Guter multifunktionaler Rucksack mit etwas Luft nach oben
VORTEILE
- Sitzt sehr bequem und eng am Körper
- Wasserabweisend
- Viele Verstaumöglichkeiten
- Sehr gute Ventilation am Rücken
- Möglichkeit Wanderstöcke am Schultergurt während des Laufens zu verstauen
- Aus recyceltem Polyamid hergestellt
NACHTEILE
- Seitliche Stretch-Taschen lassen sich kaum mit einer Hand schließen
- Einstell-/Anpassungsmöglichkeiten an den Körper sind zu geringfügig
- Elastische Fronttasche nicht groß genug für einen Helm
- Kordeln/ Bänder an den Reißverschlüssen zu klein, unscheinbar und zu rutschig
- Rucksack schwer zu befüllen, fällt in sich zusammen
- Bei mehr Gewicht, hängt der Rucksack zu tief und belastet die Schultern
BEWERTUNG


Als Produkttester wurde mir von VAUDE der Trail Spacer 18 zum Testen zur Verfügung gestellt. Wichtig hierbei anzumerken ist, dass es sich bei diesem Modell um ein Muster der kommenden Sommerkollektion handelt und sich der Rucksack somit ein wenig von dem aktuell im Handel befindlichen Traill Spacer 18 unterscheidet. Ob der von mir getestete Rucksack genau so wie er mir hier vorliegt in den Handel kommen wird, ist somit auch nicht gewährleistet.
Über Vaude:
Wer im Outdoor Bereich nach nachhaltigem und fair produziertem Equipment sucht, der wird in Europa nicht um VAUDE herumkommen. Das 1974 gegründete und in Tettnang/Deutschland angesiedelte Unternehmen, bietet von Rucksäcken, Schuhen, Hosen Jacken, über Fahrradbekleidung und Taschen bis hin zu Zelten, Isomatten und Schlafsäcken so ziemlich alles an, was das Outdoor Segment zu bieten hat.
Das Besondere an VAUDE ist neben der großen Produktauswahl der Aspekt Nachhaltigkeit und faire Produktion. Kaum ein anderes Unternehmen der Branche kann hier mithalten. Bereits 2001 begann VAUDE als erster Sportartikelhersteller nach dem Umweltstandard bluesign zu produzieren, seit 2012 ist die Firmenzentrale und die dort hergestellten Produkte klimaneutral. Seit 2022 ist sogar jedes VAUDE Produkt klimaneutral. Alles was nicht in Deutschland produziert wird, wird fair in Asien Prouziert. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich hier einmal umschauen: Vaude
Neben der nachhaltigen und fairen Produktion bietet VAUDE auch viele Tipps, wie du deine Produkte pflegen und somit lange nutzen kannst. Sollte dennoch mal etwas kaputt gehen, gibt es viele Tipps, wie man etwas reparieren kann, bzw. gibt es auch einen Reparaturservice.
Seit 2017 gibt es beim Vaude Fabrikverkauf in Tettnang/Obereisenbach sogar ein Repair Café, wo Ihr eure Lieblingsprodukte selbst reparieren könnt und dabei Unterstützung von Vaude Mitarbeitern erhaltet. Bei den Produkten, die Ihr reparieren wollt, muss es sich außerdem nicht einmal um Vaude Produkte handeln. Die aktuellen Repair Café Termine findet man hier: Repair Cafe
Übrigens wird Vaude “fau´de” ausgesprochen, was für die Buchstaben V und D steht, die Initialen des Gründers Albrecht von Dewitz.


Technologien / Features
Der Trail Spacer 18 bringt eine Menge Features und Technologien mit sich, auf die ich vorab eingehen möchte, da ich diese immer mal wieder erwähnen werde.
MASS BALANCE - Diese Version des Trail Spacer aus der Sommerkollektion 2023 hat von VAUDE das MASS BALANCE Label versehen bekommen. Dies ist auch der größte Unterschied zum aktuellen Modell des Rucksacks. VAUDE nutzt eine Technologie um aus schwer recycelbaren Kunststoffen aus Altreifen Öl zu gewinnen, welches dann in einem zertifizierten Massenbilanzverfahren der Polyamid-Herstellung zugefügt wird. Dieses nachhaltige Polyamid steht in seinen Eigenschaften dem herkömmlich produzierten Polyamid in nichts nach, spart bei der Herstellung aber rund 60% an CO2 Emissionen ein.
GREEN SHAPE - Das VAUDE eigene Label kennzeichnet umweltfreundlich produzierte Produkte aus nachhaltigen und funktionellen Materialien bei deren Herstellung auf faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette geachtet werden
3D SPACER KNIT - Nahtlos gestricktes Rückenteil mit unterschiedlichen Härtezonen und durchgehende Auflage im Schulterbereich. Durch diese Technologie kommt das Rückenteil vollständig ohne Schaumstoff aus, wodurch es keinen Verschnitt gibt.
GRÜNER KNOPF - Statliches Siegel für nachhaltige Textilien, es ist dabei das erste Siegel, das systematisch prüft, ob Unternehmen Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in Ihren Lieferketten übernehmen.
MY CLIMATE NEUTRAL - Das Produkt ist klimaneutral. Die Emissionen aus Herstellung und Versand werden ermittelt und reduziert, nicht vermeidbaren Emissionen werden über myclimate kompensiert
ECO FINISH - wasser- und schmutzabweisendes Finish auf dem Oberstoff des Rucksacks für die Wasser- und Schmutzabweisung ohne Einsatz von Umweltschädlichen Fluorcarbonen (PFC). Eine regelmäßige Nachbehandlung ist nötig.
Außerdem sind 74% der verwendeten Garne recycelt.

Erster Eindruck
Neben der knalligen Farbe “burnt red” fällt einem beim ersten Berühren des Rucksacks gleich erst mal die 3-D formgestrickten Schultergurte und das Rückenteil auf, so etwas habe ich bisher noch nie gesehen. Ansonsten fühlt sich das Material sehr dünn und leicht, aber dennoch hochwertig an.
Die Reißverschlüsse des Hauptfachs und des kleinen “Deckelfachs” sind sehr leichtgängig. Leider wurden an den Schiebern des Reißverschlusses die Schiebergriffe weggelassen und durch einfache Schnüre zur besseren Bedienung ersetzt. Diese fielen mir sofort negativ auf, da sie sich sehr “billig” anfühlen, umher rutschen und nicht so schön eine Einheit mit dem Schieber bilden, wie es bei anderen VAUDE Rucksäcken der Fall ist (genaueres dazu und Bilder folgen später noch).
Die Stretch Taschen an den Seiten bieten mehr Platz als ich erwartet habe, aber bereits hier frage ich mich ob sich diese beim Tragen auch gut bedienen lassen. Sehr positiv fallen mir auch die extra Gurte zur besseren Gewichtsverteilung auf den Schultergurten auf, so etwas habe ich bisher bei Rucksäcken im Laufwesten Design noch nicht gesehen. Außer diesen Gurten gibt es zusätzlich noch Gurte im unteren Teil der Schultergurte, mit denen man den Rucksack noch enger an sich ziehen kann. Ansonsten kann man die Schultergurte nicht enger stellen.
Lediglich die elastischen Gurte an der Brust sind einstellbar und auch in der Höhe verstellbar. Ob das ausreicht, um den Rucksack individuell einstellen zu können? Da es den Trail Spacer 18 nur in einer Größe gibt, mache ich mir darüber erst einmal keine Gedanken. Im leeren Zustand fühlt er sich auf dem Rücken fabelhaft an. Das einteilige Rückenteil schmiegt sich an den Körper an, wie ich es bisher noch mit keinem anderen Rucksack erlebt habe. Fabelhaft!







Insgesamt bietet der Trail Spacer 18 zwölf Taschen. Drei an den Schultergurten, zwei umlaufende elastische Taschen mit Reißverschluss, zwei elastische Taschen an den Seiten in die Trinkflaschen oder Wanderstöcke gesteckt werden können, das 18l Hauptfach, ein “ kleines Deckelfach”, die elastische Fronttasche und im Innern die Tasche für die Trinkblase und eine kleine Tasche mit Reißverschluss.
Zusätzlich gibt es ein Kompressionssystem, womit der Rucksack verkleinert werden kann, wenn das Hauptfach nicht voll gefüllt ist. Außerdem können die Schnüre auch dazu genutzt werden, klappbare Wanderstöcke in den Seitentaschen zu befestigen. Außerdem gibt es Stockhalterungen hinten und auch vorne am Linken Schultergurt. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten wie man Stöcker befestigen kann:









Für die Radfahrer gibt es auch noch eine Halterung für ein Rücklicht:

Im Einsatz
Der Trail Spacer 18 im Westen ähnlichen Design wird von VAUDE als “Multi Use” betitelt und wurde für Bergtouren entwickelt. Als weitere Einsatzbereiche nennt VAUDE Bike Cross Country, Trailrunning, Skitour - aufstiegsorientiert und ich denke, damit liegt man auch ganz gut in dem Bereich, in dem ich diesen Rucksack auch sehe.
Ich habe den Rucksack im Alltag, beim Wandern, Radfahren, Laufen und auf Bergtouren getestet und bei allen Unternehmungen hat er mir gute Dienste geleistet.
Alltag
Gerade im Alltag gefällt mir das geringe Packmaß und die vielen Möglichkeiten hier und da etwas verstauen zu können. Gerade bei Ausflügen mit Kindern im Sommer reicht die Größe optimal, um alles dabei zu haben. Zudem sitzt der Trail Spacer fest am Rücken und bildet quasi eine Einheit mit mir. Dank der Westen ähnlichen Art bleibt einem auch mehr Bewegungsfreiheit als bei einem gewöhnlichen Rucksack.

Radfahren
Gerade beim Radeln gefällt mir der Tragekomfort des Trail Spacers sehr und die super Bewegungsfreiheit. Zudem ist auch gerade hier der Einsatz einer Trinkblase super. Dank der integrierten Halterung für einen Trinkschlauch am Schultergurt, baumelt dieser auch nicht störend umher.
Wandern / Bergtour
Hier entfaltet sich das volle Potential des Trail Spacers. Zwecks Gewichtsverteilung füllte ich hier meine 3l Trinkblase nur halb voll, nutzte aber die Stretch Taschen in den Schultergurten, um auf jeder Seite eine 500ml Softflask mitzuführen. So kann man super vermeiden, das gesamte Gewicht vom Wasser auf dem Rücken zu tragen. Außerdem bleibt so mehr Platz für Ausrüstung im Hauptfach.
Wanderstöcke an die Stockbefestigung, Riegel und andere Verpflegung in die umlaufenden Seitentaschen mit Reißverschluss, Erste Hilfe Set in die Seitentaschen, Regenkleidung, Biwaksack und Steigeisen ins Hauptfach, Helm in die Fronttasche, Kopflampe, Messer und Kleinigkeiten in das Deckelfach und in eine kleinere Stretch Tasche am rechten Schultergurt kam noch schnell erreichbar die GoPro wenn mal ein Foto geschossen werden muss.


Laufen
Hier nutzte ich den Rucksack beinahe leer. Lediglich die Schultertaschen waren mit Softflasks sowie Hausschlüssel bestückt. Um nicht ganz leer zu laufen, habe ich dann zum Test noch eine Jacke im Hauptfach mitgenommen. Mit dem Kompressionssystem noch schnell den Trail Spacer enger gezogen und auf geht es.
Folgendes ist mir bei diesen Tätigkeiten negativ aufgefallen:

Solange der Rucksack nicht zu schwer bepackt ist, ist alles gut und das Tragesystem fühlt sich an wie ein Traum. Aber gerade bei meiner Bergtour mit all dem Equipment (knapp über 6Kg) hatte ich bei meiner fünf Stunden Tour nach drei Stunden Schmerzen in den Schultern. Die Riemen an den Schultern für die Traglastverteilung waren schon auf Maximum angezogen, dennoch fühlte es sich so an als ob mich der Trail Spacer nach hinten zieht.
Nur durch sehr starkes Spannen der Brustgurte konnte ich hier Abhilfe schaffen. Bei meinem Körperbau war dadurch der obere Gurt schon am Maximum. Allerdings drückten mir dadurch die Schultergurte dann so in den Brustkorb, dass das Atmen schwerer wurde, was in sauerstoffarmer Luft nicht gerade vorteilhaft ist. Vom Design her könnte man außerdem denken, dass die elastische Fronttasche mit dem Gummiband ideal ist, um einen Helm zu befestigen, nur gerade so konnte ich meinen Helm unter starker Spannung hier befestigen. Wäre mein Kletterhelm größer, hätte ich hier ein Problem. Meinen Fahrradhelm bekomme ich z.B. hier nicht unter.

Unabhängig von der Aktivität musste ich mich immer wieder über die seitlich umlaufenden elastischen Taschen mit Reißverschlüssen ärgern, wenn ich diese mit aufgesetztem Trail Spacer bedienen wollte. Das Öffnen stellt an sich kein Problem dar, sondern das Schließen. Da das Material sehr elastisch und leicht ist und es keine Versteifung gibt, ist es kaum möglich, den Reißverschluss einhändig wieder im Tragen zu schließen. Man zieh dabei quasi den ganzen Rucksack nach vorne:


Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist es noch möglich, mit der anderen Hand den Schieber zu erreichen, wenn der Verschluss nicht ganz geöffnet ist. Dann kann man mit der Hand auf der Taschenseite das Material straffen und so den Verschluss schließen. Ist der Verschluss komplett geöffnet, dann muss man dann Rucksack absetzen, jemanden um Hilfe bitte oder doller ziehen und hoffen, dass es klappt, wobei aber vermutlich auf Dauer das Material in Mitleidenschaft gezogen wird.

Das Kompressionssystem ist ok, aber so richtig konnte ich mich damit nicht anfreunden. Man kann dies zwar super auch bei aufgesetztem Rucksack bedienen (nur festziehen, lockern geht nur wenn der Rucksack abgesetzt wird), aber man muss dabei auch aufpassen, dass die nun überhängende Kompressionsschnur auch gut verstaut ist. Ich war einmal nicht sehr Aufmerksam dabei und bin mit der Schnur beim Laufen hängen geblieben. In anderen Situationen wie am Berg kann so etwas schnell mal gefährlich werden.

Wie bereits schon angesprochen gefallen mir die schlecht griffigen Schnüre an den Reißverschluss Schiebern gar nicht. Sie fühlen sich nicht gut an, die Schieber lassen sich damit nicht gut bedienen und was mich am meisten stört, man sieht sie schlecht. Nicht immer, aber immer wieder, wenn ich an das Hauptfach wollte, suchte ich vergeblich die Schnüre, um die Tasche zu öffnen. Gerade bei schlechter Beleuchtung war dies ein Problem, da man die Schnüre auch nicht gut ertasten kann, da sie so leicht und unscheinbar sind.

Ein wenig Abhilfe konnte ich mir helfen, indem ich einen Knoten in die Schnüre, nah am Schieber gesetzt habe (siehe Foto), dadurch wurde die Schnur etwas steifer und man kann sie besser greifen. Ein Grund, warum sich dadurch die Schieber schlecht bedienen lassen, ist meiner Meinung nach auch eine fehlende Steifigkeit des Rucksacks. Das Material ist so dünn und leicht, dass es immer in sich zusammenfällt. Wenn der Rucksack nicht gerade komplett voll gepackt ist, kann man ihn nirgends abstellen, der liegt dann eher wie ein Sack so rum.

Folgendes ist mir positiv aufgefallen:
Am oberen Brustgurt befindet sich eine Befestigung für den Trinkschlauch einer Trinkblase, der den Schlauch super hält. Somit ist keine zusätzliche Halterung notwendig. Alternativ könnte man den Schlauch mit dem Mundstück auch unter die Brustgurte klemmen, dies könnte aber drücken. Außerdem bleibt dank der Halterung auch beim Abnehmen des Rucksacks der Schlauch an Ort und Stelle und wackelt nicht störend umher oder landet im Dreck.

Die Taschen an den Schultergurten sind einfach toll. Man kann schnell etwas verstauen oder kommt im Falle, dass man Softflasks nutzt, problemlos an etwas zu trinken. Das kleine, nicht ganz so tiefe Extrafach ist super um Kleinigkeiten zu verstauen, an die man öfter mal ran muss, wie z.B. Riegel, Taschentücher oder eine kleine Kamera wie in meinem Fall eine GoPro. Noch schöner wäre es, wenn die tiefen Taschen mit einem Reißverschluss versehen wären, dann könnte man diese Taschen noch individueller nutzen. Es ist dann leider doch sehr fummelig, wenn man in eine dieser Taschen, etwas kleines oder einen Schlüssel getan hat und den nun wieder aus der Tasche holen möchte.

Sehr gut gefallen mir auch die umlaufenden Stretch Taschen mit Reißverschluss. Auch wenn ich oben die Erfahrung mit dem Verschluss sehr bemängelt habe, sind diese Taschen dennoch super praktisch und gut und schnell erreichbar. Wenn VAUDE hier noch etwas verbessern könnte, wäre das ein Traum.

Die Möglichkeit, Wanderstöcke auch im Laufen vorne am Schultergurt zu befestigen, ist super! Ich nutze am Berg im durch die Sonne weich gewordenen Schnee einen Stock und als dann Kletterpassagen konnte ich den Stock super schnell verstauen, ohne den Rucksack abzunehmen. Später konnte ich genauso schnell den Stock wieder abmachen und gleich wieder benutzen. Klasse!

Schön finde ich auch noch im Inneren das Reißverschlussfach an der Tasche für die Trinkblase. Hier kann man wichtige Dinge verstauen, die man auf gar keinen Fall verlieren möchte. Auch eine kleine Öse ist hier vernäht, an der man zum Beispiel einen Schlüssel befestigen kann.
Dass der Rucksack wasser- und schmutzabweisend ist, hat mir auch gut gefallen. So muss man sich bei leichtem Regen oder Schnee keine Sorgen machen, dass etwas nass wird. Wenn es dennoch doller anfängt zu regnen, dann empfehle ich auf jeden Fall ein Raincover, denn das macht der Rucksack nicht mit.

Fazit
Ich habe hier mal wieder ein Produkt, bei dem ich sehr hin und hergerissen bin. Die Grundidee des Trail Spacers 18 ist super. Das Rücksendsystem mit dem 3-D Stick Verfahren einmalig und sehr sehr angenehm zu tragen, wenn der Rucksack nicht zu schwer gepackt ist. Die Funktionen, die Taschen, alles ist sehr gut durchdacht, aber gefühlt dann nicht ganz so ideal umgesetzt. Da ich viele Produkte von VAUDE besitze, weiß ich auf jeden Fall, dass die Jungs und Mädels das viel besser können, aber da es sich hier auch nur um ein Muster handelt, habe ich auch die Hoffnung, dass eventuell die ein oder andere Sache noch angepasst werden kann. Ich denke, die negativen von mir aufgeführten Punkte ließen sich alle beheben, aber vermutlich würde sich dies negativ auf das Gewicht des Trail Spacers 18 auswirken. Hier muss man sich natürlich zwischen Gewicht und Funktionalität entscheiden. Aber so einfache Dinge, wie ordentliche Schnüre / Verlängerungen zur besseren Bedienung der Reisverschluss-Schieber zu verwenden, sollten hier gar kein Problem sein, VAUDE müsste ja nur welche von anderen Rucksäcken aus Ihrem Sortiment nutzen und viel Gewicht macht sowas nicht aus. Die paar Gramm schleppe ich gerne mit mir, solange ich dann alle Taschen ordentlich bedienen kann und nicht ständig nach den Schiebern suchen muss.
Schön wäre es auch wenn der Rucksack besser anpassbar wäre und die Riemen für die Traglastverteilung oben an den Schultern und auch die Riemen unten, mit denen man den Trail Spacer noch enger an sich heran ziehen kann, so konstruiert wären, dass man diese noch mehr straffen könnte. Bei größeren Menschen mag das eventuell so ok sein, aber bei meinen 170mm und 60 kg reicht das leider nicht für den optimalen Sitz (wenn man mal etwas mehr Gewicht dabei hat >6kg). Alternativ wäre es vielleicht auch eine Überlegung wert, eine S-M und M-L Größe einzuführen, wie es bei manchen Laufwesten der Fall ist.
In meiner Bewertung verteile ich hier solide drei Sterne mit einem kleinen Plus. Ich sehe enormes Potential in dem Produkt und da ist noch eine Menge Luft nach oben und ich freue mich darauf, nächstes Jahr das fertige Produkt mal in den Händen halten zu können.


