Super Not-Lampe. Immer mit dabei. Die Bedienung sollte man aber kennen.
VORTEILE
- Klein & leicht
- gewöhnliche AAA-Batterien
- Wasserdicht (IPX 8)
- 4 Leucht-Modi und Dimm Funktion
- Sperr-Funktion
- schlichtes Design
NACHTEILE
- Bedienung muss erstmal gelesen werden
- gibt noch kleinere und leichtere Not-Lampen
- Touchfeld reagiert manchmal nicht sofort
BEWERTUNG
Eines von vielen neunmalklugen Mottos lautet: »Die beste Notfallausrüstung ist jene, die man im Notfall dabei hat.« Und wie so oft stimmt das doch auch irgendwie. Was hilft ein 300 Lumen Lampen-Ungetüm, wenn man sich beim Packen 2x überlegt sie einzupacken.
Die Frage war, Petzl e+Lite oder Black Diamond Ion

Die Petzl e+Lite ist im Grunde die perfekte Notfall-Taschenlampe:
27g leicht, winzig klein, wasserdicht und die Knopfbatterien halten ewig. Ich hab mich trotzdem für die Ion entschieden, aus ein paar guten Gründen wie ich finde ;)
(Einer davon war, dass die Ion nur 9,90, die e+Lite 25 Euro gekostet hätte. :-P)

Die Ion hat aber zwei große Nachteile gegenüber der e+Lite, wenn man sie als Not-Lampe verwenden will:
1. Gewicht und Größe
Petzl verwendet Knopfbatterien. Diese sind klein, leicht und halten bis zu 10 Jahre. Perfekt für eine Lampe die in der Erste-Hilfe-Box auf ihren Einsatz wartet. Allerdings sind Knopfbatterien teuer zu ersetzen, nicht wieder aufladbar und nicht überall zu bekommen. Da war Black Diamonds AAA-Akku-Variante sympathischer. Da kann ich auch mal Akku zum Lesen verschwenden :D Gewicht ist daher: 31g Lampe + 15-25g Battieren (Akkus sind schwerer). Die Größe aber immer noch verkraftbar.

2. Die kompliziertere Bedienung.
Petzls Schiebe-Regler ist super übersichtlich – er bedarf keiner Erklärung und ist in jeder Sprache verständlich. Bei der Ion sollte man sich vorher die Bedienungsanleitung oder eines der Videos angesehen haben. Die Touch-Bedienung ist zwar cool und sieht sehr clean aus, muss man aber kennen. Im Notfall jemandem einfach in die Hand drücken könnte schwierig werden.

Wenn mans mal kennt ist es allerdings recht einfach: 3 Sekunden Finger drauf um die Tastensperre auszuschalten. In Richtung Lampe wischen für weißes Licht. Weg von der Lampe: Rotes Licht. Erneutes Wischen in die gewünschte Richtung lässt die Lampe blinken. Im Dauer-Weislicht-Modus kann man die Lampe dimmen, indem man den Finger auf dem Bedienfeld legt.
Letztes finde ich sehr komfortabel. Meist hat man bei Lampen nur 3 Modi und der niedrigste hat etwa 20 Lumen. Das ist fürs Zelt oder zum Lesen oft schon zu viel. Auf 8 Lumen hinunterdimmen spart da Akku und blendet die ZeltpartnerInnen nicht.
Die Ion hat max. 80 Lumen, was mehr als ok ist um den Abstieg im Dunkeln zu finden, wenn man zu lange in der Wand war. Leuchtdauer von 200-8 Stunden und einer Leuchtdistanz von bis zu 38m sind ausreichend für solche Situationen, die sich nicht zum Notfall ausweiten sollen.
Alles in Allem genau was ich wollte. Die Lampe ist immer im Rucksack. Sollte das Fahrradlicht mal ausfallen oder nachts der Schlüssel aus der Tasche gefallen ist, ist sie schnell zur Hand. Für die Größe ist die Leuchtkraft völlig ausreichend – auch für einen ungeplant späten Abstieg. Größtes Manko ist der Erklärbedarf bei der Bedienung.
(Achtung: es gibt zwei Varianten. Die Beschriebene ist wasserdicht nach IPX 8, also 30min. in 1m Tiefe. Es gibt auch eine Variante die nur Spritzwasser-geschützt ist.)