Die klare Alternative zur Papier-Karte und das definitive Wissen, wo man eigentlich steht.
VORTEILE
- Leicht
- Benutzerfreundlich
- Farbdisplay (mit Beleuchtung)
- Wasserdicht (auch bei strömendem Regen)
- Lädt die Karten schnell
- Standorterfassung sehr schnell
NACHTEILE
- Display nicht kratzfest
- Display etwas zu klein
- Längere Routen, Ersatz-Accus od. Batterien mitnehmen
- Accus nicht aufladbar über das Gerät
- Kartenwechsel im Gerät etwas knifflig
BEWERTUNG
Die Frage, ob man sich so ein Gerät zulegen soll oder nicht, muss eigentlich schon jeder für sich selber rausfinden. Ich jedoch, möchte mich nicht grundsätzlich den neuen Technologien verwehren und beschloss mir so ein Navy für die Berge anzuschaffen. Warum es dann letztendlich Sinn macht, werde ich schon rauskriegen :-)
Vom Handgefühl wirkt das 62s sehr robust, aber nicht zu klobig. Das Metallstück, auf der Rückseite mit dem Garmin-Aufdruck wirkt zwar, als wäre es ein Gürtelclip, dieser ist aber nur für das beiliegende Befestigungstool mit Karabiner für den Rucksack oder aber auch für die Fahrradhalterung gedacht.
Die Anordnung der Knöpfe ist sehr gut gelungen, übersichtlich und perfekt bedienbar mit klaren Druckpunkten. Das Display wirkt meiner Meinung gut ist aber auch nicht allzu gross. Dafür funktioniert das reinzoomen in die Karte dann sehr schnell.

Das 62s wird mit zwei AA-Akkus oder Batterien betrieben. Allerdings ist es recht schwer, bei Dunkelheit zu erkennen, wie die Batterien eingelegt werden müssen. Ich hab mir dazu, mit Hilfe eines Lötkolbens bei einer der Batteriehalterung die Plus-Seite markiert. (bei Nachahmen nur sehr vorsichtig!!!) So habe ich wenigstens Gefühlsmässig einen Anhaltspunkt. Genauso verhält es sich mit dem Kartenfach, dass genau hinter den Accus liegt. Es ist eine etwas knifflige Angelegenheit, die Karte für ein anderes Land, da zu wechseln (MicroSD). Bei meinen Touren brauche ich jeweils die Karten hier aus Österreich und natürlich auch Schweiz. Die Kartendetails sind etwas vom Besten was ich je gehabt habe. Absolut perfekt.
Beim ersten Einschalten hat es einige Zeit gedauert, bis ich einen GPS-Fix hatte. Nach dem 2. Anlauf dauerte es ca. 20 Sekunden vom Start der Satellitensuche bis zur Positionsfindung (bei bewölktem Himmel, nachdem es ca. 8 Stunden ausgeschaltet war). Diese Zeit ist für mich und meine Zwecke völlig akzeptabel, die lange Akkulaufzeit ermöglicht schliesslich auch ein “langes eingeschaltet lassen”. Bei jetzigem Gebrauch, dauert der ganze Vorgang nur ca. 3 Sekunden. Also absolut akzeptabel. Genauso verhält es sich mit der Anzeige während des ganzen Gebrauchs. Absolut genaue Positionsgebung auf dem Display, Routenaufzeichnung, wo man durchgelaufen ist, und alles nach eigenem Gusto einstellbar.

Praktisch ist natürlich auch, dass man sich die Routen, die vielfach auch über spezifizierte Tourenportale angeboten werden, als *.GPX Dateien auf das 62s raufspielen kann, oder auch gespeicherte Tracks auf den Computer übertragen kann. Die Kommunikation mit Hilfe des Computers (Win & Mac) funktioniert tadellos mit der mitgelieferten Map Software. Natürlich auch allenfalls vorliegende Software-Updates von Seiten Garmin.
Fazit: Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Garmin GPSMap 62s. Lediglich kleine Details, wie das nicht kratzfeste Display, würde ich als verbesserungswürdig ansehen. Alle Funktionen haben bis jetzt problemfrei funktioniert. Und in Bezug auf Karte und/oder GPS Gerät möchte ich meinerseits nur folgendes dazu sagen. Mit Karte zu navigieren ist natürlich immer noch mein A+O, klar. Aber, Karten haben nun mal die Eigenschaft, nass zu werden, unansehnlich über die Jahre und manchmal auch nicht mehr gerade aktuell. Und manchmal ist es auch Mithilfe der Karten nicht gerade ohne, wenn man mal von Nebel überrascht wird, oder man wirklich nicht ganz genau weiss wo man eigentlich steht. Da kommt das GPS Gerät mit seinen Stärken zum Zug. Es kann mir schon sehr genau helfen, falls ich mal wirklich in eine nicht so tolle Situation gerate. Grundsätzlich ist es nicht zu verachten. Sondern viel mehr als Sicherheitszugabe zu betrachten. Und so haben beides (Karte/Bussole/Höhenmesser & GPS Gerät) ihren Platz bei mir gefunden. Und eines bin ich mir immer sicher gewesen: Auf Teufel komm raus, ich finde den Weg mit diesen Hilfen :-)