Gut durchdachte, dichte Laufjacke mit vielen tollen Details
VORTEILE
- Keeps you dry-Garantie
- Nur 201 Gramm
- Gute Passform und Beweglichkeit
- Verstellbare Kapuze
- Große, wasserdichte Seitentaschen
- Gute Atmungsaktivität
NACHTEILE
- Hoher Preis
- Armbündchen verbesserungswürdig
BEWERTUNG
Gorewear Concurve Laufjacke
Ich habe die Gorewear Concurve Gore-Tex Laufjacke von OutsideStories zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. In den letzten Wochen habe ich die Jacke bei mehreren Läufen, bei Temperaturen um 0 Grad und leichtem Regen, sowie Nieselregen und Nebel testen können. In diesem Bericht möchte ich von meinen Erfahrungen erzählen.

Technische Daten:
- Gewicht: 201 Gramm
- 100 % recyceltes Nylon
- Gore-Tex ePE Membran
- „Keeps you dry – Garantie“ (mind. 28.000 mm Wassersäule)
- Geklebte Nähte
- Anpassbare Kapuze
- Kleine Reflektoren an Rücken, Schultern, Kapuze und Vorderseite
Als erstes sind mir Gewicht und das extrem kleine Packmaß aufgefallen. Mit 200 Gramm ist sie sehr leicht und passt in jeden Laufrucksack. Ich habe die Jacke in der Farbe Utility Green und der Größe EU XL getestet. Ich bin 189 Zentimeter groß und wiege 90 Kilo und die Jacke sitzt bei mir wie angegossen.

Zwar sitzt sie recht eng, besonders an den Armen und Schultern, allerdings ist das beim Laufen total angenehm, da sich die Jacke jeder Bewegung anpasst und nicht unangenehm raschelt oder verrutscht. Vielmehr als ein Baselayer-Langarmshirt kann ich nicht unter der Jacke anziehen, da es sonst zu eng wird, aber zum Laufen reicht das ja für die allermeisten Temperaturen vollkommen aus. Die Ärmel schließen nicht wie üblich mit einem normalen Bündchen ab, sondern haben am Handgelenk einen ca. 7 Zentimeter breiten elastischen Einsatz vernäht.

Dieser sorgt dafür, dass der Ärmel richtig eng am Handgelenk abschließt und anliegt. Das ist beim Laufen ganz angenehm und hält Wasser davon ab in den Ärmel zu laufen. Allerdings liegt der Ärmel so eng an, dass man zu Teil Schwierigkeiten hat, zum Beispiel an die Uhr zu kommen. Man muss jedes Mal den Bund über die Uhr heben, wobei sich auch gerne mal was verhakt.
Ich habe nach kurzer Zeit den ganzen Bund hinter der Uhr getragen, sodass sie die ganze Zeit frei war. Allerdings verhakt sie sich dann auch wieder gerne beim Ausziehen der Jacke. Eigentlich also ein cooles und praktisches Feature, das aber noch ein wenig Verbesserungsbedarf hat.
Die Kapuze sitzt echt eng am Kopf und lässt sich durch einen Gummizug am Hinterkopf noch weiter anpassen. Der Verschluss des Gummizuges ist allerdings etwas schwergängig und muss mit zwei Händen bedient werden. Hierfür habe ich bei anderen Jacken schon deutlich bessere Systeme gesehen.

Auf der Innenseite der Kapuze ist ein Mesh-Netz eingenäht, welches an der Stirn anliegt und dafür sorgt, dass die Kapuze die Bewegungen des Kopfes gut mitmacht. Außerdem ist vorne ein kleines Schirmchen angebracht, welches direkten Regen im Gesicht verhindert.
Grundsätzlich bin ich mit der Kapuze sehr zufrieden, das beste Detail an der Kapuze kommt allerdings zum Tragen, wenn man die Kapuze nicht aufhat. Und zwar sitzt die Kaputze durch einen kleinen eingenähten Magneten dann fest am Rücken und flattert selbst bei etwas stärkerem Wind nicht nervig rum.

Die Jacke hat an der Vorderseite zwei Eichschubtaschen mit Reißverschluss, welche groß genug für ein Handy sind. Innentaschen gibt es keine.

Zwar macht Gorewear keine Angaben zur genauen Dichtigkeit, da die Wassersäule nicht wirklich aussagekräftig ist, wenn es um die tatsächliche Dichtigkeit geht. Allerdings gibt Gorewear für diese Jacke eine „Keeps you dry-Garantie“. Alle Produkte mit diesem Versprechen haben eine Wassersäule von mindestens 28.000 Millimetern und haben also bei den allermeisten Wetterlagen überhaupt keine Probleme den Träger oder die Trägerin trocken zu halten. In meiner Testphase ergab sich leider nicht die Möglichkeit die Jacke mal an ihre Grenzen zu bringen aber leichter Regen war überhaupt kein Problem.

Für die Dichtigkeit sorgt die neue Gore-Tex ePE Membran sowie verklebte Nähte. Alle Materialien sind PFC frei und insgesamt wirkt die Jacke extrem sorgfältig und hochwertig verarbeitet. Das Gegenstück zur Wasserdichte bei Outdoorkleidung ist immer die Atmungsaktivität.
Je dichter eine Jacke ist, desto weniger atmungsaktiv ist das Material im Normalfall. Auch bei der Concurve Jacke hat man selbstverständlich gemerkt, dass sie es nicht schafft, die Feuchtigkeit so effizient abzuleiten wie ein beispielsweise ein Baselayer-Shirt. Die Membran macht zwar einen guten Job, aber auch diese kann keine Wunder vollbringen.
Etwas Feuchtigkeit sammelt sich bei anstrengenderen Aktivitäten wie dem Laufen natürlich in der Jacke, aber ich hatte nie das Gefühl, dass in der Jacke ein unangenehmes Klima herrscht. Alles in allem hat man hier in meinen Augen einen guten Mittelweg gefunden, wobei die Dichtigkeit gegen Regen bei einer Hardshell-Jacke natürlich klar die Priorität Nummer 1 war.

Auch wenn das Geschmackssache ist, finde ich die Jacke optisch absolut gelungen und nutze sie gerne auch für andere Aktivitäten. Dies ist etwas dadurch begrenzt wie viel ich noch an Isolation unter der Jacke anziehen kann, da sie ja wie bereits beschrieben relativ eng anliegt. Das ist etwas schade. Da dies nicht der eigentliche Einsatzzweck der Jacke ist, lasse ich das aber nicht mit in meine Bewertung einfließen.
Fazit:
Mit einer UVP von 269,95 € ist die Gorewear Concurve Laufjacke wirklich kein Schnäppchen. Wer das Geld allerdings bereit ist zu investieren, bekommt eine Jacke mit absolut durchdachten Details, hochwertiger Verarbeitung und wird mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.
Tolle Optik, absolut wasserdicht, hohe Bewegungsfreiheit, angenehme Kapuze und die zwei Einschubtaschen, für mich ist es eine fast perfekte Laufjacke. Einzig der enge Abschluss an den Ärmeln ist ein meinen Augen noch etwas verbesserungswürdig.

























