Großartige Kombi: Soto, Wind and Fire
VORTEILE
- Leicht
- Effizient
- Klein verstaubar
- Kompatibles Topfsystem auf dem Markt
- Einfach zu bedienen
- Sehr guter integrierter Windschutz
NACHTEILE
- Etwas hoher Preis
BEWERTUNG
Soto Windmaster Stove
Der Soto Windmaster ist tatsächlich Neuland für mich, da ich bislang von dem Hersteller Soto recht wenig gehört hatte. Da gibt es doch andere marktführende Campingkocher-Anbieter, die den Markt unter sich aufteilen.

Soto selbst ist ein japanischer Hersteller, der mit dem Windmaster ein wirklich sehr, sehr interessantes Stück auf den Markt gebracht hat. Worauf kommt es mir selbst also bei einem Kocher an:

Da ich den Kocher zumeist auf Wanderungen oder Radwandertouren benötige, spielt das Gewicht für mich eine entscheidende Rolle. Zusätzlich ist dabei immer die Frage, wie groß ist das Packmaß und wie zuverlässig kocht er vor allem Dingen bei wieviel Gasverbrauch.
Denn es bringt mir der tollste Kocher nichts, wenn er nach drei Tagen schon das gesamte Gas verbraucht hat. Geringer Gasverbrauch bei hoher Leistung und geringem Gewicht. Das stellt für mich den Maßstab dar. Der Windmaster stellt dabei einen Aufschraubkocher dar, das bedeutet er wird einfach auf die Kartusche aufgeschraubt und los geht's.
Ob der Windmaster meinen Wunschvorstellungen entspricht, werdet ihr hoffentlich in diesem Test erfahren. Zunächst also direkt zum am einfachsten festzustellenden Aspekt, dem
Gewicht:
Der Windmaster wiegt nur 67 Gramm und ist damit auch der leichteste Kocher aus dem Hause Sotos. Das ist fast eine halbe Tafel Schokolade. Das spricht schon einmal eindeutig für den Kocher. Natürlich gibt es noch leichtere Kochersysteme, aber im Vergleich zu der Effizienz des Windmasters bietet der Windmaster ein sehr sehr hohes Niveau an. Und: Man benötigt keinen zusätzlichen Windschutz und spart dadurch wiederum Gewicht ein. Zudem wirkt trotz des geringen Gewichts die Verarbeitung äußerst hochwertig. Es wackelt nichts und auch sind die Abnutzungsspuren nach gut 4 Wochen Test nicht der Rede wert.
Wie sieht es aber mit der Brennleistung aus?
Brennleistung:
Der Windmaster hat einen Verbrauch von 167 Gramm pro Stunde. Das bedeutet, dass man ca. 1,5 Stunden benötigt, um eine 250 Gramm Gaskartusche zu entleeren. Das ist schon High Perfomance.
Soto wirbt mit dem besonderem Brennerkopf, welcher auch bei schlechten Bedingungen seine Leistung abrufen können soll. Dabei soll es ihm auch bei Minusgraden gelingen, die vollen 3260 Watt auszuschöpfen. Was ist also das Besondere an dem Brennerkopf? Laut Soto handelt es sich um die Wind-Resistance-Technologie. Dabei umschließt ein vertikaler Metallrand die Brennerdüsen, so dass eine kleine schützende Mulde gebildet wird. Zusätzlich ist der Brennerkopf aerodyamisch geformt, so dass der seitliche Wind abgeleitet wird.




Klingt schon einmal sehr sehr spannend. Also ran an den Test!! Das mit den Minusgraden muss ich jedoch noch einmal im Winter nachreichen, da bei meinen Tests die Temperaturen zwischen 1 und 25 Grad lagen.
Auflagefläche:
Damit ein Topf auch vernünftig auf der Kochvorrichtung platziert werden kann, gibt es einen 4-armigen, 4-Flex-Topfständer, der einen Auflagendurchmesser von 14 Zentimeter bietet und somit auch gut für größere Töpfe passt.

Wem der 4-Flex zu schwer ist, der kann sich auch einen dreiarmigen Aufsatz anschaffen, wodurch man wiederum etwas Gewicht noch einsparen kann.


Ganze 20 Gramm noch einmal weniger. Bei kleineren Töpfen läuft der Kocher Gefahr, dass etwas Energie verschwendet wird, da
Aufbau und Kochvorgang: Der Kocher ist super schnell aufgebaut, so dass man nicht langwierig irgendetwas zusammenbauen muss oder weitere verschiedene Einzelteile benötigt. Die Topfauflage wird auf den Brenner geschoben und die 4 Arme runtergeklappt. Beim Aufschrauben auf die Kartusche fällt die doppelte Dichtung des Kochers auf. Hier wurde sehr präzise und qualitativ gearbeitet.

Schon kann es losgehen. Fehlt nur noch der Wind, denn:
Um den Windmaster also bestens testen zu können, benötigt es also richtig Wind, sonst wäre es ja zu einfach. Also direkt an den Fluss gesetzt, wo immer eine steife Brise weht. 500 Milliliter Wasser wurden in ca. 3:15 Minuten zum Kochen gebracht. Wenn ich das auf meine Touren umrechne, bei denen ich morgens einen 200 Milliliter Kaffee trinke und abends mir Couscous mit ca. 300 Milliliter Wasser zubereite, könnte ich auf einer Tour fast 15 Tage mit dem Kocher und einer Gaskartusche von 250 Gramm unterwegs sein. Da würde also auf einer normnalen 5-7 Tages Tour ene kleine Kartische mit 100 Gramm reichen, so dass man eine Menge Gewicht einsparen kann.
Zudem:
Bei abfallendem Druck in der Kartusche bleibt der Windmaster aber in seiner Brennleistung stabil. Ein dickes Pro für den Kocher. Ebenfalls ist auffällig, dass es beim Windmaster keinen unnötigen Gasverlust bei minimalen Aufdrehen der Kartusche, Aufschrauben oder Abschrauben der Kartusche gibt. Dies habe ich bei anderen (selbst hochwertigen) Kochsystemen auch schon anders erfahren. Ob man eine zusätzliche Stabilisationsfläche für die Kartische benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei meinen Ausflügen habe ich das nicht benötigt, zudem hilft der 4 armige Aufsatz des Kochers, um die Töpfe sicher zu halten.
Weiter geht's: Gaszufuhr aufdrehen, Piezo-Zündung betätigen und schon habe ich Feuer gemacht:


Die Flamme ist dabei einfach und sehr gut regulierbar. Weiterhin auffällig beim Kochvorgang: Das System ist sehr leise. Kein wildes Anfeuern oder wildes lautes Entströmen und Umwandeln in Feuer. Auch dies spricht meines Erachtens für die Hochwertigkeit des Systems. Damit man einmal erkennt, was für eine Kraft der Windmaster hat, habe ich versucht im Dunkeln die Flamme einzufangen. Einmal im Low Modus und einmal voll aufgedreht.


Der integrierte Piezo-Zünder funktionierte bislang weiterhin sehr gut. Bei extremem Wind oder Kälte würde ich aber immer noch ein zusätzliches Feuerzeug oder natürlich Streichhölzer empfehlen, damit man wirklich auf der sicheren Seite ist.
Als Kochset habe ich Thermostack Cook-Set Combo ebenfalls von Soto genutzt. Dies würde ich auch weiter empfehlen, da das Kochtopf-Set eben genau auf das Kochsystem abgestimmt ist und eben auch in den Töpfen verstaut werden kann, so dass man kein Volumen im Rucksack unnötig verliert. ► Hier mein Testbericht dazu.
Hier ein paar weitere interessante Abmessungen des Herstellers von der eigenen Website:
- Höhe (ohne Kartusche): 9,5 cm
- Durchmesser Auflage: 14,4 cm
- Leistung: 3,26 kW
- Abstand Brenner-Topf : 1,1 cm
- Packmaß Kocher: 9.5 x 8.5 x 2.4 cm
- Packmaß Topfauflage: 4.7 x 7.7 x 4.4 cm
- AnschlussSchraubkartuschen (Lindal)
- Brennstoff:j eder Gas-Mix mit Butane/Isobutan/Propan
Weiterhin ist es äußerst praktisch, dass man bei Soto auch direkt Ersatzteile für seinen Kocher nachordern kann. Dies entspricht einem nachhaltigen Ansatz, den ich sehr begrüße.
Last but noch least ist bei dem Windmaster noch ein kleiner Packsack dabei, in dem man das System einfach verstauen kann und schließlich dann auch in ein Topfsystem integrieren kann.
Fazit:
Wenn du einen leichten, kompakten und zudem hochwertig verarbeiteten Kocher zum Aufschrauben suchst, geht kaum ein Weg am Soto Windmaster vorbei.
Neben den genannten Aspekten glänzt er durch seinen integrierten Windschutz und seine sparsamen Brennleistung. Für mich DAS Kochsystem für die nächste mehrtägige Wander- oder Radtour, da er genau das bringt, was ich von einem Kocher erwarte. Zuverlässig, leicht und kompakt. Eine sehr klare Kaufempfehlung.
