Mega praktischer, leichter, variabler und robuster Drybag
VORTEILE
- wasserdichtes Gewebe
- wasserdichte Nähte
- ultraleicht
- in vielen Größen erhältlich
- eckige Form um besser packen zu können
- sehr flexibel beim Verstauen
NACHTEILE
- keine eigene Stabilität
BEWERTUNG
Drybags oder altmodisch gesprochen wasserdichte Packsäcke gibt es schon lange und sie leisten auch schon lange gute Dienste, wenn man denn so unterwegs ist, dass man einen brauchen kann. Ursprünglich waren es wohl die Seemannssäcke. Denn ein Drybag ist kein Rucksack. Es gibt zwar welche, die einen Tragegurt haben und inzwischen gibt es auch Rucksäcke aus demselben Material. Allerdings, wer wirklich weit gehen oder schwer tragen muss, der nimmt meist eine andere wasserdichte Drybags sind wasserdichte Umverpackungen.
Dieser Drybag ist wirklich super leicht. Er wiegt mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern gerade mal 56 g!!! Wie wenig ist das denn bitte?!
Die Gewebestruktur ist mit einem feinen Gitter hinterlegt. Dies erhöht die Reißfestigkeit des Stoffes. Die Nähte sind wasserdicht, ebenso wie das Gewebe selbst. Schaut man in das Innere des Sacks dann sieht man, dass die Nähte getaped sind.
Gerade weil das Gewebe so dünn ist sieht man nicht nur die Netzstruktur sondern auch in Schemen den Inhalt. Ob dies nun als Vorteil gesehen wird, weil man gegebenenfalls schneller etwas findet, oder als Nachteil, weil es eben nicht so schön aussieht, wenn der Inhalt in allen Farben durchschimmert, bleibt jedem selbst überlassen.

Die Form ist grundsätzlich klassisch. Ein Sack eben. Der Clou daran ist, dass die Bodenplatte rechteckig und nicht rund ist, so wie bei den meisten Säcken. Dadurch kann man sehr gut laden und packen und auch rechteckige Gegenstände gut mit einpacken.
Am Boden ist auch noch eine Schlaufe mit eingenäht. Hier kann der Sack befestigt werden. Gerade wenn er auf etwas drauf geschnallt werden soll, kann er so gut fixiert werden.

Im unteren Viertel des Sackes glänzt in silberner Farbe auf olivgrünem Grund der Orsprey Adler in der Sonne und der 20 L -Print.

Des einen Freud des anderen Leid. Die absolute Flexibilität, was das Drücken oder Falten oder Verstauen des Drybags anbetrifft, kann ein Nachteil sein, wenn man den Drybag irgendwo drauf oder dran schnallen möchte und Stabilität durchaus wünschenswert wäre. Dafür eignet er sich hervorragend, um innerhalb eines Rucksacks oder Koffers/ Tasche Dinge trocken separat zu verstauen.
Die Öffnung ist so groß wie der Durchmesser des Sacks. Wie bei fast allen Drybags wird hier ein Krempelverschluss verwendet. Er ermöglicht es, sowohl luft-, staub- und wasserdicht zu verpacken und selbst zu entscheiden wieviel Luft mit eingeschlossen werden soll. Je enger und häufiger gekrempelt wird umso zuverlässiger ist die Dichte. Fixiert wird der Krempelverschluss mit einer Steckschnalle. Diese kann auch gleich zur Befestigung des ganzen Sackes an etwas anderem um etwas herum geschlossen werden. Wer aber den Krempelverschluss nicht mit dem Gewicht des Sackes oder dem Zuggewicht der Befestigung belasten will, kann ihn auch mit dem ebenfalls vorhandenen Ring und einem Karabiner zum Beispiel befestigen.
Bei mir kam der Drybag gleich bei zwei Urlauben ganz unterschiedlicher Art zum Einsatz. Einmal bei einer Radreise auf dem Alpe-Adria-Radweg von Salzburg nach Grado. Hier zählte Gewicht ebenso wie Platzbedarf enorm. Da meine Eurasierhündin Malou im Hundeanhänger mitreiste musste natürlich auch für sie ein Sackerl gepackt werden. Hundefutter, Bürste, Hundetütchen, Leckerlis, ein Spielzeug und Maulkorb,…doch einiges. Das Trockenfutter hatte ich täglich portioniert, damit nicht mehr als nötig dabei ist. Zunächst hatte ich vor gehabt den Drybag mittig auf den Gepäckträger zwischen die Gepäckträger-Hinterradtaschen zu packen. Da kam mir aber tatsächlich das Material etwas in die Quere. Bei stundenlangem Fahren hatte ich ein wenig Sorge, ob der Sack immer so bleibt, wie ich ihn verzurre. Da ich auch noch Platz in den Packtaschen hatte, habe ich den Drybag in eine Packtasche verstaut. Aber auch hier war ich froh, dass das Futter und vor allem auch der Geruch gut getrennt von meinen Sachen war.
Kurz danach ging es an den Lac du Stainte Croix am Ende der Verdonschlucht in Südfrankreich zum Campen. Auch hier waren die Hundesachen im Drybag verstaut. Allerdings war hier eher das Highlight, dass der Sack hier mal zeigen durfte was er kann. Wir waren täglich mehrfach SUP-fahren. Unter anderem auch in die Verdonschlucht hinein.
Hier wollten wir natürlich ein wenig was mitnehmen (eine Flasche Wasser, was zu knabbern, Sonnencreme, Hut und für jeden ein T-Shirt sowie zwei Handys und ein Autoschlüssel.)
Ich muss zugeben, dass ich die Handys noch in einen zweiten kleinen Drybag gepackt habe, kann aber verkünden, es wäre nicht nötig gewesen. Wir sind nicht gekentert mit dem SUP, aber nachdem wir zu dritt (unsere Kinder und ich) auf dem Board waren und immer wieder einer baden ging, bekam der Bag doch einiges an Wasserspritzer ab.
Wir hatten ihn vorne unter die Gummiverzurrung geklemmt und mit dem Klippverschluss daran angekettet.
All in all absolut praktisch.









