Ein Tausendsassa unter den Trailrunningrucksäcken
VORTEILE
- Ausgeklügeltes Taschensystem
- Viele Zipper-Taschen
- durchdachtes Trinksystem
- überragendes Tragesystem
- absolut ökologische Herstellung
- Reflektoren
NACHTEILE
- kaum Möglichkeiten, die Größe zu verstellen
BEWERTUNG
Schon einmal vorweg: Der Trail Spacer ist ein absoluter Tausendsassa. Durch seine vielen durchdachten Details bereitet er jedem Outdoor Fan riesige Freude.

Material: Der Vaude Trail Spacer ist aus mehreren verschiedenen Material zusammen gesetzt, die allen den höchsten ökologischen Ansprüchen entsprechen. Zu erkennen ist dies auch am Rucksack selbst, befindet sich doch im Innnern des Rucksacks ein GreenShape Label, welches bedeutet, dassVaude funktionelle und umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialien verwendet hat.

Zudem achten sie bei der Herstellung auf faire Arbeitsbedingungen in der Lieferkette. Die Kriterien diesbezüglich werden auch immer wieder von Vaude kontrolliert, so dass man sich sicher sein kann, dass der ökologische Anspruch von Vaude nicht nur eine Marke ist. Zudem wurde der Rucksack bei Verzcith auf PFC Materialien hergestellt. Für diesen ökologischen Ansatz der Rucksackproduktion schon einmal Daumen hoch.
Das Besondere an dem Rucksack ist zudem, dass die Rückenwand aus Strickmaterialien hergestellt worden ist. Ein äußerst interessanter Ansatz, der mich vollkommen überzeugt hat. Dazu später mehr.


Aufteilung des Rucksacks:
Das Innere des Rucksacks ist unterteilt in zwei große Fächern, wobei die Trennwand zusätzlich mit einem kleinem Zipper-Fach ausgestattet worden ist. Dies ist eine spartanische aber völlig ausreichende Inneneinrichtung. Zudem gibt es noch einen Klettverschluss, der als Schlüsselanhänger benutzt werden kann.


Der äußere Bereich des Rucksacks scheint fast unaufhörliche Möglichkeiten zu bieten. Zunächst gibt es seitliche und Schultergurt-Taschen:
1. zwei Stretch-Seitentaschen,


die ausreichend Platz zum Beispiel für eine Wasserflasche bieten. Viele Trailrunningrucksäcke verzichten auf diese Seitentaschen aus Gewichtsgründen oder weil natürlich die meisten Läufer über ein Wassersystem verfügen. Dennoch möchte ich diese Option nicht missen, da ich es für meine Aktivitäten für äußerst praktisch empfinde während des Sports auch schnell, ohne den Rucksack absetzen zu müssen, an „größere“ Kleinigkeiten durch einen Handgriff zu gelangen. Eine Regenjacke wäre hier z.B. eine gute Option.
2. zwei Zip-Schultergurt-Taschen auf der rechten Seite, die durch ihre Geräumigkeit überraschen. Super praktisch kann hier z.B. ein Handy oder aber auch Riegel verstaut werden, an die man schnell ran möchte.

3. Über die beiden Ziptaschen ist zudem noch ein weiteres Fach genäht, hier jedoch ohne Zipper. Meines Erachtens hätten hier die beiden Zipper ausgereicht, aber vielleicht kommt noch irgendwann der Tag, an dem ich froh über diese weitere zusätzliche Verstaumöglichkeit bin.

4. Auf dem linken Schultergurt befinden sich weitere zwei Fächer ohne Zipper, während die Gurttasche durch überhängendes Material eine gute und ausreichende Verschlussmöglichkeit bietet.

5. Zudem befinden sich an beiden Schultergurten zwei Riemen, durch die z.B. der Trinkschlauch befestigt werden kann. Beide Riemchen fungieren gleichzeitig als Reflektoren.

Praktischerweise gibt es auf der linken Seit sogar einen Clipper, an dem der Trinkschlauch befestigt werden kann. Eine super Idee, auch wenn ich den Clipper persönlich lieber auf der rechten Seite platziert hätte.
Rückwärtige Seite:
An der rückwärtigen Seite befindet sich eine Stockhalterung, eine kleine Schlaufe zum Aufhängen und das Zugsystem durch zwei Bänder, durch die sich der Rucksack enger ziehen lässt.

Tragesystem:
Zunächst vorweg: Bei meiner Größe von 187 cm passt der Rucksack perfekt, auch wenn der erste Sitz zunächst ungewohnt ist. Dies liegt daran, dass der Rucksack äußerst „hoch“ geschnitten ist. Das heißt, dass er im Gegensatz zu vielen „normalen“ Wanderrucksäcken nicht auf der Hüfte liegt. Dies ist jedoch bei einem Volumen von 8 Litern auch nicht notwendig, da ein solch hohes aufzufangendes Gewicht gar nicht vorhanden ist. Hat man sich an diesen „höheren“ Sitz gewöhnt, hat man den Rucksack an sich auf seinem Rücken auch schon vergessen. Woran liegt dieses Tragegefühl? Letztlich daran, dass der Rucksack sich durch das gestrickte elastische Material sich der Rückenform anpasst und er ausreichend weich gepolstert ist.

Das 3D Spacer Strick-Material soll zudem für eine bessere Durchlüftung sorgen. Da ich jedoch bei sportlichen Aktivitäten eh alles durchschwitze, kann ich jetzt hier keinen Unterschied zu herkömmlichen Tragesystemen erkennen. Meine Sorge, dass das Strickmaterial durch die schweißtreibenden Aktivitäten unangenehm zu riechen beginnt, kann nach 6 Wochen intensiver Nutzung nicht bestätigt werden.
Trinksystem:
Durch einen kleinen Durchgang nach außen lässt sich problemlos ein Trinksystem integrieren. Knapp wird es jedoch für Trinkblasen ab 2 Litern. Meine 3 Liter Blase zeigt dem TrailSpacer eindeutig die Grenzen auf. Die Trinkblasen bis 2 Litern drücken in keinster Weise durch und lassen sich problemlos im hinteren Innenfach einbauen.

Insgesamt eine absolute Kaufempfehlung.











