Komfortabel-funktional-bequem.
Wenig Volumen für seine Größe
VORTEILE
- Vielseitig verwendbar
- Um Protektor erweiterbar
- Platz für 3l Trinkblase (im Lieferumfang enthalten)
- Reflektierende Elemente
- Gute Belüftung
- Schoner o.ä. lassen sich außen befestigen
NACHTEILE
- Relativ schwer
- Groß für wenig Volumen
- Durch die Verformung am Rücken wirkt er kleiner als 14l
- Blase umständlich reinzumachen
- Kein Deckel am Mundstück der Trinkblase
- ohne Regenhülle
BEWERTUNG
Bei meinen letzten Touren habe ich den M.U.L.E Pro von Camelbak inklusive Trinkblase genutzt und getestet. Meine Erfahrungen mit dem Rucksack könnt ihr im nachfolgenden Testbericht lesen.
Allgemeines und erster Eindruck
Der hier getestete Rucksack ist ein Trinkrucksack und kann mit einer 3L-Trinkblase genutzt werden. Er ist zum Fahrradfahren gedacht, lässt sich aber auch prima beim Wandern nutzen. Ich habe den Rucksack in der 14L Variante bestellt. Als ich ihn bekommen habe, war ich jedoch negativ überrascht, wie groß der Rucksack im Verhältnis zu einem doch eher kleinen Füllvolumen ist. Zurzeit ist er bei Camelbak nur in der Farbe "Schwarz" erhältlich und die UVP liegt bei 154,99 €. Die 3-Liter-Trinkblase ist im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich erhältlich ist ein Protektor, für den ein Fach vorhanden ist.
Verarbeitung
Der Rucksack ist gut verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Bisher konnte ich (auch nach Kontakt mit Gestrüpp) noch keine Abnutzung erkennen. Die Reißverschlüsse sind leichtgängig und mit angenehmen Zippern ausgestattet.
Bei den Clips an der Seite und an der Hüfte wurde ein für mich neues System verwendet. Im Prinzip ist das auch sehr leichtgängig, ich habe die Schnalle (den Teil mit den Armen) aber schon ein paarmal schief in den Verschluss gesteckt, sodass es sich leicht verklemmt hat.
An der Brust hat der Rucksack einen Verschluss mit Magnet, der gut funktioniert/ gut hält.
Wenn der Gurt geschlossen ist, kann außen noch der Trinkschlauch befestigt werden.
Funktionalität/ Eigenschaften
Der Rucksack glänzt mit vielen Fächern und einer geschickten Aufteilung. Er hat ein großes Fach, indem nochmal ein kleines Fach am Rücken abgetrennt ist. Dieses soll laut Herstellerangaben genug Platz für einen E-Bike-Akku bieten. Mein E-Book-Reader oder ein dünnes Buch passen gut rein. Wie ein Akku reinpassen soll, ist mir nicht ganz klar.
Des Weiteren gibt es im oberen Bereich innen noch ein weiteres Fach, welches in eine linke und eine rechte Hälfte unterteilt ist.
Von vorne außen kann man noch ein Fach (gepolstert) erreichen
und zu guter Letzt gibt es eine Öffnung unten am Rücken mit einem schmalen Fach, in dem man beispielsweise ein Handy oder einen dünnen Geldbeutel verstauen kann.
Man kann seine Sachen also super organisieren!
Was außerdem mitgeliefert wurde, ist eine kleine Tasche, die aussieht wie ein Kulturbeutel.
Ich vermute, dass sie dazu dient, um Fahrraduntensilien wie Öl, Flickzeug etc. zu verstauen. Dazu ist sie aber deutlich zu klein (zumindest) für mein Material.
In den Hüftflossen sind elastische Fächer verbaut, die Platz fürs Handy oder eine Packung Taschentücher bieten. Man muss sich am Anfang etwas daran gewöhnen, dass die Hüftflossen recht weit hinten sitzen, aber dann ist es eine super Sache und stört den Tragekomfort in keinster Weise.
Zu guter Letzt hat der Rucksack vorne ein elastisches Fach (offen nach oben), in dem man einen dünnen Pulli, Regenjacke o.ä. verstauen kann.
Neben den vielen Fächer ist der Rucksack außen mit Schnallen ausgestattet, welche für zusätzliche Funktionalität sorgen. Im oberen Bereich sind seitlich zwei Kompressionsriemen angebracht.
Diese können jedoch auch benutzt werden, um eine Jacke oder einen (Fahrrad-)Helm zu befestigen. Unten sind zwei weitere Riemen angebracht,
mit deren Hilfe Schoner befestigt werden können.
Außerdem hat er einen reflektierenden Camelbak-Schriftzug und es kann eine Lampe/ ein Rücklicht befestigt werden (an der Mule pro Aufschrift - siehe letztes Bild).
Leider gibt es keine Vorrichtung, um eine Sonnenbrille zu befestigen. Mann kann sie zwar in so Schlaufen an den Schultergurten stecken, wenn man sich nach vorne beugt, fällt sie jedoch raus.
Komfort und Praxis
Der Rucksack ist bequem zu tragen. An der Hüfte sind Hüftflossen vorhanden. Diese sind zwar nicht besonders groß oder gut gepolstert, aber da der Rucksack auch nicht besonders schwer wird, sind diese absolut ausreichend.
Der Rücken des Rucksacks ist ein Netzrücken mit Belüftungssystem. Dieses funktioniert ausgeprochen gut.
Es war zwar noch nicht soooo warm, aber bisher habe ich kaum unter dem Rucksack geschwitzt. Zum Fahrradfahren ist der Abstand zwischen Rücken und Rucksack noch in Ordnung. Weiter weg sollte er aber für meinen Geschmack nicht vom Rücken entfernt sein, damit der Rucksack nicht zu viel wackelt.
Der Brustgurt lässt sich in der Höhe verstellen und ist somit variabel anpassbar und bequem. Wenn man sowohl Brustgurt als auch Hüftgurt gut schließt, bewegt sich der Rucksack auf dem Trail nicht hin und her und man kann problemlos biken.
Wie eingangs bereits erwähnt, hat der Rucksack für seine Gesamtgröße ein subjektiv sehr kleines Volumen. Das hat sich auch bei der Nutzung bestätigt. Durch den geformten Rücken ist er auch nicht so gut zu befüllen. Mit einer gefüllten Trinkblase, einer Regenjacke, Sonnenbrille und Brotdose ist der Rucksack schon wirklich gut gefüllt gewesen.
Ich hatte den Rucksack auch im Schnee benutzt und die Feuchtigkeit von neuem Schnee ging nicht durch das Material durch. Eine Regenhülle ist nicht dabei.
Trinkblase
Der Rucksack kann mit einer Trinkblase von bis zu 3 Litern genutzt werden. Es wird eine Trinkblase von Camelbak mitgeliefert. Die Öffnung am Rucksack ist etwas eng, wenn man die Blase reinstecken will.
Dafür verrutscht sie dann aber auch nicht, wenn sie drin ist. Oben kann sie noch mit einer kleinen Schnalle und einem Band befestigt werden.
Sehr schön ist, dass der Rucksack mit Blase und Protektor (zusätzlich erhältlich) funktioniert, da beide getrennte Fächer haben. Der Schlauch der Trinkblase wird über die rechte Schulter herausgefädelt...
...und dann am Tragegurt stabilisiert/ befestigt.
Der Trinkaufsatz kann magnetisch am Brustgurt befestigt werden, sodass man diesen schnell parat hat.

Beim Wandern passt alles, beim Biken finde ich jedoch keine Position, sodass das Mundstück nicht gegen meinen Arm stößt. Dadurch geht der Schlauch immer vom Magnet ab... Bei Männern vlt. weniger ein Problem, da sie den Brustgurt weiter runterschieben können.
Leider hat das Mundstück keinen Deckel o. ä. Stellt man den Rucksack also irgendwo ab, muss man immer darauf achten, wo man das Mundstück platziert, damit es nicht dreckig wird.
Es hat nämlich bedauerlicherweise dann nicht immer am Brustgurt gehalten und selbst wenn ist dadurch nicht garantiert, dass es nicht doch auf dem Boden liegt. Ein ausführlicher Test zur Trinkblase folgt und ihr werdet ihn dann auf meinem Profil finden.
Fazit
An sich ein bequemer, komfortabler und funktionaler Rucksack. Leider ist er für das, was er an Volumen mit sich bringt, relativ schwer und groß. Die Reißverschlüsse und Schnallen sind leichtgängig und gut zu bedienen. Toll sind die vielen Fächer, sodass der Rucksack sehr flexibel nutzbar ist! Der Tragekomfort ist hoch und die Belüftung funktioniert gut.