Wenn's mal hart kommt-Kleb's ab!
VORTEILE
- leicht
- gutes Material
- fester Grip
- kleines Packmaß
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
Ich darf euch heute ein wenig über ein Climbing-Tape von Camp vorstellen. Warum tapet man überhaupt?

Tapen soll man, wenn man verletzt ist und Schmerzen hat! Nicht prophylaktisch und schon gar nicht aus Gewohnheit heraus – da muss ich zugeben, das habe ich auch oft falsch gemacht. Erst im Zuge der Recherche zu diesem Bericht habe ich diesen Fehler enttarnt.
Warum? Ganz einfach: Wenn du gesunde Beine hast, gehst du ja auch nicht auf Krücken spazieren, oder? Ein Tape hat nämlich genau die gleiche Funktion wie eine Krücke: sie nimmt einen Teil der Last ab, die auf den Finger träfe. Die Gelenke gewöhnen sich an die Unterstützung und werden in Summe schwächer.

Genau deshalb soll man auch darauf achten, dass man beispielsweise – wenn es nicht akut ist – beim Aufwärmen noch kein Tape verwendet, sondern erst, wenn man wirklich ans Limit geht.
Ein Tape unterstützt also verletzte oder geschwächte Gelenke, Sehnen, Knorpel und Kapseln. Man muss allerdings auch richtig Tapen um den gewünschten Effekt zu erlangen.
Deshalb hier einige allgemeine Tape-Hinweise:
-Das Tape nie zu fest anbringen! Das stört die Durchblutung.
- Beim Anbringen darauf achten, dass ihr das Gelenk nicht aus seiner neutralen Position bringt. Vor allem, wenn ihr das Tape zur Seite hin fixiert, kann es sein, dass ihr zu viel Zug ausübt und sich das Gelenk dadurch seitlich verschiebt.
- Die Streifen eher dünn wählen. Das hat die Vorteile, dass das Tape zielgenauer angebracht werden kann und dass es sich während des Kletterns nicht so leicht ganzflächig löst. Nichts ist nerviger als ein Tape, das während des Kletterns lose wird.
Wie man korrekt Tapet kann man sehr einfach im Internet finden. Es gibt richtig tolle Bilder und auch Videos dazu online.
Dieses Tape ist in drei Farben erhältlich und kommt als 10m lange Rolle in einer Breite von 3,8cm. Wieso genau 3,8cm hab ich zwar nirgends herausfinden können, aber ich muss sagen beim Benutzen und Testen war es zufällig immer perfekt passend – dürfte wohl kein Zufall sein das Maß.
Es versteht sich von selbst, dass es das Beste ist nicht verletzt zu sein! Deshalb:
Wärmt eure Finger gut auf. Am besten mit einem Donut zum Kneten – das kann man ruhig auch öfter einfach als Training machen.
Sorgt für Ausgleich: Viele Verletzungen entstehen, weil es irgendwo anders zu Ungleichheiten kommt, zum Beispiel im Ellbogen. Merkt ihr, dass es im Ellbogen oder in der Schulter zwickt, ist es ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt und häufig folgt auf diesen Schmerz ein kaputter Finger. Zu Ausgleichsübungen gibt es natürlich im Netz auch jede Menge nützliche Infos.
Das Tape ist als Unterstützung bei Verletzungen gedacht! Wenn ihr mit Tape trotzdem Schmerzen habt, dann solltet ihr eure Klettertätigkeit einstellen. Sollte man also doch einmal übertrieben haben, dann ruhig dieses Tape nehmen und korrekt anbringen. Der Grip, Komfort und die coole farbliche Optik machen dann das Klettern wieder zum Genuss.
Preislich liegt das Tape mit 7€ exakt da, wo auch ein Leukoplast sich befindet. Nur das dieses Produkt fürs Klettern gemacht wurde und damit das Geeignetere darstellt.
