Perfekt für den Alltag oder für Spezialeinsätze
VORTEILE
- Extreme Leuchtkraft
- Batterie austauschbar
- Handlich
- Leicht
- Griffig
- USB- Ladebuchse
NACHTEILE
- Hitzeentwicklung im Boostmodus
- Holster ist zu dünn verarbeitet
- Steht nicht auf derLampenrückseite
BEWERTUNG
Hier geht es um den Test der taktischen LED-Taschenlampe PD36R von Fenix. Ich “benötige“ Taschenlampen hauptsächlich, um mit dem Hund Gassi zu gehen. Mittlerweile bin ich auch öfters mit meinen Kindern auf Nachtwanderungen unterwegs. Außerdem habe ich Fahrradlampen von anderen Herstellern auf dem Lenker oder dem Helm montiert, wo vor allem Leuchtkraft und Sichtfeld gefragt sind. Beides sind Kriterien, die eine gute Lampe sowohl auf einer Wanderung als auch einer Biketour ausmachen. Meine Fahrradlampen sind angefangen von 500 Lumen bis 2500 Lumen gut ausgestattet und können einen Vergleich durchaus aufnehmen.
Mal sehen ob die Lampe das verspricht was FENIX beschreibt, wenn die Firma meint, dass die Fenix36R neue Maßstäbe setzt in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit. Also genau die richtige Wahl für Profis und Outdoor-Enthusiasten, die auf der Suche nach einer leistungsstarken und zuverlässigen Taschenlampe sind. Dieser Test wird dies zeigen.
Unboxing
Frisch aus der Box, kommt die Taschenlampe mit einem Holster und einem Paracord (Schnur) zum Festmachen. Mir fällt auf, dass das Holster total dünn verarbeitet ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in diesem Holster für Spezialdienste oder Einsatzkräfte gar nicht verwendbar ist. Durch die Verarbeitung des Stoffes und auch der Befestigung an den Gürteln, kann ich mir vorstellen, dass es viel zu locker sitzt und sich nicht richtig verschließen lässt.
Wenn das Holster dann verschlossen ist, besteht leicht die Gefahr, dass der Verschluss zu leicht aufgeht. Dann müsste das Paracord noch extra als Sicherung verwendet werden. Niemand macht aber, meiner Meinung nach, erst das Holster auf und wickelt dann das Paracord weg, damit die Lampe verwendet werden kann.
Die Lampe macht einen wirklich soliden Eindruck und liegt gut in der Hand. Durch das robuste Gehäuse aus A6061-T6 Aluminium und der von Fenix ausgelobten Premium-Typ-HAIII-harteloxierten Anti-Schleifmittel-Oberfläche, wirkt die Lampe sehr stabil und wertig. Diese Eigenschaften braucht sie dringend, wenn sie auch für Einsätze bei Spezialkräften oder unter harten Bedingungen eingesetzt werden soll.

Zuallererst angeschaltet hat man das Gefühl bei den einzelnen Modi zu erblinden. Natürlich ist das gewollt, weil der direkt verbaute 3400 m-Ah Akku auch einen Abnehmer (Luminus SFT70 LED) braucht. Die besagte Batterie ist ganz leicht zu installieren und auch über den USB-C Anschluss zu laden. Die Lampe hat dazu einen Drehverschluss unter dem der Anschluss, Wasser und Staub geschützt liegt. Nach Angaben von FENIX hat diese Batterie eine Lebensdauer von 50.000 Stunden.

Mir fällt sofort auf, dass der hintere Teil der Lampe nicht zum Hinstellen gemacht ist. Der hintere Ring ist nämlich nicht allumgehend. Der Ring ist mehrmals unterbrochen und deshalb hält die Lampe nicht . Das Einschalten ist ganz einfach. Der Heckschalter lässt sich nur leicht eindrücken und die Lampe leuchtet im zuvor eingestellten Modus weiter. Außerdem kann man durch starkes und dauerhaftes Drücken den Strobomodus aktivieren, für Notfälle. Für mich war das anfangs eine Umgewöhnung, ich konnte aber schnell damit umgehen.
In der Praxis
Für mich ist diese Lampe ein Wunderwerk moderner LED-Technologie. Sie liegt griffig in der Hand und ist einwandfrei zu bedienen. Sie ist klein genug um am Gürtel getragen zu werden und kompakt genug, damit sie nicht zu schwer ist. Der hintere Einschaltknopf ist leicht zu bedienen. Seine Haptik macht es leicht ,schnell und sicher, die verschiedenen Modi einzustellen. Durch kurzes Drücken werden die Modi verändert, durch langes Drücken bei ausgeschalteter Lampe, schaltet sich das Sicherheitsstrobo ein.

Das kleine Paracord fixiert die Lampe am Arm und um das Handgelenk wenn sie gesichert werden muss. Der Clip zum befestigen an der Seite dient zum Einstecken und somit zum Einschieben in die Brusttasche oder Ähnlichem.

Ich hatte bereits meine Fahrradlampen erwähnt, die ebenfalls mit 1800 Lumen und 2500 ordentliche Ergebnisse liefern. Die Lampe von FENIX toppt diese Werte aber nochmals um Längen. Im höchsten Modus ist die PD32R einfach immer “on Point“. Das heißt für mich vor allem, dass ich beim Spazieren in der Nacht durch diese Lampe einen sauberen Spot habe. Der Lichtkegel ist so präzise, dass der Weg vor mir immer gut ausgeleuchtet ist. Lediglich seitlich besteht weniger Lichtausbeute.


Die maximale Leistung ist mit 2800 Lumen angegeben. Dies kann ich leider nicht überprüfen, muss aber dazu sagen, dass sie die angegebenen 380 Meter locker erreicht.

FAZIT
Eine durchaus gelungene Lampe, die hält was sie verspricht. Für mich ist sie uneingeschränkt zu empfehlen. Lediglich beim Holster muss FENIX nochmals nacharbeiten. So kann die Lampe schlecht an Spezialkräfte ausgeliefert werden, außer man behilft sich selbst.
Dass eine Lampe mit so viel Power am Lampenkopf sehr heiß werden kann, will ich nicht wegignorieren. Natürlich hat die Lampe durch die LED auch eine dementsprechende Hitzeentwicklung. Dem muss man sich bewusst sein, bzw. im Boostmodus dann eben mit Handschuhen operieren.
Mein Minus bekommt die Lampe durch das fehlende Aufstellen. Am Heck der Lampe ist der haptische Knopf so installiert, dass die Lampe auf keinen Fall stehen kann. Wenn ich aber was basteln muss bzw. am werkeln bin, würde sich dieses Feature für mich anbieten. Auch zum Aufschlagen von Autofenstern bzw. in Notfallsituationen würde sich ein Kranz rund herum um den Schalter bestimmt lohnen.
















