Willst du gut liegen? Bio Agnes Zoom UL ist die Antwort!
VORTEILE
- Leicht
- Kleines Packmaß
- Warm
- Komfort
- Robust
- "Leise"
NACHTEILE
- Ein wenig beim Gewicht geschummelt
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
Sitzt ihr alle gut? Selber Schuld – ihr könntet auch gut liegen 😊. Und zwar in eurem Zelt mit der Isomatte, die ich euch heute präsentieren möchte.
Es handelt sich um die Big Agnes Zoom Ultralight. Ich muss gestehen, von dieser Marke noch nie gehört zu haben. Aber sie hat mich überzeugt. Lasst mich euch erzählen wieso:
Ich hatte leider nicht die Möglichkeit, die Matte bei minus 12 Grad zu testen – was ich sonst sofort machen würde, da Winterbiwak eine meiner Leidenschaften ist. Aber ich hatte die ehre die Matte eine Woche lang in Sardinien im 3-Personen-Zelt und eine Nacht auf dem Schneeberg (knapp über 2000 Meter) zu beschlafen und bin begeistert.

Aber von Anfang an. Was muss eine Isomatte können? Meiner Meinung nach sind es 3 Dinge, die eine Isomatte unbedingt können muss.
1. Komfort. Eine Matte, auf der man nicht gut liegt, führt zu schlechtem Schlaf und damit ist die Matte unbrauchbar. Diese Matte baut ihren Komfort auf 2 Elementen auf. Sie ist ausreichend dick, damit man nicht durchliegt, und sie hat eine Wabenform, was das Eindrücken weiter vermindert, und damit an den richtigen Stellen angenehm stützt. Ich bin nach einer Woche Zelten in Sardinien von der Zoom UL begeistert, da ich sehr gut darauf gelegen habe.

2. Isolierung. Wenn eine Isomatte behauptet sie geht bis -12 Grad, dann muss sie das auch einhalten. Da ich das Vergnügen wie schon erwähnt leider nicht hatte, kann ich nur mutmaßen – aber ich bin da sehr zuversichtlich, da die Matte sehr (fast schon zu sehr) warm war in der einen Nacht auf über 2000 Metern Höhe – ganz zu schweigen von der einen Woche in Sardinien! Die Wärme, die von der Matte reflektiert wird, ist deutlich zu spüren – auch durch den Schlafsack.

3. Geräusche. Wenn eine Matte knistert wie eine Alufolie, ist das absolut störend, und trägt auch nicht zu einem guten Schlaf bei! Die Zoom UL ist zwar nicht so leise wie meine Wintermatte, aber sie ist sehr geräuscharm im Vergleich zu einer anderen Marken-Isomatte, die ich habe – diese hat nämlich Goldfolie innen und das ist zu hören.
Was könnte noch wichtig sein bei einer Matte? Die Verarbeitung ist ein Punkt, welcher mir da sofort einfällt. Dadurch hat man lange spaß an der Matte und muss sich nicht so sorgen machen, das sie unter einem platzt. Die Zoom Ul macht da einen sehr soliden Eindruck, obwohl sie utraleicht ist.
Die Möglichkeit die Matte aufzublasen ist auch sehr wichtig. Bei der Zoom UI ist eine Aufblassack dabei – einfach auffächern und reinquetschen. Falls ihr nicht wisst, wieso man die Isomatten nicht mit dem Mund aufblasen sollte: Atemluft ist nicht unbedingt steril und schon gar nicht trocken. Das heißt also, man bringt Feuchtigkeit in die Matte, welche die Isolierfähigkeit einschränkt und auf längere Sicht beginnt die Matte innen zu Schimmeln. Also: Nutzt die Aufblasemöglichkeiten eurer Matten und macht es nicht mündlich, so verlockend es manchmal auch sein mag!
Der einzige Punkt, der mir „negativ“ aufgefallen ist: das Gewicht. Es differiert zur Angabe um beinahe 100 Gramm. Wieso schreibe ich das negativ in „“ – da ich immer sehr genau mit dem Gewicht bei Ausrüstung bin, wiege ich immer alles nach und hab noch nie einen Hersteller gefunden, der den exakten oder einen geringeren Wert erzielt hat. Aber fast 100 Gramm ist schon sehr viel gemogelt!
Dennoch ist die Matte im Ultraleicht-Bereich einzuklassieren und auch vom Packmaß ist sie absolut zufriedenstellend.


Preislich bewegt sich die Matte mit ihren stolzen ca. 190 € in der oberen Liga – wenn ich die minus 12 Grad erfolgreich erproben kann, dann steht dem aber nichts im Weg, dass sie es absolut wert ist.