Eine erleuchtende Stirnlampe
VORTEILE
- Großartige Leuchtkraft
- Effektiver Rotlichtmodus
- Fungiert zusätzlich als Powerbank
- Lange Akkudauer + wasserdicht
- Einfache Bedienung
- Rutschsicheres Stirnband
NACHTEILE
- Höheres Gewicht
- USB-C- Stecker fummelig
BEWERTUNG
Fenix HM 75 R
Vorwort:
Die Fenix ist keine Stirnlampe, um sie als Leichtgewicht mit auf Touren zu haben. Dafür ist sie eindeutig zu schwer und auch nicht dafür konzipiert. Wem das Gewicht egal ist, wird sicherlich dennoch seinen Spaß mit der Lampe haben, vorausgesetzt, man ist nachts unterwegs. Denn natürlich dann, und zwar nur dann, bringt die Fenix all ihre Qualitäten zum Vorschein.
Hierbei sei insbesondere das Rotlicht zu erwähnen, welches ausdauernd und „ausschweifend“ ins Licht fällt. Gerade in Naturzonen ist es zum Teil unabdingbar nachts mit Rotlicht zu wandern, um die Tierwelt nicht zu erschrecken. Ich habe an Weitwanderungen teilgenommen, bei denen Rotlicht nachts Pflicht war.
Wofür ist die Fenix dann zusätzlich zu verwenden? Ich sage es kurzum: Ich hatte sie in den letzten 6 Wochen fast unabdingbar immer dann, wenn es nur ansatzweise dunkel wurde im Einsatz. Das heißt:
- Auf der Baustelle in der Dämmerung
- Im Keller beim feinen Detailarbeiten.
- Beim Feuerstelle aufbereiten in der Dunkelheit im Garten.
- Beim Fahrradfahren in dunkelsten Waldgebiet (Licht entspricht nicht der StVO)
- Beim Be- und Entladen des Autos in der Nacht bei der Abreise in den Urlaub
- Lesen auf dem Balkon in der Dunkelheit
- Wie ihr seht: ich hatte sie bei allen Gelegenheiten im Einsatz,
denn die Lampe macht einfach Spaß. Die Gründe hierfür möchte ich euch hier im Detail benennen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass ich kaum über elektronische Fachkenntnisse verfüge. Die Bewertung beruht gänzlich auf meinen objektiven Erfahrungen:
Zunächst ein paar Hardfacts zu der Lampe ( und natürlich für alle Elektronikfreaks):
- Maximale Lichtleistung: 1600 Lumen
- Maximale Leuchtweite 223 Meter
- Modi: Spotlight, Flutlicht und Rotlicht möglich
- 1 x Luminus SST40 Kaltweiß-LED, 2x Luminus SST20 Neutralweiß-LED; 1x OSRAM GR QSSPA1.23 Rotlicht-LED mit einer Lebensdauer von jeweils 50.000 Stunden.

Zwei USB-Typ-C-Anschlüsse mit wasserdichter Innenbeschichtung.

- Akku: 3400mAh Li-Ion Akku / oder 5000mAh Li-Ion Akku (im Lieferumfang enthalten)
- Farbtemperatur: Spotlight-Modus: 6500K. Flutlicht-Modus: 4000K.
- Wasserdicht: IP68 Zertifizierung
- Gewicht Lampe mit Halterung: 170 Gramm

Gewicht: Akku: 135 Gramm

Im Test:

Halterung:
Die Lampe hat eine praktische Stirnbefestigung mit einem Band, das komplett um die Stirn, wie ein Stirnband, getragen werden kann und einem zusätzlichen Band, das über den Kopf zur Stirn von hinten nach vorne zieht. Dies ist zunächst etwas ungewöhnlich, da die meisten Stirnlampen aufgrund des Gewichts nur noch über das eine Stirnband verfügen.
Aber man gewöhnt sich schnell daran. Zudem sitzt die Lampe dadurch wirklich sicher. Bei dem Gewicht des Lampenaufsatzes ist diese Drei-Punkt-Halterung sicherlich auch besser. Gerade bei sportlichen Aktivitäten liefe man sonst Gefahr, dass die Lampe schnell an der Stirn verrutscht. An der Rückseite der Bandes befindet sich die Halterung für die zusätzliche Powerbank, die für Aufladen der Lampe oder aber für Aufladen des Smartphones benutzt werden.

Das Kabel der Powerbank lässt sich während der Nutzung der Lampe am Band befestigen.

Das Stirnband lässt sich auch problemlos über einen Kletterhelm ziehen. Zudem hat es reflektierende Einsätze. Damit das Band nicht verrutscht ist im Innern Silikon mit verarbeitet als Stopper.
Schalter: Um die Lampe in die verschiedenen Modi zu setzen, bedarf es nur eines einfachen Drehschalters an der Seite sowie einen zusätzlichen “Drücker”, um die Intensität der Lumina zu verändern. Es gibt die folgenden drei Modi: Rot, Scheinwerfer und Flutlicht. Durch Drücken an der Seite verändert sich die Intensität von „Niedrig“, „Mittel“, „Hoch“ zu „Turbo“. Das wars schon. Dies alles kann auch problemlos mit Handschuhen verwendet werden. Turbo lässt sich auslösen, wenn man den Schalter selbst drückt.

Die unterschiedlichen Modi:
Flutlicht und Spotlight und Rotlicht
Das Spotlight erstrahlt in einem hellen weiß, während das Flutlicht einen wärmeren etwas gelblicheren Farbton herstellt.



Das Spotlight ist vor allem dann zu verwenden, wenn man auf einem Trail unterwegs ist und Objekte in weiter Entfernung erstrahlen lassen will. Das Flutlicht wäre für mich eher die Variante, wenn ich entspannt auf einem Campingplatz in der Nacht sitze.
Für mich ist das ein herausragendes Merkmal, da ich im Freien, wie oben bereits beschrieben, häufig Rot verwende


Das liegt daran, dass es dabei hilft, die Nachtsicht aufrechtzuerhalten und es ermöglicht, natürliches Licht wie Sterne und Mondlicht zu sehen. Es eignet sich daher hervorragend zum Jagen, Segeln, Wandern und rund ums Campen. Das großartige Rotlicht der Fenix strahlt bis zu 120 Lumen rotes Licht aus, welches genug ist, um ca. 10 bis 15 Meter weit zu sehen. Somit ist es wirklich auch auf dem Trail zu verwenden. Es gibt zudem auch noch die Blinkfunktion.



Weiteres Highlight ist ein automatische Näherungsfunktion. Das bedeutet, wenn dir jemand nahe ist, dimmt die Lampe automatisch das Licht, so dass dein Gegenüber nicht geblendet wird. Diese Funktion lässt sich aber auch ausstellen, indem man den Hauptknopf für ca. 6 Sekunden gedrückt hält.
Akku:
Die Lampe bietet eine erstaunliche maximale Laufzeit von 234 Stunden bei durchschnittlicher 5-Lumen-Leistung.
Bei einem mittleren Strahlung von von 350 Lumen kann mit ca. 17-19 Stunden Leuchtdauer rechnen.
Der mitgelieferte 5000-mAh-Akku mit großer Kapazität ermöglicht somit eine lange Laufzeit. Großartiger Clou und für mich etwas völlig neues: Die Stirnlampe kann als Powerbank zum Aufladen anderer digitaler Geräte verwendet werden, denn der sogenannte Power Extender verfügt über eine Schnellverschluss für verschiedene Tragemöglichkeiten z.B. am Gürtel oder Rucksack und kann als Notfall-Powerbank verwendet werden.


Wie überragend ist das denn bitte? Ich benötige somit keine weitere Powerbank sondern kann einfach die Stirnlampe zum Aufladen verwenden. Das kann ein Gamechanger sein, wenn ich alle Gewichte auf Langstreckentouren zusammenrechnen. DIe Lampe ist einfach aufladbar per USB-C-Kabel.

Dies wäre der eine Ansatz, den Power Extender zu bewerten. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, die Frage zu stellen, warum nimmt man nicht direkt eine externe Powerbank mit, die selbiges kann. Vielleicht ist es Spielerei, den Extender direkt an der Lampe befestigt zu haben. Vielleicht ist es aber auch zu viel Gewicht am Kopf.
Ich tue mich tatsächlich mit einer endgültigen Bewertung schwer und müsste sie dafür noch einmal eine längere Zeit auf einem Trail dabei haben. Großer Vorteil, der nicht abzuweisen ist, ist jedoch definitv, dass man die Lampe gleichzeitig weiter benutzen kann, während sie auflädt. Nachteil: das Gewicht und ein zusätzliches Aufladekabel am Kopf. Aber Moment. Auch hier hat Fenix eine Lösung. Mitgeliefert wird auch ein 1 Meter langes USB-C-Kabel.

Mit dieser Überbrückung lässt sich der Extender in der Jacke, am Gürtel oder im Rucksack verstauen und die Lampe bekommt trotzdem noch Saft. Überragend :)

Was mich tatsächlich aber mehrfach genervt hat (insbesondere mit kalten Fingern) ist das Einstöpseln des USB-Steckers. Hier benötigt man schon etwas Kraft, um den Stecker einzustöpseln. Damit der Stecker auch richtig hält, dreht man die Vorrichtung noch einmal nach rechts, damit der Stecker "locked" ist. Hier muss man darauf achten, dass der Stecker wirklich richtig drinnen sitzt.
Material:
Das Gehäuse der Stirnlampe besteht aus einer Magnesiumlegierung und wirkt robust und hochwertig. Auch bei einsetzendem Dauerregen bei einem nächtlichen Spaziergang machte das Wasser der Lampe nichts aus. Denn mit der IP68 Zertifizierung kann man die Lampe quasi 30 Minuten lang vollständig bis zu einer Tiefe von 2 m untertauchen, ohne dass die Lampe zu schaden kommt. Zum Tauchen würde ich aber dennoch zu einer anderen Lampe zurückgreifen.
Fazit:
Eine Lampe, die jeder zur Erhellung seines Lebens braucht. Polyvalent für alle dunklen Aktivitäten. Ob daheim beim Heimwerken, in dunklen Schächten oder in tiefen Wäldern. Wem das Gewicht der Lampe nichts ausmacht, wird seine Lampe fürs Leben gefunden haben.
