Gut organisierbare Trinkweste mit Platz für das Nötigste
VORTEILE
- Mehrere Fächer zur Organisation
- Trinkblase mit großem Durchfluss
- Trinkblase mit großer Öffnung
- Viele Verstellmöglichkeiten an den Trägern
- Sehr fester Sitzt auch bei ruppigen Abfahrten
NACHTEILE
- Bei ganz gefüllter Blase etwas unangenehm zu Tragen
- Rucksackboden schwierig ganz auszufüllen
BEWERTUNG
Ich habe die Chase Adventure 8 Trinkweste von Camelback mit der 2 Liter Crux Trinkblase zum Testen bekommen. Die Trinkweste ist für mich ideal für Mountainbiketouren um das Wichtigste dabeizuhaben und vor allem genug zu Trinken dabei zu haben. Vor allem die vielen Fächer zur Organisation und der gute Sitz der Weste auch bei ruppigen Trailabfahrten haben mir sehr gut gefallen.

Fächeraufteilung
Die Fächeraufteilung des Trinkrucksacks gefällt mir sehr gut, da es sehr viele einzelne Fächer gibt und damit alles sehr organisiert und aufgeräumt ist. Außerdem sind durch die Fächer an den Trägern viele Kleinigkeiten schnell erreichbar, ohne das man den Rucksack absetzen muss.
Der Rucksack hat ein großes Fach für die Trinkblase, das mit einem Reißverschluss verschlossen wird, zudem ein weiteres größeres Reißverschlussfach für Material. Zudem eine weitere Tasche mit seitlichem Reißverschluss und Druckknopfverschluss auf der Oberseite mit und eine Stretchtasche an der Vorderseite für zusätzliches Material.
In dem Fach für die Trinkblase ist außerdem noch ein Fach für einen Rückenprotektor. Wenn man da also einen hat, kann man den Protektor dort anbringen, wodurch man einen zusätzlichen Schutz des Rückens hat.


Die vorderste Tasche hat einen langen Reißverschluss auf der Seite, wodurch man einen guten Zugriff auf alles hat und einen Deckel mit Druckknopfverschluss auf der Oberseite. Zudem sorgen zwei Netztaschen für zusätzliche Organisation. Darum ist das Fach für mich ideal für alles, was schnell erreicht werden muss und Kleinteile wie zum Beispiel Werkzeug.

An den Trägern sind zusätzlich jeweils eine kleine Reißverschlusstasche und eine kleine Stretchtasche angebracht für Kleinigkeiten wie zum Beispiel Handy oder Müsliriegel.


Das klingt zwar im ersten Moment nach viel, wenn allerdings die Trinkblase voll aufgefüllt drin ist, bleibt nicht mehr all zuviel Platz. Camelback gibt 6 Liter Material Stauraum an, ich habe es allerdings als weniger empfunden. Mit Basiswerkzeug, Ersatzschlauch und Windjacke ist der Rucksack schon gut voll. Andererseits ist das auch alles, was man für eine Fahrradrunde benötigt.
Etwas schade ist, dass der Boden des Rucksacks nicht komplett ausgefüllt werden kann. Das einzige Fach, das bis zum Boden reicht ist das Fach der Trinkblase. Die anderen Fächer gehen nicht über die ganze Länge des Rucksacks. Da die Trinkblase allerdings nicht die ganze Tiefe am Boden ausfüllt, bleibt hier etwas Platz ungenutzt. Das macht aber auch nicht wirklich viel aus und für den Tragekomfort ist es auch besser, wenn der Rucksack nicht komplett prall gefüllt ist.
Trinkblase
Im Lieferumfang enthalten ist die Trinkblase „Crux Reservoir“ mit 2 Litern. Die Blase hat ein neues System, das laut Camelbak bis zu 20 % mehr Wasser pro Schluck liefert. Beim Testen hat man dieses Mehrvolumen auf jedenfalls gemerkt.
Zusätzlich hat die Trinkblase einen ergonomischen Griff mit Hebel an dem sich das Mundstück zumachen lässt. Die Öffnung ist relativ groß und mit einem ergonomischen Griff ausgestattet, was das Auffüllen sehr einfach gestaltet. Im Vergleich zu anderen Trinkblasen, bei denen es oft neben herausläuft wegen fehlender Formstabilität und wo man es oft nicht gut halten kann, hat mir das hier bei der Crux sehr gut gefallen.

Nach dem Befüllen kann der Schlauch der Blase einfach über einen Verschluss eingesteckt werden. Auch das Einpacken der Trinkblase wird durch den ergonomischen Griff einfacher. Im Rucksack kann dann der Schlauch über eine Öffnung am Träger entlang herausgeführt werden. Das gefällt mir sehr gut, da dann der Schlauch nie im Weg ist im Gegensatz dazu, wenn die Öffnung in der Mitte des Rucksacks ist.



Das Material der Trinkblase ist BPA, BPS und BPF frei und schon beim ersten Nutzen der Blase hat das Wasser keinen Nachgeschmack nach Plastik gehabt, was bei Trinkblasen ja oft am Anfang der Fall ist.
Weitere Features
Der Rucksack hat außerdem noch Reflektoren für eine gute Sichtbarkeit bei Nacht und eine Halterung an der Rückseite, an der ein Rücklicht befestigt werden kann.

Tragekomfort des Rucksacks


Der Rucksack liegt eng am Rücken an. Das dünne Meshpolster am Rücken sorgt dabei für eine gute Durchlüftung und man kommt nicht zu stark zum Schwitzen unter dem Rucksack. Die Träger sind über zwei horizontale Verstellbänder miteinander verbunden und über je zwei Verstellbänder nach hinten verbunden. Dadurch sitzt der Rucksack sehr akkurat und fix am Rücken, ohne dabei ein einengendes Gefühl zu geben.
Bei Trailabfahrten rutscht er selbst im steilen Gelände nicht nach vorne und rutscht auch nicht seitlich. Am rechten Träger sind zwei Halterungen zum Befestigen des Trinkschlauchs angebracht. Durch zwei statt wie oft üblich nur einer Halterung verläuft der Schlauch genau am Träger entlang und kann so nicht in die Quere kommen.
Bei voller Trinkblase sitzt der Rucksack allerdings etwas unangenehm. Der Rücken liegt nicht schön an, sondern drückt eher an einer Stelle und steht am Rest ab und für die Träger hab ich trotz vielem Verstellen keine wirklich komfortable Position gefunden. Wenn man dann allerdings die Blase nicht ganz voll macht und nur 1 1/2 Liter einfüllt, ist es deutlich besser und der Rucksack sitzt sehr angenehm wie oben beschrieben.
Anwendung
Ich habe den Rucksack zum Mountainbiken verwendet und finde ihn top für kleine Hausrunden bei milden oder hohen Temperaturen. Das Wichtigste an Material passt rein und für Werkzeug gibt es sogar eine extra Tasche. Wie schon gesagt sitzt der Rucksack sehr fest auf dem Rücken und ist damit auch für ruppige Trailabfahrten geeignet. Für größere Touren oder Touren bei tiefen Temperaturen ist er für mich allerdings zu klein.
