Durchdachter Wanderrucksack mit vielen Details.
VORTEILE
- Leicht
- Rundum reflektierend
- Angenehmer breiter Hüftgurt
- Viele Fächer / sehr durchdacht
- Stock- / Pickel Helm halte Möglichkeiten
NACHTEILE
- Zu breite und steife Träger
- Viele lose Bänder
- Sitzt eher locker
- Träger bleiben lange nass / feucht
- Nur bedingt komprimierbar
BEWERTUNG
Ich durfte den Trail Lite 24 L – Wanderrucksack für Damen von THE NORTH FACE die letzten Wochen testen und trug ihn v.a. beim Wandern, aber auch im Klettersteig, beim Klettern, Radfahren und im Alltag.

** Eckdaten: **
- 24 Liter-Rucksack
- Toplader mit Deckelfach
- Viele kleine Fächer
- Trinkblasenfach
- rundum reflektierend
- Schlüsselhake
- breiter gepolsterter Hüftgurt
- doppelter Brustgurt
- Trekkingstock- und Eispickeltragesystem
- Gummi-Bungee für verschiedenste Ausrüstung, z. B. Helm
- bedingt komprimierbar
- gepolsterter Rücken
** Aufbau: **
Der Trail Lite 24 L – Wanderrucksack überzeugt v. a. durch seine vielen Details und Aufbewahrungsmöglichkeiten!
Der Rucksack ist ein Toplader, welcher oben mit einem Reißverschluss geöffnet wird. Man kommt so in das große Hauptfach. In diesem befindet sich am Rücken entlang ein Fach für ein Trinksystem. Nachdem auf einer Seite außen seitlich noch ein Reißverschlussfach ist, entsteht so im großen Hauptfach innen ein kleines separiertes Steckfach.

Öffne das Hauptfach, markiere das Reisverschluss-Innenfach im Deckel, das Steckfach für das Trinksystem sowie das seitliche Steckfach durch die Außentasche
Auf der Innenseite des Deckels befindet sich ein Reißverschlussfach aus nicht dehnbarem Netzmaterial. In diesem ist auch ein Anhänger für den Schlüssel.. Der Deckel hat auch außen ein Reißverschlussfach. Obwohl die Deckelklappe eigentlich als leerer komplett flach wirkt (nicht aufgesetzt), fassen die beiden Fächer der Deckelkappe richtig viel! (Man sieht es dem Außenfach etwas an, da dort Ecken abgenäht sind, die mehr Raum geben können, wenn nötig. Wenn die Fächer jedoch recht leer sind, tragen sie überhaupt nicht auf).
Der Rücken ist gepolstert und über einen Kanal in der Mitte gut belüftet. Die Länge ist nicht verstellbar, jedoch gibt es den Rucksack in 2 verschiedenen Größen.

Rückenpolsterung an den beiden Seiten, in der Mitte ein Kanal zur Belüftung. Trinksystem – Ausgang und Aufhängeschlaufe zwischen den Trägern. Steckfach und Reißverschlussfach auf den Trägern. Gepolsterter Hüftgurt mit Steckfach. 2 × Riemen als Brustgurt
Am Rücken oben zentral ist die Öffnung für den Schlauch des Trinksystems. So kann jeder selbst entscheiden, ob er den Schlauch lieber am rechten oder linken Träger haben möchte. Weiters ist direkt darüber eine Schlaufe, mit der man den Rucksack aufhängen kann.
Die Träger sind oben fix angenäht und können oben auch nicht adjustiert werden. Lediglich unten kann typischerweise die Länge der Träger eingestellt werden. Die Träger sind oben schon eher breit und werden dann noch breiter. Im unteren Bereich finde ich das richtig gut, da so auf der linken Seite eine super große Reißverschlusstasche Platz hat, in die auch richtig große Handys passen (dehnbare Netztasche), und auf der rechten Seite ein Netz- Steckfach für z. B. kleine, weiche Trinkflaschen, die somit immer zugänglich sind.
Oben finde ich die Träger leider etwas zu steif und daher um den Hals nicht so angenehm zu tragen. Es passt, wenn der Rucksack eher weit getragen wird und recht viel Gewicht beinhaltet. Wenn jedoch z.B. nur wenig Trinken und 2 Gewandschichten im Rucksack sind, dieser also recht leicht ist, reiben die Träger oben leicht, v.a. wenn man den Rucksack dann eventuell noch etwas enger sitzen haben möchte, man schneller unterwegs ist.
Die Träger sind v.a. im oberen Teil gut gepolstert, Das führt jedoch auch dazu, dass sie, wenn sie einmal richtig nassgeschwitzt wurden, auch etwas brauchen, um wieder zu trocknen.

An den Trägern sind 2 stufenlos höhenverstellbare Brustgurtriemen befestigt.
Der Hüftgurt ist für die Größe des Rucksackes eher breit und gleich gepolstert wie die Träger. Die Polsterung ist dort, wo sie am Rücken angenäht ist, etwas ausgespart und daher gerade hier im Biegungsbereich um die Hüfte sehr weich und flexibel. So schmiegt sich der Hüftgurt angenehm um die Hüfte und der Rucksack sitzt hier richtig gut!
Auf dem Hüftgurt ist an jeder Seite ein Netz- Steckfach angenäht. Alle Netz-Steckfächer dieses Rucksackes haben immer eine Lasche für einfaches Öffnen, was ich richtig gut finde. Die Steckfächer an der Hüfte haben einen starken Gummibund und schließen daher richtig gut, man kann z.B. die Schlüssel oder einen Riegel hier sehr gut verstauen und mir ist nie auch nur irgendetwas herausgefallen.

Hüftgurtfächer. Wie alle Steckfächer mit Laschen zum Aufziehen. Lange Bänder, die baumeln, Hüftgurt auf Anschlag zugezogen.
Über die Vorderseite des Rucksackes ist ein Gummiband gespannt, welches geöffnet und geschlossen werden kann, sowie festgezogen werden kann. Hier kann alles Mögliche größere befestigt werden, so z. B. auch ein Helm.

Der Helm hält mit dem Gummiband sehr gut, auch bei waldigem Zustieg. Weiters ist auf dem Bild ersichtlich, dass der Rucksack wasserwbweisend ist, man sieht die einzelnen Tropfen am Deckel.
Vorne unten hat der Rucksack auf jeder Seite je eine Schlaufe , und auf jeder Seite weiter oben eine verstellbare Bandfixierung. So können auf beiden Seiten Stöcke oder Eispickel montiert werden.

1. Der Reißverschluss zum Hauptfach, 2 das Außendeckelfach, 3 die beiden seitlichen Steckfächer, 4 das Gummiband, 5 die obere Befestigung (beidseitig) für Stecken oder Pickel, 6 die untere Befestigungsschlaufe für Stecken oder Pickel, 7 die Stecktasche am Hüftgurt (auch beidseitig), 8 das Steckfach am rechten Träger, 9 die beiden Brustgurt-Riemen.
Auf beiden Seiten hat der Rucksack seitlich zwei große Steckfächer aus Netzmaterial. Auch über die gesamte Front befindet sich ein Steckfach, welches oben seitlich in verstellbare Riemen endet, welche auch geöffnet werden können. Mit diesen Riemen kann der Rucksack oben zugezogen werden, wenn er nicht allzu voll ist. Leider kann der Rucksack unten auf der Seite nicht zugezurrt werden.
Auf der rechten Seite befindet sich am Rucksack seitlich auch noch ein Reißverschlussfach für kleine Dinge, die man schnell benötigt.

Seitenansicht, 1 das Reißverschlussfach, welches nur auf einer Seite vorhanden ist, 2 eines der beiden Steckfächer, 3 das Gummiband, 4 und 5 die Stecken- bzw. Pickel-Fixierungen
Allgemein besitzt der Rucksack sehr viele verschiedene kleine Fächer und Details, mit denen man sich sehr gut organisieren kann und somit alles schnell findet, bzw. Wichtiges schnell zugänglich bleibt.
Der Rucksack hat keine integrierte/inkludierte Regenhülle.
** Praxistest: **
Leider habe ich es im Testzeitraum nicht immer geschafft, den Rucksack optimal anzupassen. Am besten war es für mich, ihn bei den Trägern und dem Brustgurt eher etwas weiter zu tragen, sodass die Träger um den Hals nicht zu eng sind. Den Hüftgurt habe ich immer auf Anschlag zusammengezogen. So ist der Rucksack in eher gemäßigten Geschwindigkeiten und mit mehr Gewicht sehr angenehm zu tragen. Die Träger für etwas Bergablaufen jedoch zu locker und daher reibt es fast noch mehr.
Allgemein sind die Bänder (Hüftgurt, Träger, Brustgurt) des Rucksacks eher lang bis sehr lang und nicht alles komplett für kleine Frauen ausreichend zusammenziehbar. So baumelten bei mir auch immer wieder die Bänder etwas nervig und weit herum. Die vom Hüftgurt kann man gut in den Steckfächern verstauen, die des Trägers oder des Brustgurtes jedoch nicht.

Der Hüftgurt sitzt gut, (fast ganz am Anschlag), hier sind auch die Bänder in den Steckfächern verstaut. Die beiden Brustgurte sind auf Anschlag zusammengezogen und noch viel zu weit, und so baumeln die Bänder richtig weit hinunter, da sie nicht verstaut werden können. Auch von den Trägerlängen – Bänder baumeln weit hinunter.
Wandern:
Am häufigsten hatte ich den Rucksack beim Wandern dabei. Hierfür ist er in meinen Augen auch am besten ausgelegt! Mit dem Material gut sortiert ging es los. Das Handy für Fotos immer griffbereit. Auch das Trinken, entweder in einer kleinen Flasche am Träger oder im Trinksystem, immer bereit. Ein Riegel und Taschentücher im Hüftgurt Steckfach und auch den Haustürschlüssel, beim Verlassen, nur schnell in diesem Steckfach verstaut.
Ich habe für mich bei dem Rucksack gemerkt, dass ich lieber etwas mehr Gewicht mit auf die Wanderung nahm, sodass die Träger gut belastet werden und nicht eher locker um den Hals reiben konnten. Leider konnte ich den Rucksack nicht so fest an meinen Körper anpassen, dass ich damit laufen konnte, was ich bergab gelegentlich immer wieder gerne mache. Der Rucksack ist aber nicht fest genug am Körper gesessen.


Klettersteig und Klettern:
Hierfür ist der Rucksack absolut nicht entwickelt worden, dennoch wollte ich sehen, wie er sich verhält, und hier eine kurze Zusammenfassung. Gerade beim Klettern trage ich meine Rucksäcke meist sehr eng und hoch sitzend, sodass ich gut an das darunterliegende Chalkbag komme.
Das geht mit diesem Rucksack so nicht. Einerseits sind mir dann oben die Träger um den Hals zu eng und andererseits ist der Rucksack oben so steif, dass man mit dem Kopf nicht mehr gut hinaufschauen kann. Etwas lockerer und tiefer getragen, war der Rucksack bei leichten Klettertouren ein angenehmer Begleiter.
Sehr praktisch ist hier das Gummiband vorne, mit welchem man sehr gut einen Helm auf dem Rucksack montieren kann.

Klettersteig. Der Hüftgurt sitzt super, hier sind auch die Bänder in den Steckfächern verstaut. Die beiden Brustgurte sind auf Anschlag zusammengezogen und noch viel zu weit. Am Hals sieht man, dass der Rucksack Spiel hat und so auf einer Seite eher locker und andererseits drückend ist. Allgemein durch das Lockersein, Spiel zum Reiben.

Der Versuch, alles etwas weiter zutragen, dennoch sieht man, dass die Träger am Hals nicht angenehm sind
Alltag:
Ich verwendete den Rucksack auch im Alltag. Optisch ist er absolut alltagstauglich. Das Steckfach für das Trinksystem wird zum Laptopfach, und auch hier kann man sich erneut über die vielen Details und Einzelfächer freuen, da man sofort alles findet.
Radfahren:
Beim Radfahren trug ich den Rucksack nur bei kurzen Zweckstrecken. Entweder am Weg in Richtung Arbeit oder bei Zustiegshilfen, aber nie bei richtigen Radtouren. Auch hier war der Rucksack angenehm zu tragen.
** Zusammenfassung: **
Für mich ist der Trail Lite 24 L – Wanderrucksack für Damen von THE NORTH FACE ein guter Wanderrucksack, mit sehr vielen praktischen Details. Wenn er einem gut passt, ein treuer Begleiter für vielerlei verschiedene Touren.
