Praktisches Bike mit toller Gruppe, keine Rennsemmel
VORTEILE
- Antrieb
- Kompatibilität
- Preis
- Rahmengrößen
NACHTEILE
- Übersetzung
- Gewicht
BEWERTUNG
Sowohl Gravelbikes als auch elektrische Schaltungen liegen voll im Trend, und mit dem Grail AL 7 eTap hat Canyon die Einstiegsklasse beider Kategorien kombiniert.
Erst einmal zum Rahmen. Jeder Werkstoff bietet Vor- und Nachteile. In diesem Fall ist Aluminium günstig und nicht empfindlich. Hohe Tretlagersteifigkeit, einen komfortablen Rahmen oder federleichtes Gewicht darf man nicht erwarten. Letzteres liegt je nach Rahmengröße schnell über 10 Kilo für das gesamte Bike, ohne dass Headunit, Schutzbleche, Satteltasche oder Trinkflaschen angebracht sind. Das Ergebnis ist ein sehr laufruhiges, aber wenig dynamisches Bike.
Das Grail hat drei Befestigungsmöglichkeiten für Flaschenhalter, wobei unter dem Unterrohr wohl eher eine Werkzeugflasche Platz nehmen sollte, wenn man nicht den halben Waldboden am Mundstück haben möchte. Ansonsten sind keine Befestigungspunkte zu finden, was bei einem Alu-Rahmen auch nicht weiter tragisch ist.
Vorbau und Lenker sind noch klassisch gehalten, was einen großen Spielraum beim Bikefitting bietet. Mir persönlich war zum Beispiel der 46 Zentimeter Lenker beim 2XL-Rahmen deutlich zu breit, und ein Austausch war kein Problem. Wer durch eine weit ausgefahrene Sattelstütze (werksseitig aus Carbon) mehr Komfort möchte, kann auch tendenziell eine Nummer kleiner nehmen und sich mit einem längeren Vorbau behelfen.
Die SRAM Rival eTap XPLR Schaltgruppe ist für dieses Preissegment das Highlight des Bikes. Sie kommt ab Werk gut eingestellt, und auch die Verbindung mit der SRAM-App ist sehr intuitiv. Schaltvorgänge sind schnell und präzise, und kein Gang "rattert". Wer nicht viel in den Bergen unterwegs ist, könnte noch über ein größeres Kettenblatt nachdenken. Bei 40-10 kommt man schnell auf hohe Trittfrequenzen.
