Solides Expeditionszelt mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis
VORTEILE
- Stangenkonzept
- Belüftbarkeit
- Stabilität
- unkomplizierter Aufbau
- Platz
NACHTEILE
- Packsack
- Heringe
- Abspannschüre
- Gewicht
BEWERTUNG
Das Zelt wurde auf einer 4 wöchigen Expedition getestet.
Positives:
Das Zelt lässt sich sehr schnell und mit trockenem Inneren aufbauen. Wir haben zuerst die Ecken festgepinnt und dann das Gestänge in die entsprechenden Taschen gesteckt. Danach wird das Zelt nur noch an das Gestänge angeklippst. Mit den zusätzlichen "Powerframe Haken" braucht es etwas Gewöhnungszeit bis das Handling gut läuft, aber die Bedienung ist prinzipiell einfach und das System ist effizient.
In manchen Nächten musste das Zelt einigen starken Böen standhalten, was es problemlos bewältigte. Das Zelt hat sich nur geringfügig bewegt, sodass man trotz der Geräuschkulisse ein gutes Gefühl haben konnte.
Das Belüftungskonzept besticht durch seine Einfachheit. Über einen Kordelzug lässt sich ein kleines Fenster öffnen das einen Luftzug zum Außenzelt zulässt.
Ich bin 1,85m mit 83 kg und mein Partner ist etwa 1,75m mit 70 kg. Wir hatten auch in Daunenklamotten und dicken Schlafsäcken genug Platz um den Kontakt mit der Zeltwand weitestgehend zu vermeiden.
Negatives:
Zum Packsack lassen sich 3 Dinge sagen:
1) der Verschlussmechanismus lässt sich nicht verstellen. Dadurch kann der Sack je nach Füllstand nicht zuverlässig verschlossen werden. Lagert man beispielsweise das Gestänge aus und hat so einen eher leeren Sack rollt sich mit der Zeit die Wicklung auf.


2) Wenn man in der gebotenen Eile das Zelt nicht sauber zusammenlegt, bekommt man große Schwierigkeiten alles im Sack unter zu bekommen. Wir haben deshalb oft die Zeltstangen seperat im Rucksack verstaut.
3) Das Zelt war die gesamte Zeit über seitlich - außen am Rucksack befestigt. Der Packsack hat dabei einige Scheuerstellen abbekommen. Ob diese Stellen tatsächlich zu Rissen führen muss sich erst noch zeigen, jedenfalls ist es aufgefallen.
Die mitgelieferten Heringe sind für viele Untergründe unbrauchbar. durch die kleinen Nuten ist die Fehleranfälligkeit zumindest für die Zeltbodenschlaufen recht groß. Durch ihre Kürze halten sie sicher nur in bindigen Böden wie etwa Waldboden. In etwas loserer Erde oder gar Schnee muss man auf andere Mittel umsteigen.


Die Schnüre mit denen das Zelt abgespannt werden soll sind extrem steif und wiedersetzen sich einem gezielten Einstellen was sehr mühsam wird wenn man alle Abspannmöglichkeiten nutzen möchte.
Als letzten (kleinen) negativen Punkt führe ich das erhöhte Gewicht an. Mit knapp 2,5 kg gehört das Power Sphaerio zu den schweren 2 Personen Expeditionszelt.
Fazit: Das Zelt hat in den wesentlichen Punkten überzeugt und uns gute Dienste erwiesen. Vor allem der Packsack und die Abspannschnüre sind negativ aufgefallen und störten etwas. Trotzdem kann das Zelt problemlos weiterempfohlen werden.