Tolle Jacke;überragende Kapuze.Leider ohne Unterarmbelüftung
VORTEILE
- Leicht
- Klein verpackbar
- Komplett wasserdicht
- Lange Ärmel
- Überragend gute Kapuze
- Reflektierende Details
NACHTEILE
- Keine Unterarmbelüftung
- Könnte vorne einen Tick länger sein
BEWERTUNG
Dieses Mal durfte ich eine Radregenjacke von Gorewear für euch testen. Dank des aktuellen Wetters hatte ich "leider" genug Möglichkeiten die Jacke intensiv auf die Probe zu stellen.
Bei der von mir getesteten Jacke handelt es sich um die Endure Gore-Tex Jacke für Damen.

Allgemeines
Bei der Endure Jacket handelt es sich um eine Regenjacke, welche speziell fürs Radfahren konzipiert ist. Sie ist mit einer Gore-Tex-Membran ausgestattet und verspricht damit dauerhafte Wasserdichtigkeit.
Die Jacken von Gore lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen. Diese hier gehört in die Kategorie der Paclite Plus Jacken.

Diese sind ist auffallend leicht, dünn und komprimierbar. Die Endure Jacke für Damen wiegt in der Größe M nur knapp 260 Gramm und lässt sich super klein verstauen.
An der Innenseite der Jacke ist ein Netz eingenäht, sodass die Jacke darin verstaut werden kann.
Man muss zwar etwas Fingerkraft haben, aber die Jacke passt gut in die Tasche und ist dann sehr klein.
Auch normal zusammengefaltet nimmt sie nicht viel Platz weg.
...sind reflektierende Elemente angebracht. Diese Details in Kombination mit der Farbe Lab Gray stellen sicher, dass ich nicht nur trocken bleibe, sondern auch im Dunkeln gut gesehen werde.
Material
Wie im letzten Abschnitt bereits angesprochen, handelt es sich um eine Regenjacke aus der Paclite-Serie mit Gore-Tex-Membran.
An der Brust/ Schulter besitzt die Jacke leider sowohl vorne als auch hinten eine Naht.
Ich persönlich fahre auch bei Regen immer mit dem Rad zur Arbeit fährt und habe immer einen recht schweren Rucksack dabei. Da sind Nähte unter dem Tragegurten des Rucksacks nicht ganz optimal, da Nahtstellen immer mögliche Schwachstellen darstellen, durch die irgendwann aufgrund von Reibung und Druck Wasser eindringen kann.
Passform
Die Passform der Jacke ist funktionell fürs Radfahren konzipiert. Am Rücken ist sie schön lang geschnitten, sodass sie auch noch bei der fahrradtypischen Haltung (nach vorne gebeugt) lang genug ist und bis ans Gesäß reicht.
Steht man aufrecht, so erscheint die Jacke vorne etwas zu kurz, da sie nur bis knapp an die Hüfte reicht. Sobald man auf dem Rad sitzt, ist diese Länge aber perfekt, da sie dann ungefähr am Sattel vorne endet. Bei vielen anderen Jacken hat man sonst oft das Problem, dass man auf dem Rad relativ viel „unnötiges“ Material am Bauch hat, welches dort zusammengestaucht wird.
Beim Radfahren ist mir auch immer die Länge der Ärmel sehr wichtig. Oft habe ich das Problem, dass mir die Ärmel etwas zu kurz sind. Diese hier sind top.
Wie auf den Bildern zu sehen, sind sie schön lang und haben unten einen elastischen Bund. So kann man die Jacke zwar gut anziehen, sie schließt aber trotzdem eng mit dem Arm ab. Zusätzlich können die Bündchen mit einem Klettverschluss noch etwas enger gemacht werden.
Die Ärmel sind nicht gerade geschnitten, sondern im Ellenbogenbereich leicht vorgeformt, sodass die Jacke beim Radeln sehr angenehm sitzt und nicht seltsam verrutscht.
Wie bei einer Regenjacke zu erwarten hat die Jacke natürlich eine Kapuze. Diese hat einen kleinen Schirm, um Regentropfen abzufangen, damit weniger Nässe im Gesicht landet. An der Stirn ist die Jacke etwas versteift, sodass sie dort auch gut sitzt und der Schirm an Ort und Stelle bleibt. An den Seiten der Kapuze ist sie mit elastischen Bündchen ausgestattet, um sich ans Gesicht anzuschmiegen.
Am Hinterkopf kann die Kapuze eng gezogen werden, damit sie den Kopf individuell umschließt.
Außerdem kann sie vorne am Hals beidseitig eng gezogen werden (auf dem nächsten Bild zu sehen). Die Kapuze ist sehr angenehm und beschränkt das Sichtfeld nicht! Auch ein voluminöser Helm kann problemlos unter der Kapuze getragen werden.
Eine der besten Kapuzen, die ich bisher auf dem Kopf hatte 😊
Am Hals hat die Jacke eine Reißverschlussgarage. Der Reißverschluss ist also abgedeckt, sodass dieser nicht am Hals scheuert oder kratzt.
Funktionalität
Die Jacke ist sehr leicht und dünn, aber trotzdem absolut dicht. Die Membranen von Gore-Tex versprechen absolute Wasserdichtigkeit ("Guaranteed to keep you dry"), welche ich bisher nur bestätigen kann. Bisher perlen echt alle Regentropfen einfach ab. So kann die Jacke nach der Nutzung einfach ausgeschüttelt werden und man macht nicht alles komplett nass wenn man ein Gebäude betritt. Die tolle Kapuze, die langen Ärmel und der Schnitt sind sehr funktionell (genauer im vorangegangenen Abschnitt nachzulesen).
Die Jacke ist nicht nur wasserdicht, sondern damit auch winddicht. Sie ist jedoch so dünn, dass ich ihr (abgesehen davon, dass sie den Wind abhält – was auch immer viel ausmacht) keine wärmenden/ isolierenden Eigenschaften zuschreiben würde. Das ist jedoch auch nicht die Aufgabe einer (ultralight) Regenjacke. Dafür spürt man die Endure quasi gar nicht wenn man sie trägt.
Leider verfügt die Jacke nicht über ein Unterarmbelüftung. Sie ist zwar (sehr) atmungsaktiv, aber bei stärkerer körperlicher Anstrengung (z. B. auf einer Mountainbiketour berghoch) wäre ich über eine Belüftungsmöglichkeit sehr froh. Egal wie gut die Atmungsaktivität funktioniert, es bleibt eine Regenjacke unter der es bei Anstrengung irgendwann unangenehm wird. Ich vermute aber, dass ist ein Kompromiss, den man zugunsten von Gewicht und Packmaß eingehen muss.
Fazit
Gorewear hat mit der Endure eine sehr funktionelle Jacke entwickelt, bei der besonders die langen Ärmel, der Schnitt am Rücken und die tolle Kapuze hervorzuheben sind. Leider ist sie nicht mit einer Unterarmbelüftung ausgestattet.
Mit der hier getesteten Farbe und den reflektierenden Elemente ist man auch im Dunkeln gut zu sehen.
Die Jacke ist so klein und leicht, dass sie als (Notfall-)Begleiter schnell noch mit eingesteckt werden kann, falls das Wetter unbeständig ist. Bisher überzeugt die Wasserdichtigkeit komplett und ich kann mich auch bei starkem Regen problemlos auf die Endure verlassen.
Die Endure ist vorne etwas kürzer geschnitten als normale Regenjacke. Zum Radfahren ist das total angenehm, für den Alltag abseits vom Rad (nicht der Einsatzzweck der Jacke!) ungewohnt, aber auch nicht weiter störend.