Ein Rucksack, der dank seines Lüftungssystems und dem äußerst angenehmen Tragekomfort perfekt fürs Backpacking oder Trekking (auch in wärmeren Regionen) geeignet ist.
VORTEILE
- Sehr angenehmes Tragegefühl
- Viele Verstaumöglichkeiten
- Größenverstellbar
- Vollventilierter Hüftgurt und Rückenbereich
- Perfekte Lastenverteilung
- Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten (Eispickel, Trinkflaschen, Wanderstöcke etc.)
NACHTEILE
- Rucksack aufziehen ein wenig umständlich
BEWERTUNG
Liebe OUTSIDEstories-Community,
solltet Ihr gerade auf der Suche nach einem (neuen) Rucksack sein, der fürs Backpacking oder Trekking geeignet ist, dann solltet Ihr euch unbedingt diesen Bericht durchlesen. Als Produkttester von OUTSIDEstories hatte ich die Möglichkeit, den neuen "Atmos AG 65" von Osprey für sechs Wochen zu testen. Die Zahl "65" steht dabei für das Volumen des Rucksacks. Dementsprechend hat dieser 65 Liter Fassungsvermögen.
Getestet habe ich den Rucksack auf einer siebentägigen Backpacking-Tour quer durch Deutschland bei Temperaturen von bis zu 24°C. Beim Start der Tour lag das Gesamtgewicht des Rucksacks bei 22 kg. Dieses Gewicht habe ich deshalb genommen, weil es als Maximalgewicht im Benutzerhandbuch angegeben wird (siehe http://d1eg49e1jg7w1a.cloudfront.net/media/wysiwyg/DE_OM/OM_AtmosAura_S15_DE.pdf ).
Vielleicht noch ein paar Informationen zu meiner Statur: Größe: 1,90m, Gewicht: 97 kg
Im Folgenden werde ich Euch nun meine Erfahrungen mit dem "Atmos AG 65" schildern:
- Tragesystem und Schulterträger
Bei einem Gesamttragegewicht von 22 kg würde man normalerweise denken, dass man damit höchstens wenige Kilometer schafft, bevor die Schultern beginnen zu schmerzen. Ich kann Euch aber sagen, dass dieses Gefühl bei mir kein einziges Mal aufgetreten ist. Dank des "Anti-Gravity-Tragesystems" und den Schulterträgern hat man das Gefühl, als würde der Rucksack über den Schultern schweben. Vielmehr lastet das Gewicht nun auf den Hüften. Dort ist es jedoch kaum spürbar. Dieses Gefühl kenne ich von meinen eigenen Rucksäcken her überhaupt nicht. Ich bin total begeistert. Die Schulterträger lassen sich übrigens auch in der Höhe verstellen.
Ein weiterer großer Pluspunkt des Tragesystems und der Schulterträger ist das Lüftungssystem. Während meiner Tour musste ich kaum Schwitzen, weil meine Hüfte und mein Rücken perfekt belüftet wurden. Dadurch erhöht sich natürlich auch das Tragegefühl.
2. Halterungen und Taschen
Am Rucksack gibt es verschiedenste Halterungen. So lassen sich z.B. Trekkingstöcke seitlich am Träger und Packsack befestigen, ohne dass man den Rucksack dabei absetzen muss. Man spart dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Kraft. Natürlich können Mithilfe der Halterungen auch Trinkflaschen an den Seiten und Eispickel sicher verstaut werden. Zahlreiche Kompressionsriemen (sowohl innerhalb als auch außerhalb des Rucksacks) halten das Gewicht nah am Rücken und reduzieren den Kraftaufwand.
Die aus zwei Fächern bestehende Deckeltasche des Rucksacks ist höhenverstellbar und lässt sich bei Bedarf abnehmen. Eine integrierte Regenhülle lässt sich problemlos über den Rucksack ziehen und schützt den Inhalt vor Nässe. Sowohl die Tasche an der Front als auch die Seitentaschen bestehen aus einem extrem dehnbaren Netzstoff, der sich bis zu 200 % dehnen lässt. Ich konnte bis jetzt, auch nach starker Beanspruchung, noch keine Veränderungen in der Form feststellen. Im Hauptstaufach befindet sich auch noch ein Wasserbehälterfach mit Verbindung nach außen.
3. Hüftgurt
Der sogenannte "Hit-on-the-Fly-Hüftgurt" sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Rucksackgewichts, indem man diesen auf die jeweilige Hüftgröße einstellt. Für angenehme Temperaturen sorgt zudem auch noch das integrierte Lüftungssystem. Kleine integrierte Seitentaschen bieten für kleinere Sachen wie Bonbons oder Geld genügend Platz und sind immer sofort erreichbar.
Bei korrekter Einstellung des Hüftgurts umschließt dieser wie eine zweite Haut die Hüfte. Das fühlt sich super an, hat aber leider auch einen kleinen Nachteil: Das Aufsetzten des Rucksacks ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil die beiden Enden des Hüftgurts nach innen zeigen und somit quasi im Weg stehen (siehe Foto). Diese müssen deshalb nach außen gedrückt werden, damit sich der Rucksack richtig an den Rücken anschmiegen kann.
Dies ist allerdings der einzige Kritikpunkt, den ich beim "Atmos AG 65" nennen kann. Mit ein wenig Übung stellt das Aufsetzen des Rucksacks aber auch kein Problem mehr da. Wer mit diesem kleinen Fehler leben kann, dem kann ich den Rucksack nur empfehlen. Es ist wirklich unglaublich, wie angenehm sich Lasten mit diesem Rucksack tragen lassen ;).