Auch die Umwelt findet dieses Fett fett!
VORTEILE
- Umweltfreundich
- Preiswert
- 100% biologisch abbaubar
- 50% aus nachwachsenden Rochstoffen
- kommt in praktischer Aludose
- Dosierbarkeit
NACHTEILE
BEWERTUNG
"Let's give a hug to mama nature…"
So wird man auf der Homepage von ANTIDOT empfangen und weiß sofort, dass hier die Umwelt eine zentrale Rolle spielt.
ANTIDOT ist eigentlich ein Ableger bzw. eine Marke von bzw. ein Startup basierend auf Bremer & Leguil aus Duisburg, die so ziemlich alles anbieten was die Industrie benötigt, um jegliche Sachen zu reinigen oder zu schmieren.
Wie der Mutterkonzern legt auch ANTIDOT hierbei großen Wert auf biologisch verträgliche Inhaltsstoffe wie auch bei ihrem Bike Fett.

Wem nicht klar ist, wofür man es benutzen soll, der kann es überall dort verwenden wo Reibung reduziert und Korrosion verhindert werden soll (auch nicht nur am Rad).
Nicht verwenden würde ich es innerhalb von Gabel und Dämpfer sowie an den Gleitflächen derselben, da hat es nichts zu suchen. Wo ich gerne fette ist Sattelstütze, Lenkkopflager, Tretlager, Dämpferaufnahmen oder als Lagerfett in den Pedalen.
Wichtig ist, dass das Fett nicht für Carbonparts genutzt werden darf. Hierfür bietet ANTIDOT aber auch spezielle Carbonpaste an. Diese enthält meist kleine Partikel, die bei geringem Montagedruck höhere Reibung ermöglichen, sodass die empfindlichen Parts mit wenig Klemmkraft angezogen werden können und trotzdem halten.
Doch zurück zum Fett!
Auch hier kommt die Verpackung wieder relativ straight und schnörkellos designed daher, was mir persönlich gut gefällt! Sogar die Dose ist aus recyclebarem Aluminium, hier wird von Anfang bis Ende konsequent der Umweltgedanke umgesetzt. Wenn das Fett leer ist kann die Dose gut für Kleinteile im Werzeugkoffer weiter genutzt werden! Echt praktisch!


Das Fett besteht nachweislich aus zu 100% abbaubaren Inhaltsstoffen und immerhin zu 50% aus nachwachsenden Rohstoffen. Im Produkt finden sich weiterhin keinerlei Lösungsmittel, Farbstoffe, Duftstoffe oder Konservierungsstoffe.
Der Umweltaspekt ist glaube ich nun schon in der Einleitung relativ klar geworden, das finde ich passt zum Biken in der Natur, man will diese ja nicht gleich mit allerlei Ölen und Dreck verunreinigen, sondern dort lediglich Spaß und Erholung finden.
Als Testkandidaten mussten mein altes „zur Arbeit etc“- Rad und das Enduro meiner Frau herhalten.
Test #1
Als erstes wurde die Sattelstütze mal wieder (seit langem) gereinigt und neu gefettet.

Ich trage Fett meistens mit dem Finger auf, da hat man das beste Gefühl, wie ich finde. Angenehm ist auf jeden Fall, dass das Fett nicht unangenehm oder stark riecht. Die Konsistenz ist auch nicht so fest wie gewohnt sondern eher cremig. Beim Auftragen wird es durch die Finger erwärmt und lässt sich auch sehr dünn auftragen, so dass man gut dosieren kann und nicht unnötig Fett verschwendet.


Nach der Reinigung und dem Fetten flutscht die Sattelstütze wieder einwandfrei und lästiges knarzen ist sofort verschwunden. Auch der Schnellspanner hat noch etwas Liebe bekommen und sich darüber gefreut! Mission erfolgreich! Läuft ja wie geschmiert! Weiter zum nächsten Rad!

Test #2
Die Pedale meiner Frau haben schon lange eine Reinigung und frisches Fett nötig also her mit den beiden, Gewinde sauber gemacht und einmal die Achse raus. Die Lager sind noch OK also bekommen sie von mir eine Reinigung und eine neue frische Fettpackung verpasst.



Auch hier lässt sich das Fett wieder sehr gut dosieren, diesmal eine deutlich dickere Schicht als bei der Sattelstütze, was tadellos funktioniert. Danach wieder alles zusammenbauen. Das Fett versiegelt anschließend wieder den Dichtungsgummi und verhindert nun wieder, dass Dreck und Wasser in Innere der Pedale gelangt.



Dann vor der Montage noch alle Gewinde leicht gefettet und der Wiederzusammenbau klappt wie bei neuen Parts. Die Pedale sind nun auch wieder gut geschmiert und können wieder fleißig bei jedem Wetter Umdrehungen machen.
Nach dem Werkstatteinsatz muss auch der Monteur das Fett wieder loswerden, das geht mit Seife und heißem Wasser ohne Schwierigkeiten, es wird also keine Scheuerpaste oder ähnliches gebraucht.
Zur Dauerhaltbarkeit kann ich jetzt noch nicht viel sagen, bisher ist aber alles wunderbar und noch keinerlei Verlust der Schmierwirkung zu erahnen.
Preislich finde ich das Produkt fair mit 7,95€ pro 100g Dose ist es sogar preiswerter als viele Wettbewerbsprodukte, die alle in der Plastiktube oder Plastikbecher daherkommen und nicht zwingend umweltfreundlich sind.
Wer viel Fett braucht bekommt das ganze sogar nochmal preiswerter, denn es gibt auch eine 900g Dose, diese kostet dann 39,95€. Der Preis ist dann schon unschlagbar!
Ich für meinen Teil weiß jetzt nicht was ich an dem Fett kritisieren kann, da es angenehm zu verarbeiten ist, gut schmiert und dichtet und dem Anwender dabei noch ein gutes Gewissen gegenüber Mutter Natur verschafft. Die etwas weichere Konsistenz ist vielleicht Geschmackssache in der Anwendung, hat mich persönlich aber nicht gestört.
Wieder ein gutes Produkt von Antidot. Von mir gibt’s hier die volle Punktezahl und auch eine klare Kaufempfehlung!









