Kommen auf jeden Fall beim nächsten Schottland-Urlaub mit!
VORTEILE
- wasserdicht
- atmungsaktiv
- verrutscht nicht
- Stretchdry-Technology
- Made in Europe
NACHTEILE
- Passform
- Farbe (subjektiv)
BEWERTUNG
Ich kannte diese Marke schon von meinem Freund, der Handschuhe von Sealskinz fürs Ski fahren hat, bzw. meinem Schwiegerpapa, der Handschuhe dieser Marke für die Jagd hat. Beide sind schwer begeistert von ihren Produkten, deshalb waren meine Erwartungen an die Sealskinz MTB Socken schon relativ hoch.
Zum Produkt:
Der erste Eindruck von den Socken war schon einmal super: Schön gestaltetes Paket und schicke Verpackung. Die Farben der Socken sind zwar nicht ganz mein Fall (khaki-grün und orange), aber das ist subjektiv.

Sealskinz wirbt damit, dass die MTB Socken 100 % wasserdicht, atmungsaktiv und winddicht sind. Ob das stimmt, seht ihr im Test.
Ich erhielt Größe M (EU 39-42) – für normal trage ich Größe 39. Beim ersten Mal reinschlüpfen war der Stoff noch etwas bulkig und ich hatte auch etwas Platz bei den Zehen und entlang des Fußes. Nach ein paar Mal waschen passen mir die Socken jetzt aber optimal (40 °C mit Sportwaschmittel). Auch der Stoff kommt mir jetzt weicher vor und nicht mehr ganz so fest und bulkig.
Von den Länge her passen die Socken. Die Ferse schließt optimal ab. Die Socken an sich gehen ca. bis zur Mitte des unteren Beines. Hier merkte ich, dass mir die Socken etwas zu eng sind (schnüren die Wadln etwas ein). Also entweder sind meine Wadln zu dick oder die Socken sind hier enger geschnitten. Was jedoch gut ist: Die Socken sollen wasserdicht sein. Sie sind an der Öffnung mit silikonfreien, elastischen Material verstärkt, was einerseits dafür sorgt, dass der Socken nicht verrutscht, und andererseits, dass kein Wasser von oben reinkommt. Daher kam mir der Gedanke, je enger der Socken sitzt, desto eher müsste er wasserdicht sein? Jedoch ist er bei mir schon fast etwas ungut eng oben.




Die Socken haben einen eher dickeren und festen Stoff. Da ich sie im Sommer zum Testen bekommen habe, haben sie beim Mountainbiken schon ziemlich eingeheitzt. Laut dem Klima Guide von Sealskinz haben die Socken Stufe 2 (1 = Sonne, 5 = Schnee). Da die Marke jedoch aus Großbritannien kommt, wird der Guide wahrscheinlich an ihrem Wetter angepasst sein. Jedenfalls würde ich die Socken eher bei milden/kühleren Temperaturen tragen (Herbst, Frühling).

Der Stoff an sich:
Dieser besteht aus 3 Schichten, welche die Stretchdry-Technology bilden:
Die innere Schicht ist aus 35 % Merino-Wolle, 3 % Elastan u.a.
Die mittlere Schicht besteht aus einer hydrophilen Membran (hydrophil = wasserliebend)
Die äußere Schicht ist aus 93 % Nylon und 7 % Elastan
Also soweit ich das verstehe, soll diffundierendes Wasser von der mittleren Schicht angesaugt werden. Merinowolle an sich ist schon relativ gut wasserabweisend, kann also das Wasser abweisen (bis zu einem gewissen Grad), sodass der Fuß nicht nass wird. Ein weiterer Gedanke wäre, dass der Schweiß durch die Merinoschicht abtransportiert wird und sich in der mittleren Schicht sammelt? Aber dazu müsste man Sealskinz besser direkt anschreiben... :D
Im Test:
Zuerst musste ich in meine Schuhe rein. Hier hatte ich schon die Sorge, dass es relativ eng im Schuh wird, da der Stoff der Socken eher dick ist, bzw. sich beim Spazi bei den Zehen Falten bilden. Es war zwar etwas enger im Schuh, macht sich aber nur zu Beginn bemerkbar. Falten im Schuh schlagen die Socken nicht, da der Stoff so fest ist, dass mein eigentlich super in den Schuh flutscht.
Beim Fahren an sich:
Die Socke bleibt da, wo sie ist. Durch das innere silikonfreie Bündchen sitzen die Socken bombenfest. Kalt wurde mir beim Fahren nie (die Temperaturen waren aber auch nie wirklich frostig) – warm wurde mir jedoch schon. Das coole aber: Meine Füße an sich waren trotz Schweiß nicht feucht, das Material trägt den Schweiß also super ab. Das zeigte sich beim Gehen am Vinylboden in unserer Garderobe. Nachdem ich von den Schuhen rausgeschlüpft bin, zeigten sich zwar Abdrücke am Boden, die Füße an sich waren aber trocken.




In den Regen kam ich beim Testen nie. Deshalb machte in eine Belastungsprobe in der Dusche. Ein Socken angezogen, ein Socken ungetragen in der Hand. Das äußere Material war ziemlich schnell ziemlich nass. Beim Test mit dem ungetragenen Socken habe ich alle 10 Socken einen Nässedurchgang kontrolliert. Nach 50 Sekunden vollen Strahl habe ich aufgegeben. Die Socken sind dicht. Das 3 Schichten System funktioniert also. Beim angezogenen Socken testete ich den Wasserdurchgang von oben. Aber auch hier macht das Silikonfreie Bündchen das, was es machen soll. Ich ließ den Wasserstrahl 20 Sekunden von oben auf die meine Füße laufen. Nach dem Test waren meine Füße unter den Socken immer noch trocken. Top!




Fazit:
Zelteabzug gibt’s bei nur zwecks der Passform. Die Socken sind eher was für Übergangstemperaturen. Die Funktion ist dafür top und machen sogar richtig Lust auf Schlechtwetter ;)





















