Federleichter Begleiter mit geringem Packmaß
VORTEILE
- sehr geringes Gewicht
- kleines Packmaß
- komfortabler, ergonomischer Griff
- individuell anpassbar
- Teller wechselbar
- Handschlaufen verstellbar
NACHTEILE
- je nach persönlicher Vorliebe + oder -: steifer als Aluminium
- nicht so stabil wie Stöcke aus Aluminium
- teurer als Aluminium-Stöcke
- Griff könnte noch einen Tick länger sein
BEWERTUNG
- Kurzübersicht Bewertung
- Herstellerangaben
- Ausführliche Bewertung


1. Kurzübersicht Bewertung
Komfort: *****
Gewicht: *****
Robustheit: ****
Packmaß: *****
Preis/Leistung: ****
Kaufempfehlung: JA

2. Herstellerangaben
Abmessungen:
Packmaß: 67 cm, verstellbar von 105 - 140 cm
Gewicht: 215 g
Eigenschaften:
Expedition Short Griff
gepolsterte Schlaufe
3-teilig:
Oberteil: Carbon, Ø 18 mm
Mittelteil: Carbon, Ø 16 mm
Unterteil: Titanal .HF, Ø 14 mm
Powerlock 3.0 Verstellsystem
Vario Trekking Teller
Wolfram/Carbid Flexspitze
Garantie & Service:
3 JAHRE GRATIS REPARATURSERVICE
Wir bieten auf alle Teleskopstöcke 3 Jahre gratis Reparaturservice. Egal was passiert ist, wir reparieren Ihren Stock – ohne Fragen, kein Beleg nötig, ohne Kosten. Das gibt es nur bei uns!
SERIES C3 CARBON
Die leichtesten Stöcke am Markt, das spürst du bei jedem Schritt.
PFLEGEANLEITUNG:
Teleskopstock nach jedem Gebrauch mit trockenem Tuch reinigen und mit offenem Verschluss lagern! Verschluss auf Haltekraft prüfen, bei Bedarf nachstellen und keinesfalls mit fettenden Substanzen behandeln!
Achtung: Maximale Auszugslänge des Teleskopstocks unbedingt beachten.
3. Ausführliche Bewertung
Komperdell bietet bei allen Touring- und Trekkingstöcken (verkauft ab 2017) einen 3-Jahres-Gratis-Reparaturservice, egal was passiert ist. Die Reparatur kostet den Nutzer keinen Cent.

Ein weiteres Lob erhält Komperdell von mir für die umweltschonende Verpackung. Am Ende blieben lediglich der braune Karton und der Aufhänger an den Handschlaufen als Müll übrig. Alles andere kann weiterhin aufgehoben und verwendet werden. Die beiden Teller sind auf den Clips befestigt, mit denen man die Stöcke zusammenstecken kann. Auch wenn die Teller montiert sind, können die Stöcke immer noch mittels der Clips zusammen gehalten werden. Bei den Wintertellern ist dies im montierten Zustand dann nicht mehr möglich, da die Teller zu breit sind.



Als ich die Stöcke das erste Mal in eingefahrenem Zustand in der Hand hielt, war ich ein bisschen verwundert, denn das Gewicht fühlte sich nicht so viel geringer an, als bei anderen Stöcken. Nachdem ich die Stöcke dann ausgefahren habe, legte sich dieses Gefühl sofort. Hier spürt man einen deutlichen Unterschied!
Einsatzgebiet:
Der eine liebt sie, der andere hasst sie: Trekkingstöcke. Ich persönlich bin ein Fan davon und weiß sie mittlerweile wirklich sehr zu schätzen. Am Anfang war das nicht immer so, denn da empfand ich sie als störend und unpraktisch. Doch so wie es mit der Trittsicherheit auch ist, wird es mit der Zeit immer besser. Man weiß, wohin man die Spitze am besten setzt und hat dann zuverlässigen Halt. Gerade beim bergab gehen auf einfachen Wegen empfinde ich sie immer als sehr gelenkschonend, da die Belastung für die Knie deutlich abnimmt. Beim Weg nach oben gehe ich meistens mit Doppelstock-Einsatz und verwende sie unterstützend. Wenn das Gelände anspruchsvoller wird geht das natürlich nicht mehr und man muss die Stöcke einzeln gezielt setzen.
An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass das ständige Verwenden von Stöcken dazu führen kann, dass die eigene Trittsicherheit abnimmt, weil man sich immer auf die Stöcke verlässt. Des Weiteren kann die Kondition leiden, wenn man bei jedem kleinen Marsch auf die Unterstützung setzt.
Ich persönlich habe die Stöcke auf verschiedenen Touren im Sommer und Winter verwendet. Generell sind sie für fast alle Einsatzgebiete ideal. Beim Skitouren gehen würde ich dennoch auf andere Stöcke setzen oder direkt den Hersteller kontaktieren, ob das Material des unteren Abschnitts (Titanal) gegen Skikanten robust ist. An dieser Stelle machen verstärkte Carbonstöcke oder Aluminiumstöcke vielleicht mehr Sinn.
Neben dem normalen Modell gibt es noch eine „Compact“ Version für kleinere Personen. Die maximale Auszuglänge beträgt hier 120 cm (min. 57 cm).
Die Größenangaben sind gut lesbar aufgedruckt.

Details:
Der Stock besteht aus drei verschiedenen Teilen, welche alle auseinandergebaut werden können. Das Oberteil mit Griff hat einen Durchmesser von 18 mm und besteht aus Carbon. Das Mittelteil hat einen Durchmesser von 16 mm und besteht ebenso aus Carbon. Das Unterteil mit Teller hat dementsprechend den geringsten Durchmesser mit 14 mm und besteht aus dem Material Titanal. Titanal ist eine Hightech-Aluminiumlegierung, die dämpft und eine direkte Kraftübertragung und Stabilität verleiht, da es die Bruchdehnung erhöht. Es ist z.B. in einigen High-End Ski verbaut.
Die Spitze besteht aus Wolfram und Carbid. Wolfram ist ein chemisches Element, das so schwer wie Gold, so hart wie ein Diamant und so hitzebeständig ist, dass Eisen schon lange kochen würde, bevor Wolfram schmilzt (Schmelzpunkt 3422 °C). Man kann also sagen es ist unverwüstlich. Die Spitze an meinem Teller sieht dementsprechend immer noch aus wie neu.
Ansonsten sind im Lieferumfang noch Schutzkappen enthalten.



Einstellung Größe:
Bei der Benutzung wird das untere Stück komplett bis zur Markierung ("extend to here") ausgefahren und mittels des Verschlusses fixiert. Der Verschluss kann ohne großen Kraftaufwand bedient werden. Gleichzeitig merkt man, dass dieser bombenfest hält und sich nicht von selbst wieder öffnen kann. Im Anschluss zieht man das Mittelstück so weit hervor, bis man die für sich angenehmste Länge erreicht hat. Als Tipp: normalerweise sagt man, dass der Arm einen 90° Winkel zum Körper bilden soll, wenn man die Stöcke in den Händen hält. Natürlich spricht auch nichts dagegen, sie ein Stück kleiner oder größer einzustellen.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/EsyaEpDEepA.jpg?itok=72WVtkiq","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=EsyaEpDEepA&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}


Einstellung Power Lock Verschluss:
Um den Verschluss zu öffnen muss nur die Manschette vom Stock weggebogen werden. Wenn man den Verschluss schließen möchte, wird sie einfach wieder an den Stock gedrückt.
Falls die Spannkraft nicht groß genug ist, kann der Verschluss einfach selbst nachjustiert werden. Man hat die Möglichkeit mittels eines kleinen Kreuz-Schraubenziehers an der Schraube zu drehen. Da man nun aber nicht auf jeder Tour einen Schraubenzieher dabei haben möchte, nur um seine Stöcke bei Bedarf zu justieren, hat Komperdell noch eine weitere Möglichkeit aufgeführt. Ein Strich des Kreuzes wurde verlängert, sodass man alternativ mit Hilfe einer 1-Cent Münze die Schraube fester/lockerer drehen kann. Bei mir hat das leider allerdings nicht funktioniert, da die Münze einen Tick zu breit ist. Es würde aber bestimmt mit einer Messerspitze funktionieren.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/yU8iDI7DRI8.jpg?itok=94ZIOJkf","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=yU8iDI7DRI8&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}


Einstellung Handschlaufe:
Die Handschlaufe ist größenverstellbar und leicht zu bedienen. Das schnelle Verstellen, z.B. wenn man mal Handschuhe trägt, ist somit kein Problem. Sie hat eine verbreiterte Fläche, sodass nichts einschneidet und der Druck gleichmäßig verteilt wird. An der Innenseite ist sie mit einer dünnen weichen Schicht überzogen. Das bewirkt, dass sie sehr angenehm an der Haut anliegt.

Zum Verstellen der Handschlaufe ist kein Werkzeug nötig. Einmal durchgeführt klappt es die nächsten Male noch besser. Zum enger stellen der Handschlaufe wird an dem einzelnen Band gezogen. Dadurch wird der Keil, der die Schlaufe normalerweise an Ort und Stelle hält nach außen gezogen. Wenn man die richtige Größe gefunden hat, zieht man an der Schlaufe an, sodass der Keil wieder nach innen gedrückt wird (s. Video). Beim Vergrößern wird ganz einfach an dem Band gezogen, welches ganz oben aus der Halterung herauskommt. Um das ganze zu Verschließen wird wieder an der ganzen Schlaufe gezogen.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/dDOaukXgRgI.jpg?itok=uJ05ivZ7","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=dDOaukXgRgI&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}
Einstellung Teller:
Im Lieferumfang enthalten sind kleine Teller, welche ideal für den Sommer sind. Dank des Vario-Systems von Komperdell kann man jedoch auch problemlos große Schneeteller an die Stöcke montieren, sodass man sie auch bei Winterwanderungen in tieferem Schnee verwenden kann. Ein Ganzjahreseinsatz ist also problemlos möglich und erweitern das Einsatzspektrum enorm. Beim Wechsel der Teller muss man lediglich darauf achten, dass der neue Teller gut einrastet.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/ijLJVJiCK0w.jpg?itok=WRli8LTF","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=ijLJVJiCK0w&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}

Lagerung und Transport:
Wenn man die Stöcke nicht mehr verwenden möchte, können sie am oder sogar im Rucksack verstaut werden. Dazu werden alle Elemente wieder eingefahren, sodass ein möglichst geringes Packmaß entsteht.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/7r5AGQiJq4Q.jpg?itok=k_bCYnos","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=7r5AGQiJq4Q&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}

Nach der Benutzung sollte der Stock immer mit offenen Verschlüssen gelagert werden. Wenn der Stock im Winter oder im Regen benutzt wurde, dann würde ich ihn zusätzlich komplett auseinanderbauen und ihn vollständig trocknen lassen.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/mKmAJPkWHSY.jpg?itok=mj5ODJfO","video_url":"https://www.youtube.com/watch?v=mKmAJPkWHSY&feature=emb_logo","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}
Griffe:
Die Griffe haben eine ergonomische Form und liegen angenehm in der Hand. Auch wenn der Griff schon etwas länger ist, hätte er ruhig noch ein Stück länger sein dürfen. Wer Wert darauf legt einen langen Griffbereich zu haben, dem empfehle ich die Pro-Version. Trotzdem finde ich den Griff gelungen und habe bisher keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Das Material färbt nicht ab und liegt auch mit Handschuhen gut in der Hand.


Fazit:
Die Stöcke sind sehr durchdacht und für alle Benutzer ein Gewinn. Aufgrund ihres geringen Gewichts sind sie bei jeder meiner Touren dabei und haben mich noch nie enttäuscht. Wer auf der Suche nach einem leichten und vielseitigen Trekkingstock ist, dem kann ich den Komperdell C3 voll empfehlen. Aufgrund der „3-Jahres-Garantie ohne Fragen“ dürfte es auch leichter sein, sich für ein Carbon-Modell zu entscheiden.

















































