Voll durchdachter Reiserucksack
VORTEILE
- Contact-Rückensystem
- Transportcover/Regencover
- Um 10 Liter erweiterbar
- Für Trekkingtouren geeignet
- Zusätzlicher Daypack
- DWR-Imprägnierung
NACHTEILE
- Keine Vorrichtung für Trinksystem
BEWERTUNG


Griasts eich!
Ich glaube die Produktkategorie die ich bisher am meisten getestet habe sind Rucksäcke :D Und damit geht es heute auch weiter. Hier gibt’s natürlich verschiedenste Ausführungen für verschiedene Einsatzzwecke. Aber meistens gibt es von den Herstellern dann ein oder zwei große Reiserucksäcke.
nd umso mehr freue ich mich euch heute den Deuter Voyager 65 + 10 vorstellen zu dürfen. Für mich persönlich hat das Reisen einen riesigen Stellenwert. Seit ein paar Jahren sind wir auch echt viel mit dem Rucksack unterwegs, ob in Südamerika oder Asien, aber auch Norwegen, Teneriffa oder Österreich. Ich schätze die Vielseitigkeit die das Backpacking mit sich bringt sehr. Dafür benötigt es aber auch einen extrem gut durchdachten Begleiter.
Vor allem auf Kleinigkeiten kommt es meistens an, die einem den entscheidenden Vorteil bieten. Also stecke ich jetzt mein ganzes Rucksack Know-How in diese Bewertung des Deuter Voyager 65 + 10 und nächstes Jahr kommt er dann entweder mit nach Korsika oder doch vielleicht nach Asien. Mal schauen wo es uns am Ende hintreibt.
Noch ein kurzer Funfact: Mein erster Rucksack war ein Deuter Quantum, also der damalige Reiserucksack von Deuter. Und der kam eben mit in den Urlaub aber auch auf Trekkingtouren. Damals als Student und noch nicht Productscout bei Outside-Stories dachte ich mir zwei Fliegen mit einer Klatsche und hatte es auch nie bereut, den Quantum habe ich immer noch und er ist auch noch im Einsatz. Das war auch übrigens eine meiner ersten Bewertungen im Jahr 2018 :D
Aber jetzt kommen wir zu dem Voyager, das aktuelle Reiserucksackmodell von Deuter, das aber dank dem Contact-Rückensystem auch hervorragend für Trekkingtouren geeignet ist. Für mich macht es nur Sinn, dass Deuter ihr super Rückensystem mit den Vorteilen eines Reiserucksacks verbindet, schließlich hat man den Rucksack ja viel auf dem Rücken, ist meistens mehrere Wochen unterwegs und wirklich voll bepackt. Der kleine Daypack wiederum bietet den Vorteil noch einen Rucksack für jeden Tag dabei zu haben. Und der ist so super im eigentlichen Reiserucksack zu verstauen, was ja sein muss, da man auf dem Rücken ja nur einen Rucksack tragen kann. Dazu komme ich aber später nochmal etwas genauer.
Das Basisvolumen beträgt 65 Liter, erweiterbar ist der Rucksack um zusätzliche 10 Liter. Dazu wird der Deckel einfach mit den Riemen gelockert und etwas weiter oben aufgesetzt, wenn der Rucksack voll beladen ist. Das bietet ausreichend Platz für umfangreiches Gepäck. Der Deckel wird dabei von zwei Riemen jeweils vorne und hinten gehalten und mit einem Riemen unter dem Deckel, Quer über die Rucksacköffnung. Sitzt, hält und sieht gut aus ;P


Kommen wir nochmal kurz zum ergonomischen Tragesystem, dem Contact Rückensystem. Der Kern des Systems ist ein dauerelastischer Federstahlrahmen. Hier war ich ganz begeistert und auch etwas überrascht, da dies den Rucksack zum einen superleicht und auch nicht ganz so starr macht. In meinem Quantum waren noch zwei Stangen, die den Rucksack in Form gehalten haben und die Last übertragen haben.
Hier eine deutliche Weiterentwicklung, die ich sehr zu schätzen weiß. Der Voyager hat auch immernoch das VariQuick System, mit dem super einfach der Rucksack an die individuelle Rückenlänge angepasst werden kann. Ich musste hier auch gleich mal 2 Riemen niedriger gehen. Sieht man dann relativ gut, ob der Rucksack passt, wenn man ihn aufzieht und die Schultergurte schön mit den Schultern abschließen.
Zum Verstellen einfach nur den Klettverschluss aufziehen und dann in niedrigeren oder höheren Riemen wieder befestigen. So kann den Reiserucksack nicht nur ich verwenden, sondern auch meine Freundin oder man verleiht ihn natürlich auch gerne mal an Freunde. Daumen hoch! Ansonsten ist der Brustgurt stufenlosverstellbar und die Hüftflossen werden mit einer Pullforward-Verstellung festgezogen, funktioniert besser als mit dem üblichen Mechanismus wie ich finde.






Den Daypack hatte ich auch schon kurz angesprochen, dieser wird hinten am Reiserucksack befestigt, wenn man auf Tour ist und den Tagesrucksack gerade nicht benötigt. Beim Fliegen zum Beispiel, nimmt man den Tagesrucksack ja mit in den Flieger und hat das wichtigste Handgepäck mit dabei. Jetzt bin ich auf dem Weg zum Flughafen und fahre öffentlich. Dann hat man auf dem Rücken ja den großen Reiserucksack.
Wohin mit dem Daypack? Und das liebe ich so sehr an dem Reiserucksack, einfach vorne hingeklippt und man muss den Daypack nicht in der Hand tragen und hat ihn mit Wertgegenständen, Reiseunterlagen oder Laptop/ Tablet vor sich griffbereit und im Auge. Der Daypack hat ein großes Hauptfach, ein Seitenfach für zum Beispiel eine Trinkflasche und noch oben ein kleines Fach für Dinge an die man schnell ran muss und nicht im Rucksack suchen will. Ach ja, den üblichen Schlüsselclip hat er natürlich auch 😊 Ansonsten hat der Tagesrucksack auch ein gut gepolstertes Rückensystem und gepolsterte Schulterträger.




Wenn wir jetzt schon bei den Extras sind, die so ein Reiserucksack mitbringt, machen wir doch gleich mit dem Transportcover weiter. Der Rucksack kommt bei uns immer, wenn wir Fliegen in das Transportcover, meistens hängen wir dann an den Reiserucksack noch unsere Wanderschuhe mit einem Karabiner. So ist im Cover alles gut verstaut und man kann noch easy zusätzliches Material, welches nicht in den Rucksack passt, mitnehmen. Wieso das Transportcover? Jeder kennt es, am Flughafen wird doch nicht wirklich gut mit dem Gepäck umgegangen.
Und am Rucksack sind wirklich viele Riemen die sich irgendwo verheddern können oder wo man hängen bleiben kann. Das verhindert das Transportcover, außerdem wird der Rucksack auch nicht schmutzig. Das Cover ist einiges dicker als die üblichen Regencovers. Mein Transportcover von meinem Deuter Quantum war schon zweistellig im Einsatz und ja es ist dreckig, aber nicht beschädigt, gerissen oder sonstiges. Also das hält echt richtig was aus!! Gleichzeitig ist das Transportcover auch das Regencover, also daran wurde auch gedacht!




Jetzt kommen wir zu den unzähligen Fächern, die der Rucksack hat. Im Deckel jeweils oben und unten ein Fach. Das obere hat noch einen Schlüsselclip. Zwei seitliche Außentaschen, die mit den Riemen auch fixiert werden, sind zum Beispiel für Flaschen, aber auch die FlipFlops passen da super rein.
Vorne ist die Fronstecktasche, hier ist normalerweise der Daypack, wenn man ihn nicht benötigt, drin. Ist aber auch sehr gut für nasse Sachen geeignet, oder die Regenjacke, bzw. an Anziehsachen, an die man schnell rankommen muss. Der Rucksack lässt sich in ein separates Bodenfach und das Hauptfach unterteilen. Die Trennwand kann aber geöffnet werden, dann hat man ein durchgängiges großes Fach.
Das Hauptfach lässt sich sowohl über den Deckel befüllen als auch über einen großen Zugang an der Front, wenn der Rucksack am Boden liegt. Innen im Hauptfach ist noch ein Fach am Rücken. Was ich hier super finde, dass dieses bis ganz nach unten geht, also bis in das Bodenfach. Die Hüftflossen haben auch noch jede ein Fach, hier habe ich eig immer mein Multitool, Stirnband und Tempos drin. Oftmals hört dies mit dem Hauptfach auf. Ein Trinksystem ist nicht vorgesehen, könnte aber bei Bedarf trotzdem in das Fach gelegt werden und der Schlauch kommt dann einfach aus dem Deckel.










Sollte es nur mal nieseln oder leicht tröpfeln, braucht man auch nicht direkt das Regencover, der Rucksack ist mit einer DWR Imprägnierung imprägniert, das perlt also alles ab.
Also für mich hat der Voyager wirklich alle Funktionen die ich von einem Reiserucksack erwarte und bringt auch noch einige weitere Extras mit. Der Tragekomfort ist super, selbst bei langen Strecken und schwerem Gepäck. Dass Deuter sehr auf Nachhaltigkeit achtet und umweltfreundlich Produziert und das auch mit einigen Zertifikaten bestätigt ist für mich auch nochmal ein deutlicher Pluspunkt. Insgesamt bietet der Deuter Voyager 65+10 eine gelungene Kombination aus Komfort, Funktionalität und Nachhaltigkeit, die ihn zu einem idealen Begleiter für lange Reisen macht.
Pfiats eich!





























