Leichter Bike-Rucksack, der sich mit dem Platzhirsch (Deuter Transalp) anlegt
VORTEILE
- Geringes Gewicht
- Verstellbare Rückenposition
- Passform
- Volumenerweiterung um 5l
- Innenfach kann per Reißverschluss geteilt werden
NACHTEILE
- Wenig robustes Material
- Seitenfächer ohne guten Halt
- Regenhülle kann nicht eingehakt werden
- Helmhalterung ausschließlich für Helm nutzbar
BEWERTUNG
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ein guter Rucksack unterscheidet sich von einem schlechten Rucksack nicht dadurch, dass man schneller den Berg hoch kommt. Das geht nur mit einem Raketenrucksack. Ein guter Rucksack hilft aber dabei, dass man sich auf das wesentliche Konzentrien kann und sich nicht auch noch um den Rucksack kümmern muss.
Der VauDe Bike Alpin 30+5 ist ein leichtgewichtiger 30l-Bike-Rucksack, dessen Volumen per Reißverschluss um 5l erweitert werden kann. Das geringe Gewicht des Rucksacks erreicht VauDe dadurch, dass leichte Materialien verwendet werden und kein unnötiger Schnickschnack mit verbaut wurde. Allerdings wirkt der Rucksack dadurch weniger robust als z.B. das Flagschiff von Deuter. Auch die Helmhalterung am VauDe ist sehr spartanisch gehalten, der Helm wird mit den Kinnriemen in zwei Ösen am Rucksack eingehängt. Leichter geht es fast nicht. Allerdings kann man die Helmhalterung dadurch auch ausschließlich für den Helm verwenden. Auch hier nochmal der Vergleich zum Deuter Transalp: Hier kann man die Helmhalterung auch mal zweckentfremden und z.B. Turnschuhe, Handtuch oder sonstige Dinge an der Helmhalterung befestigen. Das geht beim VauDe-Rucksack allerdings nicht. Auch die außen angebrachten Seitentaschen haben Nachteile aufgrund der Gewichts-/Material-Einsparung. Die Taschen sind lediglich Steckfächer und ohne Gummiband oder ähnliches. In voll beladenem Zustand werden die Außentaschen war halbswegs brauchbar sein, in nicht vollständig gefülltem Zustand hindert allerdings nichts den Inhalt daran, bei geringer Bewegung rauszufallen. Hier sollte VauDe dringend nachbessern.
Rucksack-Aufteilung:
Der Rucksack hat neben den bereits angesprochenen Seitentaschen ein geräumiges Hauptfach, welches durch einen Reißverschluss in zwei unabhänge Bereiche unterteilt werden kann. Den damit entstehenden oberen Teil erreicht man über einen umlaufenden Reißverschluss, der untere Teil hat einen eigenen Zugang ebenfalls per 2-Wege-Reißverschluss. Außerdem besitzt das Hautfach ein separates Fach für die Trinkblase, inkl. einer Befestigung des Trinkbeutels per Klettverschluss. Zusätzlich ist im Hauptfach noch ein kleiner Schlüsselring angebracht, sodass dieser nicht in den Weiten des Rucksacks verschwindet. Das Hauptfach lässt sich per Reißverschluss auch noch um ca. 5l erweitern, sodass man im Fall der Fälle noch zusätzliche Ausrüstung unterbringen kann.
Zusätzlich zu Hauptfach gibt es noch ein weiteres, gut zugängliches Fach mit Netzunterteilungen, dort kann man Mobiltelefon, Geldbeutel und sonstigen Kleinkram geordnet unterbringen. Schön auch ein eingenähter Klettverschluss für die Pumpe. Außen aufgesetzt ist noch eine zusätzliche Reißverschluss-Tasche, ideal z.B. für Kartenmaterial. Auch am Hüftgurt ist eine kleine Tasche angebracht, welche per Reißverschluss verschlossen werden kann.
Passform:
Die Passform des VauDe Bike Alpin 30+5 hat mich sofort überzeugt. Per Klettverschluss-Riemen kann man die Rückenlänge variieren. Je nach Einstellung sitzt der Rucksack etwas tiefer auf der Hüfte oder eben weiter oben. Von dieser Einstellmöglichkeit bin ich begeistert! Alle weiteren Einstellriemen sind standard: Hüftgurt, Brustgurt, Kompressionsriemen sind gewichtsoptimiert schlank gehalten und aufgeräumt. Das Tragesystem hat einen Netzrücken, sodass immer genügend Belüftung zwischen Rücken und Rucksack vorhanden ist. Der Rucksack baut nicht sonderlich hoch, das ist besonders vorteilhaft da man nicht Gefahr läuft, bei überstrecktem Genick (=Fahrradposition), mit dem Helm an den Rucksack zu stoßen. Das hat VauDe perfekt gelöst. Die geringere Höhe des Rucksacks führt allerdings dazu, dass der Rucksack eine recht große Tiefe hat, also weit vom Rücken absteht. Aber damit kann man leben, man kann ja nicht alles haben. Irgendwo muss das Volumen ja untergebracht werden.
Sonstiges:
Der Rucksack hat, wie üblich in dieser Kategorie, eine in einer kleinen Reißverschlusstasche untergebrachte Regenhülle. Diese wird per Gummizug und Klemme am Rucksack angebracht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Regenhülle im oberen Bereich noch per Haken befestigt werden könnte, denn damit wäre ein sicherer Halt auch bei hohen Geschwindigkeiten gegeben. Schönes Gimick: Auch an der Regenhülle ist eine kleine Lasche für das Rücklicht angebracht.
Alles in allem ein guter Rucksack für Touren mit dem Bike.




