zuverlässige, stylische und langlebige Begleiterin für Laufen, Biken und Outdoor‑Abenteuer sucht, wird hier definitiv nicht enttäuscht werden.

 Galerie

 

Cimalp Vision One Sport

     

Cimalp Vision One Sport
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Cimalp Vision One Sport
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Cimalp Vision One Sport
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Cimalp Vision One Sport
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 FAQs – Häufig gestellte Fragen

Wie schnell reagieren die photochromen Gläser der Vision One?

Die SPECTRA‑Scheibe benötigt je nach Temperatur etwa 20–60 Sekunden zum Abdunkeln und bis zu 5 Minuten zum vollständigen Aufhellen. Das ist völlig normal und entspricht dem physikalischen Verhalten aller hochwertigen photochromen Gläser.

Funktioniert die Selbsttönung auch im Auto?

Wie bei den meisten photochromen Gläsern reagiert die Vision One primär auf UV‑Licht. Da Autoscheiben UV‑Strahlen stark filtern, ist die Tönung im Fahrzeug deutlich reduziert.

Beschlägt die Brille bei Anstiegen oder im Winter?

Dank der sechs strategisch platzierten Belüftungsöffnungen bleibt die Scheibe in der Praxis meist klar. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit oder Kälte kann jede Brille kurz beschlagen – die Vision One klärt aber schnell wieder auf, sobald man sich bewegt.

Wie gut sitzt die Brille bei langen Läufen oder viel Schweiß?

Das TR90‑Gestell ist extrem leicht und flexibel, die Nasenpads und Bügelenden sind verstellbar. Dadurch sitzt die Brille stabil, ohne zu drücken oder zu verrutschen – selbst bei intensiven Einheiten.

Ist die Vision One auch für schmale oder breite Gesichter geeignet?

Die Brille ist als Unisex‑Einheitsgröße konzipiert. Durch das flexible Material und die anpassbaren Kontaktpunkte passt sie sich vielen Gesichtsformen gut an. Meiner Meinung nach passt die Brille aber hervorragend zu schmalen Gesichtern, bei denen viele Brillen ansonsten zu klobig aussehen.

Wie natürlich ist die Farbwiedergabe der Gläser?

Die Vision One gehört zu den wenigen photochromen Brillen, die Farben extrem natürlich darstellen. Kein künstlicher Blau‑ oder Graustich – Kontraste werden sauber betont, ohne verfälscht zu wirken.

Kann die Brille auch beim Radfahren oder Wandern genutzt werden?

Ja, absolut. Das große Sichtfeld, die stabile Passform und der Windschutz machen sie zu einem echten Allrounder für Laufen, Biken, Wandern und Trailrunning.

Wie pflege ich die Gläser richtig, damit die Beschichtung lange hält?

Am besten mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel reinigen und anschließend mit einem Mikrofasertuch trocknen. Keine aggressiven Reiniger oder Papiertücher verwenden.

Wie robust ist die Brille im Alltag?

Die Kombination aus TR90‑Rahmen und bruchfestem Polycarbonat‑Glas macht die Vision One sehr widerstandsfähig. Trotz des geringen Gewichts wirkt sie keineswegs fragil.

Gibt es die Vision One in anderen Farben oder Glasvarianten?

Ja, CIMALP bietet verschiedene Rahmen‑ und Scheibenkombinationen an. Bei deinem Testmodell sind Rahmenfarbe und Glastyp fest miteinander gekoppelt. Es gibt verspiegelte Versionen und Versionen ohne Selbsttönung in verschiedenen Farben.Test



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Einsteiger-Modell mit Reservoir zum Kampfpreis.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Sehr geringes Eigengewicht
  • 1,5 L CRUX Reservoir inklusive
  • Kompakt, körpernah, bewegungsfreundlich
  • Atmungsaktives 3D-Vent-Mesh-Rückenpanel
  • Nachhaltigere Materialien (recycelt, C0-DWR)
  • Laptop-/Tablet-Fach integriert

NACHTEILE

  • Keine echte Lastübertragung (kein Hüftgurt)
  • Begrenztes Volumen für lange Touren
  • Kaum interne Organisation
  • Nicht wasserdicht

BEWERTUNG

Ich habe den Camelbak Arete 14 von OUTSIDEstories zum Test erhalten. Diese Bewertung erfolgt vollständig unabhängig. Weder wurde ich dafür bezahlt noch bin ich gegenüber dem Hersteller Verpflichtungen eingegangen. Der rund sechswöchige Testzeitraum bildet die Grundlage für die nachfolgenden Eindrücke.

Die Produkte des US-amerikanischen Hydration-Spezialisten begleiten mich beziehungsweise uns als Familie bereits seit mehreren Jahren. In dieser Zeit habe ich unter anderem den K.U.D.O. 18, den Scout, die Eddy+ Kids 400 ml, die MultiBev 500 ml sowie die Eddy+ Vacuum Insulated getestet und bewertet. Damit decken meine bisherigen Erfahrungen sowohl den Bereich technischer Bike-Rucksäcke als auch Kinderprodukte und isolierte Trinklösungen ab.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack
OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Das Unternehmen gilt als Pionier des modernen Trinkrucksacks. Was 1989 mit einer improvisierten Hydration-Lösung bei einem texanischen Wüstenrennen begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem technologisch ausgereiften System mit durchdachten Reservoirs und hoher Praxistauglichkeit. Heute ist die Marke im Bike-, Trail- und Outdoor-Segment fest etabliert und steht für funktionale, langlebige Lösungen rund um das Thema Flüssigkeitsversorgung. 

Entsprechend hoch ist meine Erwartungshaltung gegenüber dem Arete 14. Die bisherigen Modelle konnten in Verarbeitung, Funktion und Alltagstauglichkeit überzeugen. Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Jahren zahlreiche Rucksäcke unterschiedlichster Bauart für OUTSIDEstories getestet und kann dieses Modell daher in einen breiteren Kontext einordnen. Entscheidend ist am Ende, ob der Arete dem eigenen Markenanspruch gerecht wird und in seinem vorgesehenen Einsatzbereich einen echten Mehrwert bietet.

 

WAS BIETET DER ARETE 14?

Der Arete 14 ist ein bewusst reduzierter Hydration-Rucksack mit 14 Litern Gesamtvolumen und integriertem 1,5-Liter-CRUX-Reservoir. Seine Konstruktion folgt einem klaren Prinzip: geringes Gewicht, hohe Bewegungsfreiheit und unmittelbare Körpernähe stehen im Vordergrund. Maximale Lastübertragung oder ausgeprägte Organisationsstrukturen sind hier nicht das Ziel.

Mit einem Eigengewicht von rund 290 Gramm ohne Reservoir zählt der Arete zu den sehr leichten Modellen seiner Klasse. Das Volumen verteilt sich funktional auf etwa 12,5 Liter Stauraum plus 1,5 Liter Trinksystem. Die Bauweise ist rahmenlos. Es gibt weder Aluminiumstreben noch eine versteifende Rückenplatte oder einen Hüftgurt zur Lastübertragung. Das Tragesystem setzt vollständig auf eine kompakte, körpernahe Passform.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Das 3D-Vent-Mesh-Rückenpanel sorgt für eine leichte Distanz zum Rücken und ermöglicht eine gewisse Luftzirkulation. Die Schulterträger sind schlank, aber ausreichend gepolstert. Ein höhenverstellbarer Brustgurt stabilisiert das System bei Bewegung. Auf einen Hüftgurt wurde bewusst verzichtet, was den minimalistischen Ansatz unterstreicht.

Auffällig ist die Dual-Use-Ausrichtung. Neben dem Outdoor-Einsatz bietet der Arete ein gepolstertes Fach, das wahlweise das Reservoir oder ein Laptop beziehungsweise Tablet bis etwa 13 Zoll aufnimmt. Damit positioniert sich das Modell zwischen sportlichem Trail-Pack und urbanem Daypack. 

Die PFAS-freie DWR-Imprägnierung sorgt für wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften, ersetzt jedoch keinen vollwertigen Wetterschutz bei längerem oder starkem Regen. Die Organisation ist bewusst reduziert gehalten. Es gibt keine speziellen Werkzeugfächer oder komplexe Innenunterteilungen. Diese Klarheit spart Gewicht, setzt aber eine strukturierte Packweise voraus.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

MATERIAL

• Hauptmaterial: 200D Ripstop, teilweise recycelt
• Innenmaterial: 135D Nylon, solution dyed
• Imprägnierung: C0-DWR, PFAS-frei
• Rückenpanel: 3D-Vent-Mesh
• Reservoir: CRUX 1,5 Liter
• Gewicht: ca. 290 g ohne Reservoir
• Volumen: 14 Liter inklusive Reservoir

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

MERKMALE

• 1,5 Liter CRUX-Reservoir im Lieferumfang enthalten
• Großes Hauptfach mit Panel-Loading-Zugang
• Separates Laptop- beziehungsweise Tablet-Fach
• Elastische Fronttasche
• Seitliche Schlauchführung
• Höhenverstellbarer Brustgurt
• Weiches, komprimierbares Packdesign

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

TECHNOLOGIEN

  • CRUX-Reservoir: Das CRUX-Reservoir von CamelBak bietet 1,5 Liter Kapazität und ist seit Jahren im Sortiment etabliert. Der große Schraubverschluss erleichtert das Befüllen und Reinigen deutlich. Das Ventil ist auf hohen Durchfluss ausgelegt, sodass Flüssigkeit mit geringem Saugaufwand verfügbar ist. Die Konstruktion unterstützt hygienische Handhabung im Alltag.

  • 3D-Vent-Mesh: Das Rückenpanel besteht aus einem atmungsaktiven Abstandsmaterial, das direkten Kontakt zwischen Rücken und Rucksack reduziert. Es ermöglicht eine leichte Luftzirkulation, ersetzt jedoch kein gespanntes Netzrückensystem wie bei großen Trekkingrucksäcken. In dieser Gewichtsklasse stellt es einen funktionalen Kompromiss zwischen Komfort und Minimalismus dar.

  • DWR ausgeschrieben Durable Water Repellency bedeutet so viel wie dauerhaft wasserabweisend was nicht gleichzusetzen ist mit wasserdicht. Dahinter verbirgt sich eine unsichtbare Imprägnierung von Textilien oder Schuhen. DWR ist also eine Eigenschaft, welche ein Textil haben kann und kein bestimmtes Material oder System. 

    Diese wird durch Verwendung verschiedener Chemikalien und Technologien herbeigeführt. Ziel der Behandlung ist es die Oberfläche des Materials sehr glatt zu bekommen, damit Wasser einfach abperlt und nicht aufgenommen wird. Ohne Membran würde bei Dauer und Starkregen trotzdem Wasser durchdringen. Durch viele Waschgänge und Verschleiß wird der Lotusblüteneffekt aber nachlassen und muss erneuert werden, da Membranen zwar das Wasser draußen halten, es aber in die äußeren Textilschichten eindringen kann. Es bildet sich ein geschlossener Film welcher die Dampfdurchlässigkeit und Atmungsaktivität mindert. In der Fachsprache nennt man diesen Effekt „Wetting out“

 

WIE MACHT SICH DER TRINKRUCKSACK IM EINSATZ?

Neben dem Arete 14 nutze ich regelmäßig sehr unterschiedliche Rucksackmodelle, abhängig von Tourenlänge, Intensität und Aktivität. Dazu zählen unter anderem der CAMELBAK K.U.D.U. 18 mit Protektor, ein EVOC FR Tour 30l, ein leichter EVOC CC 3l + 2l sowie klassische Daypacks ohne Trinksystem. Entsprechend klar ist für mich, wo sich der Arete innerhalb dieses Spektrums positioniert.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

 

Die Passform ist klar körpernah ausgelegt. Durch die schlanke, kompakte Bauweise sitzt der Rucksack relativ dicht am Rücken. Auf dem Bike verschiebt sich der Schwerpunkt dadurch nicht unnötig nach hinten. Bei moderater Beladung bleibt das System stabil und unauffällig. Der höhenverstellbare Brustgurt erfüllt hier seinen Zweck und verhindert ein Verrutschen der Schulterträger.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Sobald es jedoch ruppiger wird, bei schnellem Laufen, Joggen oder eben beim Trailsurfen mit dem Bike, zeigt sich die konstruktive Grenze. Ohne Hüftgurt liegt die gesamte Last auf den Schultern. Bei schnellen Richtungswechseln, kleinen Sprüngen oder technischeren Trails beginnt der Rucksack stärker zu arbeiten. Er pendelt nicht dramatisch, aber spürbar mehr als Modelle mit echter Lastübertragung. Für entspannte Touren absolut ausreichend, für sportlich ambitionierte Einsätze jedoch nicht optimal.

Im Vergleich zu Protektor-Rucksäcken oder speziell konstruierten Bike-Packs fehlt die strukturelle Stabilität. Das ist keine Schwäche im eigentlichen Sinne, sondern eine bewusste Designentscheidung zugunsten von Gewicht, Vielseitigkeit und natürlich auch Preis.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Tragekomfort und Belüftung

Das 3D-Vent-Mesh-Rückenpanel erfüllt seine Aufgabe solide. Es sorgt für eine leichte Luftzirkulation und verhindert direkten Materialkontakt auf voller Fläche. Natürlich darf man hier kein gespanntes Netzrückensystem wie bei Trekkingmodellen erwarten. Bei sommerlichen Temperaturen entsteht vermutlich die typische Kontaktfeuchtigkeit, das kann ich aufgrund der aktuellen Jahreszeit (Winter) allerdings nicht prüfen.

Die Schulterträger sind schlank, aber ausreichend gepolstert. Bei höherem Gewicht merkt man allerdings, dass sie konstruktiv nicht für längere Lasten jenseits der 6–7 Kilogramm ausgelegt sind. Der Arete bleibt ein Leichtgewicht für leichte Einsätze.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Organisation im Alltag

Im Alltag zeigt der Arete seine Stärke. Das separate Fach für Reservoir oder Laptop ist tatsächlich mehr als nur ein Marketing-Detail. Ich habe ihn sowohl mit Trinkblase auf kurzen Wanderungen als auch als urbanen Daypack mit Laptop genutzt. Der Wechsel funktioniert unkompliziert.

Das Hauptfach ist bewusst reduziert. Für eine Regenjacke, etwas Verpflegung, Multitool und Kleinteile reicht das Volumen aus. Wer jedoch Werkzeug strukturiert verstauen möchte oder viele Kleinteile organisiert transportieren will, stößt schnell an Grenzen. Es fehlen dedizierte Taschen oder elastische Halterungen. Man muss bewusst packen.

Die elastische Fronttasche ist praktisch für schnell zugängliche Kleidungsschichten. Eine nasse Jacke lässt sich hier gut verstauen, allerdings ist das Material nicht wasserdicht. Bei Regen dringt Feuchtigkeit entsprechend ein.

OUTSIDEstories-Test: CAMELBAK Arete 14 mit 1,5 Liter - Hydration-Rucksack

Im Praxistest

Das mitgelieferte CRUX-Reservoir arbeitet auf gewohnt hohem Niveau. Der Durchfluss ist angenehm hoch, das Mundstück dicht. Ein Nachtropfen konnte ich im Testzeitraum nicht feststellen. Der große Schraubverschluss erleichtert das Befüllen deutlich, insbesondere unterwegs. Das gleiche Modell mit größerer Füllmenge verwende ich seit vielen Jahren beim Biken und habe es u. a. auch vor allem im Winter mit einem Neoprenschlauch ergänzt, um das Einfrieren von Wasser im Schlauch zu verhindern.

Im direkten Vergleich mit älteren Camelbak-Reservoirs oder Systemen anderer Hersteller wirkt das CRUX ausgereift und alltagstauglich. Geschmackliche Beeinträchtigungen durch das Material konnte ich nach kurzer Einlaufphase nicht feststellen. Wie bei allen Trinkblasen empfiehlt sich eine gründliche Reinigung vor dem Ersteinsatz.

Die Schlauchführung ist funktional gelöst, aber schlicht. Eine magnetische Fixierung oder ein aufwendigeres Retentionssystem wie bei manchen Bike-Modellen gibt es nicht. Das passt zur minimalistischen Ausrichtung.

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Grenzen des Konzepts

Mit 14 Litern inklusive Reservoir bleibt der Stauraum klar begrenzt. Für Sommerbedingungen absolut ausreichend, in der kälteren Jahreszeit mit zusätzlicher Isolationsschicht wird es schnell eng. Mehrtägige Touren sind definitiv nicht sein Einsatzbereich.

Ebenfalls klar: Der Arete ist kein bikespezifischer Rucksack. Es gibt keine Helmhalterung, keinen Rückenprotektor, keine ausgeprägte Werkzeugorganisation und keine Regenhülle. Wer genau das sucht, wird im Camelbak-Sortiment fündig, aber nicht bei diesem Modell.

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Einordnung

Der Arete 14 ist am stärksten, wenn man ihn nicht überfordert. Als leichter Begleiter für kurze Outdoor-Aktivitäten, Reisen, Städtetrips oder den täglichen Weg zur Arbeit funktioniert er hervorragend. Er ist unkompliziert, leicht und vielseitig einsetzbar.

Wer hingegen regelmäßig technisch anspruchsvolle Trails fährt, größere Lasten transportiert oder maximale Stabilität erwartet, sollte zu einem spezialisierteren Modell und damit logischerweise auch tiefer in die Tasche greifen. Genau hier liegt aber auch seine Stärke: Er versucht nicht, alles zu sein. Er bleibt bewusst minimalistisch und in diesem Rahmen funktioniert er sehr gut.

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WAS STECKT HINTER DER MARKE CAMELBAK?

>Die Marke Camelbak feierte im Jahr 2019 ihr 30-jähriges Jubiläum. Geboren wurde das erste von vielen Camelbak-Produkte 1989 als der Rennrad-Fahrer Michael Eidson am Hotter’n Hell 100-Rennen teilnehmen wollte. Es galt 100 Meilen, mit wenig Möglichkeiten Wasser aufzufüllen, auf dem Bike in der Sommerhitze Texas zu absolvieren. 

>Aus diesem Grund erschuf sich Eidson, Rettungssanitäter, eine clevere, wenn auch denkbar einfache Lösung  für sein Problem. Er verwendete einen in einen Kniestrumpf gepackten Infusionsbeutel und verstaute diesen in der Rückentasche seines Trikots. Den Schlauch fixierte er mittels Wäscheklammer. Damit war der Grundstein einer Erfolgsgeschichte gelegt. Kurz danach gründete er die Firma CAMELBAK. Bei dem besagten Rennen war Jeff Wemmer, schwer beeindruckt von der Cleveren Erfindung und begann diese bei ähnlichen Events zu vertreiben. Ihm ist es auch zu verdanken, dass Fahrradläden das Produkt in ihr Sortiment aufnahmen.

Im selben Jahr wurde mit dem Thermobak der erste Trinkrucksack angeboten. Es folgten viele Verbesserungen und Weiterentwicklungen während der 90er Jahre, z.B. das Bite Valve Mundstück. Mit dem CAMELBAK M.U.L.E. auch Mountainbiker in die Zielgruppe und 1999 stellte die Marke den ersten Trinkrucksack für Wintersportler vor. In den 2000er Jahren ging die Produktentwicklung und Marktexpansion weiter. So rückte auch der Laufsport ins Visier. 2012 brachte Camelbak eine Trinkweste für Läufer auf den Markt.

>Heute sind alle Flaschen von CAMELBAK frei von BPA, BPS und BPF. Plastikflaschen besteht seit 2020 zu 10 % aus natürlicher Maisstärke im selben Jahr wurden neue Rucksäcke und Gürteltaschen eingeführt, die zu 50% aus recycelten PET-Flaschen bestehen.

>Die Got Your Bak-Lebenslange Garantie deckt alle Reservoirs, Rucksäcke, Flaschen und Zubehörteile von Herstellungsfehlern in Material und Verarbeitung für die gesamte Lebensdauer des Produkts ab. Laut Camelbak werden folgende Schäden ausgeschlossen: „Schäden, die durch normale Abnutzung, Unfall (verloren/gestohlen), Kampfschäden, unsachgemäße Pflege oder Reinigung, unüblichen Gebrauch oder Fahrlässigkeit verursacht wurden.“ 

Hard Facts

Gründung: 1989 in Texas (USA) durch Michael Eidson
>Hell 100 entwickelt – Infusionsbeutel im Trikot
Erstes Produkt: Thermobak – erster serienreifer Trinkrucksack (1989)
Eigentümer: Seit 2015 Teil von Vista Outdoor, seit 2023 Outdoor-Sparte unter Revelyst
Sitz: Petaluma, Kalifornien (USA)
Produktion: International (Asien & weitere Standorte), Entwicklung in den USA
Fokus: Hydration-Systeme, Trinkrucksäcke, Soft Flasks, Flaschen & taktische Trinksysteme
Technologische Meilensteine: Bite Valve Mundstück, CRUX® Reservoir mit hohem Durchfluss, QuickLink™-System
Nachhaltigkeit: BPA-/BPS-/BPF-freie Materialien, zunehmender Einsatz recycelter PET-Fasern (teilweise bis 50 %), pflanzenbasierte Materialanteile in Flaschen
Garantie: „Got Your Bak™“ – lebenslange Garantie auf Material- und Verarbeitungsfehler
Philosophie: Performance-orientierte Hydration-Lösungen für Sport, Outdoor und Einsatzkräfte
Stärken: Hohe Durchflussrate, ergonomische Passform, langlebige Reservoir-Systeme, starke Markenidentität im Bike- und Trailrunning-Segment
Besonderheit: Pionier und Marktbegründer im Bereich moderner Trinkrucksäcke und integrierter Hydration-Systeme

FAZIT

Der Camelbak Arete 14 ist leicht, reduziert, funktional und preislich attraktiv positioniert. Mit dem bereits enthaltenen 1,5-Liter-CRUX-Reservoir bietet er ein Gesamtpaket, das in dieser Preisklasse absolut überzeugend ist. Im Alltag spielt er seine Stärken konsequent aus. Er trägt sich angenehm körpernah, wirkt unaufdringlich und macht als Pendler- oder Freizeitrucksack eine ebenso gute Figur wie auf kurzen Wanderungen oder entspannten Bike-Touren. Auch die nachhaltigeren Materialien und die PFAS-freie DWR-Imprägnierung passen ins Gesamtbild eines modernen, durchdachten Einstiegsmodells.

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Seine Grenzen sind jedoch klar definiert. Ohne Hüftgurt gibt es keine echte Lastübertragung, bei dynamischen Bewegungen oder ruppigem Gelände fehlt spürbar Stabilität. Für ambitionierte Mountainbike-Touren, längere Distanzen oder technisch anspruchsvolle Unternehmungen ist er nicht konzipiert. 

>Unterm Strich sehe ich den Arete 14 als gelungenes, günstiges Einsteigermodell und als vielseitigen Alltagsrucksack mit Trinksystem. Wer ein leichtes, unkompliziertes Setup für kleine Touren, Reisen oder den täglichen Einsatz sucht, bekommt hier viel Funktion fürs Geld. Wer maximale Performance für sehr sportliche Aktivitäten erwartet, sollte sich innerhalb des Sortiments nach höher positionierten Modellen umsehen. Der Arete 14 ist kein Hochleistungssportler, sondern ein verlässlicher Begleiter für alles, was zwischen Büro, Feierabendrunde und Wochenendtour liegt. Er trägt nicht die Welt, nur das Nötigste – und genau das reicht, wenn der Weg ruft und wir wieder unterwegs sind, Richtung #wirsehenunsdraussen…



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