Stirnlampe für Aktivitäten, in denen einem die Hände gebunden sind.
VORTEILE
- breites und gut verstellbares Stirnband
- robuste Bauweise
- 5 verschiedene Modi
- Gestensteuerung
- automatische Lichtregulierung
- Batterie-Entkopplung
NACHTEILE
- nur Spritzwassergeschützt
- nur 2 automatische Modi
- Gestensteuerung nicht deaktivierbar
- groß
BEWERTUNG
Coleman hat mit der CXS+ 250 eine interessante Stirnlampe auf den Markt gebracht.
Das erste Erscheinungsbild ist schon sehr robust. Vor allem die Anordnung der LEDs mutet recht futuristisch an. Die Lampe ist tatsächlich sehr widerstandsfähig und gut verbaut. Leider nur nach IPX 4: „Schutz vor Spritzwasser“ – also Regen.

Was außerdem schnell ins Auge fällt ist der rote Strich, der erscheint, wenn man die zwei Hälften der Lampe auseinanderzieht. Dieser zeigt an, dass die 3 AAA-Batterien von den LEDs getrennt sind. Die schlaue Idee dahinter: dies soll die Batterien von Entladung und Auslaufen schützen, wenn die Lampe längere Zeit ungenützt gelagert wird. Coole Sache!
Die großflächige Anordnung mehrerer LEDs hat den Vorteil, dass für die 5 Leuchtmodi 3 verschiedene Birnen zur Verfügung stehen. Eine rote, eine breit strahlende und eine gebündelter leuchtende. Im hellsten Modus leuchten also beide weißen LEDs auf voller Leistung und sorgen so für 250 Lumen, die etwa 40m leuchten. Vergleichbare Stirnlampen haben zwar höhere Meter-Angaben, 40m klingen aber wesentlich realistischer und hat sich auch in der Praxis bestätigt.

Clou der Coleman CXS+ 250 ist aber eigentlich die Bedienung. Durch „REAX“ Lichtsensoren kann sich die Lampe automatisch an die Gegebenheiten anpassen. Drückt man die Taste mehr als 4 Sekunden ist diese Einstellung aktiviert. So soll sie heller leuchten wenn in die Ferne geblickt wird und dunkler, wenn ich etwas in meiner unmittelbaren Nähe anschaue. Das funktioniert ganz gut. So kann man auch eine Karte lesen ohne vom reflektierenden Licht geblendet zu werden. Allerdings springt die Lampe dann nicht mehr zwischen 5, sondern nur mehr zwischen 2 Modi hin und her. Was gut ist, um nicht eine unkontrollierbar flackernde Taschenlampe am Kopf zu tragen.
Wer den Knopf nicht bedienen kann oder will, um zwischen den Modi zu wechseln, der kann sich der "KineSix"-Kontrolle bedienen. Dabei wird durch eine Handgeste zwischen den 5 Modi gewechselt. Wischt man mit der Hand an der Lampe vorbei, schaltet sie einen Modus weiter. Das ist beim Radfahren, oder wenn man dicke Handschuhe trägt recht hilfreich.

Zwei Dinge waren mir allerdings ein Dorn im Auge – im wahrsten Sinne des Wortes. Durch die Wisch-Bewegung kann ich erstens nicht sehen ob die Lampe den Modi gewechselt hat (ich habe ja meine Hand vor dem Gesicht). Zweitens blende ich mich selbst, da 250 Lumen von meiner Handfläche direkt in mein Gesicht refelktiert werden.
Das zweite Problem ist, dass sich KineSix nicht ausstellen lässt. Will ich also im HängeBiwak ständig das rote Licht nützen, so schaltet sich die Lampe jedesmal heller, sobald ich meinen Kopf am Sicherungs-Seil vorbeibewege. Das hat sich als sehr lästig herausgestellt.
Wer sich dieses Mankos bewusst ist, kann in der Stirnlampe aber einen treuen Begleiter finden, die ohne gefummelt am Knopf auskommt. Ich bleib da aber weiterhin oldschool eingestellt ;)