Super Display, einfache Bedienung
VORTEILE
- Perfektes Display
- Übersichtliches Bedienkonzept
- Lange Akkulaufzeit
- Gute App-Konnektivität (Strava, Komoot, ...)
- Gute Sensor-Konnektivität
NACHTEILE
- Offline Navigation
- Eingeschränkte Bedienmöglichkeiten
- Kein Lagesensor
BEWERTUNG
Aufgrund der Markteinführung des Elemnt Roam II, gibt es aktuell einige gute Angebot für den Elemnt Roam I - da hab ich direkt zugeschlagen.
Einrichtungsassistent
Das Einrichten des Gerätes erfolgt Großteils mit dem Handy über die ELEMNT App. Das Handy verbindet sich per Bluetooth (initial wird ein QR-Code am Display des Roam abfotografiert) - das könnte zwar einen Ticken schneller gehen, aber ist durchaus akzeptabel. Das macht man ja nicht täglich. Über die App lädt man benötigte Karten auf das Gerät, setzt Wlan Credentials, verbindet diverse Sensoren und andere Apps und adaptiert die angezeigten Seiten am Roam. All das hat bei mir ohne Probleme funktioniert.
Routenplanung
Der Grund für den Kauf sind meine häufigen Bikepacking-Touren. Mit Navigation kann man sich am Vortag ganz gemütlich eine Route zusammenstellen und kann dann am nächsten Tag entspannt die Umgebung genießen. Ebenso kann man für einen Kaffee oder eine Pizza mal von der Route abfahren und wird anschließend ganz entspannt auf die Route zurückgeführt.
Die Routenführung erstelle ich typischerweise mit Komoot - das klappt ausgezeichnet. Die hier gespeicherten Routen werden automatisch mit dem ROAM synchronisiert. Entweder automatisch per Wlan, sofern der Roam mit dem Wlan-Netz verbunden ist, ansonsten reicht es wenn man die ELEMNT App öffnet - dann werden die Routen per Bluetooth synchronisiert.
Der Roam kann auch Offline-Navigation. Dazu kann man per App mehrere "Ziehlpunkte" einstellen, die man dann jederzeit am Roam auswählen kann. Die Navigation zu den Ziehlpunkten hat bei mir problemlos funktioniert, auch wenn man per Komoot meistens eine bessere Route (weniger befahrene Straßen, ...) findet. Das Einstellen der Zielpunkte hat bei mir weniger gut funktioniert. Besonders in Italien wurden hier viele Adressen nicht erkannt, auch im deutschsprachigen Raum wurden gewisse Adressen nicht gefunden. Da ich die für die Navigation ohnehin Komoot verwende, benutze ich die Funktion ohnehin nicht.
Während der Tour
Hat man die Route definiert, alle Sensoren verbunden, kann es endlich losgehen. Das Auswählen der gespeicherten Route erfolgt am Gerät, und die Fahrt kann beginnen. Die Bedienung während der Fahrt ist durch die begrenzten Tasten intuitiv. Seitlich gibt es eine "Zoom" Taste, die restlichen 3 Tasten dienen zum Umblättern, Pausieren, und für "Sekundärfunktionen". Da man die Seiten individuell anpassen kann, hat man so alle gewünschten Informationen auf einen Blick.
Der ROAM zeichnet die Aktivität natürlich auch auf, und lädt diese auf Wunsch auf diverse Plattformen (Strava, Komoot, ...). Navigation und Aktivität kann man natürlich getrennt stoppen - Muss man also plötzlich umnavigieren, wird die Aktivität trotzdem weiter aufgezeichnet.
Das große Highlight ist einer Meinung nach das Display. Während man die meisten Handy-Displays im hellen Sonnenlicht nur mehr schlecht ablesen kann, ist dies beim ROAM genau umgekehrt. Das Display funktioniert ähnlich wie bei einem e-Reader - bei heller Umgebung wird die Hintergrundbeleuchtung deaktiviert. Das Display bleibt trotzdem perfekt ablesbar. Bei Dunkelheit sorgt eine Hintergrundbeleuchtung für ausreichende Helligkeit. Der Akku ist auch ausdauernd - 15 h sind ohne Probleme möglich.
Alles in allem bin ich super zufrieden. Das minimale Bedienkonzept (wenig Tasten, kein Touch) erleichtert die Bedienung ungemein. Ein klarer Pluspunkt für mich, auch wenn das bedeutet, dass der Roam nur in Kombination mit einem Handy funktioniert.