Leicht, gute Passform, starker Windschutz, schwach bei Regen.
VORTEILE
- Coole Optik
- Gute Passform
- Sehr leicht, kleines Packmaß
- Winddicht, atkungsaktiv
- Ordentliche Kapuze
- Reißverschlußtasche
NACHTEILE
- Wenig Regenschutz
BEWERTUNG

Testfacts
Testzeitraum: ca. 3 Wochen
Hersteller: Karpos
Modell: Lavaredo Wind Jacke
Kategorie: extrem leichte Windjacke / Trailjacke
Einsatzzweck: Trailrunning (Laufen, Fast Hiking)
Besonderheiten: PFC-freie DWR-Imprägnierung, winziges Packmaß, perforierte Einsätze, reflektierende Details, Kapuze mit Schirm
Wasserdichtigkeit: wasserabweisend (DWR), nicht wasserdicht
Winddichtigkeit: winddicht
Atmungsaktivität: sehr hoch durch Belüftungseinsätze
Material: Hauptgewebe: 100% Polyamid, Rest: 85% Polyamid 15% Elasthan
Passform: Slim Fit
Farbe: Woodl.Gray/Orange
Gewicht: ca. 100g
Preis: 130 €
Bilderquelle teilweise: Karpos.
Bilder sind mithilfe von AI generiert
HERSTELLERBESCHREIBUNG
Das Lavaredo Wind Jacket ist ein absolutes Must-have. Es wiegt nur 100 Gramm und ist komprimiert nur so groß wie ein Apfel! Du kannst diese Jacke immer auf jede Tour mitnehmen und bist so stets vor Wind oder leichtem Regen geschützt und kannst deine Körpertemperatur aufrechterhalten.
Die Vorderseite ist aus winddichtem Ripstop Material mit DWR-Behandlung ohne bewusst zugesetzte PFAS und wiegt nur 33 g/m². Die Achseln und Seiten sind aus perforiertem Material für maximale Atmungsaktivität.
Extrem leistungsstark und vielseitig zugleich. Sie wurde in Zusammenarbeit mit unseren Athleten für das Trailrunning entwickelt, kann aber auch bestens zum Wandern und Mountainbiking verwendet werden. Sie lässt sich in einem integrierten Packsack verstauen und ist dann verschwindend klein.
WINDDICHT, ATMUNGSAKTIV UND EXTREM PACKBAR
- Winddichte Ripstop-Front (33 g/m²) mit DWR-Imprägnierung (wasserabweisend, PFAS-frei)
- Perforierte Seiten und Unterarme für Top-Atmungsaktivität
- Geformte Kapuze mit steifem Visier (sitzfest im Wind)
- YKK-Frontzip, Reißverschluss-Brusttasche (dient als Stuff-Sack)
- Reflektoren für Sichtbarkeit
DIE HIGHLIGHTS DER LAVAREDO WIND JACKET
- Ultra-leicht (100 g): Immer dabei, nie im Weg
- Slim Fit: athletische Passform ohne Ballon-Effekt
- Schnell an/aus: Für wechselhaftes Wetter made
- Made in Europe: Hohe Verarbeitungsqualiätt
Optik/Haptik/Größe
Wie immer in diesem Abschnitt kurz der Hinweis: Geschmack oder Gefallen liegen im Auge des Betrachters, deshalb sind die nachfolgenden Sätze lediglich meine subjektive Meinung.
Holt man die Lavaredo zum ersten Mal aus der Verpackung, fällt sofort auf, wie unglaublich dünn und leicht das Material ist – man hat fast das Gefühl, gar nichts in der Hand zu halten. Die Optik ist sportlich und clean und je nach gewählter Farbe (in meinem Fall das schlichte Vulcan / Anthrazit) auch abseits der Trails absolut tauglich.
Die Haptik des Ripstop-Gewebes ist angenehm geschmeidig, dabei typisch „technical“, und raschelt erfreulich wenig, was beim Laufen ein echter Pluspunkt ist. Die perforierten Einsätze an den Seiten fühlen sich etwas weicher und elastischer an und sorgen dafür, dass die Jacke nicht wie eine „steife Plastiktüte“ wirkt.
Die Verarbeitung macht auf mich einen einwandfreien Eindruck: saubere Nähte, ordentlich eingefasste Bündchen, Reißverschluss läuft geschmeidig. Da die Jacke preislich mit der UVP von ca. 130 € auf dem Niveau vergleichbarer Markenjacken liegt, geht der Preis aus meiner Sicht in Ordnung – vor allem, wenn man Gewicht, Packmaß und den pfiffigen Schnitt berücksichtigt.










Laufen mit der Lavaredo-Windjacke
Beim Laufen macht sich das extrem niedrige Gewicht direkt bemerkbar – man spürt die Jacke schlichtweg kaum. Karpos setzt bei der Lavaredo auf einen sogenannten „Slim-Fit“-Schnitt. Die Jacke sitzt also recht körpernah, bietet aber dank der guten Schnittführung absolut genug Bewegungsfreiheit für dynamische Laufbewegungen, auch mit Stöcken im Einsatz.
Der große Vorteil des engeren Schnitts: Selbst bei starkem Gegenwind flattert oder bläht sich die Jacke nicht unangenehm auf. Der hochschließende Kragen schließt gut ab, und die Kapuze mit dem kleinen, verstärkten Schirm liegt dank elastischer Einfassung sauber am Kopf an. Dadurch bleibt das Sichtfeld frei, und die Kapuze schlägt auch bei böigem Wind nicht ständig hin und her.
Ein echtes Highlight ist die Packbarkeit: Das Wetter ändert sich am Berg oft schnell, und die Jacke lässt sich innerhalb von Sekunden in ihre eigene kleine Tasche stopfen und verschwindet mühelos in jeder Laufweste oder Hüfttasche. Auch ein paar reflektierende Details für die Sicherheit in der Dämmerung hat Karpos spendiert – nicht übertrieben, aber ausreichend, um zumindest besser wahrgenommen zu werden.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Jacke nicht ganz so leise ist wie manch andere Jacken. Das Problem ist natürlich bekannt und lässt sich wahrscheinlich bei Wind-/Regenjacken nie komplett vermeiden, dennoch gibt es deutliche Unterschiede bei der Lautstärke und auch der Frequenz des Geräuschs, denn manche Geräusche nerven mehr als andere, unabhängig von der Lautstärke.
Die Karpos-Jacke liegt bei der Lautstärke im Mittelfeld, auch kleinere Bewegungen machen schon Geräusche und beim Laufen ist die Jacke deutlich hörbar. Was der Lavaredo-Jacke zugutekommt, ist ihre Passform, denn dadurch, dass die Jacke recht schmal ist gibt es auch keine zusätzlichen Flattergeräusche.
Atmungsaktivität
Bei einer reinen Windjacke ohne Membran ist die Erwartungshaltung an die Atmungsaktivität naturgemäß hoch. Karpos löst die Balance zwischen Windschutz und Belüftung hier sehr clever über perforierte Einsätze unter den Armen und an den Seiten.
Auf dem Trail macht die Lavaredo einen sehr guten Job: Bei „normalen“ Schwitzern (wie mir) schafft sie es meistens, Hitze und Feuchtigkeit hervorragend nach außen entweichen zu lassen. Gerade bei intensiven Anstiegen staut sich die Luft deutlich weniger als in einer 2,5- oder 3-lagigen Regenjacke. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass es sich hier um eine schützende Schicht und nicht um ein Funktionsshirt handelt – bei sehr hohen Intensitäten wird man auch in dieser Jacke schwitzen und innen etwas feucht werden.
Im Vergleich zu vielen klassischen Windjacken wirkt die Lavaredo für mich deutlich luftiger und ausgewogener. Man hat das Gefühl, dass der Oberkörper gut geschützt ist, ohne dass man nach fünf Minuten im eigenen Saft steht.
Nässeschutz/Dichtheit
Hier muss man ganz klar die Grenzen abstecken: Die Karpos Lavaredo Wind Jacket ist keine Regenjacke. Sie verfügt über eine umweltfreundliche, PFAS-freie DWR-Imprägnierung, die Wassertropfen auf der Außenseite ordentlich abperlen lässt. Einem leichten Nieselregen, feuchtem Nebel oder auch mal einem kurzen Schauer hält die Jacke absolut stand und hält den Läufer darunter zunächst trocken.
Wenn es aber anfängt richtig zu schütten oder man stundenlang im Regen unterwegs ist, drückt das Wasser durch das dünne Material. Wer absolute Dichtheit für extreme Bedingungen oder eine offizielle Zulassung für Ultraläufe wie den UTMB sucht, muss zu einer echten wasserdichten Jacke greifen.
Für den kurzen Schauer zwischendurch, die nasse Wolke auf dem Grat oder die Kombination aus Wind und Feuchtigkeit ist der Nässeschutz der Lavaredo aber allemal ausreichend – vor allem, wenn man sie als „immer dabei“-Schutzschicht in der Laufweste versteht.
Windschutz
Das ist die Paradedisziplin der Jacke – und hier liefert sie voll ab. Das Ripstop-Material auf der Front blockt kalten Wind sehr zuverlässig, ohne sich wie eine starre Rüstung anzufühlen. Besonders wenn man nach einem schweißtreibenden Uphill oben am Grat oder Gipfel ankommt und der Wind pfeift, schützt die Jacke sofort vor dem gefährlichen Auskühlen.
Der hochschließende Kragen und die gut sitzende Kapuze dichten auch den Kopf- und Halsbereich effektiv ab. Trotz des Hauch-von-nichts-Gefühls beim Gewicht steht der Windschutz deutlich massiveren Jacken in nichts nach – im Gegenteil: Durch den engen Schnitt hat der Wind weniger Angriffsfläche, was sich unterwegs sehr angenehm bemerkbar macht.
Die Karpos Lavaredo Wind Jacket ist genau die Art von Jacke, die ich gerne „immer-dabei-Schicht“ nenne: ultraleicht, klein verpackbar und genau dann Gold wert, wenn das Wetter kippt. Sie richtet sich in erster Linie an Trailrunner und schnelle Bergsportler, funktioniert aber genauso gut beim schnellen Wandern, Fast Hiking und auf dem Rad.
Optimal ist sie für:
Läufer, die oft im Hügelland oder in den Bergen bei wechselhaftem Wetter unterwegs sind.
Frühmorgendliche oder späte Einheiten, wenn es frisch und windig ist.
Alle, die schon eine Regenjacke besitzen, aber eine deutlich leichtere und atmungsaktivere Schicht für windige Tage suchen.
Weniger geeignet ist sie, wenn du hauptsächlich im flachen Stadtbereich bei dauerhaft starkem Regen unterwegs bist – hier ist eine leichte, komplett wasserdichte Running-Shell die bessere Wahl.
Fazit zur Karpos Lavaredo Jacke
Die Karpos Lavaredo Wind Jacket macht genau das, wofür sie konzipiert wurde – und das richtig gut. Sie ist ein kompromisslos leichter, absolut winddichter Begleiter für Trailrunner und Fast-Hiker, der im Rucksack oder in der Laufweste kaum auffällt, im Einsatz aber einen deutlichen Komfortgewinn bringt.
Wer eine Jacke sucht, die bei unbeständigem Wetter, windigen Gipfeln oder in kühlen Morgenstunden vor dem Auskühlen schützt und bei Nichtgebrauch quasi unsichtbar verschwindet, wird hier definitiv fündig. Die hohe Atmungsaktivität dank der durchdachten Perforationen und die sehr gute Verarbeitung runden das positive Gesamtbild ab.
Einzig beim Thema Dauerregen muss man – logischerweise – Abstriche machen. Für mich ist sie aktuell ein starkes Ausrüstungsteil in der Laufweste, das ich auf längeren Touren nicht mehr missen möchte. An die Preise von Marken-Outdoor-Bekleidung werde ich mich zwar wahrscheinlich nie ganz gewöhnen, aber Karpos liegt mit einer UVP von ca. 130 € preislich im Mittelfeld in der Kategorie der leichten Windjacken.





