Große Auswirkung dank kleinem Gadget
VORTEILE
- Geringes Gewicht
- Gute Passform (liegt gut in der Hand)
- Atmungsaktiv durch Obeflächenstruktur
- Schnellere Pace beim Laufen
- Nacken-schonenderes Laufen
- Materialwahl + Verpackung haben nachhaltigen Charakter
NACHTEILE
- Kalte Hände, da Nutzung mit Handschuhen schwierig
- Klettbänder für Zeigefinger keine optimale Lösung
- Hoher Anschaffungspreis
BEWERTUNG
Tester: Christian
Testprodukt: LAUFMAUS (Größe: SMALL = 15cm x 5,5cm x 4cm)




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Testzeitraum: 5 Wochen
Was ist die LAUFMAUS und welchen Zweck soll sie erfüllen: Da viele von Euch wahrscheinlich, wie ich zu Beginn des Tests, keine wirkliche Vorstellung von der Funktionsweise der LAUFMAUS haben, möchte ich Euch zu Beginn einen kurzen theoretischen Input geben:
- Die LAUFMAUS richtig anlegen: Damit man die richtige LAUFMAUS an der richtigen Hand anlegt, hat der Hersteller in der Oberfläche die Buchstaben R und L eingeprägt.

Nachdem man zunächst die Hand durch die Schlaufe der jeweiligen LAUFMAUS geführt hat, wird der Zeigefinger durch die verstellbare Schlaufe so leicht fixiert, dass Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger locker an der Unterseite der LAUFMAUS anliegen und diese umschließen. Der Daumen ruht dabei entspannt auf der Oberseite der LAUFMAUS. Dadurch liegt die LAUFMAUS direkt an der „Lebenslinie“ der Handinnenfläche an.



Da LAUFMAUS.run alles perfekt in einem Video festgehalten hat, schaut es Euch am besten an:
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- Das soll sie bezwecken: Durch das Tragen der LAUFMAUS werden die Unterarme leicht gedreht, wodurch Elle und Speiche in eine Parallelposition gebracht werden. Diesem Effekt sollen laut Hersteller weitere sichtbare und spürbare folgen: Zunächst einmal sollen die Hände eine leichte Außenrotation erfahren, der gesamte Oberkörper soll sich aufrichten, der Kopf soll in Laufrichtung zeigen und der Blick nach vorne gehen, die Schultern sollen sich nach hinten unten bewegen, der Brustkorb soll sich öffnen, die Nackenpartie soll sich dehnen und der Hals strecken.
All diese Veränderungen in der körperlichen Haltung sollen dazu führen, dass sich die Nackenmuskulatur entspannt. die Extremitäten besser durchblutet werden, der Thorax mehr Raum bekommt und der Atem tiefer wird, sich der Hand-Schulter-Arm-Komplex entspannt, die Organe effektiver arbeiten, die Faszien und Muskeln besser angesteuert und ausbalanciert werden, die anatomischen Engstellen sich öffnen, die Psyche mit Motivation und Freude reagiert und der Flow-Zustand schneller erreicht wird sowie die Stressresilienz, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sich steigern (vgl. laufmaus.run/function).
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Verpackung und erster Eindruck: Ehrlicher Weise muss ich zugeben, dass ich zu Beginn skeptisch bezüglich der Wirkungsweise der LAUFMAUS war. Trotzdem war ich aber auch gespannt auf die ersten Läufe und habe ihr „einfach mal eine Chance gegeben“.
Als Mensch, der im Sinne der Nachhaltigkeit gerne auf Verpackungsmaterial aus Kunststoff verzichtet, war die Freude für mich nach dem Öffnen des Paketes sehr groß, als ich die schwarze, sechseckige Papptower-Verpackung der LAUFMAUS entdeckte, die einerseits schlicht, andererseits aber auch edel wirkt. Durch das Öffnen des fächerförmigen Eingangs an der Oberseite der Box kam das LAUFMAUS-Set sowie das mitgelieferte Equipment zum Vorschein. Allein durch diesen ersten Eindruck und die innovative Gestaltung der Box konnte die LAUFMAUS bereits bei mir erste Pluspunkte sammeln.



Besonders gut finde ich, dass man in der Verpackung eine kleine Kurzanleitung inkl. Tipps und Tricks rund um die LAUFMAUS findet, die einen ersten Überblick gibt.



Optik/Material: Die LAUFMAUS gibt es in den beiden Größen Small und Large. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die oben beschriebenen, gewünschten Effekte in den korrekten körperlichen Zonen erreicht werden sollen. Welche Größe man benötigt kann man ganz einfach selbst bestimmen:
Auch wenn der Aspekt der Optik bei einem Produkt dieser Art eigentlich zu vernachlässigen ist, soll auch auf diesen kurz eingegangen werden. Farblich gesehen gibt es die LAUFMAUS lediglich in der Farbe Schwarz. Hierdurch ist sie sehr schlicht und passt zu jedem Outfit. Trotzdem hat der Hersteller mit dem elastischen Band einen dezenten farblichen Hingucker an der LAUFMAUS angebracht, der allerdings nicht erschlagend wirkt. Was ich besonders schön finde, dass man beim Kauf zwischen sieben verschiedenen Bandfarben auswählen kann, sodass praktisch für jede*n etwas dabei ist.
Des Weiteren finde ich auch die Oberflächenstruktur der LAUFMAUS sehr gelungen, die mich etwas an Bienenwaben oder Eisschollen erinnert. Durch diesen Aufbau kann zum einen das Gewicht gering gehalten werden (siehe unten), zum anderen wirkt sie hierdurch sehr schick.

In Sachen Material finde ich wirklich fantastisch, dass bei der Produktion zumindest zu 40 Prozent auf recycelten SMMA-Kunststoff zurückgegriffen wird, der auch im Bereich der Inneren Medizin verwendet wird und daher gesundheitlich unbedenklich ist. Zudem lässt sich die LAUFMAUS aufgrund der Robustheit des Materials super reinigen, indem man sie einfach mit in die Waschmaschine steckt.
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Die LAUFMAUS im Einsatz: Meine anfängliche Skepsis konnte bereits bei den ersten Läufen mit der LAUFMAUS aufgelöst werden. Das Anlegen der LAUFMAUS ist recht einfach. Durch die Clips an den Bändern der LAUFMAUS kann die richtige Schlaufengröße ganz einfach eingestellt werden, sodass das Band so fest wie nötig und so leicht wie möglich den Unterarm umschließt.


Insgesamt liegt die LAUFMAUS auch sehr gut in der Hand, besonders weil der Zeigefinger sicher fixiert Halt gibt. Bei der Fixierung des Zeigefingers sehe ich persönlich jedoch noch Verbesserungspotential, da sich das Einstellen der Klettbänder etwas mühselig gestaltet. Hier wäre ein Gummiband vielleicht besser.


Obwohl ich sehr kritisch beim Laufen bin und normalerweise meine Hände gerne frei habe, störte die LAUFMAUS mich erstaunlicherweise nicht. Dies liegt meines Erachtens an drei Faktoren: (1) Die LAUFMAUS ist wirklich sehr leicht, sodass man das zusätzliche Gewicht nicht merkt, (2) durch die luftdurchlässige Oberflächenstruktur entsteht kein Schweißstau in der Handinnenseite und (3) ist die Form der LAUFMAUS so gestaltet, dass sie von der Hand leicht und locker umschlossen werden kann.


Wo für mich ein weiteres Verbesserungspotential liegt ist der Aspekt, dass man beim Laufen mit der LAUFMAUS schlecht Handschuhe tragen kann, da sie ansonsten sehr schlecht in der Hand liegt und die Sicherheit verloren geht. Gerade bei niedrigen Temperaturen (unter 5 Grad) führt dies dazu, dass besonders zu Beginn der Läufe meine Hände sehr gefroren haben. Nach einigen Kilometern hatte sich dieser Zustand zwar verbessert, doch bis dorthin empfand ich die Kälte als sehr störend.
Auswirkungen nach mehrmaliger Nutzung: Ich habe mit der LAUFMAUS sowohl kurze (bis 6 Kilometer), als auch längere Läufe (17 bis 21 Kilometer) absolviert. Dabei habe ich versucht das Optimum, wie es im Video von LAUFMAUS zum „Runner triangle“ beschrieben wird, herauszuholen:
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Was mir beim Laufen mit der LAUFMAUS besonders schnell auffiel, war, dass meine Armhaltung sich sehr schnell veränderte. Zum einem bewegte ich meine Arme – bedingt durch die Drehung welche die LAUFMAUS erzeugt – enger am Körper vorbei, zum anderen nahm ich sie bewusster nach vorne-oben mit und konnte hierdurch mit mehr Druck nach vorne laufen. Dies merkte ich insbesondere daran, dass sich meine Pace bei kürzeren Läufen um ca. 15 Sekunden verbesserte, ohne dass mein Tempo gegen Ende der Einheiten einbrach. Bei längeren Läufen verbesserte sich meine Pace zwar nicht, jedoch hatte ich das Gefühl, dass ich gleichmäßiger lief und meine Beine durch den bewussteren Armeinsatz nicht so stark beansprucht wurden. Was zu Beginn etwas irritierend auf mich wirkte, war, dass ich nach den ersten Läufen einen Muskelkater in den Unterarmen bekam, da durch die von der LAUFMAUS erzeugten Bewegungen wohl Muskel beansprucht werden, die ich bisher selten beim Laufen nutzte. Diesen Muskelkater konnte ich jedoch nur bei den ersten Läufen feststellen.
Des Weiteren habe ich versucht beim Test besonders auf die von LAUFMAUS prognostizierten Veränderungen zu achten. Hierbei konnte ich beobachten, dass mein Oberkörper beim Laufen mehr aufgerichtet war und ich im Bereich des Nackens nicht so schnell verkrampfte. Da ich selbst des Öfteren Probleme im Nackenbereich habe, ist der letzte Aspekt für mich besonders erfreulich, weshalb die LAUFMAUS diesbezüglich bei mir große Punkte sammeln konnte und ich die spürbare Veränderung „die Nackenmuskulatur entspannt sich“ vollkommen unterstreichen kann. Was ich ebenfalls deutlich spürte, war, dass ich besser Luft bekam. Nachdem ich im November eine Thorax-OP hatte, wurde mir schnell bewusst, dass ich beim Laufen mit der LAUFMAUS tiefer einatmen konnte und hierdurch beim gesamten Lauf vollkommen im Flow war.
Fazit: Trotz anfänglicher Skepsis konnte die LAUFMAUS bei mir Punkten. Auch wenn noch nicht alle Potentiale ausgeschöpft sind, ist sie bereits jetzt für meine Bedürfnisse so gut entwickelt, dass sie meine Nackenproblematik unterstützen kann und meinen Laufstil verbessert. Aus diesem Grund werde ich auch künftig auf die LAUFMAUS zurückgreifen und kann sie trotz der meines Erachtens sehr hohen Anschaffungskosten nur wärmstens empfehlen. Ich denke es ist allerdings sehr wichtig, dass man sich zum einen auf die LAUFMAUS einlässt, zum anderen die bewusst die Arme einsetzt und somit die Wirkung der LAUFMAUS maximal ausschöpft.














































