Grundgedanke gut. Umsetzung mangelhaft
VORTEILE
- Transportable
- Klein
NACHTEILE
- Wasser läst sich schwer eifüllen
- Muss immer wieder gepumpt werden
- Kein Feststellhebel
BEWERTUNG
Ich war schon immer viel draußen unterwegs und habe auch schon mal im kanadischen Busch gelebt, ohne Strom und fließendes kaltes, geschweige denn warmes Wasser. Aber duschen wollte ich schon mal. Dafür habe ich morgens einen schwarzen 5-Liter-Plastikbeutel mit Wasser in die Sonne gehängt, und wenn ich Glück hatte, konnte ich nachmittags mit einigermaßen warmem Wasser schnell duschen. Die 5 Liter waren ruckzuck leer. Das Problem besteht auch heute noch, wenn man autark unterwegs ist.
Es gibt viele Camper, die keine Dusche eingebaut haben, oder viele Outdoor-Freunde, die einfach mit dem PKW unterwegs sind und auch keine Dusche haben. Von Outside-Stories habe ich eine Outdoor-Dusche bekommen, um sie für euch zu testen. Und hier sind schon mal die Basisdaten.
Nemo Equipment hat eine tragbare Druckdusche, die ich für euch getestet habe.



Das Teil nennt sich Helio. Die tragbare Druckdusche gibt es in zwei verschiedenen Größen mit unterschiedlichem Fassungsvermögen: einmal mit 2,9 Gallonen (ca. 11 Liter) und einmal mit 5,8 Gallonen (ca. 22 Liter) Füllvolumen.
Das Ganze besteht aus einer Fußpumpe und einem 2 Meter langen Schlauch, der am anderen Ende eine Duschspritzpistole hat. Ich habe die 11-Liter-Version getestet. Das Gewicht dieser Dusche leer und verpackt liegt bei ca. 605 Gramm.
Die 22-Liter-Version wiegt laut meiner Internet-Recherche etwa 905 Gramm. Das verwendete Material ist Polyurethan-beschichtetes Polyester und thermoplastisches Polyurethan. Der Schlauch besteht aus Neopren. Das Ganze ist in einem kleinen Packsack verstaut und bringt, wenn er gut komprimiert ist, folgende Maße mit sich: 15 Zentimeter hoch und 20 Zentimeter im Durchmesser.


Der erste Eindruck und Probelauf.
Ich habe mir angewöhnt, dass ich, bevor ich etwas auf eine Tour mitnehme, das Ganze zu Hause auspacke und einen Probelauf durchführe, damit ich weiß, was mich erwartet. So habe ich es auch hier gemacht. Auspacken und ein kurzer Blick auf die Bedienungsanleitung (diese ist nur in Englisch) und los geht's.
Die erste Befüllung habe ich in unserer Küche gemacht und hatte schon ein wenig Probleme, den Wassertank zu füllen, ohne die ganze Küche zu fluten. Die Füllöffnung ist zwar ein wenig wie ein Trichter ausgearbeitet, aber ich fand es nun doch nicht so einfach, das Wasser in den Tank zu füllen, obwohl ich direkt am Wasserhahn war. Das Verschließen der Füllöffnung war auch nicht so einfach und man muss schon ein wenig Kraft und Geduld aufbringen, um das Ganze zu verschließen. Okay, das war geschafft, und nun ging es nach draußen.
Mit der Fußpumpe wird jetzt Druck im Wassertank erzeugt, damit das Wasser auch durch den Schlauch an die Duschspritzpistole kommt. Okay, und jetzt wird der Griff an der Duschspritzpistole gedrückt, und siehe da, das Duschwasser spritzt heraus. Man darf aber jetzt auch keinen übermäßigen Druck erwarten. Aber zum Duschen und mal etwas abzuspritzen reicht es.
Okay, so weit, so gut. Ich war aber etwas enttäuscht und etwas genervt, was beim Einfüllen vom Wasser schon anfing, und so packte ich es wieder ein. Aber natürlich sollte es noch weitere Chancen bekommen. Zum Duschen war es mir im März noch zu kalt. Aber natürlich überlegte ich mir, wie ich die Nemo Helio Pressure Shower bei meinen Hobbys einsetzen könnte.



Ich könnte sie als Außendusche bei meinem Wohnmobil nutzen oder bei uns im Garten am Pool. Das waren die zwei Einsatzgebiete, die ich mir dafür vorstellen konnte. Natürlich kann man auch allerlei Dinge darunter waschen oder einen Hund duschen.
Okay, nun zur zweiten Chance.
Hier waren wir mit dem Wohnmobil unterwegs. Ich habe den Tank dieses Mal schneller und besser am Wasserhahn vom Wohnmobil gefüllt bekommen, was mein Urteil dem Ganzen wieder etwas positiver stimmen ließ. Am Wohnmobil war die Markise ausgefahren, wo ich dann den Duschkopf befestigen konnte. So, nun wieder Druck aufbauen mit der Fußpumpe und nun?
Wenn ich jetzt wirklich duschen wollte, musste ich den Hebel drücken und halten. Da habe ich aber nur eine Hand frei. Na, so wird das aber kein Duschvergnügen. Also habe ich eine Wäscheklammer genommen und diese so am Duschkopf befestigt, dass der Hebel gedrückt war und ich beide Hände zum Duschen freihatte, wenn ich duschen wollte. Das war nun gar nicht so schlecht. Aber wirklich überzeugt hat es mich immer noch nicht. Wenn der Duschkopf einen Feststeller für den Hebel hätte, wäre es viel besser. Aber hat er nicht, und so muss der Nutzer ein wenig basteln. Dies ist aber auch nicht Sinn der Sache, denke ich.
Für heute hatte ich auch genug, und so entleerte ich den Wassertank. Zum Teil über die Spritze und zum Teil über den Einfüllstutzen. Auch das ist nicht ganz einfach, und man muss schon ganz schön schütteln, um das Wasser einigermaßen rauszubekommen. Ich kann euch nicht sagen, ob das Innere des Tanks jemals richtig austrocknen kann. Vielleicht, wenn es gut entleert für einige Stunden in der Sonne liegt, dann vielleicht.
Jetzt wollte ich zu Hause noch wissen, wie lange man damit duschen kann. Und wieder bekam ich Probleme beim Befüllen. Dieses Mal habe ich es mit dem Gartenschlauch ausprobiert. Es funktionierte besser als mit dem Küchenhahn, aber ich habe auch festgestellt, dass ich den Wassertank nicht mit 11 Litern befüllen konnte, da sich vorher das Wasser aus dem Füllstutzen herausdrückt, und das Verschließen des Wassertanks war auch wieder ein Problem. Ganz genau kann ich es nicht sagen, aber ich glaube, am Schluss dürften so 9 bis 10 Liter Wasser im Tank gewesen sein.
Okay, dann schauen wir mal, wie lange man damit ungefähr duschen kann. Ich habe gut Druck auf den Wassertank mit der Fußpumpe gegeben, und es kam immer ca. 1 Minute lang gut Wasser, bevor ich wieder pumpen musste. Für ca. 10 Liter Wasser musste ich 6-mal die Fußpumpe betätigen, was ehrlich gesagt mir sehr lästig war. Aufgrund der kühlen Tage in der Testphase kann ich euch leider nicht sagen, wie lange es dauert, die 11 Liter auf eine angenehme Wassertemperatur zu bekommen.
Antwort von Meta AI: Hier ist der korrigierte Text: Ich könnte sie als Außendusche bei meinem Wohnmobil nutzen oder bei uns im Garten am Pool. Das waren die zwei Einsatzgebiete, die ich mir dafür vorstellen konnte. Natürlich kann man auch allerlei Dinge darunter waschen oder einen Hund duschen.
Okay, nun zur zweiten Chance. Hier waren wir mit dem Wohnmobil unterwegs. Ich habe den Tank dieses Mal schneller und besser am Wasserhahn vom Wohnmobil gefüllt bekommen, was mein Urteil dem Ganzen wieder etwas positiver stimmen ließ. Am Wohnmobil war die Markise ausgefahren, wo ich dann den Duschkopf befestigen konnte. So, nun wieder Druck aufbauen mit der Fußpumpe und nun? Wenn ich jetzt wirklich duschen wollte, musste ich den Hebel drücken und halten. Da habe ich aber nur eine Hand frei. Na, so wird das aber kein Duschvergnügen. Also habe ich eine Wäscheklammer genommen und diese so am Duschkopf befestigt, dass der Hebel gedrückt war und ich beide Hände zum Duschen freihatte, wenn ich duschen wollte.
Das war nun gar nicht so schlecht. Aber wirklich überzeugt hat es mich immer noch nicht. Wenn der Duschkopf einen Feststeller für den Hebel hätte, wäre es viel besser. Aber hat er nicht, und so muss der Nutzer ein wenig basteln. Dies ist aber auch nicht Sinn der Sache, denke ich. Für heute hatte ich auch genug, und so entleerte ich den Wassertank. Zum Teil über die Spritze und zum Teil über den Einfüllstutzen. Auch das ist nicht ganz einfach, und man muss schon ganz schön schütteln, um das Wasser einigermaßen rauszubekommen.
Ich kann euch nicht sagen, ob das Innere des Tanks jemals richtig austrocknen kann. Vielleicht, wenn es gut entleert für einige Stunden in der Sonne liegt, dann vielleicht. Indessen wollte ich zu Hause noch wissen, wie lange man damit duschen kann. Und wieder bekam ich Probleme beim Befüllen.
Dieses Mal habe ich es mit dem Gartenschlauch ausprobiert. Es funktionierte besser als mit dem Küchenhahn, aber ich habe auch festgestellt, dass ich den Wassertank nicht mit 11 Litern befüllen konnte, da sich vorher das Wasser aus dem Füllstutzen herausdrückt, und das Verschließen des Wassertanks war auch wieder ein Problem. Ganz genau kann ich es nicht sagen, aber ich glaube, am Schluss dürften so 9 bis 10 Liter Wasser im Tank gewesen sein.
Okay, dann schauen wir mal, wie lange man damit ungefähr duschen kann. Ich habe gut Druck auf den Wassertank mit der Fußpumpe gegeben, und es kam immer ca. 1 Minute lang gut Wasser, bevor ich wieder pumpen musste. Für ca. 10 Liter Wasser musste ich 6-mal die Fußpumpe betätigen, was ehrlich gesagt mir sehr lästig war. Aufgrund der kühlen Tage in der Testphase kann ich euch leider nicht sagen, wie lange es dauert, die 11 Liter auf eine angenehme Wassertemperatur zu bekommen.



Mein Fazit
Ich hatte mir ehrlich viel mehr von der Helio-Dusche versprochen. Aber schon bei der Erstbefüllung verlor ich die Lust auf eine Dusche. Und das hat sich bedauerlicherweise durch die ganze Testphase durchgezogen.
Daher gibt es auch nur 2 Sterne. Zwar finde ich die Grundidee ganz gut, aber das Ganze ist umständlich und unausgereift, wie ich finde. Würde man den Tank vernünftig befüllen können und die Spritzpistole eine Aufhängung und einen Feststellhebel haben, wäre es schon um einiges besser, aber immer noch nicht ideal. Bei einem Preis von ca. 149 Euro regulär ohne Rabatt ist das für mich ein No-Go.