Schnee, Schlamm, Asphalt, Sand? Kjerak ist die Antwort!
VORTEILE
- günstig
- stabil
- für Alu leicht
- nachhaltig
- viel Zubehör
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
ich möchte euch hier ein wenig über Wanderstecken erzählen. Blödsinn, Skistecken meine ich natürlich. Oder doch Trekkingstöcke? Meiner Meinung nach können die Kjerak von Bergkvist all das und noch mehr.
Wieso finde ich das? Bei der Lieferung sind folgende Dinge enthalten: Ein Gummiaufsatz, Schneeteller, Schlamm/Sand Teller, und ein Gummipuffer. Ohne Aufsatz haben die Stöcke eine Hartmetallspitze.
Gehen wir aber zuerst einen Schritt zurück und überlegen uns, was Wanderstöcke überhaupt für einen Zweck verfolgen!
Wanderstecken, auch Trekkingstöcke genannt, sind nützliche Werkzeuge für Wanderer, Trekker und Bergsteiger aber auch Skifahrer (Skistecken), Skitourengeher und Hike & Fly Fans wie mich. Sie werden verwendet, um das Gleichgewicht zu halten, den Aufstieg zu erleichtern und die Belastung auf die Gelenke zu verringern. Vor allem mit einem schweren Rucksack wenn man keinen ultraleichten Gleitschirm hat, oder viel Seil und Sicherungsmaterial schleppen muss.
Es gibt verschiedene Arten von Wanderstecken, die für verschiedene Anwendungsbereiche geeignet sind. Zum Beispiel gibt es speziell entwickelte Wanderstecken für den Einsatz im Schnee und auf Eis, wie zum Beispiel Skistöcke mit Spikes. Andere Wanderstecken sind für den Einsatz auf schlammigen oder rutschigen Untergründen ausgelegt, wie zum Beispiel Wanderstecken mit größeren Pads. Oben schon kurz angeführt – diese Stecken können alles!
Die Vorteile von Wanderstecken sind zahlreich. Sie erleichtern den Aufstieg, indem sie zusätzlichen Halt und Kraft bieten. Sie reduzieren die Belastung auf die Gelenke, insbesondere auf die Knie (auch ein wenig auf die Hüfte), und erhöhen somit die Sicherheit und den Komfort beim Wandern. Sie können auch als Hilfe beim Überwinden von schwierigen Passagen verwendet werden, wie zum Beispiel beim Überqueren von Flüssen – das ist aber schon ein Extremanwendungsbereich (wer einen Fluss durchquert, bei dem ihm ein Stecken zugutekommt, weiß hoffentlich sowieso was er macht) .
Ein Nachteil von Wanderstecken ist, dass sie zusätzliches Gewicht und Platzbedarf im Rucksack verursachen. Diese Stecken sind zwar nicht auf Platz 1 beim der Ultraleicht-Challenge aber sie sind für Aluminium-Stöcke mit ihren ca. 500 g doch durchaus leicht. Vom Platzbedarf her sind sie hervorragend: Man kann sie sehr kleine zusammenschieben und damit passen sie in einen 35 Liter-Rucksack aufrecht hinein, ohne oben rauszuschauen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass sie manchmal hinderlich sein können, insbesondere in engen Bereichen bzw. besser gesagt im felsigen Gelände, wenn man beginnt seine Hände zu brauchen – problematisch wird es dann, wenn jemand hinter einem ist: Aufpassen, das kann wörtlich ins Auge gehen!

Wanderstecken werden aus einer Vielzahl von Materialien hergestellt, wie zum Beispiel Aluminium, Kohlefaser und Titan. Aluminiumstecken sind die gängigsten und am häufigsten verwendeten, da sie leicht, robust und erschwinglich sind. Auch der hier beschriebene Stecken von Bergkvist ist aus Aluminium. Als Griff hat er Kork, da die Stöcke ökologisch vernünftig hergestellt sein sollen. Besser als Kunststoff ist das auf jeden fall – vor allem für den Griffkomfort.
Kohlefaserstecken sind leichter und strapazierfähiger als Aluminiumstecken, aber auch teurer. Titanstecken sind die stärksten und leichtesten, aber leider auch die teuersten.

Nun zurück zum Anfang: Ich finde diese Stöcke sehr vielseitig, aufgrund der mitgelieferten Gadgets.
Auf eisigem Untergrund kann man sie ohne Aufsatz und ohne Teller nutzen. Die Hartmetallspitze (vermutlich Wolframcarbid) hält unheimlich viel aus, und ich konnte auch auf Felsen keinen Kratzer provozieren.
Wenn sich der Untergrund aber eher schlammig oder sandig offenbart, dann ist auch dafür gesorgt. Mit den richtigen Tellern sinkt der Stock nicht im Boden ein und verleiht die nötige Stabilität.
Schneeteller sind ebenfalls dabei. Diese sind noch etwas größer als die Schlammteller, jedoch perforiert, damit sie aus dem Schnee leichter wieder rauskommen und damit sie nicht so schwer sind.
Bewegt man sich auf Asphalt, so gibt es extra Asphaltaufsätze, welche eine spezielle Form haben, welche ein angenehmes Abrollen ermöglichen.
Die Verschlüsse bei den Stöcken sind sehr fest und zuverlässig – denn es gibt wenige Dinge, welche so nervig sind wie lockere Stecken!
Ich habe die Stecken einmal im Tiefschnee und mehrmals zum Fliegen mitgehabt: Sie haben bei jeder Tour aufs neue gezeigt, dass auch günstige Stöcke sehr qualitativ sein können. Preislich liegen sie nämlich lediglich bei ca. 30 € (im Vergleich: Ultraleichtstecken von bekannten Trekkingmarken kosten eigentlich nie unter 100 €). Ich kann diese Stecken klar empfehlen – vor allem für Anfänger im Outdoorbereich, da sie ein breites Band an Aktivitäten abdecken, sehr preiswert sind und trotz des Preises mit ihrer Qualität überzeugen!
















