Sehr gute Belüftung und Schutz im Rennradhelm vereint
VORTEILE
- Sehr gute Verarbeitung
- Sehr gute Belüftung
- Brillenhalterung
- Guter Verstellbereich
- Sehr leicht
NACHTEILE
- Riemen nicht vollständig innenliegend
- Baut optisch hoch auf
BEWERTUNG
Schnell, schneller, Rennrad. Damit man bei hohen Geschwindigkeiten aber nach besten Möglichkeiten sein Oberstübchen schützt, gibt es den Avio MIPS Helm von Bollé.
Aufbau:
Zentraler Kern ist die Helmschale, in der mittels Klettverschlusses das MIPS-System liegt. Das MIPS-System besteht hierbei aus PET oder ähnlichem Material, welches außen auf den Polsterlagen aufgebracht ist.
Das MIPS sorgt dafür, dass der Helm im Fall eines Unfalls noch etwas auf dem Kopf rutschen kann und dadurch Querkräfte auf den Kopf reduziert. Das Ganze ist wie gesagt komplett eingebettet, fällt also im Alltag nicht auf. Ansonsten gibt es noch eine Verstellung für den Kopfumfang, um den Helm entsprechend anzupassen. Der Verstellbereich liegt bei meinem Modell zwischen 55 und 59 Zentimeter, sodass ich den Helm entsprechend auch mit dicker Mütze kombinieren kann im Winter.
Die Riemen liegen halboffen im Helm integriert, und haben zwei Riemenversteller, die den vorderen und hinteren Riemen in einen zum Kinn zusammenführen. Dort sitzt dann die klassische Schnalle um den Helm zu verschließen. Die Riemen sind aber nicht wie beim Trackdown von Bollé im Helm selbst eingebettet, sondern liegen zwischen Helmschale und Polster. Ansonsten erkennt man im Kunststoff etliche Aussparungen und eingebrachte Formen zur Gewichtsreduktion und Aerodynamikoptimierung.
Soviel zum Inneren des Helmes. Von außen gibt sich der Avio in mattem Schwarze die Ehre. Die Lackierung weist eine gute Resistenz gegen Kratzer und Flecken auf, sodass der Helm sehr lang schick aussieht. Des Weiteren sind die Luftschlitze so designt, dass man auch hier im „Opti Dock“ eine Sonnenbrille einstecken kann.
Test:
Ich hatte den Helm jetzt bei den ersten frühlingshaften Temperaturen an und fand die Belüftung sehr stark. Das hatte in meinem Fall (kein Haupthaar) aber selbst mit Mütze zu einem eher kühlen Kopf geführt. Von daher würde ich dem Helm für die sommerlichen Temperaturen sehr gute Ergebnisse für die Belüftung attestieren. Was dabei sehr stark auffällt, ist, dass der Helm mittig sehr weit nach oben aufbaut und dort auch den größten Luftkanal aufweist. Das ist mir optisch wiederum etwas negativ aufgefallen, da der Helm damit auf meinem Kopf teilweise sehr komisch aussah.
Die Verstellmöglichkeiten für die Riemen, den Kinnschutz oder den Kopfumfang ließ sich jederzeit einfach verstellen und sind gleichzeitig in Position geblieben. Simpel, aber unaufgeregt schön, wenn Dinge einfach genauso funktionieren wie sie sollen. Das MIPS System fällt einem im Alltag tatsächlich nicht auf. Beim Schütteln oder Drehen des Kopfes sitzt der Helm fest, wenn man ihn aber mit den Händen verschieben will, um somit den Aufprall zu simulieren, klappt das bereits mit wenig Kraft. Hier hat man also eine gute Balance zwischen Sitz und Sicherheit gefunden.
Fazit:
Rennradhelme sehen stromlinienförmig aus und hier reiht sich der Avio von Bollé auch hervorragend mit ein. Gewicht, Verarbeitung und Belüftung sind sehr gut, über den frontalen Anblick sollte man sich im Klaren sein und lieber dafür sorgen, als Erster an der Eisdiele zu sein, denn von hinten macht der Helm eine umso bessere Figur 😉









